Mittwoch, 27. Februar 2019

Die Schülerstreiks müssen sich ausweiten, wenn sie helfen sollen

So wichtig es ist, dass die Proteste von den Hauptbetroffenen ausgehen, dass man merkt, dass es ihnen nicht um eine "Ideologie", sondern um existenzielle Betroffenheit geht, so wichtig ist auch, dass sie sich ausweiten.
Denn zum einen ist selbstverständlich auch die Generation der Studenten und der jungen Erwachsenen in weit höherem Maße betroffen als die der Älteren.
Zum anderen kann eine Schülerbewegung nur dann dauerhaft wirken, wenn sie mit jeder neuen Schülergeneration - und die wechseln in der Schule schneller als im Erwachsenenleben - immer wider neue Anstöße erhält.
Wie schnell sind die guten Ideen der Frühzeit der Umweltbewegung in Vergessenheit geraten. Wie wenig hat das DDT-Verbot ausgereicht, dauerhaft Insektengifte, die Schädlinge und Nützlinge gleichzeitig treffen, zu bannen. Und so wurden auch die Vögel getroffen, wie Carson es vorausgesagt hat und damit der natürliche Ausgleich zerstört.

Der Menschheit bleibt nicht die Zeit, mit dem Handeln auf neue Generationen zu warten. Da Handeln muss jetzt beginnen und zwar ernsthaft und dafür bedarf es der Mitwirkung aller, die eingesehen haben, was auf dem Spiel steht.

mehr dazu:
Regierung ohne Plan zur Erfüllung der Versprechen von 2015 ZEIT 27.2.19:
"[...] Benzin und Diesel müssten in Deutschland ungefähr ein Drittel teurer werden. Die Zahl der Elektroautos müsste bis zum Jahr 2030 auf zehn Millionen steigen – rund doppelt so viele wie bislang erwartet. 2500 Kilometer Autobahn müssten mit Oberleitungen versehen werden, unter denen dann stromgetriebene Lastwagen fahren würden, ähnlich wie heute die Straßenbahnen in der Stadt. All dies sei notwendig, heißt es in der BDI-Analyse, um das Klimaschutzziel zu erreichen, zu dem sich die Bundesregierung verpflichtet hat. [...]
Als Angela Merkel im Dezember 2015 dem Klimavertrag von Paris zustimmte, beschloss sie faktisch eine Revolution: das Ende des fossilen Zeitalters. Deutschland verpflichtete sich völkerrechtlich, einen nationalen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz zu leisten. Merkel unterschrieb, dass ihre Regierung konkrete Maßnahmen beschließen und diese auch bekannt geben werde. Leider nur hat die Regierung in den vergangenen drei Jahren über diese Wende in die nachfossile Zeit so gut wie nicht gesprochen. [...]
Zwar hatten während der Koalitionsverhandlungen die CDU-Unterhändler ein Klimagesetz abgenickt. Aber seit die Umweltministerin es wirklich ernst meint, mögen sich viele nicht mehr daran erinnern. [...]
Hört man einem Unternehmer wie Jörg Mosolf zu und liest man die Analysen zum Klimaschutz, die inzwischen von einem Wirtschaftsverband wie dem BDI kommen, dann könnte man glauben, das Land sei in zwei Zeitzonen geteilt: hier die Wirtschaft, die rasche Entscheidungen braucht und gedanklich bereits im Jahr 2030 lebt – dort die Politik, die noch immer darum ringt, die Folgen des Klimavertrags von 2015 zu klären. Dabei wäre es längst notwendig, über die Kosten und Konsequenzen der Klimawende zu sprechen. [...]"


Klimawandel in Deutschland

Klimawende von unten

Parents for Future

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