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Mittwoch, 7. März 2018

Lufttaxi

Das Problem ist nicht, dass eine Illusion wäre, sondern, dass "2052. Der neue Bericht an den Club of Rome" schon so vergessen zu sein scheint wie der Dabei ist die Veröffentlichung erst 6 Jahre her

Ratschläge für Menschen, deren Kinder 2052 erleben könnten:
[...]
2. Vermeiden Sie eine Vorliebe für Dinge, die bald verschwunden sein werden.
3. Investieren Sie in hochwertige Unterhaltungselektronik als Ersatz für die Realität.[24] Was Randers dabei nicht ausspricht, aber andeutet, ist die Frage: Sollte man sich nicht früh daran gewöhnen, dass man vieles nicht mehr unternehmen kann, was früher möglich war?
4. Erziehen Sie ihre Kinder nicht zu Naturliebhabern.[25]
5. Wenn Ihnen die Vielfalt des Lebens am Herzen liegt, genießen Sie sie, solange Sie noch können.
6. Besuchen Sie die Sehenswürdigkeiten der Welt, bevor sie durch die Menschenmassen ruiniert werden.
7. Wohnen Sie an einem Ort, der vom Klimawandel möglichst wenig betroffen ist.
8. Ziehen Sie in ein Land, in dem Entscheidungen getroffen werden können.
9. Finden Sie heraus, welche Folgen fehlender Nachhaltigkeit ihre Lebensqualität am meisten beeinträchtigen werden.
10. Wenn Sie nicht im Dienstleistungsbereich oder in der Pflege arbeiten wollen, suchen Sie sich einen Job in den Bereichen Energieeffizienz oder erneuerbare Energien.
[...]
12. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, jedes Wachstum sei gut.
[...]
https://de.wikipedia.org/wiki/2052._Der_neue_Bericht_an_den_Club_of_Rome

Dienstag, 2. Januar 2018

Wir wissen das Wichtigste schon seit über 40 Jahren, doch was tun wir? - Blogparade???

Versuch eines Aufrufs zu einer Blogparade

Dass konventionelle Landwirtschaft Lebensraum zerstört und zu Artensterben führt, wurde einer breiten Öffentlichkeit seit Rachel Carsons "Der stumme Frühling" (1962) nach und nach bekannt.
Die Studie des Club of Rome Die Grenzen des Wachstums (1972) wurde zwar energisch bekämpft, aber der Gedanke, dass wirtschaftliche Ressourcen begrenzt sind, wurde mit dem Spruch "Wir haben nur eine Erde" zum Allgemeinplatz.
Auf den "stummen Frühling" hin wurde DDT ab 1970 in mehreren Ländern verboten, die USA hoben ihr Verbot von 1972 aber bald wieder auf. Die Produktion von DDT lief in den USA erst 1982 aus, in Österreich wurde es erst 1992 verboten.
Die Abhängigkeit der Weltwirtschaft von der knappen Ressource Erdöl wurde schon 1973, ein Jahr nach  Die Grenzen des Wachstums in der Ölkrise deutlich. Dennoch wurde Flugbenzin steuerlich begünstigt, obwohl CO2-Ausstoß in großen Höhen besonders umweltgefährdend ist. 
Die 45 Jahre währende Entwicklung von der ersten Umweltkonferenz in Rio 1992 zu schildern würde hier zu weit führen. Man kann sie nachlesen.
Das Ergebnis: Billigfluglinien bieten Flugreisen an, die billiger sind als die Taxifahrt zum Flughafen, und werden fast durchweg hofiert, oft sogar mehr oder minder offen subventioniert. 
Die Emissionszertifikate werden seit Jahren zu Schleuderpreisen gehandelt, Betrug von Autokonzernen bei Umweltauflagen wird staatlich gedeckt und vor privaten Regressansprüchen geschützt, die besonders umweltschädlichen Braunkohlebergwerke dürfen weiter produzieren und bekommen einen Artenschutz wie sonst nur der Panda, das Markenzeichen des WWF.

Und wenn es dagegen Proteste gibt, heißt es, der Kunde sei selbst schuld, wenn er die Konzerne nicht mit seiner Marktmacht zwingt, sich ökologischer zu verhalten. 
Wie können Bürger, die vielleicht alle 2, 3 Jahre eine Flugreise unternehmen, eine Billigfluglinie in die Knie zwingen? Wie können sie eine Erhöhung der Kerosinsteuer durchsetzen und eine unfaire Subventionierung durch Flughafenbetreiber verhindern? 
Mit ihrer Marktmacht gewiss nicht, sondern allenfalls durch Boykott, der durch Nichtregierungsorganisationen angeregt wird, oder durch das Wählen von Parteien, die für die Umweltziele, mit denen sie werben, auch eintreten. 

Zum Thema Umweltschutz ist scheinbar schon alles gesagt. Aber auf  den empörenden Unterschied zwischen den angeblichen Zielen der Parteien und ihrem tatsächlichen Handeln wird nach meiner Beobachtung häufiger von Gegnern des Umweltschutzes als von seinen Befürwortern hingewiesen. 

Aber das ist ja längst nicht das einzige, das anzusprechen wäre. Wo ist auf die Ergebnisse der über 10 Jahre alten Studie 2052. Der neue Bericht an den Club of Rome hingewiesen worden? Wie bekannt ist der neuste Bericht "Wir sind dran" von 2017? 

Die Aspekte, die anzusprechen wären, sind ungeheuer vielfältig. 
Wer ist bereit, dem, was er schon immer sagen wollte, im Rahmen einer Blogparade eine breitere Plattform zu bieten? 


Artikel in diesem Kontext kann man hier im Kommentar verlinken oder unter dem Hashtag  #tuwas18
verbreiten.

Sonntag, 13. Januar 2013

Erziehen Sie Ihre Kinder nicht zu Naturliebhabern!

Das rät Jorgen Randers. Denn:
"Wenn Sie Ihrem Kind beibringen, die Einsamkeit der unberührten Wildnis zu lieben, so wird es etwas lieben das es immer seltener geben wird. Sie erhöhen da durch die Chance, dass Ihr Kind unglücklich wird, weil es das, was es sich wünscht, nicht mehr finden wird in einer Welt mit acht Milliarden Einwohnern und einem im Vergleich zu heute doppelt so hohen Bruttoinlandsprodukt. Die neue Generation lernt besser von Anfang an, im pulsierenden Leben der Megastädte zu Frieden, Ruhe und Zufriedenheit zu finden und bei endloser Musikuntermalung in den Ohren." (Randers: 2052, S.383-84)
Jorgen Randers ist Norweger und wie viele seiner Landsleute Liebhaber unberührter Natur. Seinen Ratschlag gibt er wohlüberlegt. (mehr dazu)