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Mittwoch, 14. Dezember 2022

Wer war Johann Gottlob Samuel Rösel?

 S. Rösel "war als Landschaftsmaler und Professor an der Akademie der Künste eine bekannte Persönlichkeit des Berliner Kunst- und Gesellschaftslebens im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Sehr bald nach seinem Tod geriet er in Vergessenheit. Ein Kapitel in Theodor Fontanes (1819–1898) Wanderungen durch die Mark Brandenburg verschaffte ihm erneut Aufmerksamkeit und eine gewisse bleibende Bedeutung als (Rand)figur der deutschen Kulturgeschichte." (Wikipedia)

Fontane und Samuel Rösel

"Fontane beschrieb im 1872 herausgegebenen Band III (Havelland) seiner Wanderungen einen Besuch auf dem Friedhof Bornstädt (heute: Bornstedt). Wegen der Nähe zu Sanssouci und Potsdam wurden hier viele historisch bedeutsame Personen beerdigt. Angesichts einiger ihm unbekannter Namen fragte sich Fontane: Wer war er (oder sie)? So auch vor der Grabtafel des Professor Samuel Rösel. Eine rein rhetorische Frage, wie er bis zur Veröffentlichung seines Textes glaubte. Die unerwartet zahlreichen Reaktionen veranlassten ihn jedoch, dem Kapitel Bornstädt ein neues Kapitel folgen zu lassen, das als Überschrift eben jene Frage trägt: Wer war er? In der Einleitung schreibt der Autor: Diese Frage, so wenig passend sie sein mochte, namentlich um des Tones willen, in dem ich sie stellte, hat wenigstens das eine Gute gehabt, mir eine Fülle von Zuschriften einzutragen, aus denen ich nunmehr imstande bin, ein Lebensbild Rösels zusammenzustellen. Ergänzend zu den Briefen, die ihn erreichten, befragte Fontane mündlich oder schriftlich mehrere Zeitgenossen des Malers[1]." (Wikipedia)

Von wem hat doch Wolf Biermann geschreiben, er bewahre ihn auf "im Bernstein der Balladen"?

Sonntag, 6. Dezember 2020

Fontane: Unwiederbringlich - Der gefallene Engel und Pastor Schleppegrells Gedicht

 Fräulein Ebba Rosenberg, die eine starke Anziehungskraft auf den Grafen Holk ausübt, sagt in einer Auseinandersetzung darüber, was wichtig genug sei, 'in Stein eingegraben' zu werden: 

»Sie drücken Zweifel aus, Graf, vor allem vielleicht einen Zweifel an meiner Überzeugung. Aber es ist, wie ich sage. Großer Stil! Bah, ich weiß wohl, die Menschen sollen tugendhaft sein, aber sie sind es nicht, und da, wo man sich drin ergibt, sieht es im ganzen genommen besser aus als da, wo man die Moral bloß zur Schau stellt. Leichtes Leben verdirbt die Sitten, aber die Tugendkomödie verdirbt den ganzen Menschen.« 

 Und als sie so sprach, fiel aus einem der die Tafel umstehenden Tannenbäumchen ein Wachsengel nieder, just da, wo Pentz saß. Der nahm ihn auf und sagte: »Ein gefallener Engel; es geschehen Zeichen und Wunder. Wer es wohl sein mag?« 

 »Ich nicht«, lachte Ebba. 

 »Nein«, bestätigte Pentz, und der Ton, in dem es geschah, machte, daß sich Ebba verfärbte."

So weit der Kommentar des Erzählers. Das ist Vorausdeutung genug darauf, wie sich das Verhältnis zwischen Graf Holk und seiner Frau durch das Dazwischentreten von Fräulein Ebba weiter entwickeln wird. Dass die Gräfin Christine in den Tod gehen wird, braucht man da noch nicht anzunehmen. 

Und jetzt folgt der Übergang zur weihnachtlichen Feier: 

"Aber ehe sie den Übeltäter dafür abstrafen konnte, ward es hinter der Tannen- und Zypressenwand wie von trippelnden Füßen lebendig. Zugleich wurden Anordnungen laut, wenn auch nur mit leiser Stimme gegeben, und alsbald intonierten Kinderstimmen ein Lied, und ein paar von Schleppegrell zu dieser Weihnachtsvorfeier gedichtete Strophen klangen durch die Halle.


»Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,

Aber als Knecht Ruprecht schon

Kommt der Winter hergeschritten,

Und alsbald aus Schnees Mitten

Klingt des Schlittenglöckleins Ton.


Und was jüngst noch, fern und nah,

Bunt auf uns herniedersah,

Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,

Und das Jahr geht auf die Neige,

Und das schönste Fest ist da.


Tag du der Geburt des Herrn,

Heute bist du uns noch fern,

Aber Tannen, Engel, Fahnen

Lassen uns den Tag schon ahnen,

Und wir sehen schon den Stern.« "


Offenbar hielt Fontane dies "Lied" nicht für eins seiner besseren Gedichte, sonst hätte es nicht Pastor Schleppegrell in den Mund gelegt und ihm diese Funktion gegeben. [Schleppegrell, ein ausdrucksvoller Name, zu dem freilich nicht recht passen will, dass sich drei Prinzessinen in ihn verliebt haben sollen. - Fontane liebt diese Gegensätze] 

Und in dieser Weihnachtszeit kommt es dann zur Katastrophe. Das Zusammentreffen des Ehepaars am Heiligen Abend schildert Fontane so:

Es war nicht gut, daß die Gräfin ihr Herz nicht bezwingen konnte. Vielleicht, daß sie, bei milderer Sprache, den so Bestimmbaren doch umgestimmt und ihn zur Erkenntnis seines Irrtums geführt hätte. Denn die Stimme von Recht und Gewissen sprach ohnehin beständig in ihm, und es gebrach ihm nur an Kraft, dieser Stimme zum Siege zu verhelfen. Gelang es Christinen, diese Kraft zu stärken, so war Umkehr immer noch möglich, auch jetzt noch; aber sie versah es im Ton und rief dadurch all das wieder wach, was ihn, ach so lange schon, gereizt und, seit er Ebba kannte, so willfährig gemacht hatte, sich selber Absolution zu erteilen.

Und so warf er denn, als Christine jetzt schwieg, das Christkind wieder in die Krippe, gleichgültig, wo die Puppe hinfiel, und sagte: »Du willst es mir leicht machen, so, glaub ich, waren deine Worte. Nun, ich bin dir das Anerkenntnis schuldig, daß du hinter deinem guten Willen nicht zurückgeblieben bist. Immer derselbe Ton der Überhebung. Daß ich dir's offen bekenne, ich war erschüttert, als ich dich da vorhin eintreten und, auf die gute Dobschütz gestützt, auf mich zukommen sah. Aber ich bin es nicht mehr. Du hast nichts von dem, was wohltut und tröstet und einem eine Last von den Schultern nimmt oder wohl gar Blumen auf unsren Weg streut. Du hast nichts von Licht und Sonne. Dir fehlt alles Weibliche, du bist herb und moros...«

 »Und selbstgerecht...«

 »Und selbstgerecht. Und vor allem so glaubenssicher in allem, was du sagst und tust, daß man es eine Weile selber zu glauben anfängt und glaubt und glaubt, bis es einem eines Tages wie Schuppen von den Augen fällt [...]"


Ein passendes Gespräch für Heiligabend.

Briefe in Fontanes "Unwiederbringlich"

 Im Vergleich zu Raabe schien mir Fontane relativ wenig Abstand zu seinen Personen zu haben, wo sich doch so viel in Konversation und Briefen abspielt. So war ich über die Formulierung "Alle Romane und Novellen sind aus einem auktorialen Gestus erzählt" der Wikipedia nicht angemessen, doch beim näheren Hinsehen nutzt Fontane gerade die Briefe, obwohl sie ja nur die Person sprechen lassen, wegen der Nachbemerkungen, auch wenn diese nur die Gedanken einer Person berichten, immer wieder dazu, die Position des Erzählers zu verdeutlichen. 

Für Unwiederbringlich habe ich das bereits in einem Post von 2011 für den ersten Teil des Romans herausgestellt, jetzt tritt es mir im zweiten Teil wieder entgegen.

Graf Holks Schwager Arne schreibt : "[...]  Ich habe Deine Briefe gelesen – es waren ihrer nicht allzuviel, und keinen einzigen traf der Vorwurf, zu lang gewesen zu sein –, aber die Hälfte dieser wenigen beschäftigt sich mit der märchenhaften Schönheit der doch mindestens etwas sonderbaren Frau Brigitte Hansen und die zweite Hälfte mit den Geistreichigkeiten des ebenfalls etwas sonderbaren Fräulein Ebba von Rosenberg. Für Deine Frau, Deine Kinder hast Du während dieser langen Zeit keine zwanzig Zeilen gehabt, immer nur Fragen, denen man abfühlte, daß sie nach Antwort nicht sonderlich begierig waren. Ich glaube, lieber Holk, daß es genügt, Dich auf all das einfach aufmerksam gemacht zu haben. Du bist zu gerecht, um Dich gegen das Recht der hier vorgebrachten Klage zu verschließen, und bist zu gütigen und edlen Herzens, um, wenn Du das Recht dieser Klage zugestanden hast, nicht auf der Stelle für Abhülfe zu sorgen. Die Stunde, wo solcher Brief auf Holkenäs eintrifft, wird zugleich die Stunde von Christinens Genesung sein; laß mich hoffen, daß sie nahe liegt. Wie immer Dein Dir treu und herzlich ergebener Schwager"

Die Nachbemerkung ist ganz aus der Sicht des Grafen geschrieben, und doch, wie deutlich klagt hier der Erzähler den Grafen an: 

"Holk war so getroffen von dem Inhalt dieses Briefes, daß er darauf verzichtete, die beiden andern zu lesen. Petersen schrieb vielleicht ähnliches. Zudem war die Stunde da, wo er bei der Prinzessin erscheinen mußte, vor der er ohnehin fürchtete seine Erregung nicht recht verbergen zu können." (23. Kapitel)



Mittwoch, 2. Mai 2018

"Was zu wissen not tut"

Natürlich ein Fontanezitat. Lene fragt B. danach.

Jogi kämpft verzweifelt ...

7 bittere Gründe, weshalb Helene und Florian ...

Liebessensation bei einer Kelly-Frau ...

Die Antworten folgen nach dem 2. Frühstück.

Antworten:

1. ... um seine Liebe
2. nicht heiraten konnten
3. ihr Mann kommt zurück.


Woher weiß ich das?
Ich stand an einer Kassenschlange. Weil sie etwas länger war, reichte das diesmal selbst mir altem Dödel aus, um die allerwichtigsten Nachrichten zu lernen.

Weitere Frage:
Bei welcher Ablage im selben Roman von Fontane spielen Wildblumen eine Rolle?






































Was bindet Wildblumen und wer wird gebunden?

[Auflösungen]



Freitag, 3. April 2015

"Fontanes Nachwelt" oder Holzfällen und Landratswahl

Fontanes Nachwelt heißt ein Kurzartikel von , den ich wegen seines Titels schlecht übergehen kann.
Man erfuhr, "aufgrund der langjährig verringerten Pflege" hätten sich widerrechtlich Spitzahorn und Robinie angesiedelt, "die den Charakter der Anlage erheblich stören. Zur Wiederherstellung des historischen Landschaftsbildes müssen Bäume gefällt werden." 69 Wildwüchser fielen bereits. Am See hinter der Ruine stapelte sich Holz – von lebensunwürdigen Arten?
So berichtet Dieckmann. Ich habe sehr viel gegen Abholzerei, die angesichts der gestiegenen Holzpreise von Forstverwaltern wohl nicht selten aus Finanzierungsgründen gewählt zu werden scheint.
Aber passt da die Andeutung "von lebensunwürdigen Arten?"

Über die Robinie schreibt die Wikipedia:
Die umfangreiche Verbreitung, welche die Robinie mittlerweile gefunden hat, ist auf die wirtschaftlich attraktiv mögliche Nutzung ihres Holzes zurückzuführen.Das gegen Holzfäule widerstandsfähige Holz ist gleichzeitig biegsam, fest und äußerst hart (Härte nach Brinell 46N/mm²). Es wird im Schiff- und Möbelbau, als Grubenholz, als Schwellenholz, im traditionellen Bogenbau wie auch in der Landwirtschaft (z. B. Weinbau: Stickel) verwendet. Es gilt als widerstandsfähiger und dauerhafter als Eichenholz. Da es auch ohne chemische Konservierungsbehandlung bei einer Nutzung im Außenbereich lange stabil bleibt, ist es beispielsweise für den Bau von Geräten auf Kinderspielplätzen und Gartenmöbeln gut geeignet. (Robinie. Holznutzung)
Zur "Problematik: Invasive Pflanze" heißt es dann unter anderem:
Die Robinienbestände, von denen aus seltene Biotoptypen bedroht werden, lassen sich überwiegend unmittelbar auf Anpflanzungen zurückführen. Während beispielsweise der Riesen-Bärenklau aufgrund der Schwimmausbreitung seiner Diasporen sehr schnell neue Gebiete entlang von Fließgewässern erreicht, muss bei der Gewöhnlichen Robinie erst der Mensch für die Besiedelung eines Gebietes durch Anpflanzung eines Samenbaums sorgen. Auch die starke Vermehrung in Stadtgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg war nur möglich, weil dort zuvor Robinien als Ziergehölze bereits gepflanzt waren. [...] Die Beseitigung von etablierten Robinienbeständen ist sehr aufwändig und muss sich auf die Standorte begrenzen, an denen dies aus Gründen des Naturschutzes vordringlich ist. Selbst nach einer erfolgreichen Beseitigung von Robinien hat aufgrund der erfolgten Stickstoffanreicherung des Bodens eine Biotopveränderung stattgefunden, so dass beispielsweise die ursprüngliche Magerrasen-Vegetation nicht wieder entstehen kann.
Sinnvoll und wirkungsvoll sind Bekämpfungsmaßnahmen dort, wo Robinienbestände in der Nähe von durch sie gefährdeten Biotoptypen stehen und wo die Gefahr droht, dass sie diese ohne weitere Eingriffe überwachsen. Schwierig ist die Bekämpfung, weil die Robinie sowohl aus dem Stock wieder ausschlagen kann als auch Wurzelausläufer bildet. Wie die Erfahrungen in einzelnen Naturschutzgebieten gezeigt haben, führt ein simples Fällen der Bäume dazu, dass sich lediglich dichtere Bestände bilden. In den USA wird zur Bekämpfung von Robinien häufig nach der Rodung das Herbizid Roundup eingesetzt. Schonender und ebenfalls erfolgreicher als das Fällen, aber aufwändiger, ist eine in Berliner Naturschutzgebieten eingesetzte Vorgehensweise, die forstlich als Ringelnbezeichnet wird. Dabei wird an ausgewachsenen Bäumen während des Sommers in einem breiten Band die Rinde mit Ausnahme eines schmalen Steges entfernt. Anders als sonst reagieren die Bäume auf diese Beschädigung nicht mit der Ausbildung von Wurzelsprossen. Der verbleibende Steg wird im nächsten Frühjahr entfernt. Zwei Jahre nach der Ringelung kann man den Baum fällen [...].
Es scheint gute Gründe für die holzwirtschaftliche Nutzung und gute Gründe für die Bekämpfung innerhalb von Baumbeständen mit erhaltenswerter Artenvielfalt zu geben, die "Verschiedenheiten wieder in eine höhere Einheit zusammenfasst" (Fontane). Was die für die Fällung vorliegende Motivation ist, wage ich nicht zu entscheiden. Meine skeptische Vermutung geht eher in Richtung "holzwirtschaftliche Nutzung" Aber zu Formulierungen wie "lebensunwürdige Arten" und "reinrassige Holzerei" zu greifen, scheint mir recht unangemessen. 
Am letzten Absatz des Textes stört mich etwas anderes noch mehr. Dieckmann schreibt:
Die Wahlbeteiligung betrug schaurige 20,7 Prozent. Seltsam, mir kam es vor, als hätten die demokratische Pleite im Landkreis Oberhavel und die reinrassige Holzerei von Lindow irgendwie miteinander zu tun.
Er hat über eine Stichwahl bei einer Landratswahl berichtet.  Landräte stehen auf einer Ebene zwischen der Kommunalpolitik, bei der für den Wähler oft persönliche Betroffenheit und persönliche Kenntnis der Kandidaten zusammengehen, und der allgemeinen politischen Ebene, wo der Wähler seine Entscheidungen an Parteipräferenzen oder Wahlprogrammen orientieren kann.
Was für ein Wahlprogramm kann ein Landrat eines (meist verschuldeten) Landkreises bieten?
Bei einer Stichwahl, wo sich der Ausgang oft schon aufgrund der vorherigen Stimmenverteilung vorhersagen lässt, gibt es für Wähler noch weniger Grund zur Wahl zu gehen. Eine "demokratische Pleite" scheinen mir 20,7% da nicht.

Aber rechtfertigt das eine so ausführliche Reaktion meinerseits??
Ohne die Überschrift "Fontanes Nachwelt" hätte ich den Artikel nie gelesen. Aufgrund des Titels hatte ich mir zuviel versprochen. Daraufhin wurde ich überkritisch.
Aber ich habe etwas über Robinien gelernt. 
Übrigens auch über den Spitzahorn ("Garten- und Parkgestalter haben sich des Spitzahorns besonders angenommen.Besonders nach "lebensunwürdiger Art" klingt das nicht.) Aber besonders über die Robinie. (Übrigens ein Artikel, den die Wikipedia als mehr als "lesenswert", nämlich als "exzellent" bezeichnet.)
Danke Herr Dieckmann!


Dienstag, 20. August 2013

"Christian Wulff hat mein Leben zerstört"

So sagt, laut "Das neue Blatt" seine Schwester.

Theodor Fontanes Lene Nimptsch hätte das wohl kaum unter "Was zu wissen not tut"* notiert.

*"Sie schlug es jetzt auf und wies auf die letzte Seite, drauf Bothos Blick sofort der dick unterstrichenen Überschrift begegnete: »Was zu wissen not tut
»Alle Tausend, Lene, das klingt ja wie Traktätchen oder Lustspieltitel.«
»Ist auch so was. Lies nur weiter.«
Und nun las er: »Wer waren die beiden Damen auf dem Korso? Ist es die ältere oder ist es die junge? Wer ist Pitt? Wer ist Serge? Wer ist Gaston?«
Botho lachte. »Wenn ich dir das alles beantworten soll, Lene so bleib ich bis morgen früh.«
Ein Glück, daß Frau Dörr bei dieser Antwort fehlte, sonst hätt es eine neue Verlegenheit gegeben."

Sonntag, 1. April 2012

Fontane und die Fremde

"Alle Portugiesen sind eigentlich Juden", sagt ein Adeliger am dänischen Hof in Fontane: "Unwiederbringlich"
Zum Antisemitismus in Fontanes Werken:
Delf von Wolzogen, Hanna; Nürnberger, Helmuth (Hrsg.): Theodor Fontane, Am Ende des Jahrhunderts. Der Preusse, die Juden, das Nationale. Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann 2000. ISBN 3-8260-1795-1; 318 S.; € 44,00.
Ehlich, Konrad (Hrsg.): Fontane und die Fremde. Fontane und Europa. Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann 2002. ISBN 3-8260-1830-3; 320 S.; € 44,00.
Sammelrezension der beiden Werke

Meyer Kayserling: Geschichte der Juden in Spanien und Portugal: Die Juden in Navara ..., Band 1
Die Juden wurden aus Spanien 1492, aus Portugal 1497 vertrieben.