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Posts mit dem Label Altenpflege werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Dienstag, 14. Dezember 2021
Wie kann man Pflegeheime vor COVID schützen?
Montag, 24. August 2020
Arbeitssituation im Pflegebereich
In der Pflege bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt trotz Fachkräftemangels Medienberichten zufolge prekär: Die Arbeitslosigkeit unter Pflegekräften ist im laufenden Jahr deutlich gestiegen.
Unter deutschen Altenpflegern nahm die Zahl der Arbeitslosen von 21.872 auf 27.711 um 27 Prozent zu, unter ausländischen um 37 Prozent von 7.355 auf 10.070.
Im Bereich der Krankenpflege stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten deutschen Fachkräfte um 23 Prozent von 7.260 auf 8.955, die der ausländischen Pfleger um 28 Prozent von 3.037 auf 3.889.
(Ärzteblatt.de 24.8.2020)
Dagegen war in einer Statistik der Arbeitsagentur von Mai 2020 noch von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit die Rede.
https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Berufe/Generische-Publikationen/Altenpflege.pdf?__blob=publication File
Aber ein gewisser Verkehrsminister ist immer noch nicht arbeitslos.
Im Bereich der Krankenpflege stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten deutschen Fachkräfte um 23 Prozent von 7.260 auf 8.955, die der ausländischen Pfleger um 28 Prozent von 3.037 auf 3.889.
(Ärzteblatt.de 24.8.2020)
Dagegen war in einer Statistik der Arbeitsagentur von Mai 2020 noch von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit die Rede.
https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Berufe/Generische-Publikationen/Altenpflege.pdf?__blob=publication File
Aber ein gewisser Verkehrsminister ist immer noch nicht arbeitslos.
Labels:
Altenpflege,
Arbeitslosigkeit,
Krankenpflege,
Pflegebereich
Samstag, 26. Mai 2018
Das Geschäft mit der Altenpflege
Die durchschnittliche Profitrate bundesdeutscher Unternehmen wird immer wieder mit etwa 2 Prozent angegeben. (Wer das wie errechnet, ist mir nicht bekannt.) Die Koriangruppe* erzielte 2016 14,1 Prozent. (Publik Forum, 25.5.2018, S.14)
Wie ist das gerade in der Altenpflege möglich?
"Jeder Betreiber schließt alleine oder gemeinsam mit anderen einen Vertrag mit den Pflegekassen ab. Dabei wird ein kalkulatorischer Gewinn veranschlagt, den Pflegekassen etwa bei 4 % festmachen. Der tatsächliche Gewinn weicht jedoch regelmäßig davon ab."
(Publik Forum, 25.5.2018, S.14)
Er hängt von der Produktivität der Unternehmen ab.
Wie kann man die erhöhen?
Durch Arbeitsverdichtung, also Pflege von mehr Personen in kürzerer Zeit bei geringeren Kosten für Arbeitslohn. Also auf Kosten der Pflegebedürftigen und des Pflegepersonals.
Wie kam es dazu?
"Niemand zwang die Politiker in Deutschland oder anderen Ländern, einen [privaten] Pflegemarkt zu schaffen. Als sie es taten, folgten sie dem neoliberalen Zeitgeist der in den 1900 neunziger Jahren in der Privatisierung öffentlicher Angebote ein Mittel für höre Effizienz sah und pries.
Die Politik wollte angesichts ja alternden Bevölkerung vor allem die Kosten für die öffentliche Hand im Pflegebereich begrenzen. Dazu mobilisierte sie privates Kapital für anstehende Investitionen. Mehr als die Hälfte der Altenheime befindet sich mittlerweile in privater Trägerschaft – Tendenz steigend." (Publik Forum, 25.5.2018, S.14)
Wie ist das gerade in der Altenpflege möglich?
"Jeder Betreiber schließt alleine oder gemeinsam mit anderen einen Vertrag mit den Pflegekassen ab. Dabei wird ein kalkulatorischer Gewinn veranschlagt, den Pflegekassen etwa bei 4 % festmachen. Der tatsächliche Gewinn weicht jedoch regelmäßig davon ab."
(Publik Forum, 25.5.2018, S.14)
Er hängt von der Produktivität der Unternehmen ab.
Wie kann man die erhöhen?
Durch Arbeitsverdichtung, also Pflege von mehr Personen in kürzerer Zeit bei geringeren Kosten für Arbeitslohn. Also auf Kosten der Pflegebedürftigen und des Pflegepersonals.
Wie kam es dazu?
"Niemand zwang die Politiker in Deutschland oder anderen Ländern, einen [privaten] Pflegemarkt zu schaffen. Als sie es taten, folgten sie dem neoliberalen Zeitgeist der in den 1900 neunziger Jahren in der Privatisierung öffentlicher Angebote ein Mittel für höre Effizienz sah und pries.
Die Politik wollte angesichts ja alternden Bevölkerung vor allem die Kosten für die öffentliche Hand im Pflegebereich begrenzen. Dazu mobilisierte sie privates Kapital für anstehende Investitionen. Mehr als die Hälfte der Altenheime befindet sich mittlerweile in privater Trägerschaft – Tendenz steigend." (Publik Forum, 25.5.2018, S.14)
Weil der Staat dabei Geld sparte. redete er den Privatfirmen nicht in ihre Methoden hinein.
Kein Wunder, dass immer weniger ausgebildete Pflegekräfte unter diesen Bedingungen arbeiten wollen: "Im Schnitt arbeiten Pflegekräfte gerade einmal sieben Jahre in ihrem Beruf." (Publik Forum, S.14)
Inzwischen gibt es einen astronomischen Mangel an ausgebildeten Pflegekräften. ("Zurzeit fehlen in Deutschland etwa 30.000 Pflegekräfte" - ZEIT 7.12.17)
*Dazu die Wikipedia:
"Korian ist ein französisches Unternehmen, das in Frankreich, Deutschland, Italien und Belgien in vier Kernbereichen aktiv ist: Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationszentren für Senioren, Betreutes Wohnen und Ambulante Pflegedienste. [1] Der Unternehmensname „Korian“ kann auf das japanische Wort „kokoro“ zurückgeführt werden, was im Deutschen ‚Herz‘ bedeutet."
"Korian ist ein französisches Unternehmen, das in Frankreich, Deutschland, Italien und Belgien in vier Kernbereichen aktiv ist: Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationszentren für Senioren, Betreutes Wohnen und Ambulante Pflegedienste. [1] Der Unternehmensname „Korian“ kann auf das japanische Wort „kokoro“ zurückgeführt werden, was im Deutschen ‚Herz‘ bedeutet."
Donnerstag, 28. Dezember 2017
Altenpflege und ihre Bezahlung
"Das Gesetz von Angebot und Nachfrage, es scheint bei Altenpflegern nicht zu gelten. Sie sind ein marktwirtschaftliches Phänomen: überdurchschnittlich begehrt – und unterdurchschnittlich bezahlt. Wie kann das sein?
Fragt man den Chef von Benevit, spricht man mit Gewerkschaftern, Arbeitgebervertretern und Ökonomen, dann zählen sie eine ganze Reihe von Gründen auf. Sie erklären, dass die Pflege kein freier Markt ist, auf dem Angebot und Nachfrage nach einem Gleichgewicht streben, sondern eine streng regulierte Branche. Dass die Beiträge für die Pflegeversicherung nicht einfach erhöht werden können und die Löhne deshalb bescheiden sind. Oder dass die meisten Pfleger kein Studium, sondern eine Ausbildung absolviert haben und deshalb nicht so viel verlangen können. In einem Punkt aber sind sich fast alle einig. Sie nennen dann immer dieselben Namen, zum Beispiel:
Carlyle Group.
Chequers Capital.
Oak Tree Capital Management.
Hinter den Namen verbergen sich mächtige Investoren aus dem Ausland. Sie stecken Milliardenbeträge in deutsche Altenheime und hoffen, dass sich die Milliarden vermehren. Lange Zeit war das in Deutschland nicht möglich; die Heime wurden von Kirchen und vom Staat betrieben. Anfang der neunziger Jahre öffnete die damalige Bundesregierung die Pflegebranche für Privatunternehmen. Heute ist von den mehr als 10.000 deutschen Altenheimen etwa die Hälfte in privater Hand, und ihr Anteil wird von Jahr zu Jahr größer."
http://www.zeit.de/2017/51/altenpflege-lohn-unterschiede-bezahlung-fachkraefte ZEIT 7.12.17
Freitag, 10. November 2017
Zu den Bedingungen in der Altenpflege
"Gute Heimbewohner dösen klaglos vor sich hin" Von Christian Heinrich ZEIT online 9.11.17
"Für mich war immer klar, dass ich Altenpfleger werden wollte. Eine Arbeit mit mehr Sinn kann ich mir nicht vorstellen. Nach dem Realschulabschluss habe ich sofort mit der Ausbildung begonnen und gleich am ersten Tag war ich fassungslos: In der Pflegeeinrichtung, in der ich auch heute arbeite, wurden die älteren Menschen jeden Tag in mehrere Gruppen geteilt. Diejenigen, die noch laufen konnten und auch geistig noch relativ gut beisammen waren, wurden zusammen in den Aufenthaltsraum dirigiert. Hier war die Atmosphäre recht gut, auch die Pfleger beschäftigten sich mit ihnen, spielten Mensch ärgere Dich nicht oder schauten zusammen Fernsehen. Diejenigen aber, die bettlägerig waren, blieben meist auf ihren Zimmern. Allein. Der Aufwand, sie irgendwohin zu schieben, war zu groß.
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"Für mich war immer klar, dass ich Altenpfleger werden wollte. Eine Arbeit mit mehr Sinn kann ich mir nicht vorstellen. Nach dem Realschulabschluss habe ich sofort mit der Ausbildung begonnen und gleich am ersten Tag war ich fassungslos: In der Pflegeeinrichtung, in der ich auch heute arbeite, wurden die älteren Menschen jeden Tag in mehrere Gruppen geteilt. Diejenigen, die noch laufen konnten und auch geistig noch relativ gut beisammen waren, wurden zusammen in den Aufenthaltsraum dirigiert. Hier war die Atmosphäre recht gut, auch die Pfleger beschäftigten sich mit ihnen, spielten Mensch ärgere Dich nicht oder schauten zusammen Fernsehen. Diejenigen aber, die bettlägerig waren, blieben meist auf ihren Zimmern. Allein. Der Aufwand, sie irgendwohin zu schieben, war zu groß.
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