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Montag, 3. August 2026

Leihmutterschaft - ein schwieriges Kapitel

 Leihmutterschaft - deutsche Doppelmoral


Daraus: 

1) "Und hat jemals eine deutsche feministische Bewegung dagegen protestiert, oder haben etwa andere Verteidigerinnen der sexuellen Freiheit und Selbstbestimmung dieses Thema mal aufgegriffen? Wer ist denn da sonst noch so doppelmoralisch?"

2) "Weil es immer weniger ukrainische Soldaten gibt – Hunderttausende wurden getötet, Hunderttausende Wehrpflichtige sind ins Ausland geflüchtet –, müssen die verbleibenden Soldaten immer länger dienen, jahrelang. Deshalb nehmen auch allein lebende Soldatenfrauen diese Leihmutter-Dienste an. Auch der wirtschaftliche Niedergang wegen des Krieges, wegen Arbeitslosigkeit und Inflation zwingt Frauen, irgendeine (Neben)Beschäftigung zu finden. Das müssen sogar auch Frauen aus akademischen Berufen annehmen, etwa die schlecht bezahlten Lehrerinnen. Nicht wenige sind verheiratet.

Dazu gibt es in der Ukraine Kritik und Proteste. So erklärt eine Frauenrechtlerin nach Berichten der BBC: „Wegen des Krieges nimmt die Zahl der verzweifelten Frauen zu – und die Surrogat-Kliniken werben um sie, denn Paare aus dem Westen wollen billige Babys kaufen!“[7]"

3) "[...] dann muss auch in Deutschland gegen die exzessive, menschenrechtswidrige Leih„Mutter“-Praxis gerade in der Ukraine vorgegangen werden!"

zu 1): Die Parole der Feministinnen war "Mein Bauch gehört mir." Dieser Parole widerspricht Leihmutterschaft eben nicht. 

Die Mutter verkauft - entgegen dem der verzweifelten Elenden im Globalen Süden - nicht ihr Kind als zu adoptierendes oder zu prostituierendes, sondern sie "verpachtet" ihre inneren Geschlechtsorgane, ohne sie - wie Organspender - sie zu verkaufen.

zu 2): Sie nimmt freilich für diese Zeit ihrem Ehemann die Möglichkeit, ein Kind zu bekommen und ihrem Staat die Möglichkeit, biologischen Nachwuchs für den Wiederaufbau - oder doch nur für die Selbstverteidigung? - zu bekommen.

Ist die Möglichkeit, ihre ehelichen Kinder besser versorgen zu können, eine Rechtfertigung für Leihmutterschaft?

Bisher stellt das deutsche Recht einen Versuch dar, dieses Dilemma einer Mutter zu ersparen. Ist es damit gerechtfertigt?

zu 3): Gibt es eine Verpflichtung, in die inneren Angelegenheiten eines Staates einzugreifen, weil man seine Verteidigung und das finanzielle Überleben des Staates zu finanzieren hilft?


Mittwoch, 11. Februar 2026

Informationen, die wir bei der Informationsflut meist übergehen

 Z.B. dies zur Ukraine 

https://finanzmarktwelt.de/ukraine-drohender-staatsbankrott-241019/

https://www.dw.com/de/ukraine-vor-dem-staatsbankrott/a-17450801

https://www.stern.de/politik/ausland/ukrainekrieg--was-der-eu-kompromiss-zum-russischen-vermoegen-vorsieht-36977100.html


(angeboten von Gentleman711 auf gutefrage.net)

Bekanntlich können Menschen auch ihr eigenes Lebenswerk nicht übersehen. Und die KI kann uns nur das liefern, wonach wir fragen. Verstehen kann sie ohnehin nicht.

Das sind natürlich Binsenwahrheiten. Aber einem ganzen Leben in einer Autobiographie Sinn zu geben, erfordert Arbeit, die nicht unbedingt nötig ist, sofern man im Alltag genügend anderes Sinnvolle tun kann.

Zugegeben: Auch Goethe hat (z.B.) mit Dichtung und Wahrheit seinem Leben einen Sinn gegeben, aber er hat auch Faust II geschrieben und so vielen Interpreten und Biographen Stoff geliefert getreu dem Satz "Wenn die Könige bauen, haben die Kärrner zu tun.“ aus den Xenien. Schiller hatte keinen Eckermann und weniger Kärrner-Interpreten.

Das heißt nicht, dass ich für deine Verstehenshilfen nicht dankbar wäre. Ich behaupte nur, dass die KI das nicht besser kann als wir.

Da die KI nicht selber sehen kann, arbeiten im Globalen Süden viele (mag sein, dass eine KI das beziffern kann) in Akkordarbeit, die mit Cent-Bruchteilen entlohnt wird, daran, Gegenstände und Vorgänge in Videos zu benennen. Das ermöglicht, dass sie so programmiert werden kann, dass sie in Alltagssituationen sinnvoll reagieren kann. Auch das ist inzwischen eine Binsenwahrheit, die aber Schüler auch erst einmal aufnehmen müssen, um die menschliche Arbeit, die hinter KI-Leistungen steht, würdigen zu können. 

(angeboten von apanat in einem Kommentar zu jeanpol)

Dazu die KI gemini:

Damit eine KI – etwa in einem autonomen Auto oder einem Roboter – Videobilder zur Selbststeuerung nutzen kann, muss sie den zweidimensionalen Pixelstrom in ein dreidimensionales Verständnis der Welt übersetzen. Dieser Prozess wird oft als Computer Vision bezeichnet.

Hier sind die entscheidenden Schritte, wie aus bunten Punkten auf einem Sensor eine Handlungsanweisung wird:

1. Objekterkennung und Klassifizierung

Zuerst muss die KI wissen, was sie sieht. Ein neuronales Netz analysiert jedes Einzelbild (Frame) des Videos.

  • Bounding Boxes: Die KI zieht Rahmen um erkannte Objekte (z. B. „Fußgänger“, „Stoppschild“, „Baustelle“).

  • Semantische Segmentierung: Hier geht die KI tiefer und ordnet jedem einzelnen Pixel eine Kategorie zu. So weiß sie genau, wo der „Asphalt“ aufhört und der „Bürgersteig“ beginnt.


2. Tiefenschätzung und 3D-Rekonstruktion

Ein Videobild ist flach, aber Steuerung findet im Raum statt. Die KI muss Distanzen berechnen:

  • Stereo-Vision: Wenn zwei Kameras vorhanden sind, nutzt die KI die Disparität (den leichten Versatz), ähnlich wie das menschliche Auge.

  • Structure from Motion (SfM): Bei nur einer Kamera nutzt die KI die Eigenbewegung. Da sich nähere Objekte im Video schneller bewegen als ferne, kann sie eine Tiefenkarte berechnen.

  • Monokulare Tiefenschätzung: Moderne KIs „raten“ die Tiefe basierend auf Erfahrungswerten (z. B. „Ein Auto dieser Größe muss etwa 20 Meter weit weg sein“).


3. Optischer Fluss (Bewegungsanalyse)

Für die Selbststeuerung ist nicht nur wichtig, wo etwas ist, sondern wohin es sich bewegt. Die KI vergleicht aufeinanderfolgende Bilder, um den optischen Fluss zu berechnen. Dadurch erkennt sie:

  • Vektoren: In welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit bewegen sich andere Verkehrsteilnehmer?

  • Time-to-Collision: Wie lange dauert es bei aktueller Geschwindigkeit, bis ein Objekt berührt wird?


4. Sensor-Fusion und Lokalisierung (SLAM)

Das Videobild allein reicht oft nicht aus. Die KI kombiniert die visuellen Daten mit anderen Quellen:

  • SLAM (Simultaneous Localization and Mapping): Die KI erstellt gleichzeitig eine Karte der Umgebung und verortet sich selbst darin.

  • Abgleich mit Sensoren: Die visuellen Daten werden mit Radar- oder LiDAR-Daten (Lichtimpulsen) abgeglichen, um Fehler der Kamera (z. B. Blendung durch Sonne) auszugleichen.

5. Die Logikschicht (Pfadplanung)

Am Ende steht die Entscheidung. Die interpretierten Daten fließen in ein Modell, das Wahrscheinlichkeiten berechnet:

„Das Objekt ist ein Kind am Straßenrand. Die Bewegungsvektoren zeigen Richtung Fahrbahn. Wahrscheinlichkeit für Betreten der Fahrbahn: 40 %. Aktion: Geschwindigkeit reduzieren.“

Samstag, 22. November 2025

euro|topics Was ist von Putin zu erhoffen?

 

Aktuálně.cz (CZ)

Kyjiw in absurder Lage

Aktuálně.cz kommentiert:

„Der Plan ist absurd. Die Ukraine soll die Annexion der Krim anerkennen, den noch unbesetzten Teil des Donbass abtreten und einer Reduzierung ihrer Armee zustimmen. Genau das bietet der amerikanische Friedensplan Kyjiw an. Die einzige Hoffnung der Ukrainer ruht nun paradoxerweise auf Wladimir Putin, der wie immer die Masche abziehen kann: 'Mir reicht das nicht, ich will noch mehr.'“

weitere Kommentare

https://www.eurotopics.net/de/348701/ukraine-plan-kapitulation-oder-friedenssicherung? 

Freitag, 27. Juni 2025

War die "Partnerschaft für den Frieden" 1994 der Beginn des Weges zum Ukrainekrieg 2014 und 2022ff. ?

Bill Clinton nennt (wenn auch nicht ausdrücklich) sich selbst als Erfinder der "Partnerschaft für den Frieden":  "[...] ich hatte eine Partnerschaft für den Frieden gewählt – als Zwischenlösung, um eine sehr viel größere Zahl von Ländern in das neue Sicherheitssystem einzubinden. Ich unterzog die Aufnahme neue NATO-Mitglieder einer sorgfältigen Prüfung und tat alles, um eine Partnerschaft zwischen der NATO und Russland aufzubauen." (Bill Clinton: Mein Leben, S.966/67)

Auf der Seite der Nato zur PfP heißt es:

  • "The PfP was established in 1994 to enable participants to develop an individual relationship with NATO, choosing their own priorities for cooperation, and the level and pace of progress.
  • Activities on offer under the PfP programme touch on virtually every field of NATO activity.
  • Since April 2011, all PfP activities and exercises are in principle open to all NATO partners, be they from the Euro-Atlantic region, the Mediterranean Dialogue, the Istanbul Cooperation Initiative or global partners.
  • On a practical level, all aspects of NATO’s collaboration with an individual partner country are laid out in the Individually Tailored Partnership Programme (ITPP)."
Da die PfP 1994 geschaffen wurde und erst 1996 die ersten Ostblockländer in die Nato eintraten, war sie eine Einladung zum Nato-Beitritt.
Jelzin hatte also völlig Recht, wenn er empört war:
Clinton schreibt: "[...] die weitere Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, hätte uns eigentlich positive Schlagzeilen bescheren sollen. Stattdessen sorgte nur Jelzins Rede für Aufsehen, der er mich dafür kritisierte, den Kalten Krieg durch einen "kalten Frieden" zu ersetzen, weil ich die NATO rasch nach Osten zu erweitern versuchte." (S.966)
1994 hatte er die Ukraine dazu gebracht, ihre Atomwaffen abgegeben: "Auf dem Weg nach Moskau legte ich einen kurzen Zwischenstopp in Kiew ein, um mich mit dem ukrainischen Präsidenten, Leonid Krawtschuk zu treffen und ihm dafür zu danken, dass er gemeinsam mit Jelzin und mir am folgenden Freitag eine Vereinbarung unterzeichnen würde, mit der sich die Ukraine verpflichtete, 176 auf die Vereinigten Staaten zielend ballistische Interkontinentalraketen und 1500 Atomsprengköpfe zu vernichten. Die Ukraine war ein großes Land mit 60 Millionen Einwohnern und enormen Potenzial, doch wie bei Russland wusste man noch nicht, welche Richtung es am Ende einschlagen würde. Krawtschuk  stieß mit dem Wunsch, sich der Atomwaffen zu entledigen, auf beträchtlichen Widerstand im Parlament, und ich wollte ihn unterstützen." (S. 867). Damit war langfristig die Ukraine Russland gegenüber hilflos, und im selben Jahr schuf Clinton mit der PfP die Voraussetzung für die Osterweiterung der Nato. - 
Die Kombination von beidem legte die Grundlage für Putins Angriff auf die Ukraine. 
1. Ukraine hilflos 2. Ehemalige Teile der SU Teil der Nato und das Angebot an die Ukraine, Teil von EU und Nato zu werden. 
Insofern kann man Clinton nachsagen, er sei falsch abgebogen: Von einer Partnerschaft für den Frieden mit Russland und der damit ermöglichten Friedensdividende zur Osterweiterung der Nato und Bedrohung Russlands zur "Zeitenwende" von Olaf Scholz und Boris Pistorius und dem größten Rüstungsprogramm seit Begründung der Bundeswehr.
Das Letztere beruht freilich auf Entscheidungen der Bundesregierungen von 2021 und 2025.

"[...] Die Beziehungen zwischen dem Militärbündnis NATO und der Ukraine gehen auf das Jahr 1992 zurück und zwei Jahre später begann die Ukraine an der Partnerschaft für den Frieden teilzunehmen. Ein vollständiger NATO-Beitritt der Ukraine wurde erstmals von Leonid Kutschma in Erwägung gezogen, war zu dieser Zeit allerdings innenpolitisch hochumstritten. 1997 wurde in seiner Amtszeit eine gemeinsame NATO-Ukraine-Kommission ins Leben gerufen und Kutschma entsandte auch ukrainische Truppen in den Irakkrieg. Eine deutliche Annäherung an die NATO erfolgte in der Amtszeit von Wiktor Juschtschenko als ukrainischem Präsidenten (2005–2010) und auf dem NATO-Gipfel in Bukarest 2008 wurde der Ukraine erstmals eine Mitgliedschaft in der NATO in Aussicht gestellt. (Beziehungen zwischen dem Militärbündnis NATO und der Ukraine)

 

Donnerstag, 20. Februar 2025

euro|topics: Trump bezeichnet Selenskyj als Diktator


US-Präsident Trump hat seinen ukrainischen Amtskollegen heftig attackiert und unter Druck gesetzt. Als "Diktator ohne Wahlen" solle sich Wolodymyr Selenskyj hinsichtlich seiner Bedingungen für ein Kriegsende "besser schnell bewegen", sonst werde ihm "kein Land mehr bleiben". Trumps Attacken folgen auf sein Telefonat mit Kremlchef Putin und das US-russische Außenministertreffen in Riad. Europas Presse weist sie in Stil und Inhalt empört zurück.

Stuttgarter Zeitung (DE)

Ein Sheriff der besonderen Art

Was Donald Trump zur Ukraine sagt, ist ein Skandal, empört sich die Stuttgarter Zeitung:

„Es eine Verzerrung der Wirklichkeit zu nennen, wäre eine Untertreibung. Der mächtigste Mann der Welt verbreitet Fake News. ... US-Vizepräsident J.D. Vance hat kürzlich davon gesprochen, dass es mit Trump nun einen neuen Sheriff gebe. Das Verhalten der Regierung in Washington gegenüber der Ukraine gleicht aber dem eines Polizisten, der dem Opfer eines bewaffneten Einbruchs sagt: 'Was wollen Sie von mir? Warum haben Sie nicht dem Einbrecher angeboten, künftig in ihrem Wohnzimmer auf der Couch zu schlafen?' ... Trump – das ist klar – ist kein Sheriff, der sich ernsthaft dafür interessiert, Ordnung zu schaffen. Er ist einer, der seine Macht für eigene Interessen nutzen will.“

Tobias Peter
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republica.ro (RO)

Nachbeten von Kreml-Propaganda

Auch republica.ro ist entsetzt:

„Heute erfahren wir von Donald Trump, dass Amerika die Ukraine mit 350 Milliarden Dollar unterstützt hat – in einem Krieg, 'den sie niemals gewinnen konnte'. … Zudem sagt uns Trump, dass der 'Schauspieler' Selenskyj für den Tod so vieler Ukrainer verantwortlich sei, und noch nicht einmal Wahlen in Kriegszeiten abhalte, was ihn zum Henker seines eigenen Landes und zu einem Diktator von Weltrang mache. ... Trump ist eine Art Putin, der aber eher bereit ist, sich öffentlich zu exponieren als das Männchen aus dem Kreml. Trump übernimmt die gesamte Agenda der russischen Propaganda – wobei Wahlen in Kriegszeiten nicht einmal legal sind.“

Carmen Dumitrescu
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La Repubblica (IT)

Adieu, westliche Werte

La Repubblica spricht von Verrat:

„Jeder Führer, der Kyjiw besuchte, sagte den Ukrainern, dass sie für die Freiheit des gesamten Westens kämpfen. Diese Worte wurden als konkrete Zusage des Beistands verstanden. ... Donald Trump hat das Versprechen weggefegt, das sie drei Jahre voller Opfer durchhalten ließ. Der US-Präsident benutzte dieselben Phrasen wie der russische und verwischte damit die Grenze zwischen Demokratie und Autokratie. Die Werte, an die die Ukrainer seit der Revolution auf dem Maidan glauben, wurden verhöhnt: ihr Wunsch, sich von allen Bindungen an den Kreml zu lösen und die europäische Identität ihrer Nation zu bekräftigen. ... Es ist der Verrat an einem Bündnis, das nie militärisch war, sondern aus einer gemeinsamen Vision der Geschichte geboren wurde, für die Hunderttausende von Menschen Blutzoll gezahlt haben.“

Gianluca Di Feo
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Večernji list (HR)

Moskau voll auf den Leim gegangen

Warum Trump nun gegen Selenskyj schießt, erklärt Večernji list so:

„Selenskyj würde nie Territorium aufgeben, genau wie Vučić nie das Kosovo hergeben würde. Das ist der Grund, warum Trump nun alles tut, um Selenskyj zu eliminieren, indem er rechtswidrige Präsidentschaftswahlen in Kriegszeiten erzwingt. ... Trump erfüllt alle Wünsche, die Putin äußert, ohne sich bewusst zu sein, dass Putin damit nie zufrieden sein wird und dass ein solches Russland lediglich auf die nächste Gelegenheit wartet, dort weiterzumachen, wo es aufgehört hat.“

Ivan Hrstić
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Nikolai Mitrochin (RU)

Selber schuld

Politologe Nikolai Mitrochin findet auf Facebook, dass Selenskyj Trumps Vorwürfe mit der Verweigerung des großen Rohstoff-Deals provoziert hat:

„Selenskyjs komplettes diplomatisches Scheitern in den Beziehungen zu den USA unter Trump ist das Ergebnis von Selenskyjs 'diplomatischen Talenten' ... Zunächst wirft Selenskyj die 'geniale Idee' in den Ring, das ukrainische Potenzial an Seltenen Erden gegen US-Hilfe und Schutz einzutauschen - und rechnet nicht mit etwas Konkretem, doch dann bekommt er einen Vertrag vorgelegt. Er weigert sich, ihn zu unterzeichnen. Und dann stellt sich heraus, dass es nicht nur Selenskyj ist, der Partner unter Druck setzen und Gemeinheiten sagen kann.“

Nikolay Mitrokhin
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The Spectator (GB)

Ukrainer stellen sich hinter Selenskyj

Trumps Tiraden dürften eine unbeabsichtigte Wirkung haben, meint The Spectator:

„Die Ukrainer mögen es nicht, wenn ausländische Staats- und Regierungschefs ihnen sagen, was sie zu tun haben - egal ob es Wladimir Putin oder Donald Trump ist. ... Es ist wahrscheinlich, dass sich Selenskyjs Zustimmungswerte verbessern werden, wenn Trump die Argumente des Kremls nachplappert. Ukrainische Oppositionelle stellen sich bereits auf Selenskyjs Seite. ... Seine Weigerung, die Ressourcen der Ukraine an Trump zu übergeben, wird von den Ukrainern weitgehend unterstützt. Wenn überhaupt, bedeutet Selenskyjs Widerstand gegen Trump, dass die Wähler eher bereit sind, über seine innenpolitischen Fehltritte hinwegzusehen, bis der Krieg vorbei ist.“

Svitlana Morenets
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