Marrakesch: Klimaschützer jubeln nicht, aber halten an ihrer Hoffnung fest
Die Klimaschützer haben gemerkt, dass ihre - nur allzu begründeten - Schreckensmeldungen statt Aktivität oft nur Resignation ausgelöst haben. Deshalb haben sie es beim Klimagipfel 2015 in Paris als Hoffnungszeichen begrüßt, dass - anders als 2009 beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen - China und USA, die beiden Länder mit dem größten Schadstoffausstoß, ernsthafte Schritte in Richtung Klimaschutz getan haben, auch wenn die propagierten Ziele und die Maßnahmen nicht zusammenpassten.
Mit Marrakesch mussten sie ihre Hoffnungen nicht aufgeben, weil erste Konkretisierungsversuche stattfanden und die Industrieländer noch nicht endgültig abgeblockt haben.
Sie durften nicht aufgeben, weil nach der Wahl von Donald Trump keine Zusammenarbeit von USA und China mehr in Aussicht steht, sondern nur noch eine Koalition aller umweltschutzwilligen eine Rest-Chance aufrechterhalten kann.
Formale Freiheit ist nur die Hälfte wert
Reisefreiheit ohne Reisegeld, freie Berufswahl ohne Arbeitsplätze sind nur Scheinfreiheiten, so Butterwege, der Kandidat der Linken für das Amt des Bundespräsidenten.
Quellen: u.a. FR vom 21.11.16
Freiheit und Verantwortung Julian Nida-Rümelin
Seiten
- Startseite
- Links
- Geschichte
- Über diesen Blog
- frühere Schnipsel
- Regenwaldreport
- Lernspiele
- Festgehalten
- Günter Gaus im Gespräch
- Gysi trifft Zeitgenossen
- Gysi gegen Guttenberg (Podcast)
- Sprüche
- Gesundheit
- Musik für den Abend
- Tools
- Lieder
- Rätsel, Quiz, Sudoku, Schach
- Sehenswürdigkeiten
- Impressum
- Dichter und andere Zeitgenossen im Gespräch
- Namen
Posts mit dem Label Marrakesch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Marrakesch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 21. November 2016
Samstag, 12. November 2016
Trump und die Folgen?
Mit Trump wird die US-Außenpolitik unberechenbarer. Das erhöht das Kriegsrisiko; aber andererseits könnte ein geringeres außenpolitisches Engagement der USA auch dazu führen, dass sich für einige Zeit Hegemonialzonen bilden, in die sich die anderen Weltmächte weniger einmischen. Das wird nicht zu mehr Gerechtigkeit führen und der Kampf um die Abgrenzung der Hegemonialzonen bedeutet auch immer wieder Kriegsgefahr; aber es könnte für einige Zeit sogar weniger offene Konflikte geben.
Freilich auf einem Gebiet internationaler Politik ist Trump sehr wohl berechenbar: Er wird weniger bis gar keine Anstrengungen unternehmen, den Kampf gegen den von Menschen gemachten Anteil der Klimaerwärmung zu unterstützen. Denn dafür müsste er sich mit widerstrebenden Interessen der Industrie auseinandersetzen, und das wird er, bevor er nicht dazugelernt hat (wofür wenig spricht), nicht tun.
So bleibt bei dem für die Menschheit wichtigsten Thema für einige Zeit nur eine Hoffnung: Einsicht der anderen Hauptakteure. Hoffen darf man, aber ein international koordiniertes Vorgehen von Staaten ist ist nicht zu erwarten; denn alle werden sich auf das schlechte Beispiel USA berufen können und damit Forderungen nach unbequemen Maßnahmen abblocken.
Es bleibt die Hoffnung auf eine Seite, von der sich wohl die meisten Umweltschützer am wenigsten erwarten: die Industrie.
Freilich spricht das Konkurrenzprinzip dagegen, unfaire Vorteile durch bedenkenlosere Ausbeutung von Ressourcen nicht zu nutzen. Aber andererseits hat die Wirtschaft - trotz aller ideologischer Verbrämung nach außen - immer auch direkt mit der Wirklichkeit zu tun. Und so spielt es schon eine Rolle, dass eine nicht geringe Anzahl von Unternehmen dem Globalen Pakt der Vereinten Nationen beigetreten ist, Denn damit haben sie sich verpflichtet, regelmäßig über ihre Anstrengungen für den Umweltschutz zu berichten. Das ist einerseits wenig.* Aber wenn man bedenkt, dass die BRD, angebliche Vorreiterin in Sachen Umweltschutz, nach Marrakesch keinen Plan (nicht einmal einen heuchlerischen) zur Umsetzung der in Paris übernommenen Verpflichtungen mitbringen wird, ist es schon erstaunlich viel.
* "Im Jahr 2010 erhielt das Wassermandat des Global Compact den Negativpreis Public Eye Award in der Kategorie „Greenwash“."(Seite „Global Compact“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. April 2016, 19:08 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Global_Compact&oldid=153656901 (Abgerufen: 12. November 2016, 06:37 UTC)
Freilich auf einem Gebiet internationaler Politik ist Trump sehr wohl berechenbar: Er wird weniger bis gar keine Anstrengungen unternehmen, den Kampf gegen den von Menschen gemachten Anteil der Klimaerwärmung zu unterstützen. Denn dafür müsste er sich mit widerstrebenden Interessen der Industrie auseinandersetzen, und das wird er, bevor er nicht dazugelernt hat (wofür wenig spricht), nicht tun.
So bleibt bei dem für die Menschheit wichtigsten Thema für einige Zeit nur eine Hoffnung: Einsicht der anderen Hauptakteure. Hoffen darf man, aber ein international koordiniertes Vorgehen von Staaten ist ist nicht zu erwarten; denn alle werden sich auf das schlechte Beispiel USA berufen können und damit Forderungen nach unbequemen Maßnahmen abblocken.
Es bleibt die Hoffnung auf eine Seite, von der sich wohl die meisten Umweltschützer am wenigsten erwarten: die Industrie.
Freilich spricht das Konkurrenzprinzip dagegen, unfaire Vorteile durch bedenkenlosere Ausbeutung von Ressourcen nicht zu nutzen. Aber andererseits hat die Wirtschaft - trotz aller ideologischer Verbrämung nach außen - immer auch direkt mit der Wirklichkeit zu tun. Und so spielt es schon eine Rolle, dass eine nicht geringe Anzahl von Unternehmen dem Globalen Pakt der Vereinten Nationen beigetreten ist, Denn damit haben sie sich verpflichtet, regelmäßig über ihre Anstrengungen für den Umweltschutz zu berichten. Das ist einerseits wenig.* Aber wenn man bedenkt, dass die BRD, angebliche Vorreiterin in Sachen Umweltschutz, nach Marrakesch keinen Plan (nicht einmal einen heuchlerischen) zur Umsetzung der in Paris übernommenen Verpflichtungen mitbringen wird, ist es schon erstaunlich viel.
* "Im Jahr 2010 erhielt das Wassermandat des Global Compact den Negativpreis Public Eye Award in der Kategorie „Greenwash“."(Seite „Global Compact“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. April 2016, 19:08 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Global_Compact&oldid=153656901 (Abgerufen: 12. November 2016, 06:37 UTC)
Labels:
Global Pact,
Klimaerwärmung,
Klimakonferenz,
Marrakesch,
Trump,
Umweltverschmutzung,
UN Global Pact
Abonnieren
Posts (Atom)