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Sonntag, 10. November 2019

Geschlechtsrollen in der römischen Antike

https://segu-geschichte.de/der-ideale-mann-die-ideale-frau-quellen/

Acilianus selbst ist ein überaus regsamer, energischer und dabei doch völlig anspruchsloser Mann. Quästur, Tribunat und Prätur hat er in allen Ehren durchlaufen und es Dir somit erspart, Dich für ihn verwenden zu müssen. Er besitzt ein offenes Gesicht, stark durchblutet, tiefrote Wangen, natürliche Schönheit in seiner ganzen Erscheinung und gewissermaßen senatorischen Anstand. Das alles sind Eigenschaften, die man doch keinesfalls unbeachtet lassen sollte; die Mädchen verdienen sie als eine Art Belohnung für ihre Sittsamkeit. Ich weiß nicht, ob ich noch bemerken muss, dass sein Vater ein sehr vermögender Mann ist.
Plinius der Jüngere: Ep. 1, 14, zitiert nach Helmut Kasten (Hg): Plinius der Jüngere. Briefe, Düsseldorf u. a. 2003, S. 39-41.
Dazu kommt ihr Interesse für Literatur, das sie aus Liebe zu mir gefasst hat. Sie nimmt meine Bücher zur Hand, liest sie aufmerksam, lernt sie sogar auswendig. Welche Aufregung, wenn sie sieht, dass ich plädieren muss, welche Freude, wenn ich es hinter mir habe! Sie stellt Posten aus, die ihr melden müssen, ob ich Zustimmung, ob ich Beifall gefunden habe, welchen Ausgang des Prozesses ich heimbringe. Ebenso sitzt sie, wenn ich einmal rezitiere, ganz in meiner Nähe, durch einen Vorhang von mir getrennt, und lauscht mit gierigen Ohren den mir gespendeten Komplimenten. Sie vertont auch meine Lieder, ohne Unterweisung durch einen Musiker, einfach aus Liebe, die doch die beste Lehrmeisterin ist.
Aus all diesen Gründen hoffe ich zuversichtlich, dass unser Einvernehmen ewig dauern und von Tag zu Tag inniger sein wird. Denn nicht meine Jugend, meine leibliche Erscheinung bindet sie an mich – das alles altert und vergeht – , sondern mein Ruhm.
Plinius der Jüngere: Ep. 4, 19, zitiert nach Helmut Kasten (Hrsg): Plinius der Jüngere. Briefe, Düsseldorf u. a. 2003, S. 229-231.

Dienstag, 8. März 2016

Geschwindigkeit von Pferdegespannen im antiken Römischen Reich

„Auf den geraden Strecken erreichten die Gespanne bis zu 75 km/h, vor den metae wurde das Tempo auf ungefähr 25- 30 km/h reduziert. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der römischen Rennpferde lag wahrscheinlich bei etwa 35 km/h, demnach dauerte ein Rennen circa 8- 9 Minuten.“
„Auf gerader Strecke konnten die antiken Gespanne Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h erreichen. Vor den Wendemarken musste das Tempo dann auf etwa 25-30 km/h reduziert werden. In den größten Zirkussen des Reiches, so auch im Circus Maximus von Rom, kam man auf eine Gesamtstrecke von gut 4 km. Ein Rennen dauerte also etwa fünf Minuten.“
Bei längeren Fahrten wurden bis zu 150 km am Tag erreicht. Doch waren 8 km in der Stunde schon eine überdurchschnittliche Reisegeschwindigkeit.
Die Informationen verdanke ich Albrecht bei gutefrage.net.