Posts mit dem Label Brand werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brand werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. August 2021

Kontroverse, Meinungsfreiheit, Konsens, Demokratie

Schriftstellerin Daniela Krien

„Bei zu vielen Themen ist es ein Eiertanz geworden, darüber zu sprechen“ 

FR 7.8.21 Interview mit Cornela Geißler über den Roman "Der Brand"

"[...] 

Was war das ursprüngliche Thema beim neuen Buch? Ein Paar, das in die Krise gerät, weil die Kinder aus dem Haus sind? 

 Nein, ich wollte darstellen, warum sich freiheitlich und liberal gesinnte Menschen in unserer Gesellschaft zunehmend fremd fühlen. Das Paar hatte ich erst noch gar nicht. Erst wenn ich anfange zu schreiben, entstehen die Figuren. Bestenfalls sehe ich Bilder wie in einem Film. Figuren kristallisieren sich heraus, und dann komme ich mit ihnen ins Gespräch. Die Aspekte meines Themas ordne ich erst beim Schreiben selbst. Wenn ich dann fertig bin, fühle ich mich erstmal leer: Alles, was ich zuvor aufgesaugt hatte, ist dann ausgepresst.

 Sie erzählen hier chronologisch, schreiben Sie auch chronologisch?

Ich schreibe einmal durch, dann gehe ich zurück und überarbeite. Im Fall von „Der Brand“ war es ein schönes, leichtes Schreiben, es fügte sich alles gut. In der Überarbeitung streiche ich vor allem, denn ich möchte relativ wenig vorgeben, damit die Leser ihren eigenen Phantasie- und Deutungsraum behalten. Und vor allem will ich niemandem meine Meinung aufdrängen. [...]"

Samstag, 24. August 2019

Über den europäischen Anteil an den Bränden im Amazonas im Brasilien Bolsonaros

"Oh nein! Ich will nicht, dass alles was ich sehe, fühle, höre – liebe, zerstört wird! Ich darf das nicht zulassen!
Haben wir die Entdeckung Amerikas gefeiert? Haben wir uns gefreut und die Entdeckung als Fortschritt gesehen? Ja!
Wir hätten weinen sollen, uns aufregen sollen, warum Columbus nicht wirklich nach Indien kam! Ist durch die Entdeckung nicht alles zerstört worden, die Kultur, die Sprache alles der Indianer und sie selbst sind ausgerottet worden! Wir haben das Jahr gefeiert! Hätte es nicht als Trauerjahr in die Geschichte eingehen sollen?
Amerika hätte nie entdeckt werden dürfen – zumindest erst, wenn wir dazu bereit gewesen wären."

(Tagebuchnotiz einer Dreizehnjährigen schon lange vor diesen Bränden)


Brilliant to see so many on the streets to support people of the Amazon, and send a clear message to Bolsanaro. But let's not forget that UK trade deals, and our choices as consumers, play a role in this too. #AmazonForest #LungsOfEarth

https://twitter.com/friends_earth/status/1164910670112067584


As we watch the Amazon burn, let's please remember that it didn't just happen because of Bolsanaro. This wouldn't be possible without a global surge in soybean prices thanks to the trade war. It's a DIRECT RESULT of choices made by America's farm country.


Donnerstag, 22. August 2019

Wieso brennt seit Wochen der größte Regenwald der Welt?

"[...] In drei Ländern brennt zur Zeit eine riesige Fläche des Amazonas. Der Rauch ist so stark, dass man ihn sogar aus dem Weltraum sehen kann. [...]
Hunderte Quadratkilometer Regenwald im Amazonasbecken brennen – in Brasilien sind es die schlimmsten Waldbrände seit Jahren. Schon am 9. August hat das Land deswegen den Notstand ausgerufen. Auch in Paraguay und Bolivien brennt Wald. [...] Die Auswirkungen des Brandes zeigen sich inzwischen nicht nur in den betroffenen Gebieten: In Sao Paolo verdunkelte sich am Montagnachmittag der Himmel – mitten am Tag sah es aus, als wäre es Nacht. Sao Paolo liegt etwa 2.000 Kilometer entfernt von den Bränden, starke Winde hatten den Rauch in die Stadt geweht.
Brasilien, Bolivien und Paraguay: In drei Ländern brennt zur Zeit eine riesige Fläche des Amazonas. Der Rauch ist so stark, dass man ihn sogar aus dem Weltraum sehen kann. Eine weitere Katastrophe, die bislang zu wenig beachtet wurde.
Hunderte Quadratkilometer Regenwald im Amazonasbecken brennen – in Brasilien sind es die schlimmsten Waldbrände seit Jahren. Schon am 9. August hat das Land deswegen den Notstand ausgerufen. Auch in Paraguay und Bolivien brennt Wald.
Die Auswirkungen des Brandes zeigen sich inzwischen nicht nur in den betroffenen Gebieten: In Sao Paolo verdunkelte sich am Montagnachmittag der Himmel – mitten am Tag sah es aus, als wäre es Nacht. Sao Paolo liegt etwa 2.000 Kilometer entfernt von den Bränden, starke Winde hatten den Rauch in die Stadt geweht. [...]
Wieso brennt es überhaupt im Amazonas?
Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wurden allein in Brasilien in diesem Jahr 72.843 Feuer registriert – eine neuer Rekord. Seit vergangenem Donnerstag seien 9.507 neue Brände dazu gekommen. Feuer während der Trockenperiode sind zwar normal, aber nicht diese Anzahl.
Die Trockenheit begünstigt die Brände zwar, sie ist aber nicht die Ursache. Reuters zufolge entstehen viele der Feuer durch Brandstiftung: Bauern wollen damit Weideflächen für ihre Rinder schaffen. Brasilien ist der größte Rindfleisch-Exporteur der Welt, in dem Land gibt es mehr Rinder als Menschen – und die brauchen Platz.
(https://utopia.de/amazonas-brand-feuer-brasilien-153138/)

Boykott des Freihandelsabkommens mit  Mercosur?
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/amazonas-braende-europa-droht-bolsonaro-mit-boykott-und-blockade-16347572.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Mittwoch, 12. September 2018

Brand des brasilianischen Nationalmuseums in Rio des Janeiro

Zwanzig Millionen Objekte, darunter zahlreiche von welthistorischer Bedeutung, sind im Flammenmeer unwiederbringlich untergegangen.

Ein Interview mit Prof. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
"Heute scheint es aufgrund von technischen Möglichkeiten kaum noch vorstellbar zu sein, dass eine Bibliothek, ein Archiv oder ein Museum komplett den Flammen oder anderen Katastrophen zum Opfer fallen kann. Und doch gibt es auch für die Gegenwart und die jüngere Vergangenheit immer noch zu viele Beispiele: der Brand in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar im September 2004 (auch in der Nacht vom 2. auf den 3. September) oder der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln im Jahr 2009. [...]
Von Kollegen hörte ich jetzt, dass das Museum zuletzt nur mehr einen geradezu lächerlich geringen Etat gehabt haben soll. Da muss man sich nicht wundern, dass so etwas passiert, noch dazu in einem historischen Gebäude mit sehr viel Holz als Baumaterial. Ich will nicht voreilig urteilen, weil ich wie gesagt die Situation vor Ort nicht kenne. Wenn aber für die Sicherheit von musealen Sammlungen dieser Qualität und Dimension nicht Mindeststandards sichergestellt werden können, dann muss sich der Staat fragen lassen, ob er hier seiner Verantwortung noch nachgekommen ist."
Mehr dazu: hier

Museu Nacional da Universidade Federal do Rio de Janeiro (Wikipedia)

Über den Brand vom 2.-3.9.2018 (Wikipedia)

Webseite des Museums

Commons der Wikipedia zum Museum




Webseite des historischen Nationalmuseums