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Montag, 21. Oktober 2024

Samuel Becketts Fernsehspiele in Stuttgart zu sehen

 https://www.swr.de/swrkultur/kunst-und-ausstellung/beckett-macht-tv-eine-wuchtige-ausstellung-in-stuttgart-feiert-die-avantgarde-medienkunst-des-nobelpreistraegers-100.html

SWR 18.10.2024

Film ist ein US-amerikanischer Kurzfilm aus dem Jahr 1965 nach einem Drehbuch des irischen Dramatikers Samuel Beckett. Es ist ein Schwarzweißfilm ohne Dialoge und Begleitmusik. Seine einfache Handlung basiert darauf, dass die Kamera als beobachtender Akteur mit in den Film einbezogen ist. Den Protagonisten, gespielt vom gealterten Stummfilmstar Buster Keaton, bezeichnet Beckett mit O für object, die den Protagonisten verfolgende Kamera bezeichnet er mit E für eye. Der Film spielt mit den beiden Perspektiven und handelt letzten Endes von der Unausweichlichkeit der Selbstwahrnehmung und davon, dass man dem eigenen Dasein nicht entfliehen kann. [...]"

In: Samuel Beckett: Film He, Joe. Englische Originalfassungen. Deutsche Übertragung von Erika und Elmar Tophoven. Französische Übertragung von Samuel Beckett. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1968, S. 5–39. (Zehn Abbildungen zu Film.) Ohne ISBN.

  • He Joe (1966, Fernsehspiel)

In: Samuel Beckett: Film He, Joe. Englische Originalfassungen. Deutsche Übertragung von Erika und Elmar Tophoven. Französische Übertragung von Samuel Beckett. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1968, S. 41–73. (Sechs Abbildungen zu He, Joe.) Ohne ISBN

  • Geistertrio (Ghost Trio) (1976)
  • Quadrat I+II (1981)
  • … nur noch Gewölk … (…but the clouds…) (1977)
  • Nacht und Träume (1982)

Sieh auch:

Montag, 22. Januar 2018

Durchschnittsalter der Fernsehzuschauer


































Ich versuche gegenwärtig, mir wieder anzugewöhnen, mehr fern zu sehen. Schade, dass ich damit nirgendwo beitragen kann, den Schnitt zu senken.

Sonntag, 5. November 2017

ZDF-Fernsehrat

"Bisher war es so: Hatte der Chefredakteur des ZDF Großes vor – sagen wir die Berichterstattung über die Bundestagswahl – schrieb er eine Vorlage. Über diese beugten sich unter anderem: Thomas Oppermann, der Fraktionschef der SPD im Bundestag, CDU-Generalsekretär Peter Tauber, CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, die Grünen-Vorsitzende Simone Peter, der FDP-Vorsitzende Christian Lindner und auch die Chefberaterin der Bundeskanzlerin, Eva Christiansen, war dabei. Einige andere kamen noch hinzu. Sie alle gehörten dem Programmausschuss Chefredaktion an, laut ZDF-Statut und Selbstverständnis des Senders ein "staatsfernes Gremium".
 Allein die Existenz eines solchen Ausschusses ist einzigartig in der deutschen Medienlandschaft: Diejenigen, die Gegenstand der Berichterstattung sind, beraten über diese. [...]
Der Programmausschuss Chefredaktion ist ein gutes Beispiel dafür, wie undurchsichtig die Verbindung von Journalismus und Politik am Lerchenberg in der Vergangenheit war. Parteien und Staat hätten im ZDF zu viel Einfluss, befand denn auch das Bundesverfassungsgericht im März 2014 und verlangte von dem Sender eine Reform seiner Gremien. Insbesondere die Zusammensetzung des Fernsehrats stand im Fokus der Kritik.  [...]"
(ZDF: Einflussnahme durch die Hintertür von Bernd Gäbler ZEIT 8.7.2016)

Montag, 23. November 2015

Projekt „aula“ sucht Schulen, die mit Liquid Democracy experimentieren wollen
WAS IST AULA?
 „aula – Schule gemeinsam gestalten“ ist ein Projekt von politik-digital e.V. unter Leitung von Marina Weisband, mit freundlicher Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung. aula richtet sich primär an SchülerInnen ab der Jahrgangsstufe 5 bis zum Ende ihrer Schullaufbahn. Es möchte ihnen ermöglichen, ihr schulisches Umfeld aktiv zu gestalten und Demokratie zu leben.
WARUM? Schule hat die Aufgabe, Schüler und SchülerInnen zu befähigen, als mündige Bürger am demokratischen Prozess teilhaben zu lassen, eigene Entscheidungen überlegt zu treffen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Oft fehlt es aber im engen Unterrichtsplan an Gelegenheiten, wo SchülerInnen sich praktisch darin ausprobieren können. Dabei eignet sich die Schule ganz hervorragend als Bereich, in dem Räume, Zeiten und Regeln demokratisch mitgestaltet werden können, denn diese Dinge betreffen die SchülerInnen direkt in ihrem Leben und bleiben in übersichtlichem, direkt greifbarem Umfang. Ziel ist, sie zu animieren, aus einer passiven, konsumierenden Haltung heraus zu kommen und sich selbst als gestaltenden Akteur seiner eigenen Umgebung zu verstehen.
Das Projekt „aula – Schule gemeinsam gestalten“ möchte es SchülerInnen der weiterführenden Schulen ermöglichen, in einem festen, vorher vereinbarten Rahmen eigene Ideen für Gestaltung zu entwickeln, Mehrheiten dafür zu finden und die Umsetzung zu beschließen. Dabei werden sie im Laufe eines Jahres didaktisch begleitet, um den Prozess zu reflektieren und die Verbindung zwischen Alltagsentscheidungen und demokratischer Verantwortung zu entdecken.

Ringvorlesung: fernsehen 4.0 - Die Bewegtbild-Offensive

Dienstag, 30. Oktober 2012

"Der klügste Deutsche"

In meiner Kindheit und Jugend gab es ein Radiospiel "Raten sie mit! Ein Quiz zwischen London und Frankfurt" vom Hessischen Rundfunk zusammen mit der BBC. Je drei Spieler aus Frankfurt und drei aus London traten gegeneinander an. Meine Favoriten waren damals Leonie aus Frankfurt und aus London Christopher. Beeindruckt waren wir von den guten Rateergebnissen, den geistreichen Beratungen und natürlich dem Charme der Mitglieder der Teams. (Zu dieser Sendung vgl. Lerncafé)

Dass man bei einer Neuauflage solcher Spiele den Teamgeist völlig unterdrücken und statt dessen einen Kampf aller gegen alle daraus machen würde, kann nicht wundern. Wohl aber, dass die Spiele durchweg als reine Konzentrations-, Merk- und Tempospiele organisiert wurden und dass sie als Tests auf soziale Intelligenz und Kreativität ausgegeben wurden.
Der Gipfel freilich, dass diese Spieleshow dann unter die Überschrift "Der klügste Deutsche" gestellt wurde.
Zum Glück wurde am Schluss dann doch auf die Fiktion, es ginge um Klugheit, verzichtet. Natürlich ging es darum, die Sympathie des Publikums zu gewinnen. (Kommentare zur Sendung)

Passend, dass die teilnehmenden Frauen sich offenbar auf den Konkurrenzkampf nicht recht einlassen wollten. Denn schließlich wurde ja auch der klügste Deutsche gesucht.