Donnerstag, 24. September 2026

Judenverfolgung

 Holocaust am Starnberger See

"[...] Der Dachauer Außenlagerkomplex Mühldorf liegt etwa 70 Kilometer östlich von München und besteht aus mehreren Lagern mit rund 8.000 Häftlingen. In den ersten Wochen muss Sigi im berüchtigten »Waldlager« schuften, in dem die Häftlinge in Iglu-artigen Hütten auf dem Boden schlafen und es keine Sanitäranlagen gibt. Später wird er ins Lager Mettenheim überstellt. Die Nationalsozialisten lassen hier eine gewaltige unterirdische Fabrik zur Montage von Militärflugzeugen der Firma Messerschmitt errichten, Deckname »Weingut I«. Die Häftlinge müssen einen Betonbogen bauen, auf dem später Bäume zur Tarnung gepflanzt werden sollen. Sie schleppen 50-Kilo-Zementsäcke, zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche, dafür erhalten sie täglich einen Liter Suppe und einen Viertel-Laib Brot. Immer wieder fallen Häftlinge vor Erschöpfung in den nassen Beton und versinken. Die durchschnittliche Überlebensdauer beträgt nur wenige Monate. »Obwohl unser KZ klein war, gab es ein Dutzend Tote jeden Morgen«, erzählt Dan Golomb in Seeshaupt.

Dass er selbst nicht dazugehörte, erklärt er sich später damit, dass er an vielen Tagen, statt auf der Hauptbaustelle zu arbeiten, dem »Sonderkommando« zugeteilt war, das die Leichen abtransportierte. Das war furchtbar, aber weniger anstrengend.

Sigi Golomb ist gegen jede Wahrscheinlichkeit am Leben geblieben. Noch in den letzten Tagen vor seiner Befreiung übersteht er einen Luftangriff der Alliierten, die den Todeszug aus Mühldorf für einen Militärtransport halten. Als US-Soldaten am 30. April 1945 im Seeshaupter Bahnhof die Waggons öffnen, zählen sie mindestens 63 Leichen. Viele, die noch leben, sind so geschwächt, dass sie die nächsten Wochen nicht überstehen. Ein zweiter Zugteil strandet in Tutzing und wird dort befreit.

Jahrzehntelang schweigt Golomb über das Erlebte. Nach dem Krieg geht er zurück nach Jugoslawien, beendet die Schule und beginnt in Belgrad, physikalische Chemie zu studieren. 1948 zieht es ihn nach Israel, wo er seinen verhassten Vornamen ablegt. Als Dan Golomb setzt er nach dem Militärdienst sein Studium an der Hebräischen Universität in Jerusalem fort; 1958 wird er promoviert. In Israel lernt er auch seine spätere Frau kennen, mit der er in die USA auswandert. Viele Jahre arbeitet er dort in einer Forschungsstelle der Luftwaffe, bevor er Forschungsdirektor der noch jungen nationalen Umweltschutzbehörde in Washington wird. Spezialisiert auf Luftveränderungsprozesse und deren Folgen, wechselt er später ans Polytechnikum in Cambridge.[...]"

Mutterrolle heute

 https://www.zeit.de/2026/41/mutterschaft-frauen-familienpolitik-teilzeitmuster-rentenluecke

Selbsthilfegruppen

 https://de.wikipedia.org/wiki/Selbsthilfegruppe (Wikipedia)mit vielen Einzelbelegen

Selbsthilfegruppen

https://www.zeit.de/2026/41/selbsthilfegruppen-gesundheitssystem-chronische-krankheiten-sucht-abstinenz

"Suchtdruck"


Material für Wikipediaartikel

Wikifizierung und Ausbau von Rohartikeln:

Benutzer:Cethegus/Secondhandwaren

Benutzer:Cethegus/Weltordnung


Schulseiten:

Erich Kästner-Schule, Karlsruhe), 

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ)

Erich Kästner-Schule, Karlsruhe), 

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/unterricht-fuer-majas-beduerfnisse-in-klasse-mit-schwerhoerigen-102.html

Vervollständigung von Listen:

Liste der Bildungseinrichtungen in Mannheim

"In der Liste der Bildungseinrichtungen in Mannheim sind Bildungseinrichtungen für Orte, die zum Stadtkreis Mannheim in Baden-Württemberg gehören, aufgeführt. Die Schulaufsicht für die öffentlichen Schulen im Stadtkreis Mannheim liegt im Bereich der Gymnasien beim Regierungspräsidium Karlsruhe, für die Grund-, Werkreal- und Realschulen, die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und die Gemeinschaftsschulen ist das Staatliche Schulamt Mannheim zuständig.[1]

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit (Stand: 14. April 2020).

Liste der Bildungseinrichtungen im Landkreis Karlsruhe

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Montag, 21. September 2026

Weltordnung

Die Vorstellung einer geordneten Welt, also einer Weltordnung; liegt wohl allen Mythologien zugrunde, auch da, wo es keine geschlossene Götterwelt gibt, dienen Mythologien dazu, die Welt begreifbar zu machen, indem sie das Chaos gliedern und die Welt beseelen. 

In den großen Imperien herrschte nicht selten die Vorstellung, das Imperium sei wie China, das Reich der Mitte, Mittelpunkt der Welt und die Grundlage jeder Weltordnung, gerade weil man nur so wenig über den Erdball wusste. 

Der Begriff Weltordnung wurde daher erst dann aktuell, als mit dem Völkerbund und später mit den Vereinen Nationen Institutionen gegründet wurden, die eine Zusammenarbeit aller Nationen der Welt erreichen sollten.

Mit der Entstehung von Ost- und Westblock erlahmte dann dies Bemühen. Der Versuch, Gorbatschows es fortzusetzen, endete schon früh mir dem Zusammenbuch der Supermacht, so dass die USA als einige verbleibende Supermacht versuchten, eine Neue Weltordnung als US-Hegemonie aufzurichten, während Mächte zweiten Ranges eine Multipolare Weltordnung anstrebten, bei der auch sie mitwirken könnten.  Die Regelbasierte Weltordnung, die eng an die bestehenden Institutionen der Vereinten Nationen  angebunden ist, soll nach diesem Verständnis energisch reformiert werde, während China und Russland sie ganz ablehnen zugunsten einer Multipolarität ohne die traditionelle Vorrangstellung der USA.

Technopolare Weltordnung

"Den Begriff der technopolaren Weltordnung hat der amerikanische Politikwissenschaftler Ian Bremmer geprägt. Er meint eine Ordnung, in der Tech-Konzerne Machtbefugnisse gewinnen, die seit dem Westfälischen Frieden in den Händen der Nationalstaaten waren. Ihr wichtigster Hebel sind ihre Monopole. Indem sie Plattformen, Daten, Kommunikationswege, Suchmaschinen, Cloud-Infrastruktur kontrollieren, beherrschen sie den digitalen Raum.

Schrittweise weiten sie ihre digitale Macht ins Politische aus. Entscheidend ist: Die Konzerne gewinnen politische Macht aktuell weniger im Kampf gegen staatliche Auflagen als vielmehr durch Verschmelzung von digitaler und staatlicher Macht. Genau in dieses zweite Vorgehen reihen sich die aktuellen Kontrollforderungen ein.

Beim Verständnis der technopolaren Machttransformationen hilft ein Blick auf das Selbstverständnis der Tech-Eliten. Aufschlussreich sind Stellungnahmen von Peter Thiel. Thiel hat nicht nur PayPal und Palantir mitgegründet und u. a. Facebook, OpenAI, Anthropic sowie die Wahlkämpfe von Donald Trump und JD Vance mitfinanziert; der „Thielismus“ bildet – nach seinem Biografen Max Chafkin – auch „das dominante Ethos im Silicon Valley“. In Vorlesungen an der Stanford-Universität führt Thiel in Monopolbildung ein. Er stellt sie als „Verschwörung zur Veränderung der Welt“ vor. Verändern will er die liberale Welt, deren Grundprinzipien er ablehnt: die ökonomische „Ideologie des Wettbewerbs“, das politische Rechtsstaatsprinzip und den Pluralismus der Weltanschauungen.

Im Silicon Valley werden die Thielischen Monopolstrategien äußerst erfolgreich umgesetzt. Über ihre Monopole an der digitalen Infrastruktur gewinnen Thiel und seine „Mitverschwörer“ immense ökonomische Macht, Wissensmacht und politische Macht – und bauen damit die technopolare Ordnung auf. Dies beginnt mit volkswirtschaftlichen Transformationen: Die Infrastruktur-Monopole überführen die liberale Konkurrenzwirtschaft in eine postliberale Wirtschaftsordnung der großen Konzerne."

KI Ecosia: "Technopolarität bezieht sich auf die zunehmende Dominanz und den Einfluss moderner Technologie und technokratischer Strukturen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Dabei geht es um die Idee, dass technische Experten und Fachleute – statt gewählter Politiker – zentrale Entscheidungen treffen, insbesondere in Bereichen, die wissenschaftliches oder technisches Fachwissen erfordern. Diese Entwicklung wird oft mit dem Begriff Technokratie verbunden, also einer Herrschaftsform, in der Sachverständige und Technokraten die Politik bestimmen."

Sonntag, 20. September 2026

Begrüßungsgeld für DDR-Bürger

"Das Begrüßungsgeld war eine Unterstützung, die in der Bundesrepublik Deutschland jedem einreisenden Bürger der Deutschen Demokratischen Republik sowie der damaligen Volksrepublik Polen, soweit eine deutsche Abstammung nachgewiesen werden konnte, aus Mitteln des Bundeshaushaltes gewährt wurde. Es wurde 1970 in Höhe von 30 Deutschen Mark (DM) eingeführt und konnte zweimal im Jahr in Anspruch genommen werden. 1988 wurde es auf 100 DM erhöht, jedoch auf eine einmalige jährliche Inanspruchnahme beschränkt. Besondere politische und wirtschaftliche Bedeutung erlangte das Begrüßungsgeld infolge der Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989.

Nach der Errichtung der Berliner Mauer am 13. August 1961 war die Grenze der DDR zur Bundesrepublik Deutschland endgültig geschlossen und der Flüchtlingsstrom in den Westen wurde entschieden eingedämmt. Besucher aus der DDR konnten nur noch aufgrund einer besonderen Ausreiseerlaubnis in den Westen gelangen, die indessen äußerst selten erteilt wurde. Aufgrund der unter der Kanzlerschaft von Willy Brandt ab 1969 abgeschlossenen Ostverträge ergaben sich auch Reiseerleichterungen für Bewohner der DDR, die vor allem Rentnern einen Besuch in der Bundesrepublik ermöglichten. Den Ausreisenden wurde aber nur erlaubt, 70 Mark der DDR mitzunehmen. Um die Bedingungen der Einreise der Besucher aus der DDR zu verbessern, führte die Bundesregierung ab 1970 die Zahlung eines Begrüßungsgeldes in Höhe von 30 DM ein,[1] das jedem Besucher gegen Vorlage seiner Identifikationspapiere ausgezahlt wurde. Bis 1984 kamen jährlich 40.000 bis 60.000 Besucher in den Genuss des Begrüßungsgeldes, ab 1985 stieg deren Anzahl aufgrund der vereinbarten Ausweitung der Besuchsberechtigungen stark und erreichte 1987 1,3 Millionen.[2] Am 26. August 1987 beschloss die Bundesregierung, das Begrüßungsgeld auf 100 DM zu erhöhen, jedoch gleichzeitig auf eine einmalige Auszahlung pro Person und Jahr zu beschränken.[3] Die DDR hatte ab 1. Juli den erlaubten Umtausch für ihre in den Westen reisenden Bürger von 70 auf 15 Mark gekürzt (die 1:1 in DM umgetauscht werden konnten), was durch die Erhöhung des Begrüßungsgeldes wettgemacht werden sollte. 1988 wurden insgesamt 260 Millionen DM als Begrüßungsgeld ausgezahlt,[4] auch für 1989 sah der Haushalt diese Summe vor.[5]

[...]  Als nach dem Mauerfall alle DDR-Bürger in die Bundesrepublik und nach West-Berlin reisen konnten, führte dies zu erheblichen logistischen Problemen.[6] Es kam kurzzeitig zu chaotischen Szenen, so am ersten Montag nach der Maueröffnung vor der Sparkasse in der Badstraße in Berlin-Gesundbrunnen, am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg oder am Zoologischen Garten in Berlin-Tiergarten, als jeweils bis zu 10.000 DDR-Bürger gleichzeitig vor den Auszahlungsstellen Schlange standen, der Verkehr total zusammenbrach und Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auffuhren, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Noch in der Nacht zum 10. November ordnete der Regierende Bürgermeister von Berlin Walter Momper die Auszahlung des Begrüßungsgeldes durch Banken und Sparkassen an, die ihre Geschäftsstellen sogar während der Nacht offenhielten.[7] Die Auszahlungsweise durch Banken und Sparkassen wurde in den nachfolgenden Tagen in der gesamten Bundesrepublik übernommen. Die Auszahlungsvoraussetzungen wurden vereinfacht und beschränkten sich auf die bloße Vorlage eines Personalausweises oder Passes, wiederholte Inanspruchnahmen waren kaum mehr kontrollierbar. [...]

(https://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BC%C3%9Fungsgeld)

Kalte Progression

 Wenn davon die Rede ist, dass die kalte Progression, die im Laufe einer Inflation entsteht, vermieden werden solle, geht es im Grunde darum, sicherzustellen, dass die Ungerechtigkeit der Einkommensverteilung bei einer Inflation zunimmt.

Denn bei einer Inflation verlieren die geringer Verdienenden die Möglichkeit, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Die kalte Progression schränkt die Möglichkeit der Besserverdiener, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, nicht ein. Sie sorgt lediglich dafür, dass in der Inflation der Wert des Beitrags zum Steueraufkommen der Besserverdiener nicht abnimmt.

Wer kalte Progression vermeidet, sorgt also dafür, dass der Beitrag der Besserverdiener zum Steueraufkommen bei Inflation gesenkt wird. Das ist eine grobe Ungerechtigkeit gegenüber den Geringverdienern.