"[...] Während Barack Obama geweint haben soll, als seine Töchter aufs College gingen, dachte sich Michelle nur: „Tschüss, meine Kleinen …“ Die ehemalige First Lady spricht in ihrem Podcast überraschend offen darüber, wie erleichtert sie über den Auszug von Malia und Sasha war.
Sie liebe ihre heute 28- und 25-jährigen Töchter zwar, aber dass sie nicht mehr zu Hause leben würden, nehme ihr auch Sorgen. „Ich vermisse sie nicht“ – aber sie treffe die beiden „heute zum Abendessen“, sagte die 62-Jährige in der am Mittwoch erschienenen Folge.
Malia und Sasha waren zehn und sieben Jahre alt, als ihr Vater als erster Schwarzer US-Präsident 2009 ins Weiße Haus einzog. Sie verbrachten während seiner zwei Amtszeiten einen Großteil ihrer Kindheit in Washington. Bei ihrem Auszug 2017 waren sie bereits junge Erwachsene. Seither halten sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Noch im selben Jahr begann die ältere Schwester, Malia, ihr Studium an der Harvard-Universität im US-Bundesstaat Massachusetts. Sasha begann ihr Studium zwei Jahre später an der University of Michigan – und wechselte später zur University of Southern California. „Barack hat geweint, als sie aufs College gegangen sind. Ich dachte mir nur: ‚Tschüss, ihr Kleinen …‘“, sagte Michelle nun.
Seitdem ihre Töchter auf die Uni gehen, seien „Freitagabende nicht mehr von Schrecken und Angst darüber überschattet“, wo sich die beiden aufhalten, sagte Obama in ihrem wöchentlichen Podcast „IMO with Michelle Obama & Craig Robinson“, den sie gemeinsam mit ihrem älteren Bruder moderiert. Sie liebe die Unabhängigkeit und Persönlichkeitsentwicklung ihrer Töchter.
Podcastgast Jon Stewart, Komiker und Moderator, kann das nicht ganz nachvollziehen. Seine Kinder sind seinen Ausführungen zufolge erst kürzlich zu Hause ausgezogen. Der 63-Jährige hält sein Familienleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Als seine Kinder noch zur Schule gingen, hätte ihm das „einen Sinn und eine Struktur gegeben“. Doch Michelle Obama zeigt sich davon unbeeindruckt: „Mir geht es gut“, quittiert sie den Versuch, ihr doch noch sentimentale Worte über ihre Töchter zu entlocken.
Auch als ihr Bruder, dessen Kinder auf eine weiterführende Schule gehen, Jon Stewart zur Hilfe kommt, wiegelt die ehemalige First Lady ab: „Ich liebe meinen Zeitplan. Ich habe einen tollen Zeitplan, und er gehört ganz mir.“ Sie könne es aber verstehen, dass Väter, die oft nicht zu Hause waren, das anders sehen. Sie andererseits habe „so viel schöne Zeit mit meinen Kindern verbracht. So viel. Ich kenne sie in- und auswendig.“ "