Fontanefans Schnipsel
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Freitag, 10. April 2026
Zeitreise und Großvaterparadoxon
Donnerstag, 9. April 2026
In Miami ist erstmals direkt auf einer Müllkippe eine Fabrik eingerichtet worden, wo organisches Material durch Erhitzung bei extrem wenig Sauerstoff Pryolyse Pflanzenkohle hergestellt wird. Die entstehenden Gase können für Fernwärme oder Elektrizitätsproduktion verwendet werden.
Wikipedia: "Durch moderne technische Verfahren, die seit den 1990er Jahren entwickelt wurden, können inzwischen alle pflanzlichen Rohstoffe mit einem Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 50 % zu Pflanzenkohle pyrolysiert werden. Die bei der Pyrolyse entstehenden Synthesegase können schadstoffarm verbrannt werden. Ein Teil der dabei entstehenden Wärme wird zur Erhitzung der nachgeförderten Biomasse verwendet. Der weitaus größere Teil der Abwärme lässt sich zu Heizzwecken nutzen oder über Kraft-Wärme-Kopplung teilweise in Elektrizität umwandeln.
Die Pyrolyse wird auch in der Holzvergasungstechnik angewendet. Das entstehende Gas wird einem Verbrennungsmotor zugeführt. Mittels Hoch- und Niederdruckdampfstufen kann der Wirkungsgrad der Anlage weiter verbessert werden. Die Holzvergasungstechnik wird auch zur Stromerzeugung eingesetzt. Als Abfallprodukt entsteht ebenfalls Kohle in sehr feinkörnigem Zustand. Zwei Drittel der durch Photosynthese akkumulierten Energie (maßgeblich durch Reduktion von Kohlendioxid gebildeter Kohlenstoff) wird in der entstehenden Pflanzenkohle gespeichert."
In dieser Pflanzkohle kann Kohlenstoff über Jahrhunderte hin gespeichert bleiben.
(https://www.ecosia.org/search=iami+Herald+7.2.2026+What+is+biochar&addon=opensearch)
Erläuterung zum Vorgang der Stammzellenspende und Anlaufstelle für eine Typisierung
Die Entscheidung, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen, ist eine großartige Initiative, die lebenswichtig für Menschen mit Blutkrebs oder anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems sein kann.
Hier ist eine Erläuterung des Vorgangs sowie Informationen zu den Anlaufstellen.
Der Prozess der Stammzellenspende
Der Weg von der Registrierung bis zur tatsächlichen Spende gliedert sich in zwei Phasen:
1. Registrierung und Typisierung
Zuerst müssen Ihre Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) bestimmt werden, um zu sehen, ob Sie für einen Patienten infrage kommen.
Ablauf: Sie fordern online ein Registrierungsset an. Dieses enthält Wattestäbchen, mit denen Sie einen Abstrich der Mundschleimhaut machen.
Labor: Die Proben werden im Labor analysiert und Ihre Daten anonymisiert in die Spenderdatei aufgenommen.
2. Der Ablauf einer tatsächlichen Spende
Sollten Sie tatsächlich als Spender für einen Patienten ausgewählt werden, erfolgt eine umfassende medizinische Untersuchung. Die Spende selbst erfolgt dann in der Regel auf zwei Arten:
Pherese (peripher: ca. 80 % der Fälle): Die Stammzellen werden aus dem Blut entnommen. Hierfür erhalten Sie über einige Tage ein körpereigenes Hormon (G-CSF), das die Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut schwemmt. Die Entnahme erfolgt ambulant, ähnlich wie eine Blutplasmaspende.
Knochenmarkentnahme (ca. 20 % der Fälle): Die Stammzellen werden aus dem Beckenknochen entnommen. Dies geschieht unter Vollnarkose in einem Krankenhaus. Ein kurzer Aufenthalt ist hierbei notwendig.
Anlaufstellen für die Typisierung in Deutschland
In Deutschland gibt es zwei große Organisationen, die die Suche nach passenden Stammzellspendern koordinieren. Sie können sich bei beiden bedenkenlos registrieren:
DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei): Die größte deutsche Datei.
Website:
www.dkms.de Dort finden Sie einen einfachen Online-Prozess, um das Registrierungsset kostenfrei nach Hause zu bestellen.
ZKRD (Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland): Das staatlich geförderte Dachregister, das alle deutschen Spenderdateien miteinander vernetzt.
Website:
www.zkrd.de Hier finden Sie eine Übersicht aller angeschlossenen regionalen Spenderdateien, falls Sie eine persönliche Anlaufstelle in Ihrer Nähe bevorzugen.
Wichtige Hinweise für Interessierte
Voraussetzungen: Sie sollten zwischen 17 und 55 Jahre alt sein und keine chronischen Erkrankungen haben. (Hinweis: Die Altersgrenzen können je nach Datei leicht variieren).
Kosten: Die Registrierung ist für Sie kostenlos. Die Organisationen finanzieren sich über Spenden, da die Laboranalyse pro Typisierung etwa 35 bis 50 Euro kostet.
Verfügbarkeit: Eine Registrierung ist eine langfristige Verpflichtung. Sie sollten bereit sein, im Falle eines Treffers tatsächlich zu spenden.
Dienstag, 7. April 2026
Eine Erinnerung ist noch keine Erzählung ...
... Wenn sie dass werden soll, beginnt die Fiktion.
"Bei der Rollenprosa handelt es sich um eine Grundbedingung jedes künstlerischen Schaffens. Ein Autor kann erst dann – auch wenn er stark autobiografische Stoffe verarbeitet – diese in ein künstlerisches Werk umformen, wenn er sich vom reinen Erleben emanzipiert und damit distanziert."
"Hast du uns endlich gefunden ist der Titel eines 2021 im Rowohlt Verlag erschienenen Buches von Edgar Selge. Das Buch erzählt autofiktional die Geschichte des zwölfjährigen Edgar Selge, der im Nachkriegsdeutschland und in der Zeit des Wirtschaftswunders in einer Familie aufwächst, in der er von Musik und Kultur umgeben ist, gleichzeitig aber von seinen Eltern geschlagen wird und mit deren nationalsozialistischer Gedankenwelt konfrontiert ist.
Inhalt
Der zwölfjährige Erzähler Edgar Selge wächst im Jahr 1960 mit zwei älteren und einem jüngeren Bruder in einer bildungsbürgerlichen Familie in der ostwestfälischen Stadt Herford auf. Die Eltern, die im Krieg und danach als ostpreußische Flüchtlinge bis zur „Entnazifizierung“ des Vaters zahlreiche Entbehrungen ertragen mussten, möchten nun endlich nachholen, was sie in den Jahren zuvor nicht tun konnten. Kunst und Literatur, vor allem aber Musik prägen den Alltag der Familie ebenso wie die Arbeit des Vaters als Gefängnisdirektor im Herforder Jugendgefängnis, mit dessen jugendlichen Insassen, die der Familie bei Haus- und Gartenarbeiten helfen oder zu Hauskonzerten eingeladen werden, Edgar zahlreiche Begegnungen und Kontakte hat.
Über seine Eltern erhält Edgar Einblick in andere bessergestellte Familien des Bildungsbürgertums. Durch seine regelmäßigen Besuche der Familien der Aufsichtsbeamten des Gefängnisses erfährt er aber auch das Leben der einfachen Leute, die – teilweise Alt-Nazis, teilweise Menschen, die unter der Verfolgung der Nationalsozialisten gelitten haben – ganz unterschiedlich mit den Schatten ihrer Vergangenheit umgehen.
Der Vater ist als Bildungsbürger, Musiker, Vorleser und Familienoberhaupt einerseits Vorbild und Leitfigur des jungen Erzählers. Er ist von großer Selbstsicherheit, zeigt sich gleichzeitig aber sensibel und verletzlich, wenn er zum Beispiel über den tragischen Tod seines Sohns weint. Andererseits hat er aber auch eine dunkle Seite, dann schimpft er cholerisch in seinem Arbeitszimmer, ist in seiner Selbstsicherheit nicht in der Lage, eigene Fehler und Irrtümer zu erkennen und einzugestehen, schlägt seine Kinder und bedrängt diese sexuell. So bleibt der Vater das große, nicht verstehbare Rätsel in Edgars Leben: Wie kann der, den ich liebe, einem Schmerzen zufügen? Und warum liebe ich ihn trotz allem?
Die stark in der Gedankenwelt des Nationalsozialismus verhaftete Geisteshaltung der Eltern ist ein weiterer Konfliktpunkt, der zu regelmäßigen Auseinandersetzungen mit den Kindern führt, die wissen wollen, welche Rolle die Eltern im Nationalsozialismus gespielt und was sie gewusst haben. Immer wieder werden sie die Eltern mit ihrem Antisemitismus konfrontieren und deren Doppelmoral entlarven. Mühsam und schmerzhaft erkennen die Eltern erst am Ende ihres Lebens ihren Irrtum.
Stil und Erzählweise
Das Buch besteht aus zwanzig Kapiteln mit Titeln wie Hauskonzert, Kirmes, Todestag, die in Sprache und Stil die Sicht des 12-jährigen Ich-Erzählers beschreiben. Durch diese Erzählweise kann Selge einerseits aus kindlich-naiver Sicht die Vorstellungen der Erwachsenen hinterfragen oder seine Eltern durch gezielte Fragen aus der Reserve locken, etwa wenn er im Kapitel Königlicher Musikdirektor den Vater scheinbar harmlos fragt, ob dieser jemals von seinem Vater geschlagen worden sei. Gleichzeitig verfügt der Erzähler aber über ein Reflexionsvermögen, das weit über ein 12-jähriges Kind hinausgeht, etwa indem er diese Frage gleich darauf als „heimtückisch“ einordnet.[1]
Die Kapitel behandeln jeweils eine Episode aus dem Leben des Erzählers und seiner Familie, sind aber weder in chronologischer Ordnung erzählt, noch zeitlich in sich geschlossen. Immer wieder folgt der Leser den Assoziationen und Gedanken des Erzählers, der frühere oder spätere Ereignisse einflicht und so das Geschehen zeitlich erweitert und Zusammenhänge zwischen verschiedenen Handlungen herstellt. Oft werden mehrere zeitliche Handlungsstränge in sich verschränkt erzählt. Die Geschichte wird durchgehend im Präsens erzählt."
Content-Management
Content-Manager müssen pro Tag 600-700 Tickets mit potentiell traumatisierendem Inhalt moderieren. Für jede einzelne Moderationsentscheidung haben sie nur 30-40 Sekunden Zeit.
Sonntag, 5. April 2026
Was hilft gegen zunehmende Unordnung?
Wir leben in einer zentrifugalen Welt: Fragmentierung, Informationsflut und Beschleunigung treiben Systeme auseinander. Gewissheiten lösen sich auf, Kohärenz wird zur knappen Ressource. Die zentrale Frage lautet daher:
Wo finden wir Orientierung, ohne in starre Systeme zurückzufallen?
Ein Modell, das Spannung integriert
Es ist nicht einfach zentripetal im Sinne von Stabilisierung. Vielmehr integriert es bewusst die Spannung zwischen gegensätzlichen Kräften:
- Integration und Differenzierung
- Ordnung und Chaos
- Top-down und Bottom-up
- zentripetale und zentrifugale Dynamiken
Exploration, Offenheit und Veränderung sind keine Störungen – sie sind notwendige Bestandteile.
Der entscheidende Perspektivwechsel
Gerade deshalb entfaltet das Modell seine besondere Wirkung: In einer zentrifugal driftenden Welt wirkt es als zentripetaler Attraktor. Ein Attraktor ist kein fixer Mittelpunkt, sondern ein Zustand, auf den sich Systeme hin ausrichten. Er bietet Orientierung, ohne Bewegung zu verhindern.
Warum das Modell als Attraktor wirkt
Das Modell von Jean-Pol Martin erzeugt ein solches Gravitationsfeld, weil es:
- Lebenserhaltung als übergeordneten Referenzrahmen setzt
- sechs grundlegende Bedürfnisse integriert
- Denken als zentrale Steuerinstanz versteht
- Konzeptualisierung zur Schlüsselkompetenz macht
- Kohärenz als Zielgröße definiert
Dadurch entsteht ein stabiler Bezugspunkt inmitten von Komplexität.
Stabilität ohne Erstarrung
Das Entscheidende ist das Paradox: Das Modell stabilisiert, ohne zu erstarren. Zentrifugale Kräfte werden nicht unterdrückt, sondern produktiv gemacht:
- Exploration erweitert die kognitive Landkarte
- Konzeptualisierung integriert neue Erfahrungen
- daraus entsteht ein dynamischer Regelkreis
Bewegung und Ordnung greifen ineinander.
Bedeutung für Individuum und Gesellschaft
Diese Struktur hat weitreichende Konsequenzen:
- Individuell: Orientierung, Sinn und Handlungskontrolle
- Pädagogisch: aktives, partizipatives Lernen (LdL)
- Gesellschaftlich: Kohärenz ohne Verlust von Vielfalt
- Politisch: Partizipation statt bloßer Steuerung
Das Modell ermöglicht Stabilität unter Bedingungen permanenter Veränderung.
Ein beweglicher Orientierungskern
Vielleicht liegt genau hier seine eigentliche Stärke: Es bietet keinen festen Halt, sondern einen tragfähigen Orientierungskern inmitten von Bewegung. In einer Welt, die zunehmend auseinanderdriftet, könnte genau das entscheidend sein.
Samstag, 4. April 2026
Ein Beispiel für das, was sich Habermas ...
unter einem herrschaftsfreien Diskurs nicht vorgestellt hat.
restriktive Migration ist die dna rechter Politik ,schukldenbremse aufzulösen und Milliarden Neuverschuldung ist schon eher links . die Wissenschaft gibt es nicht und Deutschland hat nur 2% Einfluss . gibt keine einzige rechte Partei ,die verbrennerverbot und co2 Steuer fordert
Uff alter. Ehrlich, mein Beileid.
Wie darf man sich das vorstellen, wirfst du einen Apfel auf den Boden und schreist dann "it's magic"?