Auf gutefrage.net wird gegenwärtig folgende Frage diskutiert:
"Wir haben ja gesellschaftlich, das Wort, für das heute das Z-Wort als Synonym verwendet wird, abgeschafft. Stattdessen die Benennung der Volksgruppen Roma und Sinti (Fontanefan: sieh auch Sinti und Roma etabliert. Oder mehr oder weniger etabliert."
Andere Volksgruppen, die unter dem Begriff des Z-Wortes fielen, wie z. B.
und andere
sind durch die Abschaffung des Z-Wortes in die Unsichtbarkeit gerutscht. Existieren somit gar nicht. Was diskriminierend ist,
Unter den vielen Beiträgen habe ich geschrieben:
Mir geht es darum, dass man gleichzeitig 5 verschiedene Identitäten haben kann: Z.B. 1. Durchlacher, 2. Karlsruher 3.Badener (auch wenn manche auf Badenser bestehen), 4.Baden-Württemberger, 5. Deutscher (Lassen wir Europäer mal weg, weil manche Deutsche andere Deutsche gern in andere europäische Regionen entfernen würden).
5 verschiedene Identitäten, ohne dass er auf auch nur eine davon verzichten müsste. Muss wirklich jede Identität, die man hat, sichtbar sein? Muss die Tatsache, dass irgendein Vorfahr von mir französischer Hugenotte und eine Vorfahrin von mir Jüdin war, unbedingt sichtbar sein? Sollen wir Abzeichen unserer Identität vor uns hertragen wie etwa ein Benutzer der Wikipedia seine 11 Herkünfte (von der Milchstraße beginnend bis Erfurt)? [Ich kritisiere das nicht, sondern finde es geistvoll. Aber es ist ja nicht notwendig, dass jeder das tut.]
Ich denke, es ist wichtig, dass wir stärker unsere Gemeinsamkeiten betonen als unseren Abscheu vor angeblichen Barbaren oder (wechselnden!) Erbfeinden oder gar leibhaftigen Schwarzafrikanern, die man so verachtet, dass ihre Bezeichnung N-Wort genannt werden muss, damit die Benennung ihrer Identität für sie nicht wie eine Beleidigung klingt. (Eine Zeit lang war während der Religionskämpfe kaum jemand verhasster als der Angehörige einer anderen Konfession, sei es evangelisch oder katholisch.)