"Die Welt, mit der wir zu tun haben, ist, wie auch immer, die Summe all dessen, was sich ereignet hat, obgleich wir häufig nicht wissen, was das ist, oder sich herausstellt, daß etwas, von dem wir glaubten, es habe sich so und so abgespielt, sich in Wirklichkeit ganz anders zugetragen hat" (Cees Nooteboom)
Fontanefans Schnipsel
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Freitag, 13. Februar 2026
Mittwoch, 11. Februar 2026
Informationen, die wir bei der Informationsflut meist übergehen
Z.B. dies zur Ukraine
https://finanzmarktwelt.de/ukraine-drohender-staatsbankrott-241019/
https://www.dw.com/de/ukraine-vor-dem-staatsbankrott/a-17450801
Bekanntlich können Menschen auch ihr eigenes Lebenswerk nicht übersehen. Und die KI kann uns nur das liefern, wonach wir fragen. Verstehen kann sie ohnehin nicht.
Das sind natürlich Binsenwahrheiten. Aber einem ganzen Leben in einer Autobiographie Sinn zu geben, erfordert Arbeit, die nicht unbedingt nötig ist, sofern man im Alltag genügend anderes Sinnvolle tun kann.
Zugegeben: Auch Goethe hat (z.B.) mit Dichtung und Wahrheit seinem Leben einen Sinn gegeben, aber er hat auch Faust II geschrieben und so vielen Interpreten und Biographen Stoff geliefert getreu dem Satz "Wenn die Könige bauen, haben die Kärrner zu tun.“ aus den Xenien. Schiller hatte keinen Eckermann und weniger Kärrner-Interpreten.
Das heißt nicht, dass ich für deine Verstehenshilfen nicht dankbar wäre. Ich behaupte nur, dass die KI das nicht besser kann als wir.
Da die KI nicht selber sehen kann, arbeiten im Globalen Süden viele (mag sein, dass eine KI das beziffern kann) in Akkordarbeit, die mit Cent-Bruchteilen entlohnt wird, daran, Gegenstände und Vorgänge in Videos zu benennen. Das ermöglicht, dass sie so programmiert werden kann, dass sie in Alltagssituationen sinnvoll reagieren kann. Auch das ist inzwischen eine Binsenwahrheit, die aber Schüler auch erst einmal aufnehmen müssen, um die menschliche Arbeit, die hinter KI-Leistungen steht, würdigen zu können.
(angeboten von apanat in einem Kommentar zu jeanpol)
Dazu die KI gemini:
Damit eine KI – etwa in einem autonomen Auto oder einem Roboter – Videobilder zur Selbststeuerung nutzen kann, muss sie den zweidimensionalen Pixelstrom in ein dreidimensionales Verständnis der Welt übersetzen. Dieser Prozess wird oft als Computer Vision bezeichnet.
Hier sind die entscheidenden Schritte, wie aus bunten Punkten auf einem Sensor eine Handlungsanweisung wird:
1. Objekterkennung und Klassifizierung
Zuerst muss die KI wissen, was sie sieht. Ein neuronales Netz analysiert jedes Einzelbild (Frame) des Videos.
Bounding Boxes: Die KI zieht Rahmen um erkannte Objekte (z. B. „Fußgänger“, „Stoppschild“, „Baustelle“).
Semantische Segmentierung: Hier geht die KI tiefer und ordnet jedem einzelnen Pixel eine Kategorie zu. So weiß sie genau, wo der „Asphalt“ aufhört und der „Bürgersteig“ beginnt.
2. Tiefenschätzung und 3D-Rekonstruktion
Ein Videobild ist flach, aber Steuerung findet im Raum statt. Die KI muss Distanzen berechnen:
Stereo-Vision: Wenn zwei Kameras vorhanden sind, nutzt die KI die Disparität (den leichten Versatz), ähnlich wie das menschliche Auge.
Structure from Motion (SfM): Bei nur einer Kamera nutzt die KI die Eigenbewegung. Da sich nähere Objekte im Video schneller bewegen als ferne, kann sie eine Tiefenkarte berechnen.
Monokulare Tiefenschätzung: Moderne KIs „raten“ die Tiefe basierend auf Erfahrungswerten (z. B. „Ein Auto dieser Größe muss etwa 20 Meter weit weg sein“).
3. Optischer Fluss (Bewegungsanalyse)
Für die Selbststeuerung ist nicht nur wichtig, wo etwas ist, sondern wohin es sich bewegt. Die KI vergleicht aufeinanderfolgende Bilder, um den optischen Fluss zu berechnen. Dadurch erkennt sie:
Vektoren: In welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit bewegen sich andere Verkehrsteilnehmer?
Time-to-Collision: Wie lange dauert es bei aktueller Geschwindigkeit, bis ein Objekt berührt wird?
4. Sensor-Fusion und Lokalisierung (SLAM)
Das Videobild allein reicht oft nicht aus. Die KI kombiniert die visuellen Daten mit anderen Quellen:
SLAM (Simultaneous Localization and Mapping): Die KI erstellt gleichzeitig eine Karte der Umgebung und verortet sich selbst darin.
Abgleich mit Sensoren: Die visuellen Daten werden mit Radar- oder LiDAR-Daten (Lichtimpulsen) abgeglichen, um Fehler der Kamera (z. B. Blendung durch Sonne) auszugleichen.
5. Die Logikschicht (Pfadplanung)
Am Ende steht die Entscheidung. Die interpretierten Daten fließen in ein Modell, das Wahrscheinlichkeiten berechnet:
„Das Objekt ist ein Kind am Straßenrand. Die Bewegungsvektoren zeigen Richtung Fahrbahn. Wahrscheinlichkeit für Betreten der Fahrbahn: 40 %. Aktion: Geschwindigkeit reduzieren.“
Dienstag, 10. Februar 2026
20 Jahre Freiheitsstrafe für 78-Jährigen Jimmy Lai wegen Meinungsäußerungen
Mit aller Härte geht Peking gegen Kritiker aus Hongkong vor Jimmy Lai wurde am 9. 2.2026 zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Zumindest politisch gleicht das einem Todesurteil. (FR 10.2.2026)
Der jetzt 36-jährige Andy Li, führend bei den Demonstrationen in Hongkong für die Freiheitsrechte der Bürger 2019 wurde wie Jimmy Lai am Jahrestag der ersten großen Demonstration zu über 7 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Er war - vermutlich nach Folter - geständig und Hauptbelastungszeuge gegen Jimmy Lai, was ihm strafmildernd gewertet wurde.
Montag, 9. Februar 2026
Welche Meinung gilt?
1) siceripos (Beitrag bei gutefrage.net) "Beliebte Märchengeschichte in der linksgrünen Blase....
An allem Elend in der dritten Welt ist grundsätzlich der Westen " irgendwie schuld, niemals aber die Menschen in der Region.
Sprich....: wenn man massenweise Kinder in die Welt setzt obwohl man sie nicht ernähren kann ist der Westen schuld....
Wenn man sich gegenseitig abschlachtet weil man zu unterschiedlichen " Stämmen " gehört ist auch der Westen schuld.
Wenn man immer und immer wieder Mitglieder korrupter Clans in politische Führungspositionen wählt, wo sie sich die Taschen vollstopfen und ihr Volk hungern lassen ist ebenfalls der Westen schuld.
Und angeblich wesentlicher Grund für das Elend ist natürlich der Kolonialismus, der schon vor Jahrzehnten beendet wurde. Dass die meisten der Länder die heute in Elend leben zu ihren Zeiten als Kolonie ein besseres Bildungssystem hatten, eine besser funktionierende Infrastruktur und oft auch deutlich friedlichere und rechtsstaatliche Verhältnisse wird völlig ausgeblendet, genauso wie die Tatsache, dass die Kolonien in Asien nach ihrer Entlassung in die Unabhängigkeit es meist in wenigen Jahrzehnten geschafft haben, zum Teil wirtschaftlich und gesellschaftlich zu westlichen Staaten aufzuschließen."
2) Nein, es ist kein Märchen: Die Hauptschuld liegt tatsächlich bei der misslungenen Transformation der vorkolonialen Gesellschaft in eine an die globalisierte Gesellschaft angepasste.
3) Die differenzierte Darstellung von Achebe stimmt: Von beiden Seiten wurden große Fehler gemacht. Und die Schuld liegt nicht allein an den Kolonialmächten.
Freitag, 6. Februar 2026
Naomi Klein
Mittwoch, 4. Februar 2026
Was bedeutet sinophone Diaspora und seit wann gibt es sie in Deutschland?
https://www.bpb.de/themen/asien/china/574511/die-sinophone-diaspora-in-deutschland/
"[...] Der deutsche Sammelbegriff der sinophonen Diaspora
Zur Auflösung der Fußnote[1] bezeichnet eine heterogene Gruppe von Auswanderern/-innen, die vor allem aus der VR China, Hongkong, Macao und Taiwan aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland gekommen sind, sowie deren Nachkommen. „Sinophon“ wird hier als zugehörig zu sinitischen Sprach- und Kulturgemeinschaften verstanden.Zur Auflösung der Fußnote[2] In Deutschland gehören dazu auch Personen mit familiären Bezügen zu ethnisch-chinesischen Gemeinschaften etwa in Chile, Malaysia, Indonesien, Singapur,Zur Auflösung der Fußnote[3] Vietnam, auf den Philippinen, in den USA, Australien oder Kanada. [...]"Montag, 2. Februar 2026
Regine Hildebrandt und ihre Arbeit für Familien in Not
Regine Hildebrandt im Interview mit Günter Gaus
Es gibt mehrere Institutionen und Preise, die das Erbe und die Ziele von Regine Hildebrandt – insbesondere ihren Einsatz für soziale Gerechtigkeit, die Belange Ostdeutschlands und die Unterstützung Bedürftiger – am Leben erhalten.
Hier sind die wichtigsten Organisationen und Initiativen:
1. Stiftung „Hilfe für Familien in Not – Stiftung des Landes Brandenburg“
Diese Stiftung hat eine besonders enge Verbindung zu Regine Hildebrandt, da sie 1992 von ihr selbst (damals als Sozialministerin von Brandenburg) gegründet wurde.
Ziel: Die Stiftung leistet "Hilfe zur Selbsthilfe" für Familien, die unverschuldet in Not geraten sind.
Aktueller Bezug: Die Stiftungsarbeit wird explizit als Fortführung ihres Vermächtnisses verstanden.
2. Der Regine-Hildebrandt-Preis (SPD)
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) verleiht jährlich am 26. November (ihrem Todestag) den Regine-Hildebrandt-Preis.
Fokus: Ausgezeichnet werden Personen oder Projekte, die sich für die soziale Einheit Deutschlands, gegen Rechtsextremismus und für soziale Gerechtigkeit einsetzen.
Preisträger: Zuletzt wurden unter anderem Projekte wie die „Omas gegen Rechts“ oder der VfL Eintracht Hannover für ihr Engagement für Vielfalt und Integration geehrt.
3. Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut (Bielefeld)
Diese Stiftung vergibt ebenfalls einen Preis, der ihren Namen trägt (oft auch als „Stern der Solidarität“ bezeichnet).
Zweck: Würdigung von Engagement gegen Arbeitslosigkeit und Armut.
Besonderheit: Regine Hildebrandt war selbst die erste Preisträgerin dieser Auszeichnung (1997). Heute wird der Preis an Personen wie Hubertus Heil oder Organisationen wie den Caritasverband verliehen.
4. Weitere Institutionen mit ihrem Namen
Ihr Name wird zudem von verschiedenen sozialen Einrichtungen genutzt, um eine Programmatik der Menschlichkeit und Fürsorge auszudrücken:
Regine-Hildebrandt-Programm: Ein Förderprogramm der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem zur Unterstützung promovierter Wissenschaftlerinnen.
Seniorenzentren und Hospize: In Städten wie Bernau gibt es das „Seniorenzentrum Regine Hildebrandt“, und in verschiedenen Regionen tragen Hospize oder Wohnhäuser (z.B. der AWO) ihren Namen, um ihren Einsatz für Würde in allen Lebensphasen zu ehren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass vor allem die SPD und die von ihr gegründete Stiftung „Hilfe für Familien in Not“ die zentralen Akteure sind, die ihre politischen und sozialen Ziele institutionell weiterverfolgen.