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Sonntag, 10. Januar 2016

Es tut mir leid oder es tut mir Leid?

Diese Erläuterung habe ich soeben auf Twitter unter dem Hashtag #estutmirleid #itdoesmepain gefunden.
Dazu passt das neue Heft von chrismon.de: Es tut mir Leid mit einem Artikel zum Täter-Opfer-Ausgleich, S.18ff. Homepage: taeter-opfer-ausgleich.de.
Zu Recht wird gesagt: "Worte wie 'Sorry!' oder 'Gell, passt scho' - das ist zu wenig."

Natürlich passt es in Fällen, wo so ein zufälliger Zusammenstoß erfolgt ist, bei dem offen ist, wer weniger achtsam war. (Mancher sagt auch, wenn er an einen Gegenstand stößt, manchmal "Sorry!", jedenfalls ich.) In Fällen, wo es um mehr geht, braucht es eine aufrichtige (!)  Beschreibung der eigenen Gefühle der Betroffenheit und einen Satz wie "Ich bitte dich, meine Entschuldigung anzunehmen." Wichtig ist, dass das Opfer verstehen kann, was den Täter zu seiner Handlung geführt hat (sieh dazu auch Mediation). Dazu Heidi Heise in Chrismon: "Jemanden zu verstehen heißt ja nicht, damit einverstanden zu sein. Aber es hilft, besser einzuordnen, was einem passiert ist, ..." (S.20)

Eine sehr gute Nummer.
Lesenswert: Interview mit Katharina Hacker, S.24 und andere

Dienstag, 23. Juni 2015

Schlichtung beim KITA-Streik

Schlichtung im Kita-Tarifkonflikt - Streiks ausgesetzt
"Für ver.di schlichtet der Ex-Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg (SPD), für die Arbeitgeber der frühere sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU)."  Schlichter geben sich im Kita-Tarifstreit optimistisch



Lösung im Kita-Streik: Mehr Geld für Erzieher, mehr Personal für die Kitas, SZ 23.6.15

  • Im Tarifstreit der Kita-Erzieherinnen haben die Schlichter eine einvernehmliche Empfehlung abgegeben.
  • Durschnittlich sollen die Gehälter der Erzieherinnen demnach um 3,3 Prozent steigen.
  • Der Bundeskongress "Mehr Qualität in Kitas" fordert derweil unter anderem eine intensivere Ausbildung frühpädagogischer Fachkräfte. [...]
Am Dienstag, dem Tag des Schlichterspruchs, tagte passenderweise in Berlin auch der Bundeskongress "Mehr Qualität in Kitas". 1000 Experten aus Politik, Forschung und Praxis trafen sich mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und forderten unter anderem eine intensivere Ausbildung frühpädagogischer Fachkräfte. Weil der Ausbau so schnell vor sich geht, hapert es an einer ausreichenden Auswahlmöglichkeit und der Qualifizierung des Personals. Als Weiterentwicklung des Bundesprogramms "Schwerpunkt Kitas Sprache und Integration" wird Schwesig nun ein neues Sprachförderungsprogramm für Tagesstätten auflegen, die besonders viele Kinder aus Migrantenfamilien besuchen.
Ein Kind, das viel Fürsorge und Bildungsimpulse erhalte, so die Ministerin, kenne einer Studie zufolge mit drei Jahren schon mehr als doppelt so viele Wörter wie ein Kind mit schlechteren Voraussetzungen. Dies dürfe nicht zum Dauerhindernis auf dem Bildungsweg werden. Erste Studien haben gezeigt, dass sich der Wortschatz der Kinder durch den Einsatz von Sprachexpertinnen positiv entwickelt. Davon profitierten auch deutsche Kinder mit Sprachproblemen. Von2016 bis 2019 stehen nun 400 Millionen Euro zur Verfügung. Wie die Sprachförderung aussehen könnte, sagte die Ministerin auch. Nebenbei müsse das laufen, in Alltagssituationen wie dem Tischdecken mit allen Kindern.