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Freitag, 23. September 2016

Diese Reise hat uns verändert

Das hat uns verändert ZEIT online
Von Samy Deluxe, Anton Hofreiter, Judith Holofernes, Chris Dercon, Sandra Maischberger, Max Hollein, Robert Stadlober, Katharina Wackernagel und Margot Käßmann

daraus:
"Ich knipste die Taschenlampe an, leuchtete in die Dunkelheit. Und sah nicht einen Fleck, an dem sich nichts bewegt hätte. Ich hatte nur Schlappen an, bei jedem Schritt knirschte es unter den Sohlen. Ich wagte nicht, mich an einem Baum festzuhalten, weil ich ja nicht wusste, was da alles krabbelte. Nie hätte ich gedacht, dass die Natur mich so ängstigen kann. Und zugleich war ich von ihr fasziniert: Diese schiere Lust am Erschaffen zu erleben, das war für mich ein überirdischer Moment."

"Vor den Trümmern standen zwei junge Frauen und ein älterer Mann, versunken wie in eine Art Gebet. Ein Moment der Stille in dieser tosenden Stadt. Ich wurde selber ganz ruhig und dachte nach: darüber, dass wir mitverantwortlich sind für all die Toten."

"Ein Mädchen stellte sich vor mich hin und sang: We shall overcome. Ich hatte Tränen in den Augen. Gleichzeitig merkte ich, dass es eben schlicht Kinder waren, die scherzten und lachten, Kinder, die eine Zukunft wollen. Der Platz und diese Kinder – sie haben mich mehr beeindruckt als alles, was ich auf dieser Asienreise sonst noch sah."

Wo spielt was, wer hat es verfasst?

Freitag, 26. August 2016

Was man gern schon früher gewusst hätte

Heute glaube ich, dass es darauf ankommt, Menschen und Orte zu finden, die einem guttun. Es gibt Leute, die fühlen sich in einem Club zu Hause, während andere dort bloß in der Ecke stehen. Kein Problem, dafür leben sie eben bei einem Abend mit Freunden auf. Und genauso wirkt man mit manchen Menschen langweilig und klein, mit anderen interessant und lustig. Jeder hat seine Stärken, und jeder hat seine Fehler.
Mit 15 hatte ich auch das Gefühl, alles würde für immer so bleiben. Ich würde immer schüchtern sein, immer vor mich hin träumen und nie im Ausland leben, weil ich so etwas eben nicht könnte. Ich hatte keine Ahnung, wie sehr man sich im Laufe eines Lebens ändern kann. Dass man mit 30 über diese Vorstellungen lächelt, dass nichts für immer ist, sondern dass man schlechte Erlebnisse und auch störende Eigenschaften überwinden kann. (Ich sehe was, was du nicht siehst)