Die im Schlauchboot oder die auf der Titanic?
Unbedingt die auf der Titanic, denn sie können uns Mitgefühl mit denen im Schlauchboot lehren und wo möglich sogar mit denen, die auf dem Weg durch die Sahara um ihr Leben kämpfen und auf die oft Folter wartet.
Ulrike Gastmann versteht es, im Artikel "Schiffbruch" Mitgefühl mit beiden zu wecken. Deshalb liebe ich ihre Kolumne "Ruf des Ostens" in der ZEIT. Sie fühlt sich stellvertretend für uns in Situationen ein, die wir nicht kennen.
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Donnerstag, 2. August 2018
Wer verdient unser Mitgefühl?
Samstag, 19. Januar 2013
Titanicsyndrom: Weshalb wir drohende Gefahren nicht wahrhaben wollen.
Denn wir Menschen neigen immer wieder zu der Vermeidungsstrategie, dass wir etwas, was uns zwingen würde, vorhandene Bequemlichkeiten aufzugeben, einfach nicht wahrnehmen. ("Es darf doch einfach nicht wahr sein, dass ich meinen Lebensstil ändern muss!")
Ein extremes Beispiel einer solchen Reaktion berichtet Arthur Koestler aus dem Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939). Einige Sozialisten hören davon, dass Falangisten sich ihrem Versteck nähern und beschließen zu fliehen. Aber als sie sehen, dass draußen ein schweres Gewitter tobt, bleiben sie doch im Haus.
Sie wurden alle von den Falangisten getötet.
Offenbar können wir uns nur sehr schwer zu Änderungen entschließen, so lange es uns gut geht.
Ein extremes Beispiel einer solchen Reaktion berichtet Arthur Koestler aus dem Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939). Einige Sozialisten hören davon, dass Falangisten sich ihrem Versteck nähern und beschließen zu fliehen. Aber als sie sehen, dass draußen ein schweres Gewitter tobt, bleiben sie doch im Haus.
Sie wurden alle von den Falangisten getötet.
Offenbar können wir uns nur sehr schwer zu Änderungen entschließen, so lange es uns gut geht.
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