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Samstag, 4. Januar 2020

CO2-Einsparung durch bessere Lkw-Logistik?

"Viele Lastwagen fahren mit halber Ladung. Ein Logistik-Start-up will das ändern: Carrypicker belädt Lkw mithilfe eines Algorithmus - und kämpft so gegen verstopfte Autobahnen und CO2 [...]
Im Durchschnitt ist jeder von ihnen nur zu 70 Prozent gefüllt. Unter den Planen ist also im wahrsten Sinne des Wortes noch ziemlich viel Luft nach oben. Luft, die Andreas Karanas füllen will. Der Hamburger hat das Logistik-Start-up Carrypicker gegründet und will mithilfe von künstlicher Intelligenz die Logistikbranche aufmischen.
Auf Grundlage von rund 300 Millionen historischen Transportdaten hat sein fast 30-köpfiges Team einen Algorithmus zusammengebaut, der künftig die Planung und Koordination von Transporten effizienter machen soll. Karanas ist überzeugt: Würde seine Software flächendeckend zum Einsatz kommen, könnte die Auslastung der Transporter auf zunächst 80 Prozent erhöht werden, später sogar noch mehr. Das würde nicht nur niedrigere Preise für die Kunden bedeuten, sondern vor allem: weniger Fahrten, weniger Benzin, weniger CO2. [...] Wenn Carrypicker in Zukunft dafür sorgt, dass weniger Lkw auf den Autobahnen unterwegs sein müssen, könnte der Hamburger damit übrigens zuallererst bei seiner eigenen Tochter punkten: Die geht freitags immer für mehr Klimaschutz auf die Straße – bei Fridays for Future."
(FR 3.1.2020)

Montag, 16. Januar 2017

Lang-Lkws passen nicht in Notspur im Tunnel

Mit bis zu 25,25 m Länge passen die EuroCombis auch nicht in die Parkplätze auf den Autobahnen und schon gar nicht auf Eisenbahnwaggons.
Sie könnten aber - bei bis zu 60 t Gesamtgewicht - Güterverkehr von der Schiene abziehen. Andererseits dürften sie zu mehr Staus auf Autobahnen führen. "Defekter Lkw auf der rechten Spur" hört man schon heute ständig in Staumeldungen.
Minister Dobrindt will sie aber trotz Widerspruch aus dem Bundeskabinett auf die Straße bringen.


Dienstag, 10. Juni 2014

Kann das Europäische Parlament das Diktat der Lkwbauerlobby überwinden?

 "Die Minister haben eine sehr industriefreundliche Entscheidung getroffen", kritisiert Markus Ferber, Verkehrsexperte der CSU im Europaparlament. "Statt auf Sicherheit und Umwelt zu achten, haben sie den Zeitplan an die Produktionszyklen von Renault, Peugeot und Volvo angepasst." Der SPD-Mann Ismail Ergut nennt die Verzögerung "schier verantwortungslos": "Ein größeres Sichtfeld verkleinert den toten Winkel des Fahrers und senkt das Unfallrisiko bei Abbiegevorgängen erheblich." Und auch Verkehrskommissar Kallas ist enttäuscht: "Es gibt keinen Grund, die Gesellschaft fast ein Jahrzehnt lang auf sauberere und sicherere Lastwagen warten zu lassen. Ich hoffe, dass wir mit der Hilfe des Europaparlaments jede Verzögerung beseitigen." (Spiegel online 10.6.14)
Der Ministerrat der EU hat einen Kotau vor der Industrielobby gemacht, weil Frankreich und Schweden ihren nationalen Unternehmen helfen wollen. Das Parlament hätte eine Chance, hunderte von Menschneleben zu retten ... (mehr)