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Samstag, 4. Januar 2025

Weshalb Michelle Obama nicht für die US-Präsidentschaft kandidiert hat

  Sie kennt ihren Mann vermutlich ziemlich gut und hat ihn wohl auch deshalb so lieb gewonnen, weil er sich für allgemeine Interessen und für Benachteiligte eingesetzt hat. Andererseits hat sie gesehen, dass er trotz seiner politischen Begabung weit hinter den Zielen zurückgeblieben ist, die er sich gesetzt hat.

Eins seiner Ziele war ja durchaus, die Frontstellung zwischen Republikanern und Demokraten abzubauen. Inzwischen ist dank Trump das Gegenteil passiert. Wie sollte sie - deren gute Intentionen ein sehr großer Teil der Bevölkerung gewiss schätzt - bei weit geringerer Erfahrung angesichts der verfahrenen Lage mehr Erfolg haben?

Außerdem sind für Kinder, deren Eltern 8 Jahre lang durch einen anspruchsvollen Job des Vaters und Repräsentationspflichten und Engagement der Mutter für Frauen- und Kinderrechte nur mit verminderter Kraft Eltern sein konnten, gerade aus ihrer Sicht - vgl. auch ihre Bücher - die Eltern und nicht zuletzt die Mutter besonders verantwortlich. Nelson Mandela konnte im Zuchthaus nicht viel für seine Kinder tun, er musste all seine Kraft für den politischen Wandel einsetzen. Was in der Familie schief lief, konnte er aus dem Zuchthaus heraus nicht ändern. Nach dem Ende der 2. Amtszeit waren beide Eltern frei und konnten versuchen, ihre Versäumnisse an den ihnen Nächststehenden so weit als möglich gut zu machen.

Außerdem: Hätte Michelle Obama die Tötung Osama Bin Ladens oder umfangreiche militärische "Spezialoperationen" befehlen wollen?

Sonntag, 1. August 2021

Wie viele Geburtstagsgeschenke zu Obamas 60. Geburtstag am 4.8.?

I’m asking you, friend, to help us celebrate Barack’s 60th birthday by chipping in $6 or $60 to help bring the Obama Presidential Center to life and support the young leaders it will empower.


Or you can simply tell us how you’ve spent 60 minutes—maybe even just 60 seconds—giving back to your community over the last year and a half.

Maybe you lent a hand to a neighbor in need. Maybe you helped your favorite local business stay open through pandemic closures. Maybe you took action to keep your communities safe and healthy. Big or small, I know Barack would love to hear from you. 

So I hope you’ll help make his 60th birthday one he’ll never forget.

For as long as I’ve known him, Barack has always loved hearing about the good work folks are doing to make a positive impact—and, some things never change. In this case, that’s a very good thing."

—Michelle

Samstag, 6. März 2021

Mitschrift eines Interviews mit Obama

 Obama im Interview über Literatur und anderes:

Literatur hat die Macht, Verbindungen zwischen Menschen zu stiften, sich selbst zu verstehen und andere anzuerkennen.
Man wird zum Symbol, wenn man im Rampenlicht steht.

Seine Erfahrung: Schreiben ist schwer. "Mein letztes Buch war zehn Jahre her." Es ermöglicht Abstand vom eigenen Handeln. Er hat erkannt, dass der Widerstreit, der jetzt die USA auseinanderzutreiben droht, schon 2007 erkennbar war

Rolle der Kunst: Wenn man in der Politik ständig Entscheidungen aufgrund von bloßen Wahrscheinlichkeit zu treffen hat, dann hilft es, Entscheidungen nach Werten und Empathie treffen, die man aus der Begegnung mit Kunst entwickelt hat.

Schon als junger Mann hat Obama eine Kurzgeschichte geschrieben.

Frage: Welche Bedeutung hat für Sie ein Narrativ?
Jeder politische Führer ist Erzähler. Mein Narrativ war: Wie kann die Welt in Zukunft gerechter werden? Wie können Gleichheit und Teilhabe erreicht werden?  Bei Trump war es ein Blick zurück.  

Vorteil als Präsident: Ich konnte all die Persönlichkeiten treffen, die ich bewundere. Beispiel Bob Dylan

Bereitschaft der Deutschen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Dafür ist Angela Merkel ein Symbol.
Warnung: Wenn man nicht ständig an den Holocaust und andere Fehlentwicklungen erinnert, könnten sie vergessen werden.

Meine Töchter wurden Leserinnen, weil ich Ihnen vorgelesen habe.

Die Hunde Bob und Fanny waren unsere besten Botschafter.

Mittwoch, 11. März 2020

Links

Lars Fischer: Risikomanagement in der Covid-19-Pandemie


Yoani María Sánchez (erste unzensierte kubanische Bloggerin)

Ihre online-Zeitung 14Ymedio.com

Bloggerin Yoani Sánchez kann Land verlassen heise.de 18.02.2013


Das dritte Buch von Obama:
Von euch will ich singen: Ein Brief an meine Töchter (Wikipedia)

Hintergründe zur Entstehung des Buches 
"Den Buchvertrag hatte Obama Ende 2004 abgeschlossen, nachdem er auf dem Parteitag der Demokraten im Sommer eine viel beachtete Rede gehalten hatte, die ihm nationale Bekanntheit verschaffte, und im November zum Senator von Illinois gewählt worden war. Es ging um drei Titel: Erstens wurde „Dreams from My Father“ neu aufgelegt; die Autobiografie von 1995 ist eine Abrechnung mit dem Vater aus Afrika, der die Familie verlassen hatte, als Barack zwei Jahre alt war, und die Beschreibung eines schmerzensreichen Wegs zur eigenen Identität als halb schwarzer, halb weißer junger Mann in den USA; 1995 hatte das Buch wenig Beachtung gefunden. Zweitens versprach er das Kinderbuch. Drittens schrieb er „The Audacity of Hope“, ein Manifest seiner politischen Überzeugungen, das 2006 erschien und zur programmatischen Grundlage seiner Präsidentschaftskandidatur wurde.
Für das Paket erhielt er einen großzügigen Vorschuss, der ausreichte, um eine Villa im Universitätsviertel von Chicago für 1,65 Millionen Dollar zu kaufen. Damals war von 1,67 Millionen Dollar die Rede. Heute schreiben US-Medien, es seien 1,9 Millionen Dollar gewesen. Im Rückblick ist die Differenz unerheblich. Die weltweiten Tantiemen der beiden Bestseller, die in viele Sprachen übersetzt wurden, haben den Vorschuss längst weit überschritten und die Obamas zu Multimillionären gemacht" (Tagesspiegel 16.11.2010)

Freitag, 24. Februar 2017

Mail von der Obama Foundation

"[...] In his Farewell Address as President, Barack Obama made this request of us: "I'm asking you to believe. Not in my ability to make change, but in yours."

This faith in each of our capacity to make a difference in our world has been the guiding principle of President and Mrs. Obama's two decades in public service. [...]

That's exactly why we have asked you to add your voice, to tell us what good citizenship means to you and what you want this Foundation to be.

We asked, and you answered.

We've received hundreds of thousands of your ideas, photos, stories of citizenship, and suggestions for working together on building this Foundation. And we want you to keep them coming!

Here's one inspiring example of what you've sent along:
"Being a great citizen is about showing up, standing up, and speaking up when change needs to happen!"

Dienstag, 7. Februar 2017

"Obama mag mich" (Trumpiana 2)

Der neue US-Präsident glaubt nicht, dass sein Vorgänger schlecht über ihn denke. Auch seine Antrittsrede sei ein voller Erfolg gewesen, sagte Donald Trump im zweiten Teil eines "Fox"-Interviews.
Trump will nicht ernst genommen werden, damit er mit seinen Plänen Ernst machen kann.

Hitler wollte, dass man seine Lügen glaubte, Trump will, dass seine Gegner ihm nichts glauben und dass seinen Anhängern egal ist, ob er lügt oder nicht.

Freitag, 20. Januar 2017

Eine Welt mit sich tragen

"And so the idea of having these worlds that were portable, that were yours, that you could enter into, was appealing to me." 
Obama über die Rolle von Büchern in seinem Leben, New York Times 
Ausschnitte aus dem Interview, Bericht über das Gespräch 15.1.2017)

[...] V. S. Naipaul’s novel “A Bend in the River,” Mr. Obama recalls, “starts with the line ‘The world is what it is; men who are nothing, who allow themselves to become nothing, have no place in it.’ And I always think about that line and I think about his novels when I’m thinking about the hardness of the world sometimes, particularly in foreign policy, and I resist and fight against sometimes that very cynical, more realistic view of the world. And yet, there are times where it feels as if that may be true.” [...]

He points out, for instance, that the fiction of Junot Díaz and Jhumpa Lahiri speaks “to a very particular contemporary immigration experience,” but at the same time tell stories about “longing for this better place but also feeling displaced” — a theme central to much of American literature, and not unlike books by Philip Roth and Saul Bellow that are “steeped with this sense of being an outsider, longing to get in, not sure what you’re giving up.”[...]

He had lunch last week with five novelists he admires — Dave Eggers, Mr. Whitehead, Zadie Smith, Mr. Díaz and Barbara Kingsolver. He not only talked with them about the political and media landscape, but also talked shop, asking how their book tours were going and remarking that he likes to write first drafts, long hand, on yellow legal pads. [...]
(Bericht)

It’s what you said in your farewell address about Atticus Finch, where you said people are so isolated in their little bubbles. Fiction can leap —

It bridges them. I struck up a friendship with [the novelist] Marilynne Robinson, who has become a good friend. And we’ve become sort of pen pals. I started reading her in Iowa, where “Gilead” and some of her best novels are set. And I loved her writing in part because I saw those people every day. And the interior life she was describing that connected them — the people I was shaking hands with and making speeches to — it connected them with my grandparents, who were from Kansas and ended up journeying all the way to Hawaii, but whose foundation had been set in a very similar setting. [...]
Because when I got there, the guy who had hired me said that the thing that brings people together to have the courage to take action on behalf of their lives is not just that they care about the same issue, it’s that they have shared stories. And he told me that if you learn how to listen to people’s stories and can find what’s sacred in other people’s stories, then you’ll be able to forge a relationship that lasts. [...]
Ausschnitte aus dem Interview

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Guantánamo darf nicht Trumps Folterparadies werden

So lange ich es vermeiden kann, verwende ich kein Facebook. Deshalb vertraue ich darauf, dass Amnesty mich nicht wegen Urheberrechtsverletzung belangen wird, wenn ich Wort und Bild hier weitergebe statt bei Facebook:

This picture is worth a thousand words: The Statue of Liberty in chains, like a prisoner at Guantánamo.

It's a shocking symbol of the future we are fighting to prevent: Instead of closing, Guantánamo grows. This is a nightmare where justice and fairness—the best ideals of this country—are lost.

We can't let this happen. Help us send this urgent plea to President Obama: Don't Leave Guantánamo to President-elect Trump. Click here share this powerful image on Facebook.

President Obama has 28 days left to make good on a promise he made eight years ago: To shutter Guantánamo. There are still 59 people there, nearly all held without charge for more than a decade.

President-elect Trump has promised to "load [Guantánamo] up" 1with more people and "absolutely authorize something beyond waterboarding." 2

We can't afford the risk that Trump could use Guantánamo for large-scale torture, or to threaten his critics.

Share this message on Facebook now.

This beautiful, haunting image — by artist Patryk Hardziej — is a reminder of what we stand to lose if President Obama hands Guantánamo to President-elect Trump. Words cannot capture what's at stake right now, but this image does.

Click here to help us spread this image and reach President Obama with this urgent plea: Act now to close Guantánamo, before it is too late.

Sincerely,
Naureen Shah
Director, Security with Human Rights
Amnesty International USA

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Mail an Obama mit der Aufforderung, Edward Snowden zu begnadigen

Dear President Obama,

I urge you to grant a presidential pardon to Edward Snowden as a whistle-blower who spoke out to defend our human rights.

When he shared US intelligence documents with journalists, Edward revealed how governments were scooping up our personal data, including phone calls, emails and much more. His actions sparked a global debate and movement to protect our privacy online. Yet he’s forced to live in exile and faces decades in prison.

President Obama, you yourself have said that the debate he triggered on surveillance “will make us stronger.” Edward Snowden is a human rights hero. Please treat him like one.

Sincerely,

Walter Böhme

Diese Mail habe ich heute geschrieben.

Hinweise zum Schreiben Appellen an Regierungsoffizielle für 12 schwerwiegende Fälle. (Englisch)

Montag, 7. März 2016

Obama als Vorbild für Trump und Merkel als Vorbild für Petry?

Felix Stephan glaubt das nachweisen zu können.

Die Untersuchungen, die er zitiert, sind ja gar nicht schlecht, nur die Schlüsse, die er daraus zu ziehen sucht, passen leider nicht zu den Untersuchungsergebnissen.
Die Leserkommentatoren stört das nicht, denn man nimmt ja nur wahr, was der eigenen Meinung entspricht.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Nachrichten aus dem neuen Jahr 2016 und wie sie auf Twitter kommentiert wurden

Obamas Delivery State of the Union Address vom 12.1.2016
Tweets zu #SOTU

Le Monde - Frankreich
Obama konnte Menschen nicht mitreißen 
US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag seine letzte Rede zur Lage der Nation gehalten. Obwohl er einiges erreicht hat, verbreitet Obama den Eindruck von Unzufriedenheit und Unvollendetem, beobachtet die linksliberale Tageszeitung Le Monde und erklärt den Auslöser dafür: "Genau genommen kommt dies von seinen Stärken. Wie David Ignatius von der Washington Post sagt, bemüht sich Obama in einer unruhigen Zeit, mit Vernunft zu regieren. Nicht mit Slogans, unhaltbaren Versprechen oder zwar absurden, aber beruhigenden 'Man bräuchte nur'-Phrasen. Er ist der Anti-Donald-Trump, der Anti-Marine-Le-Pen. Statt protestierender Einfachheit und radikalen Lösungen zieht er den Kompromiss vor, den Sauerstoff der Demokratie. Das gereicht ihm zur Ehre. Was ihm jedoch gefehlt hat, ist das Talent, mitzureißen, klare und harte Äußerungen in gewissen Momenten und die Kunst des Politikgeschachers, um in angstvollen Zeiten die Ideen eines weisen Mannes in Tatsachen zu verwandeln." (13.01.2016) 

Sexuelle Belästigung: Die neuen Fakten zur Silvesternacht in Köln Spiegel online, 6.1.16
Angriffe in Kölner Innenstadt: Unbekannte verletzen mehrere Ausländer Spiegel online 11.1.16
Bundesrichter Thomas Fischer zur Berichterstattung über die Silvesternacht in Köln, ZEIT online 12.1.16
"Die Hamburger Morgenpost zeigt ein Mädchen, blond, hilflos: "Sie zerissen mir den Slip." Sie hält tatsächlich ihren Spitzenslip in die Kamera. [...] So macht man Frauen zu Objekten, zu Opfern - und alle Fremden zu Tätern.
Schon sind die, die wir doch annehmen wollten, zu Bösen geworden. Wir haben der Integration noch nicht einmal eine Chance gegeben. Beim ersten Wind knicken wir um. Angst ist rasant. Vernunft ist langsam und unbequem. [...]
Werde ich ängstlicher sein? Bestimmt. Die Angst bleibt. Das ist aber kein Grund, sich von ihr beherrschen zu lassen." (Malin Schulz: Mein Silvester, ZEIT Nr.3 14.1.16)

The Times - Großbritannien
Frauenfeindschaft keine Eigenart des Islam 
Die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln durch Migranten sind weniger auf deren religiöse als auf deren kulturelle Prägung zurückzuführen, analysiert die konservative Tageszeitung The Times, die dennoch null Toleranz bei Frauenfeindlichkeit fordert: "Sicher weisen viele Ausprägungen des Islam Frauen eine minderwertige Rolle zu. Doch das Gleiche trifft etwa auf das orthodoxe Judentum zu. Die Leser werden sich zudem an die schrecklichen jüngsten Fälle von Massenvergewaltigungen in Indien erinnern. Es ist weniger ein Problem bestimmter Weltreligionen als ein Merkmal hinterher hinkender, frauenfeindlicher Kulturen. ... Kulturen, die eine Minderwertigkeit von Frauen lehren, sind selbst unter dem scheinheiligen Deckmantel, Frauen zu 'schützen' oder 'wertzuschätzen', minderwertigere Kulturen. In dieser Hinsicht müssen sich die Betroffenen assimilieren, wenn sie in unseren Ländern sind." (13.01.2016) 
Tweets zu #KölnHbf

Bis zu 700 Missbrauchsopfer bei Regensburger Domspatzen, SZ 8.1.16
Tweets zu #Domspatzen


Vorläufig ohne Tweets:
http://www.sueddeutsche.de/reise/anschlag-was-das-attentat-in-istanbul-fuer-das-reiseland-tuerkei-bedeutet-1.2815292

Dienstag, 12. Januar 2016

Joe Biden

Seven years ago, I remember sitting behind President Obama when he delivered his first-ever address before a joint session of Congress.
Our economy was in crisis -- on the cusp of depression.
Tonight, I’ll be sitting behind him as he delivers his final one, knowing that our economy is back.
Seven years later, I couldn’t be more optimistic about America. On virtually every measure, we are better positioned to lead the world in the 21st century.
More made-in-the-USA products are in more markets around the world than ever before. Our businesses have been adding hundreds of thousands of jobs each month -- for a record 70 consecutive months. Last year, American automakers sold more cars and trucks than ever before. And millions of Americans know the peace of mind and security of affordable health care.
It’s not because of Barack Obama and Joe Biden.
It is, quite simply, because of you. Your hard work. Your grit.
And here’s what I want you to know ahead of tonight’s address: We’re not slowing down.
That’s because, when it comes to making sure every single American has access to real opportunity, our work is never done.[...]  <info@mail.whitehouse.gov>

Freitag, 2. Oktober 2015

Ist die BILD-Zeitung eine Art Friedensforschungsinstitut?

Die Schlagzeile "BILD schlägt Merkel für den Friedensnobelpreis vor." könnte so etwas vermuten lassen; denn laut Wikipedia hat das Vorschlagsrecht für den Nobelpreis "Grundsätzlich frühere Preisträger der jeweiligen Kategorie". Wenn BILD den bekommen hätte, hätten wir schon etwas darüber gehört.
Weiter heißt es in der Wikipedia: "Vorschläge für den Friedensnobelpreis kann jedes Mitglied eines nationalen Parlaments oder einer Regierung sowie eines internationalen Gerichts machen, außerdem Professoren der Fachrichtungen Sozialwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Recht und Theologie sowie die Leiter von Friedensforschungsinstituten und ähnlichen Organisationen."

Der Tagesspiegel titelt etwas weniger überraschend: Entscheidung am kommenden Freitag: Kanzlerin Merkel unter Favoriten für Friedensnobelpreis. Weiter unten heißt es dann:
"Insgesamt verzeichnete das Nobelkomitee in diesem Jahr 276 Nominierungen, zwei weniger als 2014. Die Kandidatenliste ist streng geheim, trotzdem gibt es jedes Jahr eifrige Spekulationen über die Entscheidung des Nobelkomitees. Als weitere aussichtsreiche Anwärter gelten diesmal die kolumbianische Regierung und die linken Farc-Rebellen, die nach jahrzehntelangen Kämpfen Friedensverhandlungen führen, und die russische Oppositionszeitung "Nowaja Gaseta"."
 Offenbar hat hier also jemand eine Schlagzeile nach der Methode "Polizist beißt Hund" gebastelt.

Mir aber ermöglicht diese Schlagzeile einen schönen Traum.
Seehofers Kritik ist Merkel so auf die Nerven gefallen, dass sie ihre Spezis Putin und Obama dazu überredet hat, sich über die Assad-Frage zu einigen und den syrischen Bürgerkrieg zu beenden. Die Flüchtlinge sind in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt und jeden Freitag finden in Dresden große Demonstrationen von Pegida und den Arbeitgeberverbänden statt, in denen ein Einwanderungsgesetz gefordert wird unter der Devise "Muslime kommt wieder! Der Islam gehört zu Deutschland."
Klar, dass Obama dann längst Merkel für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hätte.

Mittwoch, 5. August 2015

Obama verkündet Klimaschutz-Maßnahmen

Obama verkündet Klimaschutz-Maßnahmen 
US-Kraftwerke sollen nach dem Willen von Präsident Barack Obama bis 2030 ihren Schadstoffausstoß um knapp ein Drittel im Vergleich zu 2005 reduzieren. Obamas revolutionäre Pläne verleihen der anstehendenKlimakonferenz in Paris neues Gewicht, meinen einige Kommentatoren. Andere fürchten, dass das Vorhaben hunderttausende Arbeitsplätze kosten wird. 


La Repubblica - Italien
Rückenwind für Klimakonferenz in Paris 
Der Vorstoß von US-Präsident Barack Obama verleiht der Weltklimakonferenz in Paris neues Gewicht, freut sich die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Wie (fast) alle Präsidenten in ihrer zweiten Amtszeit, sorgt sich Obama um sein politisches Erbe. In den ersten vier Jahren hat er den USA eine Gesundheitsreform geschenkt, die eigentlich unerreichbar schien. ... Nun will er den Umweltschutz zu seinem zweiten Erbe machen und allein das ist schon eine starke politische Botschaft. Mit seinem nationalen Kampf gegen den Klimawandel macht Obama auch unweigerlich den Weltklimaschutz zu seiner Sache und somit ebenfalls die Konferenz von Paris. Auch die Wortwahl der Ankündigung offenbart Obamas Willen, die Führungsrolle innerhalb der weltweiten Klima-Initiativen zu übernehmen. Vom Erfolg der Pariser Konferenz hängt der historische Erfolg oder Misserfolg Obamas ab. Das war so nicht absehbar." (04.08.2015) 

Sonntag, 10. Mai 2015

Obama: Politische Führer werden keine Risiken eingehen, solange ...

"Als Politiker kann ich Ihnen eines versichern: Politische Führer werden keine Risiken eingehen, solange die Menschen dies nicht von ihnen verlangen." (Barack Obama laut  SZ, 5.10.13)

"... jede echte Hoffnung in dieser Krise wird von unten kommen müssen." (Naomi Klein: Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima)

Kleins Statement im Kontext:
 In meinem letzten Buch Die Schock-Strategie habe ich dargelegt, dass im Laufe der vergangenen vier Jahrzehnte Kon­zerninteressen systematisch die unterschiedlichsten Krisen ausgenutzt haben, um eine Politik durchzusetzen, die eine kleine Elite reicher macht - durch Deregulierungen, die Kürzung der Sozialausgaben und mittels groß­flächiger Privatisierungen im öffentlichen Sektor. Krisen dienten auch als Vorwand für radikale Beschneidungen der Bürgerrechte und alarmierende Menschenrechtsverletzungen.
Vieles deutet darauf hin, dass der Klimawandel in dieser Hinsicht keine Ausnahme darstellen wird, dass auch diese Krise dazu benutzt wird, dem einen Prozent noch mehr Ressourcen zuzuschieben, anstatt Lösungen in Gang zu bringen, die eine echte Chance darauf bieten, eine Erderwärmung von desaströsem Ausmaß zu verhindern [...] Damit Oppositionsbewegungen nicht nur ein Strohfeuer bleiben, brauchen sie eine umfassende Vision dessen, was an die Stelle unseres scheiternden Sys­tems treten soll, und tragfähige politische Strategien für die Durchsetzung dieser Ziele." (S.19) [...]
Tatsächlich hat die internationale Organisation, die mit der Aufgabe be­traut wurde, ein 'gefährliches' Ausmaß des Klimawandels zu verhindern, in ihrem über zwanzigjährigen Bestehen (und in über neunzig offiziellen Verhandlungssitzungen seit Verabschiedung der Klimakonvention von 1992) nicht nur keine Fortschritte erzielt, sondern einen quasi ununter­brochenen Prozess von Rückschritten zu verzeichnen. Unsere Regierungen haben Jahre damit verschwendet, Zahlen zu frisieren und über Starttermi­ne zu zanken, und ständig versucht, sie hinauszuzögern wie Studenten ihre Studienarbeiten." (S.21)
"Das ist die Stimmungslage seit dem Scheitern des im Vorfeld hochge­lobten UN-Klimagipfels 2009 in Kopenhagen. Am letzten Abend dieser riesigen Veranstaltung befand ich mich bei einer Gruppe von Klimage­rechtigkeitsaktivisten, darunter einer der prominentesten Campaigner in Großbritannien. Während des gesamten Gipfels strotzte der junge Mann vor Zuversicht und Gelassenheit, informierte jeden Tag Dutzende Jour­nalisten darüber, was in den jeweiligen Verhandlungsrunden herausge­kommen war und was die verschiedenen Emissionsziele in der Realität bedeuteten. Trotz der Herausforderungen war sein Optimismus über die Aussichten des Gipfels ungebrochen. Als dann alles vorbei war und das jämmerliche Ergebnis feststand, fiel er vor unseren Augen in sich zusam­men. In einem grell beleuchteten italienischen Lokal brach er in hem­mungsloses Schluchzen aus. »Ich hatte wirklich gedacht, Obama hat es kapiert«, sagte er wieder und wieder.
Diesen Abend habe ich als den Moment in Erinnerung, als die Klima­bewegung erwachsen wurde: Es war der Moment, als uns allen wirklich bewusst wurde, dass niemand zu unserer Rettung kommen würde. [...] Es ist tatsächlich so, dass wir ganz auf uns allein gestellt sind, und jede echte Hoffnung in dieser Krise wird von unten kommen müssen." (S.22)

Dienstag, 1. Mai 2012

Trotz aller Zwänge ...

in denen wir alle stecken:

"Durch sein Handeln hat Nelson Mandela gezeigt, dass wir die Welt nicht akzeptieren müssen, wie sie ist, sondern dass wir durch unser Handeln unseren Teil dazu beitragen können, dass sie wird, wie sie sein sollte."
(Barack Obama - von mir mitgeschrieben, vielleicht nicht wörtlich, aber ohnehin nur eine Übersetzung)

Als amerikanischer Präsident und als Zuchthäusler hat man sicher noch weniger Handlungsfreiheit als unsereiner. Aber es kommt darauf an, trotzdem nicht aufzugeben!
Ich wünsche euch allen viel Erfolg dabei.