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Sonntag, 11. April 2021

HANS KÜNG

Hans Küng

LINK ZUR TRAUERFEIER Fr. 16.4. 12:30 Übertragung im Netz.

 https://uni-tuebingen.de/universitaet/campusleben/veranstaltungen/trauerfeier-fuer-hans-kueng/

Das Video wird nach der Trauerfeier in der Mediathek des SWR bereitgestellt und wird bis zum 16. April 2022 abrufbar sein.

Dienstag, 9. Mai 2017

Hans Küng: Glücklich sterben

Hans Küng: Glücklich sterben (Rezensionen bei Perlentaucher)

"Vor allem wenn Küng als Mensch mit Ängsten und kirchenkritischer Theologe argumentiert, aus der Überzeugung heraus, dass der Tod nicht das Ende ist und Sterbehilfe eigentlich Lebenshilfe", ist Matthias Drobinski (von der Süddeutschen Zeitung) "beeindruckt".

""Gerade weil ich an ein ewiges Leben glaube, darf ich, wenn es an der Zeit ist, in eigener Verantwortung über Zeitpunkt und Art meines Sterbens entscheiden." Mit diesen Worten stellt Hans Küng die traditionelle Auffassung in Frage, nach der gilt: aushalten, bis zum Schluss, denn allein Gott bestimmt das Lebensende. Seitdem Hans Küng als junger Priester das qualvolle Sterben seines Bruders mit ansehen musste, seit er Zeuge des Dahindämmerns seines Freundes Walter Jens wurde, ist in ihm die Überzeugung gewachsen, dass niemand zu einer solchen Existenz gezwungen sein muss. So verbindet Hans Küng frühere Texte über das Sterben mit seinen Glaubensüberzeugungen und theologischen Einsichten, die er eindrücklich im Gespräch mit Anne Will offenlegte, zu einer klaren Position: "Glücklich sterben" im Sinne von Hans Küng hat nichts mit "Selbstmord" zu tun, sondern meint ein menschenwürdiges Ende des Lebens." (Klappentext)

Samstag, 12. Dezember 2015

Hans Küng erklärt von Enzylexikon

Hans Küng 

eins seiner Werke zum Gottesbegriff: Existiert Gott?

Gott ist das Unendliche im Endlichen, die Transzendenz in der Immanenz und das Absolute im Relativen!
Eine Interpretation wäre, das man Gott und Welt nicht trennen kann, so wie man Geist und Körper nicht trennen kann. Es gibt keinen Widerspruch zwischen beidem. 
Immerhin soll die Welt Gottes Schöpfung und der Mensch sogar nach seinem Ebenbild geschaffen sein - wie könnte es also sein, dass die Schöpfung nicht selbst, das Göttliche inne hat?
Der Anblick einer grandiosen Landschaft beeindruckt uns - "wow, der Fluß muss Jahrmillionen gebraucht haben, sich so durch den Fels zu fressen...."
Aber ich denke, wir bewundern da nicht nur einfach die Leistung einer beeindruckenden Naturgewalt, sondern empfinden emotional, dass diese Welt viel größer und mächtiger ist, als wir als einzelnes Individuum jemals sein können.
Diese "Ehrfurcht" vor der Macht von Zeit und Natur ist vielleicht mit der Ursprung des religiösen Empfindens. 
Islam
Gott ist das Unendliche im Endlichen, die Transzendenz in der Immanenz und das Absolute im Relativen!“
Das klingt beeindruckend, groß, riesig.
Im Islam sagt man "Allahu akbar" - Gott ist größer. Aber da stellt sich natürlich die Frage - "größer als wer oder was?"
Größer als ein Mensch? 
Wäre der Schöpfer eines Universums ganz sicher. 
Größer als die eigene Schöpfung? 
Vermutlich, denn sonst hätte er sie nicht schaffen können.
Gleichzeitig heißt es im konservativen Islam aber auch, das man den Körper nicht durch Tätowierungen verändern soll - er ist Gottes Geschenk. Man soll sich auch kein Bildnis von Gott machen.
Allerdings muss auch die Schöpfung etwas besonderes sein, dann im konservativen Islam ist auch die Darstellung von Lebewesen verboten, was gedeutet werden kann, dass man der Schöpfung den gleichen Respekt entgegen bringen soll, wie dem Schöpfer.
Das Unendliche im Endlichen, die Transzendenz in der Immanenz.....
Hinduismus
Gott ist das Unendliche im Endlichen, die Transzendenz in der Immanenz und das Absolute im Relativen!“
Gott kann in diesem Zitat auch als Symbol für das Unergründliche gesehen werden, dass sich in der gesamten Schöpfung findet. 
In den hinduistischen Upanischaden gibt es die Erzählung von der Feige oder Mango die immer weiter geteilt wird, bis sie so klein ist, das man sie nicht mehr sehen kann.
Dieses nicht mehr Wahrnehmbare und daher Unteilbare, sei der Wesenskern des Menschen (Atman) und identisch mit dem Göttlichen (Brahman), ohne sich dessen bewusst zu sein.
Es wäre also das "Unendliche im Endlichen", wie Küng es nennt.
Enzylexikon Sein gesamter Text

Wenn ich - bis auf ein paar stillschweigende Änderungen der Rechtschreibung - den Text verbessern wollte, müsste er weit ausführlicher werden. Was mir an dem Text gefällt, ist, dass er immanent auf Küngs Konzept vom Weltethos hinweist. 

Montag, 21. Juli 2014

"Mir geht es im Ganzen gut, ..."

"Mir geht es im Ganzen gut, den Altersbeschwerden noch besser." Fritz Stern in einem Brief an Hans Küng ("Erlebte Menschlichkeit", S.597)
Küng verweise seinerseits darauf, dass Mens sana in corpore sano ein verkürztes Zitat ist. Denn voraus geht bei Juvenal "Orandum est, ut sit" (Beten sollte man darum, dass ...) (bei Küng, S.601)
Die Wikipedia schreibt über Juvenal:
"Er hat also als Satiriker keineswegs behauptet, dass ausschließlich in einem gesunden Körper ein gesunder Geist stecke, sondern nur – da er meist das Gegenteil davon erlebt hatte –, dass es wünschenswert sei, wenn dem so wäre. Juvenal (60–127 n. Chr.) hat somit auch die sportlichen Idole seiner Zeit parodiert, deren geistige Fähigkeiten seiner Meinung nach wohl häufig hinter den körperlichen zurücktraten."