https://www.fr.de/politik/extremismus-forscherin-analysiert-sprache-rechtsextremen-13553622.html online aktualisiert: 27.02.20 20:15
Strobl erläutert zwei Narrative der Rechten:
1. 2015 als Stunde null: "Urkatastropne"
2. die "Rationalisierung" - der"Große Austausch"
und 5 Strategien:
1. Entmenschlichung durch Naturkatastrophen
2. Neologismen (z.B. Teddybärenwerfer und Willkommensklatscher zur Abwertung von Empathie u Solidarität)
3. Mimikry (Nachahmung eines bestehenden Diskurses unter Entfernung des Sinnes)
4. Umkehr ("Linksfaschismus")
5. falsches Bedauern ("Wir können nicht alle nehmen.")
"Es suggeriert, die eigene harte Position sei vielleicht nicht schön, aber alternativlos. Mit dieser vermeintlich bedauernden Position beendet man aber gleichzeitig den Sachdiskurs, denn alle Gegenpositionen werden in den Bereich der Fantasie verbannt. Das mag ja nett klingen, was Linke oder die Kirche sagen, aber ist leider unrealistisch. Die Macht darüber zu bestimmen, was realistisch ist und was nicht, schreiben sich Rechte in diesem Fall alleine selbst zu."
FR Druckausgabe 22./23.2.2020
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Donnerstag, 9. April 2020
Natascha Strobl: Die Rechten und die Sprache
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Dienstag, 23. Februar 2016
Pauschalurteile
"Leider machen wir momentan mit den Sachsen, den Ostdeutschen und so weiter das, was die Rechten mit den Flüchtlingen machen: Wir übersetzen unsere Angst vor ihnen in Vorurteile. Wir rechnen ihnen pauschal die denkbar schlechtesten Eigenschaften zu und behängen sie mit Schildern, die kein Mensch ertragen mag." (Über den richtigen Umgang mit den Rechten, jetzt.de 22.2.16)
"Recht hat er!" will man sagen und stellt dann fest, dass er bei dem "wir" sich selbst ja nicht meint und mich nicht, dich auch nicht, sondern nur die "dummen" pauschal Urteilenden.
Fallen sind überall aufgestellt. Selbstkritik und Empathie sind zu Recht gefragt.
"Recht hat er!" will man sagen und stellt dann fest, dass er bei dem "wir" sich selbst ja nicht meint und mich nicht, dich auch nicht, sondern nur die "dummen" pauschal Urteilenden.
Fallen sind überall aufgestellt. Selbstkritik und Empathie sind zu Recht gefragt.
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