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Freitag, 6. August 2021

Wie schafft man notwendige Veränderungen?

 Naomi Kleins Anleitung "How to Change-Everything" ist jetzt in Zusammenarbeit mit Rebecca Stefoff auf Deutsch erschienen, freilich weiterhin mit englischem Titel,  um die Notwendigkeit einer weltweiten Anstrengung zu betonen.

Freilich mit dem Untertitel: "Wie wir alles ändern können und die Zukunft retten

"[...] Für Naomi Klein und Rebecca Stefoff ist Klimaschutz auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit, denn diejenigen, die zuerst und am heftigsten vom Klimawandel betroffen sind, sind weltweit die Ärmsten und sozial Benachteiligten, die indigenen Völker und ethnischen Minderheiten.

So traf der Hurrikan Katrina in New Orleans vor allem die schwarzen Wohnviertel der Stadt. Der staatliche Katastrophenschutz versagte hier völlig. Später wurde der Wiederaufbau Unternehmen überlassen, die statt billiger Sozial- teure Eigentumswohnungen bauten, die sich die früheren Bewohnerinnen und Bewohner nicht leisten konnten. [...] " (Klug Paroli bieten Von Johannes Kaiser)



Donnerstag, 23. April 2020

Merkel und der Green Deal der EU

Aus meinem Brief an Angela Merkel:

"die Investitionen, die zur Erholung der deutschen Wirtschaft ausgegeben werden, sollten unbedingt in den Green Deal der EU eingepasst werden; die Corona-Epidemie mit ihren Folgen wird die kommenden Jahre prägen, der Klimawandel mit seinen Folgen aber die kommenden Jahrhunderte. "
zum Kontext:
https://fb.avaaz.org/campaign/de/corona_klima_sam/?wXzZCab
https://fontanefansschnipsel.blogspot.com/2020/04/coronakrise-fur-wenige-jahre.html


"Beim nächsten Mal sind wir schlauer."

"Beim nächsten Mal sind wir schlauer." Das gilt aber nicht erst bei der nächsten Pandemie, der nächste Ernstfall ist schon da: der Klimawandel. Der wird nicht wie die Corona-Epidemie und selbst die asiatische Grippe nach ein paar Jahren vorüber sein. Der dauert Jahrhunderte. Zum Glück ist noch Zeit, das Ärgste zu verhindern. Wir kennen die Arzenei, die uns helfen kann. Und diesmal sind es nicht die Jungen, die wegen mangelnder Lebenserfahrung sich nicht vorstellen können, was auf uns zukommt.

Wir alle könnten wissen, was zu tun ist: Rechtzeitig handeln, die Ursachen bekämpfen und das Tempo der Entwicklung abbremsen. Die konkreten Forderungen werden diesmal nicht auf den Straßen vorgetragen, sondern fast nur über die Medien, weil Massendemonstrationen in der gegenwärtigen Situation zu gefährlich sind. Aber sie sind auch schon bekannt:
  • Nettonull 2035 erreichen
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035
Dafür sind sofort nötig:
  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
  • 1/4 der Kohlekraft abschalten
  • Eine CO2-Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. 
Das Argument "Das geht nicht" gilt nicht. Was 2017 noch unmöglich schien, war, als der Virus kam, plötzlich doch möglich: das Erreichen der deutschen Klimaziele für 2020. Wir sollten nicht warten, bis es uns aufgezwungen wird, dann wird alles viel teurer.

Jetzt gilt es zu handeln, auch wenn keine Schüler auf den Straßen sind. Die schwänzen keine Schule, die dürfen plötzlich gar nicht in die Schule.
Die Coronakrise hat gezeigt, was alles möglich ist, auch wenn es unmöglich schien oder gar verboten war. Noch haben wir eine Chance.