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Donnerstag, 20. Oktober 2022

Wir könnten auch anders

Wenn #Nachhaltigkeit  erreicht werden soll, muss jeder #Preis die #ökologische #Wahrheit sagen. 1/5 

Jede(r) sollte seine #Selbstwirksamkeit auf allen Gebieten kennen, damit er auf vielen Gebieten umdenken und seinen Beitrag leisten kann. 2/5

95% der #Unternehmen verlagern noch interne Kosten auf die #Umwelt. 3/5

Severn Cullis-Suzuki hat schon 1992 mit 12 Jahren auf der Konferenz der Vereinten Nationen über #Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro auf die Notwendigkeiten aufmerksam gemacht. 4/5

Erst Greta #Thunberg  hat Jugendliche weltweit zum #Protest gebracht. Das ist ein Anfang für #Selbstwirksamkeit weltweit. 5/5

„Wir müssen ehrlich bilanzieren, was der Status quo kostet“ Maja Göpel im Interview FR 20.10.2022

"Wir können auch anders - Aufbruch in die Welt von morgen" Maja Göpel und Marcus Jauer

Sonntag, 22. Oktober 2017

Du hast die Wahl - jeden Tag

Wer seine Wahlentscheidung von der großen Koalition verfälscht sah, braucht mit der Jamaika-Koalition um keinen Deut glücklicher zu sein.
Und wer nur aus Protest gewählt hat, der fühlt sich gewiss weder von AfD noch von der Linken richtig repräsentiert.
Da erinnern Maria und Rebecca Stremmel aus Köln mit ihrem Spruch daran, dass wir versuchen können, uns selbst an die Grundsätze zu halten, die wir für richtig halten.
Anregungen bietet z.B. Utopia.de . Rasch wird klar, dass das auch nicht einfach ist und dass man selbst Kompromisse schließen muss zwischen dem, was man anstrebt und was man zu tun bereit ist.

Freilich gibt es auch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten politischer Beteiligung außerhalb der Parteien und zwischen den Wahlterminen. (Was es bedeutet, wenn man die Wahltermine gar nicht nutzt, wird hier erklärt.*)

Informationen als Ausgangspunkt und Anregungen für politische Beteiligung findet man bei der Bundeszentrale für politische Bildung und insbesondere im neusten Magazin der bpb, in dem ich auf S.9 auf einem Poster den Spruch von Maria und Rebecca gefunden habe.
Das Magazin und manches andere kann man bei der bpb kostenlos bestellen, anderes kostet auch was.
Ich habe z.B. über http://www.eurotopics.net/de/ einen kostenlosen E-Mailservice mit Zeitungskommentaren aus vielen europäischen Ländern abonniert.

Und jeden Tag kann man sich neu entscheiden für soziales oder eher politisches Engagement oder für keins von beiden oder beides. Das ist Teil unserer Freiheit und Teil unserer Verantwortung.

Wogegen habe ich mich wohl entschieden, als ich beschlossen habe, diese Zeilen zu schreiben?
Das kann diesem Blogartikel kein Geheimdienst eindeutig entnehmen.
Aber vermutlich gegen etwas, was mir mehr Mühe machen würde und was gefährlicher für mich wäre.
Wofür entscheide ich mich jetzt?

*Verantwortung

Montag, 19. Mai 2014

Ein Lehrstück in Sachen Selbstwirksamkeit

Wie oft fühlen wir uns Computern, Behörden, Angebotsmonopolen oder schließlich - wie bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen - einem wirtschaftlich-politischen Komplex hilflos ausgeliefert.
Heute erhielt ich eine Lektion, wie man in scheinbar hilfloser Lage, Selbstwirksamkeit erlangen kann.

Vor dem Supermarkt spricht mich eine junge Frau vom nahe liegenden Behindertenwohnheim an und fragt, was ein Päckchen koste? Ob es 1 Euro sei.
Ich erinnere mich, dass seit 3,90 € wieder eine Portoerhöhung stattgefunden hat, und vermute 4,20 €.
Im Laden spricht sie mich an, ob ich ihr 20 Cent geben könne. Die gebe ich ihr.
In der Schlange vor der Kasse zeigt sie mir zwei Laugenbrezeln und 70 Cent und fragt mich, ob die für Brezeln reichen.
Ich zucke die Achseln und glaube mich noch völlig selbstbestimmt.

Dann geht sie an mir und weiteren Schlange Stehenden vorbei, wird vom Filialleiter, der an der Kasse sitzt, zurückgeschickt und von ihrer Hausgenossin kritisch ermahnt im Sinne von "Das macht man doch nicht!"
Vor mir bleibt sie in der Schlange stehen.
Ich überlege schon, wie es weitergeht. Wenn das Geld nicht ganz reicht, werde ich ihr wohl den Rest bezahlen. Wird sie mir wohl mein Geld zurückgeben, wenn sie es nicht braucht?
Als sie zu bezahlen hat, bleiben ihr 12 Cent übrig.
Sie bietet sie ihrer Hausgenossin an, die weist sie zurück, und der Filialleiter kommentiert: "Wenn sie mal Geld hat, dann verschenkt sie es." Da drückt sie mir das Geld in die Hand. Ich nehme es und habe die 2 Cent, die ich brauche, um nicht mehr Kleingeld zurückzubekommen als erwünscht.

Den Sachverhalt, dem Filialleiter und den in der Schlange Stehenden zu erklären verbietet sich.
Bleibt mir, dass ich das Geld -aus meiner Sicht - nicht zurückweisen konnte und sie mir klar gemacht hat, dass der Kinderspruch "Was geschenkt ist, bleibt geschenkt, wird nicht mehr ins Haus gehängt" auch unter Erwachsenen noch gilt und dass sie mir großmütig etwas geschenkt hat.

So kann man sich aus einer Situation der Hilflosigkeit ("Reicht mein Geld? Was wird es kosten? Was ist der Gesamtpreis, wenn ein Stück 29 Cent kostet?") in die des souverän Schenkenden manövrieren. Das nenne ich Selbstwirksamkeit.