Zeh verweist auf ein neues Selbstverständnis der Bürger. Sie verstehen sich als Konsumenten mit dem Recht auf kleinteilige Wahl, Freiheit im Sinne ihrer Interessen und nicht auf Auswahl zwischen verschiedenen Denksystem (Ideologien).
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Mittwoch, 14. Oktober 2026
Zeh, Lanz, Precht im Gespräch 2020
Dienstag, 28. Juli 2026
Dienstag, 10. März 2026
Juli Zeh
In welcher Welt leben wir eigentlich? u.a. burnout (nur Ton) Zwischenwelten Stefan Urban Städter u. Bäuerin (Vor ihrem E-Mailkontakt haben sie in einer engen WG zusammengelebt, stellen fest, dass sie sich weit voneinander entfernt haben) Der Diskurs wird so emotional, weil sie sich nicht verlieren möchten wollen. - Sie wollen die Gruppe aufrechterhalten.
Früher gab es auch große Kontroversen, aber weniger verletzende. Bei gleichem Wertekonsens mehr Schärfe. Ein Agreement to disagree fällt viel schwerer.) Es müsste eine neue Stufe des Zusammenlebens geben. ("Pubertät der Gesellschaft")
Entwicklung der letzten 250 Jahre. Seit 1960ern erheblich erhöhtes Tempo. Der Grad an Erwartung auf Selbstverwirklichung hat das bisherige Gefühl der Herdengemeinsamkeit zerrissen. Vielleicht kann man in der Herde besser frei sein.
Aber die Herdenerzählung wurde dekonstruiert.
Zeh: Interessengruppe materiell/sozial begründet Das scheint problematisch schnell zu verschwinden.
Andererseits Gruppenbildung über Moral. Das wird leicht zu überhöht.
Schreckensszenarien: Spaltung der Gesellschaft, Polarisierung
Gefährdung der Demokratie
Wir brauchen etwas, worüber wir uns einigen können.
Vermutung: Übereinstimmung über Heimatzuordnung
Warum bei prinzipieller Freiheit so viel Bewusstsein von Eingeschränktsein?
Leben auf dem Dorf staatsfern, ohne Bezug zur Politik, lieber Dinge selbst lösen bis zur Selbstjustiz
Über Juli Zeh von Sonja E. Klocke Sie sieht Zehs Kritik an Maßnahmen als zu eng zu wenig komplex und ordnet sie als rechts ein. Jenny Erpenbeck sei da weniger scharf.
Was man lernt in einer guten Ehe auch bei getrennten Schlafzimmern, wenn wir das schaffen würden in der Gesellschaft, dann wären wir weiter
Über Menschen Corona Einengung des Verhaltens
Wovor darf man Angst haben? Dora Gote, der Dorfnazi, zu dem Empathie geschaffen wird
Wir können uns Meinungsfreiheit erlauben, aber Rechtsgüter müssen geschützt werden
Übertreibung beim Compact-Verbot
Sonntag, 15. Juni 2025
D. Finck u. J.Zeh über gut, böse u.a.
https://www.youtube.com/watch?v=QETyTK1y3ag
Juli Zeh: Justiz hat nicht die Aufgabe, Gut und Böse festzustellen, sondern unser Zusammenleben zu gestalten, am Laufen zu halten Finck und Zeh im Interview (1h 1m 35)
Juli Zeh: Da es gesellschaftliche Regeln gibt, braucht man eine Antwort auf den Regelbruch, damit es danach friedlich weitergehen kann.
Finck und Matze weisen hin auf John Wick [eine Person, die oft Böses tut, um Gutes zu erreichen]. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird Wick mehrfach wieder erwähnt, aber nie geklärt, worum es geht, weil die Männer ihn - offenbar wegen Juli Zeh - in diesem Gespräch aus dem Spiel lassen wollen.
D. Finck: Der Schwindel (Roman), Rasmus, schöne Sätze - gute Absicht, schlimme Folgen
D. Finck: Menschliche Wahrheit ist eine Frage der Perspektive. Mann und Frau, die sich scheiden lassen wollen, erinnern vermutlich zwei verschiedene Wahrheiten über ihre Ehe.
Juli Zeh: Ich glaube, Wahrheit ist transzendental, also keine Summe von Wirklichkeiten, sondern sie setzt Glaubensfähigkeit voraus.
Wahrheit ist keine individuelle Kategorie. Wenn man von Politik das Richtige und Wahre fordert, fordert man Unmögliches.
D. Finck: Demokratische Politiker müssen Kompromisse finden, Das lässt sich nicht mit der Überzeugung für das Richtige verbinden. Wenn man als Einzelner seine Wahrheit gefunden hat, regt man sich auf, wenn andere eine andere vertreten.
Juli Zeh: Wenn es keine Großerzählung mehr gibt, tendiert man zur Mannschaftsbildung, die sich über ihren Gegner charakterisiert.
D. Finck: Jeder muss beweisen, dass er zur Mannschaft gehört.
Vielleicht schieben wir mal die Schuld dafür der Aufklärung zu.
J. Zeh: Die Unterscheidung zwischen gut und böse ist nur aufgrund einer sicheren Überlegenheitsposition möglich. Man steigt besser vom hohen Ross. Früher war das Gottes Angelegenheit.
D.F.' Wir bringen uns in eine Elternsituation. Wir maßen uns an, über andere zu urteilen.
D.F. :Immer zweifelhaft, wenn man den Eindruck hat, anderen etwas erklären zu müssen.
Die von Matze am Schluss empfohlene Sendung ist die mit Maja Göpel
https://www.youtube.com/watch?v=px_bauf8_AA
Da sie allein für sich spricht und nicht stets durch Differenzierung des Partners anders eingeordnet, um nicht zu sagen: korrigiert, werden kann, erwecken ihre Aussagen etwas den Eindruck, sie glaube, etwas erklären zu müssen, was dem Dreiergespräch Matze, Finck, Zeh abgeht.
Dafür ist freilich auch passend, dass Finck weniger zupackend formuliert, sich auf seinen Status als "NRW-Abiturler" zurückzieht, während Zeh sich verpflichtet fühlt, sehr trennscharf zu formulieren (und das m.E. auch kann) und andererseits Übung darin hat, entweder-oder ["Mannschaftsdenken" ] Standpunkte zu vermeiden, obwohl sie von sich selbst sagt, dass sie sehr viel weniger tolerant sei, als es scheine. Offenbar hält sie ziemlich kompromisslos an der Ablehnung von Mannschaftsdenken fest.
Dienstag, 3. Mai 2022
Juli Zeh : "Das Ziel muss sein, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden"
Mittwoch, 6. April 2016
Julie Zeh: Unterleuten
Freitag, 7. November 2014
Wen Drohnen töten sollen, wird anhand von Kommunikationsprofilen berechnet
Es gibt schon Drohnenmodelle, die das automatisch anhand der Metadaten tun können. Bis jetzt muss aber noch ein Mensch die Entscheidung über die Tötung treffen.
Eine seriöse Schätzung besagt, dass jährlich 4 700 Personen durch Drohnen getötet werden, aufgrund von Metadaten.
No-Name Terrorists Now CIA Drone Targets, Wired 5.6.2010
Diese kurzen Hinweise basieren auf einem
Vortrag von Sascha Lobo über die digitale Sphäre
veröffentlicht am 6.11.14 auf Youtube
Julie Zeh: Wer rettet die Privatsphäre? FAZ 4.5.14