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Dienstag, 31. März 2026

Schadet das oder nützt das Google?

 https://www.zeit.de/2026/13/ki-training-google-urheberrecht-journalismus-prozess...] Der Deutsche Journalistenverband sagt, das Verfahren sei "von herausragender Bedeutung für den Schutz des Journalismus in Europa", weil es letztlich darüber entscheidet, ob man mit Texten künftig noch Geld verdienen kann. Nicht nur mit Journalismus, auch mit Gedichten, Romanen, Liedtexten.

Für die Techindustrie steht auf dem Spiel, ob es Dienste wie ChatGPT, Claude oder Gemini so überhaupt geben darf. Oder ob Konzerne wie Google in Europa gezwungen werden können, Entschädigungen an Urheber zu zahlen – oder ihre Modelle nur noch mit lizenziertem Material zu trainieren, was sie wohl dümmer werden ließe und sehr viel teurer.

Der Streit, an dem das nun entschieden werden soll, begann im Oktober 2023. Damals reichte die Like Company bei einem ungarischen Gericht Klage ein. Die Firma betreibt sechs Nachrichtenportale. Google, so der Vorwurf, nutze deren Texte zum Training seiner KI Gemini, die damals noch Bard hieß. Und jetzt gebe Gemini Antworten, die diesen Artikeln ähnelten. Die ungarischen Richter sollten klären, ob Google sich damit strafbar macht. Was keine leichte Aufgabe ist, denn die meisten Gesetze, auf deren Grundlage sich urteilen ließe, sind älter als die Technologie, um die es jetzt geht. Man kann in solchen Fällen den EuGH um Hilfe bitten. Er entscheidet dann, wie das Recht auszulegen ist.

Ist das KI-Training illegal?

Im vergangenen Mai schickte die ungarische Justiz also eine Zusammenfassung der Argumente beider Parteien nach Luxemburg, dazu Fragen wie: Ist die Antwort eines Chatbots, in der Texte anderer vorkommen, eine unerlaubte Wiedergabe? Sind schon die Datensätze, mit denen Konzerne wie Google ihre KI trainieren, eine illegale Kopie?

Es geht in Luxemburg jetzt nicht mehr nur um die Like Company oder um Google. Das Gericht soll an diesem Beispiel eine grundsätzliche Entscheidung treffen. Sie wird dann den Ausgang vieler anderer Prozesse in Europa beeinflussen, die gerade zu diesen Fragen laufen. [...]

Wenn eine KI mit einem Text trainiert wird, unterteilen Firmen diesen Text in Token, also Wörter oder Wortfetzen. Das Modell merkt sich dann, in welchem Kontext sie auftauchen. Stellt man dem Chatbot später eine Frage, berechnet er, welche Wörter, statistisch gesehen, aufeinander folgen müssten.

Google behauptet, Gemini speichere keine Texte, nur diese mathematischen Formeln. Man müsse sich die Trainingsdaten vorstellen wie ein Puzzle, das in Tausende Teile zerfällt – und dann in allen möglichen Varianten neu zusammengesetzt wird. Es gibt jedoch Zweifel, ob diese Erzählung stimmt.

Im Januar veröffentlichten Forscher der Universitäten Stanford und Yale eine Studie, laut der fast alle Chatbots bekannte Bücher teilweise wörtlich wiedergeben, zum Beispiel Harry Potter und der Stein der Weisen. Die Gema zeigte im Verfahren gegen OpenAI, dass ChatGPT, wenn man die KI nach Songs von Reinhard Mey und Herbert Grönemeyer fragt, erstaunlich textsicher ist.

Die Modelle erinnern sich an die Trainingsdaten, auch wenn sie das vielleicht nicht sollen. [...]

Budapest, zwei Wochen vor der Anhörung beim EuGH. Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis der Anwalt der Like Company einem Gespräch zugestimmt hat. Zunächst war er aus "prozesstaktischen Gründen" dafür nicht zu haben, nun hat sich die Taktik offenbar geändert.

Die Kanzlei liegt in einem Hinterhof in der Nähe der Donau, einen Empfang gibt es nicht. Gyula Rátz, ein schmächtiger, schüchterner Mann, holt einen am Eingang ab. Wirklich bekannt war er als Anwalt für Urheberrecht in Ungarn bisher nicht.

Kein Schadensersatz gefordert

Dafür klingt er ziemlich entschlossen: "Google und alle anderen Technologieunternehmen sollten sich nicht darauf verlassen können, Inhalte anderer kostenlos zu nutzen." Und: "Sie müssen um Erlaubnis bitten und dafür bezahlen."

Gut, aber warum dann ausgerechnet dieses Verfahren? Warum ein Text über Delfine? Die vielen Ungereimtheiten in der Vorlage?

Der Delfin-Text sei nur ein Beispiel von vielen gewesen, um das Problem zu illustrieren, sagt Rátz. Jetzt, da das Verfahren öffentlich geworden sei, machten sich natürlich viele darüber lustig. Dabei wolle er ja gar nicht über einzelne Artikel streiten, sondern die grundsätzlichen Rechtsfragen klären.

Auch für die Fragen an den EuGH, die nun für so viel Verwirrung sorgen, hat Rátz eine Erklärung: Google habe diese Fragen maßgeblich formuliert.

Ach so?

Das ungarische Gericht habe beide Parteien gebeten, Entwürfe für das Dokument einzureichen, erklärt Rátz. Das habe er auch getan, aber am Ende hätten sich Googles Anwälte noch mit einigen Änderungen durchgesetzt. Der Konzern widerspricht der Darstellung nicht. Rátz scheint sich bewusst zu sein, dass die Fragen jetzt eine gewisse Schlagseite haben, Google die Klage, wie sie jetzt dargestellt wird, leicht angreifen kann. Besonders wütend darüber wirkt er allerdings nicht. Das Wichtigste sei doch, dass jetzt endlich entschieden werden könne.

Bleibt die Frage, wie die Like Company das Ganze überhaupt finanziert. Rátz hat einen sehr reichen Gegner, aber er fordert von ihm kein Geld. Keinen Schadensersatz für seinen Mandanten, dessen Firma das Geld sicher gut gebrauchen könnte, keine Übernahme der Prozesskosten. Auch Google soll keine Ansprüche angemeldet haben. Wieso nicht?

Urheberrechtsklagen einzuleiten, sei ziemlich günstig, sagt Rátz, mit Geldforderungen hätte man Google nur Angriffsfläche gegeben und das Verfahren verzögert. Schadensersatz wolle die Like Company später geltend machen. Zur Höhe seines Honorars möchte er sich nicht äußern.

Zwei verlorene Klagen gegen Google

Hinweise liefert jedoch ein Schreiben, mit dem sich Rátz in der Vergangenheit an ungarische Medienunternehmen gewandt hat und das der ZEIT vorliegt. Kaltakquise, wenn man so will.

Damals ging es nicht um Chatbots, sondern um Googles Suchmaschine. Seit 2021 gibt es ein neues Gesetz in der EU: Der Konzern muss nun Geld an Verlage bezahlen, wenn er eine längere Vorschau ihrer Artikel anzeigt. Viele Medienhäuser schlossen sich daraufhin zusammen, um eine Beteiligung an Googles Umsätzen zu erstreiten. Andere sind eigene Lizenzdeals mit dem Konzern eingegangen.

Rátz bot ungarischen Medienunternehmen in dem Schreiben seine Dienste an, er machte Druck. Wer zu spät rechtliche Schritte einleite, erhalte "möglicherweise einen deutlich geringeren Betrag, da die von Google gezahlte Summe auf zu viele Veröffentlichungen aufgeteilt wird". Und er bot einen Deal an: Anwaltskosten würden nur fällig, falls er auch gewinnt. In Deutschland wäre das verboten.

Zwei Klagen hat Rátz nach Informationen der ZEIT daraufhin gegen Google geführt. Beide für kaum bekannte Internetplattformen, beide vor demselben ungarischen Gericht, beide hat er verloren. Google berufe sich in Verhandlungen mit deutschen Verlagen nun auf diese Urteile, sagen Vertreter der Medienunternehmen genervt.

Rátz reagiert unwirsch, als man ihn auf die Klagen anspricht. Aber er räumt ein: Er habe die Like Company kontaktiert, nicht andersherum.

Ist er einfach naiv, ein bisschen übermütig? Ein Geschäftsmann, der in der unsicheren Rechtslage eine Chance wittert? Oder steckt doch mehr dahinter?

Absprachen mit Google bestreitet Rátz vehement. "Wir sind aktiv geworden, weil wir überzeugt sind, dass das Recht auf unserer Seite ist." Er sei zuversichtlich, dass die Antworten des EuGH vielen Unternehmen zugutekommen werden.

Google will sich zu diesen Fragen nicht äußern. Der Konzern teilt nur mit, er lege das Recht so aus, dass man KI mit öffentlichen Informationen trainieren dürfe. Alles andere würde der Wettbewerbsfähigkeit Europas schaden. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs wird für Ende des Jahres erwartet." (ZEIT 23.3.26)

"[


Mittwoch, 21. Mai 2025

Veränderte Googlestrategie

 Ich werde mich bemühen, noch seltener mit Google zu "suchen/googlen". Gegenwärtig suche ich meist mit https://www.ecosia.org/search? und wechsle nur dann zu Google, wenn die Ecosiasuche erfolglos war. Oft findet dann auch Google nichts Passendes.

"Googles Paradigmenwechsel
Mit der Einführung des AI Mode in der Google-Suche markiert der Konzern eine strategische Zäsur: Statt zehn blauer Links tritt nun ein KI-generierter Antwortblock in den Vordergrund. Nutzer erhalten direkt in der Suchmaske vollständige Antworten auf komplexe Fragen, oft ohne Klick auf eine externe Website.
Für Google bedeutet das eine tiefgreifende Reorganisation seines Geschäftsmodells. Für die Anbieter der Inhalte bringt der Strategiewechsel eine massive strategische Herausforderung.
Autorenbild
Holger Schmidt
Verantwortlicher Redakteur für Newsletter und Verticals.
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Inhalteanbieter verlieren Sichtbarkeit und Kontrolle. Ihre Inhalte bleiben zwar die Grundlage für KI-generierte Antworten, doch der Google-Traffic fällt weg. Die klassische Logik des offenen Webs – Inhalte gegen Reichweite und Werbeeinnahmen – wird durch eine Logik der Plattformintermediation ersetzt. Wer nicht als Quelle sichtbar bleibt, verliert Relevanz und Monetarisierungspotenzial. Zugleich wachsen die Abhängigkeiten: Um überhaupt noch Reichweite zu erzielen, müssen sich Verlage stärker als je zuvor in Googles Ökosystem integrieren, zum Beispiel mit strukturierten Daten oder der Teilnahme an Partnerprogrammen.

Die Branche der Suchmaschinenoptimierer steht vor einem Paradigmenwechsel. Klassisches Optimieren auf Schlagworte verliert an Wirksamkeit, wenn Google die Suchintention eigenständig antizipiert und Nutzer gar nicht mehr zu Webseiten weiterleitet. Künftig wird es wichtiger sein, Inhalte so zu strukturieren, dass sie in den KI-Antworten als relevante Quellen auftauchen, auch wenn dies kaum nachvollziehbar oder beeinflussbar ist.

Strategisch verändert sich der Suchmarkt grundlegend. Google versucht, sich selbst zu kannibalisieren, bevor es andere wie OpenAI, Perplexity oder You.com tun Der AI Mode ist Googles Versuch, den Paradigmenwechsel von Navigation zu Information, von Linkverzeichnis zu Antwortmaschine, selbst zu steuern. Der Konzern verteidigt damit seinen Zugang zu Nutzerdaten und zur Werbevermarktung – auch wenn er kurzfristig eigene Suchanzeigen kannibalisiert. Langfristig könnte sich ein neues Plattformregime herausbilden, bei dem Inhalte nur noch dann Sichtbarkeit bekommen, wenn sie in AI-Antworten eingespeist werden – kontrolliert, gewichtet und bewertet von einer Handvoll dominanter KI-Plattformen."
 Frankfurter Allgemeine Pro DIGITALWIRTSCHAFT 21.5.25

Dienstag, 27. Dezember 2022

Hat Musk sich verrechnet?

Den Vogel abgeschossen ZEIT 21.12.22

Europäische Union: Wirtschaftsministerium fordert stärkere Regulierung von Twitter ZEIT 22.12.22

Als Musk Tesla Inc. übernahm und 2008 den Tesla Roadster als Serienfahrzeug herausbrachte, war der das Auto der Zukunft. Jetzt ist er es nicht mehr, weil die Verbrenner-Autokonzerne nach dem Dieselskandal notgedrungen ihre Blockadepolitik gegenüber dem Elektroantrieb aufgegeben und mit staatlichen Subventionen  haben. 

Als er für 43 Milliarden Twitter kaufte, war Twitter noch ohne funktionierendes Geschäftsmodell und hatte einen gefährlichen, beinahe übermächtigen Konkurrenten in TikTok. Weil er Twitter "auf Pump" gekauft und viele Nutzer verschreckt hat, drohen Milliardenverluste. 

Google war eine konkurrenzlos gute Suchmaschine, deren Geschäftsmodell  trägt immer noch die nicht selten oder oft (?) Start-up-Versuche von Alphabet Inc.

Der Versuch mit Twitter hat Tesla Inc. in Schwierigkeiten gebracht. 

Wie geht es weiter?



Mittwoch, 16. Dezember 2020

Digitale Verfassung als Schutz vor Gafam

"Wer mit Air China fliegt, erlebt das technische Paradies. Hochgeschwindigkeitsinternet und alle chinesischen Apps funktionieren fehlerfrei. Der Haken: Die Regierung hat den Zugriff auf nahezu alle missliebigen Apps gesperrt. Aktivisten verlangen seit langem, dass diese Einschränkung der Freiheit durch einen totalitären Staat aufgehoben wird. [...]

Unser totalitäres System heißt Internetkapitalismus. Unsere Kontrolle der Nutzung heißt Netzwerkverdichtung, die Herrschaft von wenigen Oligopolen in den USA. Ein Kürzel genügt, um die Machtkonzentration in vier Konzernen auszudrücken: „Gafam“ – so werden Google, Apple, Facebook und Amazon abgekürzt. Wer immer ein digitales Geschäft aufbauen will, muss sich an den Standards orientieren, die diese vier Riesen vorgeben. [...]" 

(FR 15.12.20)

sieh auch:

EU bläst zum Kampf gegen die Tech-Riesen

Dienstag, 5. Februar 2019

Beziehungen der Wikipedia Foundation zu Google

Manche Wikipedianer sehen sehr kritisch, dass ein ehemaliger Googlemitarbeiter in das Leitungsgremium der Wikimedia gewählt worden ist.

heise.de meldete am 27.1.2016
"[...] Kritiker werfen der Stiftung vor, zunehmend wie ein Silicon-Valley-Unternehmen zu agieren und die Community zu ignorieren. Insbesondere das enge Verhältnis zu Google lässt Wikipedia-Autoren befürchten, dass der Konzern die Enzyklopädie als eine Art Faktensteinbruch ausbeutet. [...]"

Im aktuellen Wikipediakurier schrieb Marcus Cyron dazu am 23.1.19:
"Wie nun bekannt wurde, hat Google angekündigt, die Beträge von 2 und 1,1 Millionen US-$ an die Wikimedia Foundation zu spenden. Die ersten beiden Millionen sollen direkt vom Mutterkonzern Google kommen, die anderen 1,1 Millionen kommen durch eine von der Belegschaft getroffenen Entscheidung, nach der diese über die Verwendung von Spendengeldern entscheiden darf.
Während ich mit den 1,1 Millionen der Google-Angestellten leben könnte, machen mir die 2 Millionen des Mutterkonzerns einmal mehr Sorgen. Es fängt damit an, wie Google sein Geld verdient. [...] Das Geschmäckle wird nicht kleiner wenn man bedenkt, dass auch gerade erst Amazon eine Millionenspende angekündigt hatte. Amazon bezieht für seine Überwachungsindustrie Amazon Echo („Alexa“) ein Gutteil der Daten aus Wikimedia-Projekten. Ja, wir sind für alle frei und offen nachnutzbar – aber sollte man sich deshalb von Unternehmen kaufen lassen, deren Verhalten Kunden und Anwendern gegenüber moralisch derart fragwürdig anzusehen ist? [...]"

Ein so großes Unternehmen wie die Wikipedia es inzwischen ist, braucht für Verwaltungsfunktionen Vollzeitmitarbeiter. Das kann nicht sinnvoll bestritten werden.
Es ist aber gut, wenn Wikipedianer ein wachsames Auge auf diese Profis haben. 
Einen harten Konfrontationskurs mit den Mitarbeitern kann sich die Foundation nicht leisten. (Wer schreibt die Artikel?!)
Die Frage ist nur, ob die Transparenz der Arbeit der Foundation ausreicht dafür ausreicht, dass Wikipedianer entstehende Abhängigkeiten früh genug erkennen können.  


Freitag, 7. September 2018

Was Google fehlt

Die Tochter fragt ihre Mutter, wie man Kräuter trocknet. "Kannst du googeln." "Bei Google fehlt das Mutti-Gütesiegel."

In der Schlange steht ein Pfeifenraucher. Als er gehen will, sagt eine Frau zu ihm: "Bitte bleiben sie noch ein bisschen, Sie riechen so gut nach meinem verstorbenen Mann."

ZEIT-Kolumne "Was mein Leben reicher macht"

Donnerstag, 5. Juli 2018

Falls Google es noch nicht begriffen haben sollte ...

Distanzierung
Obwohl ich im Unterschied zu Muslimen nicht ständig dazu aufgefordert werde,
distanziere ich mich von den Untaten,
die fortwährend im Namen der "westlichen Wertegemeinschaft", der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland verübt werden. Insbesondere distanziere ich mich von Kriegsdrohungen und kriegerischen Handlungen im Rahmen der NATO, von Völkerrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Schutz der "Festung Europa", von der Aushöhlung des Asylrechtes des Grundgesetzes der BRD, wie sie in der neuesten Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung formuliert sind, und von allen Waffenlieferungen in Spannungsgebiete, die das GG verbietet, sowie von der Subvention von Exporten, die die Subsistenzwirtschaft von Menschen, die in extremer Armut leben, gefährden.*
Ich bin mir bewusst, dass ich in meinen zahlreichen Blogartikeln nicht einmal annähernd auf alle diese Untaten eingehe.

Arbeitsfeld
Halbwegs regelmäßig schreibe ich in einem Wiki, einem Forum und etwa 6 Blogs. Davon schreibe ich in einem Gemeinschaftsblog praktisch nur Artikel, die ich schon einmal veröffentlicht habe.

So viel als zusammenfassende Aussage. Was ich im einzelnen tue, weiß Google besser als ich, und vor allem merkt es sich das besser als ich.
Manchmal staune ich, was ich darüber, was ich so alles geschrieben habe und wann. Meist ist es aber doch sehr ähnlich.

In meinem Lehrerblog sind vermutlich die häufigsten Schlagworte (natürlich in den verschiedensten Variationen) Lernen, Lehrer, Schüler und LUSD. Hier kommt LUSD vermutlich nicht vor, die anderen Schlagworte aber wohl häufiger als im Lehrerblog.
Ich schau jetzt mal nach, was mir Google dazu zusammengestallt hat.

Reihenfolge
Im Blog Fontanefans Schnipsel:
Flüchtlinge 89x
Lehrer 31x; Zusammensetzung mit Lehrer 20x
Schule 31x;  Zusammensetzungen mit Schule 17x
Lernen 23x;  Zusammensetzungen mit Lernen 21x
Schüler 10x;  Zusammensetzungen mit Schüler 7x

Im Lehrerblog Fontanefan:

Schule 75x
Lehrer 56x
Lernen 52x
Flüchtlinge 28x
Schüler 10x
Die Zusammensetzungen sind sehr zahlreich, beziehen sich aber meist auf Artikel, die auch unter dem Grundwort verschlagwortet sind.

*Dazu jetzt auch András Hont: Aus dieser EU trete ich aus


Dienstag, 5. Juni 2018

Jaron Lanier: „Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst“

"[...] So waren sich die Internetpioniere sehr wohl der Tatsache bewusst, dass dem Nutzer im World Wide Web eigentlich ein eigener Speicherplatz oder eine Funktion zur Suche nach anderen Personen zustehe. Man hätte das auch durchaus einrichten können, so Lanier, dachte aber, die entsprechenden Dienste lägen besser in privatwirtschaftlicher als in staatlicher Hand. Damit habe man Monopole ermöglicht, die es hinfort als verhängnisvolles Dogma ausgaben, „dass man die Verbindung zwischen zwei Menschen nur durch einen Dritten finanzieren kann, der dafür bezahlt, beide zu manipulieren.“
Viele Mutmaßungen über die Algorithmen sozialer Netzwerke und ihre gesellschaftliche Auswirkung bezeichnet Lanier selbst als „statistisch und ungenau“, aber realistisch. Garant für die Langlebigkeit scheint hier vor allem die Intransparenz zu sein. Im Aufbrechen der Algorithmen, gesetzlich oder durch Nutzerdruck, liegt der Schlüssel zu einem sozialeren Internet, das Lanier fast rührend in seinem Schlusskapitel entwirft. [...]"
Jaron Lanier: „Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst“.
2018.

Quelle: UWE EBBINGHAUS, F.A.Z.

Dienstag, 20. Februar 2018

Was geben wir dafür her, wenn Google seine Leistungen verbessert?

Es geht natürlich nicht nur um Google, sondern um alle Dienstleistungsanbieter, bei deren Dienstleistungen Daten über ihre Kunden anfallen.
Die Antwort ist: Selbst wenn der Dienstleister alle von uns gespeicherten Daten verschlüsselt lässt,
die Prozessdaten über seine Dienstleistungen verraten sehr viel über uns und die sind Eigentum des Anbieters.Daher ergibt sich Folgendes:
Unternehmen zahlen, damit Informationen über sie nicht zum Vorteil anderer verwendet werden. Die Anbieter versprechen uns zwar, dass sie unsere Daten nicht an Dritte weitergeben. Doch damit meinen sie in der Regel nur die Dateien selbst, also zum Beispiel die Excel-Tabellen. Gleichzeitig genehmigen sie sich in ihren Geschäftsbedingungen die Nutzung aller Daten und Informationen zur Verbesserung und Optimierung der eigenen Angebote“, hat Ganten beobachtet.
Mehr dazu (FAZ 19.2.18)

Erläuterung zur Verwendung von Daten bei Google  (Video)

offizielle Videos zur Vorstellung von Google (u.a. Bewerbung u. Youtube)

Montag, 10. Oktober 2016

Google Bildersammlungen u.a.

https://plus.google.com/collections/featured

Das Konzept ist mir heute vorgestellt worden, und ich habe beschlossen, drei Sammlungen zu folgen.
Wenn das ein arger Fehler war, werde ich es berichten.

Dienstag, 6. Oktober 2015

grundlegende Veränderung der globalen Datenwirtschaft

Das Urteil ist spektakulär. Es ist eine Sensation. Es ist grundstürzend. Der Europäische Gerichtshof beendet die juristische Wehrlosigkeit der EU-Bürger gegenüber Google, Facebook , Amazon, Ebay und Co. Das Gericht akzeptiert den Datentransfer von Europa in die USA nicht mehr ohne weiteres. Es akzeptiert ihn nicht, solange der Datenschutz in den USA nicht gewährleistet ist. Das Urteil wird die globale Datenwirtschaft verändern. (Heribert Prantl: Ein sensationelles Urteil, SZ 6.10.2015)

EuGH erklärt Datenabkommen mit USA für ungültig SZ 6.10.2015

  • Der EuGH hat entschieden: Das sogenannte Safe-Harbor-Abkommen der EU-Kommission über den Datenschutz in den USA ist ungültig.
  • Das heißt, dass die irischen Datenschutzbehörden nicht daran gebunden sind und die Übermittlung europäischer Facebook-Daten auf Server in den USA verbieten können.
  • Geklagt hatte der Österreicher Max Schrems, der seine Facebook-Daten in den USA nicht vor staatlicher Überwachung geschützt sieht.

Dienstag, 26. Mai 2015

Google: Was Larry Page für die Menschheit erreichen will

Einer für alles, ZEIT Nr.21/2015 von 
"Larry Page will mit den Google-Milliarden große Menschheitsprobleme lösen. 
[...] Topmanager diskutierten laut amerikanischen Medien Projekte, die ihm viel zu klein waren. Dabei sollten Googles Innovationen doch große Probleme lösen für Hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden Menschen. Drunter wollte – und will – Page es nicht machen. [...] Das selbst fahrende Auto, das demnächst herauskommt, soll den Verkehr revolutionieren, intelligente Industrieroboter sollen die Fabriken und den Handel erneuern, Google-Forscher für künstliche Intelligenz wollen das menschliche Denken überholen. Die Mediziner und Techniker der Google-Tochter Calico entwickeln Methoden gegen das Altern und altersbedingte Krankheiten. Das Weltenergieproblem soll natürlich auch gelöst werden. [...]   "Es stimmt, dass wir viele Daten haben. Viele Leute haben viele Daten, und sie versuchen, Zugang zu ihnen zu bekommen, und die Regierungen wollen sie auch." Google habe aber in vielen Ländern Stärke bewiesen und die Daten seiner Nutzer geschützt. Vor allem aber dürfe man eines nicht vergessen: "Wir nutzen viele Daten, um bessere Dienste zu bieten. So verbessern wir die Suche, so kommen wir zur Spracherkennung. Wer auch immer die Dienste anbietet, wird die Daten haben und sie zur Verbesserung nutzen. Die Debatte ist schon okay, aber man kann nicht einfach zurückgehen und sagen: Die Welt soll wieder so sein wie vor 20 Jahren."
Links stammen aus dem Text, Hervorhebungen von mir 

"Don't be evil" Es ist das alte Problem: Ist ein Werkzeug neutral, ist ein Medium neutral?
Kommt es bei der Verwendung also nur darauf an, dass der Benutzer kein Bösewicht ist,
damit nichts Böses herauskommt?

 Ist Fortschritt wertneutral, aber eben doch in sich etwas Gutes, weil das Gegenteil Stagnation bedeutete?

Page hat als Problem erkannt, dass innovative Ideen nichts bringen, wenn man sie aus Geldmangel nicht in Wirklichkeit umsetzen kann, weil das Geld fehlt.
Dass weltweite Innovationen ein ungeheures Zerstörungspotential in sich bergen, sieht er - zumindest nach außen hin - nicht als problematisch an, so lange der Innovator keine bösen Absichten dabei verfolgt.
Reicht das aus?

Samstag, 7. März 2015

Ist die Informationsfreiheit gefährdet?

Albigs Gastbeitrag in der ZEIT vom 5.3.15, Kritik daran und Fontanefans Kommentar bei Fontanefan: Besteht die Gefahr eines Meinungsmonopols?
"[...] Albigs Lösungsvorschlag überzeugt mich nicht; aber Albig zeigt ein reales Problem auf.Die Kritiker Albigs liefern meines Erachtens keine besseren Lösungsvorschläge. 
Übrigens: Sobald die Wikipedia Monopolist würde, stünden wir vor einem ähnlichen Problem. Das sage ich, obwohl ich stolz bin, einige Jahre aktiver Wikipedianer gewesen zu sein und dort weiterhin nach Kräften mitarbeite."

Donnerstag, 20. November 2014

tn3: Digitaler Fußabdruck: 6 Links, die zeigen wie Google dich sieht

Digitaler Fußabdruck: 6 Links, die zeigen wie Google dich siehttn3 digital proneers


[Damit Nutzer mitbekommen, was mit ihren Daten passiert,] haben Datenschützer und Aktivisten auf der ganzen Welt energisch für mehr Transparenz gekämpft. In Folge dessen hat Google unter anderem auch einen sogenannten „Transparency Report“  aufgesetzt, der jährlich erscheint und Interessierte über die Häufigkeit von Behördenanfragen informiert. Wie wichtig derartige Bestrebungen sind, haben Google-Chairman Eric Schmidt und Jared Cohen im vergangenen Jahr sogar in ihrem Buch „Die Vernetzung der Welt“  aufgezeigt, als sie darin klarmachten: „Wer nicht für seine Privatsphäre kämpft, wird sie verlieren.“

Mittwoch, 6. August 2014

Wikipediaartikel, die von Google von ihren Suchergebnissen ausgeschlossen werden

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat Google begonnen, bestimmte Suchergebnisse auf Wunsch Betroffener zu entfernen. Darunter sind auch Wikipedia-Artikel. Die Online-Enzyklopädie macht nun öffentlich, welche - es ist von "Zensur" die Rede. (Spiegel online, 6.8.2014)
Der Hinweis der Wikipedia hier:  http://wikimediafoundation.org/wiki/Notices_received_from_search_engines