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Dienstag, 30. August 2022

documenta und Ruangrupa

Es ist ein Problem, wenn man in Deutschland, aber auch in Europa allgemein, versucht, eine allgemeine Wahrheit zu erfassen. Die Aussage des Philosophen Ernst Tugendhat: "Man muss auch als Deutscher die Wahrheit sagen dürfen." gilt nur bedingt. Denn die Vorstellung einer allgemeingültigen Wahrheit ist ein historisch erst relativ spät aufgekommenes Konzept, das durchaus noch nicht weltweit anerkannt ist. Im jüdischen Talmud werden Deutungen nebeneinander gestellt, dahinter steht die Vorstellung, dass erst durch die Gesamtschau der Meinungen Annäherung an Wahrheit möglich ist, auch wenn der Bibel- und Talmudkommentar des französischen Rabbiners Raschi aus dem 11. Jahrhundert bis heute eine gewisse Sonderstellung behalten haben.

Daher wird in den letzten Jahrzehnten in Europa immer wieder versucht, Eurozentrismus abzubauen. Ein Versuch dieser Art war und ist auch die documenta fifteen, die nicht zufällig nicht mit einer römischen oder arabischen Ziffer von ihren Vorgängerinnen unterschieden wird, sondern mit einem englischen Wort, das den weltweiten, nicht spezifisch deutschen oder europäischen Blick auf Kunst hervorheben soll und deren Leitung ausdrücklich einer indonesischen Gruppe (Ruangrupa) übertragen wurde. Es hat sich gezeigt, dass diese Entscheidung nicht unproblematisch war.

dazu: Philippe Pirotte: „Man muss die Dinge verkomplizieren [differenziert betrachten]

 "[...] Ruangrupa sind nicht mit einem Konzept oder Thema gekommen, sondern mit einer Arbeitsweise. Sie wollten ein Kulturereignis organisieren, das ohne Ausbeutung, ohne finanzielle Spekulation auskommt, das nachhaltig funktioniert und außerhalb des kapitalistischen System stattfindet. Lange Zeit gab es Stimmen, die sagten: 'Das ist eine Nummer zu groß, das kriegen die nicht hin.' " 

"Durch die Unabhängigkeitsbewegung ist im indonesischen Grundgesetz festgelegt, dass das Land sich mit allen unterdrückten Bevölkerungen der Welt solidarisiert – und damit auch mit den Palästinensern. Ich weiß, dass man in Deutschland diese Position schwer nachvollziehen kann, und ich bin mir darüber bewusst, dass dieser Grundsatz der Solidarisierung mit den Unterdrückten auch in Indonesien selbst nicht konsequent durchgeführt wird – wie man in Bezug auf die Konfliktsituation mit Papua sehen kann. Diese wird übrigens auch in Arbeiten von Taring Padi* thematisiert. Aber die Bereitschaft zu lernen, die Taring Padi und Ruangrupa vorgeschlagen haben, ist in Deutschland ziemlich autoritär beantwortet worden, statt eine Gegenbereitschaft zum Lernen zu zeigen." 

"Das Problem ist, dass wir in eine Situation geraten sind, in der man schon fast nicht mehr miteinander reden kann. Weil alles zu eindeutig gesehen wird. Im Januar war es noch eine eher offene Diskussion, ob Israelkritik antisemitisch sei oder nicht. Jetzt sind wir soweit, dass es fast ein Einverständnis gibt unter bestimmten Meinungsmachern, dass es so ist. Wenn man mir sagt, eine Arbeit von Taring Padi ist eindeutig antisemitisch, dann habe ich als Kunsthistoriker den Reflex: Das ist bestimmt komplexer. Es handelte sich bei den Fragmenten teilweise um eine aus Europa während der Kolonialzeit exportierten Bildsprache, aber diese Ausschnitte beinhalten auch Bildelemente, rote Augen und Vampire-Zähne, aus der Jahrhunderte alten Wayang Kulit, dem traditionellen indonesischen Puppenspiel. Das gesamte Bild bezieht sich auf die Geschichte des Landes Indonesien, das unter der Diktatur von Suharto – und mit Unterstützung von Israel und westlichen Mächten – einen Genozid mit mehr als einer halben Million Todesopfern erleben musste. Um zu erkennen, welche Intention dahintersteckt, muss man verkomplizieren. Nicht vereinfachen. Man müsste sagen: Diese Dinge sind eben nicht eindeutig. Mir stellt sich da die Frage: Soll man ein Bild in seiner Gesamtbedeutung angehen oder darf man es verurteilen wegen eines Ausschnitts? Greift man Fragmente heraus, isoliert sie und macht sie zum Gegenstand einer gesellschaftspolitischen Debatte – oder schaut man sich auch mal den Kontext des ganzes Bildes an?"

"Ich glaube, die Documenta ist eigentlich auch gar nicht das Ziel dieser ganzen Diskussion. Sie ist auch nicht das Objekt. Sie wurde genutzt als Brennpunkt, um eine gesellschaftliche Debatte in Deutschland auszubreiten. Damit bestreite ich sicher nicht, dass es in Deutschland ein Problem mit wachsendem Antisemitismus gibt, aber es gibt auch eines mit Islamophobie, mit wachsendem Rassismus und Homophobie. Man gewinnt den Eindruck, dass diese Probleme neben der Holocaust-Erinnerungskultur unbesprechbar bleiben."

"In Deutschland hat sich die Debatte in kulturellen und intellektuellen Kreisen inzwischen stark nuanciert. Den kulturellen Hintergründen spezifischer Bildmotive, auch der Dekolonisierungsgeschichte, wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt, und viele können sich sogar auf Organisationsarten außerhalb der eigenen Komfortzone einlassen."

"Es gab die Hoffnung, dass wir auf der Documenta neue Perspektiven aus bisher nicht groß beachteten Teilen der Welt, von marginalisierten Gruppen kennenlernen. Hat das funktioniert?

Viele Projekte auf der Documenta haben einen starken Bezug zu lokalen Communitys. Sie engagieren sich in ihrer Heimat, aber auch in Kassel. Ein gutes Beispiel ist das Nhà Sàn Collective*, ein Kollektiv vietnamesischer Künstlerinnen und Künstler, das in Zusammenarbeit mit der deutschland- und europaweiten Diaspora einen Garten in Kassel angelegt hat, in dem vietnamesische Pflanzen gezüchtet werden. Das hat die Gemeinschaft gestärkt, Netzwerke geschaffen – und diese Minderheit stärker in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht. [...]"

(Philippe Pirotte: „Man muss die Dinge verkomplizieren“ FR 30.8.22)

*(Maschinenübersetzung zum Zusammenhang von Taring Padi uns ducumentafifteen):

"Auf der documenta 15 im Jahr 2022, der bedeutendsten deutschen Kunstausstellung, erlangte Taring Padi Berühmtheit durch Bilder, die Kritiker als antisemitisch einstuften und die daraufhin abgedeckt und später entfernt wurden.[11] Das meterhohe Gemälde wurde von der Kunstministerin Claudia Roth [Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien], Vertretern jüdischer Organisationen, der israelischen Botschaft und anderen kritisiert. Das Gemälde zeigte einen Soldaten mit einem Schweinegesicht, mit dem Davidstern und dem Wort Mossad auf dem Helm. Eine andere Figur mit tierähnlichen Reißzähnen trägt einen Anzug mit Krawatte, Ziegenbart und einen Bowler-Hut mit SS-Runen.[12]

Taring Padi leugnete jegliche Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Das Bild sei Teil einer Kampagne gegen den Militarismus und die Gewalt während der Diktatur in Indonesien[13]."

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

*(Maschinenübersetzung des 1. Teils des Wikipediaartikels): "Das Nha San Collective ist der erste und am längsten bestehende gemeinnützige, von Künstlern geführte Raum für experimentelle Kunst, der in der politischen Szene Vietnams entstanden ist. Es war ein Pionier bei der Förderung einer experimentellen Kunstbewegung und der zeitgenössischen Kultur.

Hintergrund

1998 gründeten der Künstler und Kurator Tran Luong und der Künstler Nguyen Manh Duc das Nhà Sàn Studio, den ersten Raum für experimentelle Kunst in Hanoi, in Nguyen Manh Ducs eigenem Haus: Ein Haus der ethnischen Minderheit Muong auf Holzpfählen.[1]

Das Nha Sàn Studio förderte die erste Generation vietnamesischer Avantgarde-Künstler, die in den frühen 1990er Jahren entstanden, darunter Truong Tan, Tran Luong, Nguyen Van Cuong, Nguyen Minh Thanh, Nguyen Quang Huy, Ea Sola und Kim Ngoc. Es ist auch zu einer wertvollen Ressource für eine jüngere Generation von Künstlern geworden, darunter Nguyen Trinh Thi, Nguyen Phuong Linh, Nguyen Huy An, Tuan Mami the Appendix, Nguyen Tran Nam usw., um ihre eigene Kulturszene weiter zu entwickeln. Das Nhà Sàn Studio hat sich als nahezu perfekter Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen alternativer Underground-Kunst in der lokalen Szene erwiesen[2].

Im Geiste der künstlerischen Kreativität und der zeitgenössischen Kultur beschloss die junge Künstlergeneration des Nha San Studio 2013, das "Nhà Sàn Collective" zu gründen und damit die Mission des Nha San Studio fortzusetzen, eine stabile Struktur für die zeitgenössische Kunst zu schaffen, die sich in dem restriktiven kulturellen und politischen Umfeld der lokalen Szene entwickeln kann.[3] Wie das Nha San Studio zuvor ist auch das Nha San Collective ein Ort für experimentelle Kunst, jedoch mit einem offeneren Ansatz, an dem jeder kommen kann, um zu arbeiten und sich auszutauschen.[4]

Nha San bietet vietnamesischen Künstlern die Möglichkeit, Werke zu schaffen, auszustellen und darauf zu reagieren. In einem sozio-politischen Umfeld, in dem experimentelle Kunst ein riskantes Unterfangen sein kann, bietet Nha San den entscheidenden Raum für die Entwicklung künstlerischer Praktiken und den Austausch von Erfahrungen - was eine künstlerische Gemeinschaft, die nach Veränderung strebt, sowohl belebt als auch hervorbringt. Es bietet vietnamesischen Künstlern die Möglichkeit, mit internationalen Künstlern zusammenzuarbeiten und einen kulturellen Austausch zu schaffen, Netzwerke zu entwickeln und von der Welt jenseits der Landesgrenze zu lernen. Seit 1998 hat Nha San zahlreiche Ausstellungen, offene Ateliers, Workshops, Vorträge und Gespräche mit lokalen und internationalen Künstlern/Kuratoren veranstaltet. Zu den wichtigsten Veranstaltungen gehören: Asia Window 2002, jährliches Programm für aufstrebende Künstler, IN:ACT internationales Performance-Kunst-Event, Skylines With People 2012...[5]

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


Dienstag, 16. August 2022

Kulturgeschichte Europas: Commonwealth

 In Kindlers Kulturgeschichte Europas handeln der Band 16 über "Europäische Kolonialreiche im 18. Jahrhundert" (708 Seiten der Taschenbuchausgabe) und Band 17 über "Das britische Commonwealth" (837 Seiten). 

Verständlich, aber doch bemerkenswert. Eine eigene Art von Eurozentrismus.

Was einerseits fragwürdig ist, hat andererseits schon Sinn. Immerhin beschäftigt sich Nicholas Mansergh in "Das britische Commonwealth" speziell mit der Definition des Begriffs, und dieser Begriff ist nun einmal spezifisch britisch (und insofern europäisch) wie überhaupt die dauerhafte Vereinigung von Staaten in einer engen Verbindung ohne Aufgabe ihrer nationalen Eigenart nach meiner Einschätzung überhaupt ziemlich typisch europäisch ist. Die EU ist das bekannteste Beispiel dafür (die USA das prominenteste Gegenbeispiel), die meisten anderen Vereinigungen von Staaten waren entweder sehr kurzlebig oder auf Abschleifung der nationalen Eigenarten ausgerichtet.

Die Sowjetunion, die länger bestanden hat als bisher die EU, war dadurch gekennzeichnet, dass eine gewisse Russifizierung stattfand, und ging von einem europäischen Zentrum aus. 

Der Begriff  "Das britische Commonwealth" wurde schließlich durch "The Commonwealth of Nations" ersetzt (im Deutschen freilich fast durchweg nur mit Commonwealth wiedergegeben. Und Mansergh beschäftigt sich auf 75 Seiten nur mit der Entstehung des Begriffs und des Übergangs vom Empire zum Commonwealth.

Zumindest für mich sehr ungewohnt ist, dass dabei Empire stets mit "Reich" übersetzt wird, wo doch das Empire in seiner Ausprägung sich sehr von anderen Reichen wie "Römisches Reich" oder "Zarenreich", aber auch von anderen Kolonialreichen unterschieden hat, eben darin, dass es mehr Siedlerkolonien als diese enthielt und dass es sich in eine Staatengemeinschaft wie den Commonwealth überführen ließ.

https://en.wikipedia.org/wiki/Commonwealth_of_Nations

https://en.wikipedia.org/wiki/Archibald_Primrose,_5th_Earl_of_Rosebery

erste Formulierung des Commonwealthgedankens

https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Christiaan_Smuts Betonung auf die Nationen gelegt (S.53)

Rolle der Siedlungskolonien und späteren Dominions

Liste der Dominions 

Erfahrungen Indiens in der Zeit des Empire 

 Massaker von Amritsar 13.4.1919 (S.39)

"das darauf hin verhängte Kriegsrecht, die öffentlich vollstreckte Prügelstrafe und der Befehl, dass Inder an dem Ort, wo eine Missionarin tätlich beleidigt worden war, vorbeikriechen mussten." (S.39) Die "Kriechergasse (Crawling Lane) Amritsars" wurde in Indien als Symbol der Unterdrückung durch die Briten zum geflügelten Wort. (S.39/40) 

O’Dwyer , der Gouverneur des Punjab "lobte General Reginald Dyers Verhalten, das zum Massaker von Amritsar führte, und befürwortete das Massaker als „korrekte Handlung“.[1][2" (WikipediaDazu O’Dwyers Rechtfertigung: Michael O’Dwyer: India as I Know It, London, 1925..

"Während der Nationalismus sich in den späteren Entwicklungsphasen des Commonwealth als der wichtigste Faktor erwies, blieb die Commonwealth–Idee selbst im wesentlichen weiterhin liberal. Dieser Umstand erklärt sowohl die Weise als auch die Begrenzung ihres Gehalts." ("Das britische Commonwealth", S. 42)

Als J[...] Nehru während des Zweiten Weltkriegs im Gefangenenlager[...] inhaftiert war, erinnerte er sich empört an das Denkmal auf dem General Nicholson, der beim Entsatz der indischen Hauptstadt im September 1857 an der Spitze seine Leute tödlich verwundet wurde 'immer noch das alte Delhi mit gezücktem Schwert bedroht'. Nach der Unabhängigkeit wurde es folglich entfernt; nur der Sockel erinnert noch an den Standort in den Gärten jenseits des Kashmirtors. Während aber die die Commonwealth–Idee solche nationalistische Zurückweisung der symbolischen Heldenfiguren des Reiches einschloss, blieb sie – obwohl nicht ganz unbeeinflusst von Ihnen – für die extremeren Vertreter des Nationalismus unempfänglich." ("Das britische Commonwealth", S. 42/43)

Britisch Nordamerika / Kanada S.61-115
Südafrika S.116-180
Australien / Neuseeland S. 181-224
Die Kolonialkonferenzen 1887-1911 S.225-288

2. Teil: Das britische Commonwealth der Nationen S.289 ff.

Der Krieg als Katalysator S.289-337
Irland: Die Dominion-Regelung S.338-383
Nicholas Mansergh erläutert sehr genau die Positionen der verschiedenen Akteure: Lloyd George und sein überraschender Kurswechsel vom "Frühsommer 1921" (S.365) auf Verhandlungen, die Unionisten in London und Ulster und den Verfechtern einer Republik Irland, hier stattdessen eine Zusammenfassung der Wikipedia: 
"Der fehlgeschlagene Aufstand an Ostern 1916 löste einige Jahre Guerillakrieg in Irland aus. Führend darin waren Patrick Pearse (1879–1916), Michael Collins (1890–1922), Roger Casement (hingerichtet 1916) [sowie Joseph Mary Plunket, ebenfalls 1916 hingerichtet] und Éamon de Valera (1882–1975). Die Sinn Féin, obwohl selbst nur unwesentlich am Aufstand beteiligt, wurde zum Mittelpunkt der Unabhängigkeitsbewegung. Bei den Unterhauswahlen von 1918 gewann Sinn Féin 80 % der irischen Mandate und bildete aus diesen Abgeordneten den First Dáil, das erste irische Parlament seit 1801. Éamon de Valera wurde zum Präsidenten der Republik Irland gewählt und der Aufbau einer parallelen Regierungs- und Verwaltungsstruktur begann. Die britische Regierung erklärte den Dáil unverzüglich für illegal. Der folgende Irische Unabhängigkeitskrieg (1919–1921) führte 1921 zum Anglo-Irischen Vertrag, der für 26 der 32 irischen Countys die Unabhängigkeit von Großbritannien garantierte. Aus den Provinzen MunsterLeinster und Connaught sowie drei der neun Countys von Ulster wurde der Irische Freistaat (englisch Irish Free-State) gebildet. Die sechs nördlichen Countys von Ulster bildeten Nordirland und blieben Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland." (Geschichte Irlands)
Was Irland als Home Rule angeboten wurde, war weit weniger, als es die Siedlungskolonien als Dominions schon hatten. (S.358)
Von 1919 bis 1921 "kämpfte die Irish Republican Army (IRA) einen Guerillakrieg gegen die britische Armee"  Das "Ende des Unabhängigkeitskriegs bildete der Anglo-Irische Vertrag. Durch den Vertrag erhielt das südirische Gebiet den Status eines Dominion, ähnlich dem vom Kanada. Dies ging über das hinaus, was Ende des 19. Jahrhunderts Parnell angeboten worden war, und war etwas mehr, als das, was die Irish Parliamentary Party bisher auf konstitutionellem Weg erreicht hatte. Durch diesen Vertrag wurde 1922 der irische Freistaat geschaffen, doch Nordirland hatte die Möglichkeit aus dem Vertrag auszusteigen und Teil des Vereinigten Königreiches zu bleiben, was schließlich auch geschah." (Wikipedia)
"Irland wurde gezwungen, einem freien Bund beizutreten. Dieser Widerspruch, diese Belastung, die der verfassungsrechtlichen Stellung eines Dominions auferlegt wurde, als Lloyd George am 5. Dezember 1921 mit einem Ultimatum die Verhandlungen abbrach, heftete sich wie eine Klette an sie, die erst abgeschüttelt wurde, als die verfassungsrechtliche Stellung eines Dominions selbst abgelegt wurde." (Mansergh, S. 379)

Die verfassungsrechtliche Stellung der Dominien und die Zolltarifreform 1921-1936 S.384-446
Indien: Ein unbestimmtes Ziel S.447-486
Befriedung und Krieg: Die Rolle des Commonwealth S.487-533

3. Teil: Das Commonwealth S.577 ff.