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Mittwoch, 9. August 2017

Datensammler: Biometrie

Biometrie: Wer war das? ZEIT 23/2017 1.6.17
"Wenn jemand per Internet eine Überweisung tätigt, hinterlässt er einzigartige Spuren. Anhand solcher biometrischer Merkmale identifiziert eine diskrete Firma im Auftrag von Banken Millionen von Nutzern. [...]
600 Faktoren haben die israelischen Entwickler laut eigener Aussage identifiziert, die sich aus der Ferne daraus berechnen lassen, wie ein Mensch eine Online-Banking-Website bedient. "20 bis 30 davon definieren eine Person, eindeutig und einzigartig", sagt Avi Turgeman, ein schmaler Mann mit breitbügeliger Brille und kurzen Bartstoppeln. Der Physiker sieht aus wie viele junge Kreative hier in Tel Aviv. Er hat BioCatch gegründet – und geht mit den Datenschutzbedenken entspannt um. Die britische Kundin ist für ihn einfach eine unverwechselbare Nummer. Eine von 40 Millionen aktiven Online-Bankkunden aus aller Welt, die seine Firma stets im Auge hat, sobald sie sich bei ihrer Bank einloggen. Für Turgeman ist der Erfolg seiner Firma naheliegend: "Die einzige wirksame Lösung gegen Angriffe im Netz ist, wenn man die Kunden ununterbrochen authentifiziert."
Biometrie in Wikipedia :
Datenschutz
"Biometrische Authentifikationssysteme unterliegen in der Regel dem gesetzlichen Datenschutz. Für den Datenschutz sind folgende Eigenschaften von Bedeutung:
  • Biometrische Charakteristika lassen sich mehr oder weniger gut als eindeutige Identifikatoren nutzen. Auf dieser Basis ist auch ein Missbrauch möglich, wie man ihn von E-Mail-Adressen, US-Sozialversicherungsnummern oder Kreditkartennummern kennt. Werden die biometrischen Charakteristika in verschiedenen Anwendungen (z. B. Bezahlsystemen, Zutrittskontrolle) verwendet, können sie auch eine Zuordnung von Personen über diese Anwendungen hinweg (Cross-Matching) und die Ermittlung von Profilen ermöglichen. Weiterhin ist der Einsatz von Biometrie zur Überwachung (z. B. des Aufenthaltsortes oder Verhaltens) möglich bis hin zum staatlichen Missbrauch.
  • Biometrische Charakteristika lassen sich nicht wie Passwörter oder kryptographische Schlüssel ändern bzw. „zurückrufen“.
  • Biometrische Charakteristika sind in der Regel keine perfekten Geheimnisse, sondern können aus Aufnahmen oder Spuren auch ohne Wissen und Einverständnis des Eigentümers erfasst werden.
  • Biometrische Systeme lassen sich nur unvollkommen gegen Faksimile schützen.
  • Biometrische Charakteristika können weitere Informationen, z. B. über Geschlecht, ethnische Herkunft, körperliche Konstitution oder den Gesundheitszustand, enthalten.
Aus all diesen Gründen ist die Einhaltung datenschutzrechtlicher Grundprinzipien unerlässlich. Dazu gehören im Fall der Biometrie:
  • Vermeidung von Risiken: Zugriffsgeschützte und verschlüsselte Speicherung der biometrischen Referenzdaten möglichst unter der vollständigen Verfügungsgewalt der biometrischen Testperson. Alternativ kann Biometric Template Protection eingesetzt werden, um den Missbrauch der gespeicherten Referenzdaten zu verhindern.
  • Eliminierung von Sample-Informationen, die nicht zur Erkennung erforderlich sind (Krankheiten etc.).
  • Beschränkung auf Anwendungen, in denen kein Schaden für die biometrische Testperson entsteht, wenn die biometrischen Daten in falsche Hände geraten.
  • Freiwilligkeit der Anwendung für die biometrische Testperson und Möglichkeit, diskriminierungsfrei andere Authentifikationsarten nutzen zu dürfen."

Dienstag, 9. August 2016

Gefahren des digitalen Lernens

"Zwischen selbstfahrenden Autos und digitalen Lernmedien gibt es eine direkte Verbindung: den Datenverbrauch. Das autonome Auto bewegt sich nur in einem Universum von Sensoren, das virtuelle Klassenzimmer ist ein Schattenarchiv von Bildungsbiographien. Das Schicksal der Daten bleibt im Dunkeln. Versicherungen und Datenhändler könnten sich dafür interessieren. Für die Anbieter von Massive Open Online Courses, sprich: Moocs, öffnet sich ein lukratives Nebengeschäft. Manche Mooc-Anbieter bieten sich schon heute als Personalvermittler an.
Sie handeln mit einem kostbaren Wissen. Lerndaten sind Auskunftsdateien der Persönlichkeit. Sie sagen viel über Auffassungsgabe und Konzentrationsfähigkeit, über Schwächen, Erinnerungsvermögen, Motivation. Der Schweizer Mathematiker Paul-Olivier Dehaye, der an der Universität Zürich ein Online-Seminar über die Geschäftsmodelle von Bildungsanbietern abhielt, fragte den kalifornischen Weltmarktführer Coursera einmal nach dem Verbleib seiner Daten: ohne Reaktion. Er wollte sie nach geltendem EU-Recht wiederhaben: ohne Erfolg. Und ohne weitere Erklärung." (Entmündigung als Bildungsziel faz.net 14.7.2016)

Donnerstag, 20. November 2014

tn3: Digitaler Fußabdruck: 6 Links, die zeigen wie Google dich sieht

Digitaler Fußabdruck: 6 Links, die zeigen wie Google dich siehttn3 digital proneers


[Damit Nutzer mitbekommen, was mit ihren Daten passiert,] haben Datenschützer und Aktivisten auf der ganzen Welt energisch für mehr Transparenz gekämpft. In Folge dessen hat Google unter anderem auch einen sogenannten „Transparency Report“  aufgesetzt, der jährlich erscheint und Interessierte über die Häufigkeit von Behördenanfragen informiert. Wie wichtig derartige Bestrebungen sind, haben Google-Chairman Eric Schmidt und Jared Cohen im vergangenen Jahr sogar in ihrem Buch „Die Vernetzung der Welt“  aufgezeigt, als sie darin klarmachten: „Wer nicht für seine Privatsphäre kämpft, wird sie verlieren.“