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Mittwoch, 17. September 2025

Wirklich kurz vor einem möglichen Weltkrieg?

"[...] In comments to the media in Russia  last Thursday — one day before the Biden-Starmer meeting at the White House — Russian President Vladimir Putin made it clear that any lifting of the restrictions on Ukrainian use of U.S.- and U.K.-provided long-range weapons would change “the very essence of the conflict.”  He said:

“This will mean that NATO countries, the United States, European countries are fighting Russia. And if this is the case, then…we will make appropriate decisions in response to the threats that will be posed to us.”

Kremlin spokesperson Dmitry Peskov, speaking after Putin’s announcement, noted that the Russian president’s words were “extremely clear” and that they had reached their intended audience — U.S. President Biden. 

Biden didn’t seem happy about the message. In responding to a question from reporters prior to his meeting with Prime Minister Starmer at the White House about what he thought about Putin’s warning, Biden snapped angrily, “I don’t think much about Vladimir Putin.”[...]"


 https://consortiumnews.com/2024/09/19/scott-ritter-72-hours/?eType=EmailBlastContent&eId=f5a0c01f-61fe-4ded-a19f-242a75641225

Dienstag, 29. April 2025

Würde eine schwerwiegender Einbruch der Konjunktur oder ein Atomkrieg mit großen Verlusten den Klimawandel hinausschieben?

 Ich habe die Passage bei J. Randers 2025. Der neue Bericht an den Club of Rome, S.296/97 noch einmal nachgelesen. Nüchtern geht er mit den Problemen Atomkrieg und Weltfinanzkrise in der Tat um; aber er sieht noch geringere Folgen eines Atomkriegs für den Klimawandel, als ich in dem vorigen Blogbeitrag, in dem es darum ging, ob Greta Thunberg eine Antisemitin ist, dargestellt habe.

Zum Atomkrieg schreibt er: "Die unmittelbaren Auswirkungen auf die Weltbevölkerung und die Wirtschaft wären jedoch begrenzt. Würden die Bomben 100 Millionen Menschen töten – und das ist etwa zehnmal so viel, wie realistischerweise sterben würden – dann wären das 1,4 Prozent der Weltbevölkerung und derselbe Anteil des weltweiten BIP [Bruttoinlandsprodukt] (wenn man davon ausgeht, dass die Bomben in allen Altersgruppen gleich viele Opfer verursachen). Die Bomben würden die Weltwirtschaft um lediglich acht Monate (bei einer angenommen Wachstums/rate/von 2 Prozent jährlich) und die Bevölkerung um zwölf Monate (bei einer angenommenen Wachstumsrate von 1,4 Prozent jährlich) zurückwerfen. Das heißt, auf den Klimawandel würde sich ein Atomkrieg noch weniger auswirken als die oben beschriebene, finanzielle Kernschmelze." (S.296/97)

Er fügt allerdings hinzu: "Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das Leid, das ein Atomkrieg verursacht, ist unfassbar und völlig überflüssig. Und die Ungerechtigkeit, dass die einen getroffen werden und die anderen nicht, ist nicht hinnehmbar." (S.297)

Eine große Finanzkrise hätte nach Randers (Copyright 2012) zwar eine größere, aber dennoch nicht wirklich wesentliche Auswirkung auf den Klimawandel. Dazu schreibt er:

"Was wäre, wenn das Vertrauen in das Finanzsystem und damit die Kreditvergabe an die Realwirtschaft komplett zusammenbrechen und das BIP dadurch innerhalb eines Jahres um, sagen wir, 20 Prozent senken würde? [...] Das würde zu einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit führen, der begleitet wird von sinkenden Einkommen, sinkendem Energieverbrauch, sinkenden CO2– Emissionen und einem kleiner werdenden ökologischen Fußabdruck, nicht zu vergessen massive Umschichtung der Eigentumsverhältnisse und Nettovermögenswerte. Die wichtigste Folge jedoch, über den Rückgang von Konsum und Wohlstand und den Anstieg der Armut hinaus, wäre die Tatsache, dass die Menschheit erst später an Grenzen des Planeten stößt. Obwohl dieser Aufschub nicht wirklich lang wäre. Würden fünf Jahre lang die jährlichen Emissionen um 20 Prozent sinken, so würden die kumulierten Emissionen um ein Jahr der normalen Emissionen sinken, das heißt, der sich selbst verstärkende Klimawandel würde nicht im Jahr 2080 einsetzen, sondern erst 2081.

Das heißt eine ernsthafte Finanzkrise würde das Klima nicht retten. Würde die Rezession jedoch intelligent genutzt, indem die Arbeitslosen "grüne" Projekte durchführen, die durch die Notenpresse finanziert werden, könnte sich der wirtschaftliche Aufschwung [(!) [gemeint ist: Abschwung] langfristig als eine Wohltat für das Klima herausstellen. Ich zweifle jedoch, dass das passieren würde." (S. 296). 

Das ist also die Größenordung der Probleme, um derentwillen Greta gestreikt hat und um derentwillen Menschen, denen an dauerndem wirtschaftlichen Aufschwung liegt, verhindern wollen, dass auf Gretas Warnung (und die der anderen Klimaaktivisten)  gehört wird. Deswegen soll Greta eine Antisemitin sein, weil sie die Tötung zigtausender Menschen im Gazastreifen verurteilt hat.

Seit 2012, als Randers aufgrund ziemlich präziser Modellrechnungen diese Prognose aufgestellt hat, sind gut 13 Jahre vergangen, ohne dass die Weltwirtschaft wesentlich umgesteuert hätte.


Montag, 1. August 2022

Putin und der Atomerstschlag

 FR 1.8.2022 

"Ukraine-Krieg: Putin äußert sich zu Atom-Erstschlag

+++ 20.00 Uhr: Trotz des Kriegs in der Ukraine hat Russland bekräftigt, keinen Atomkrieg starten zu wollen. «Wir gehen davon aus, dass es in einem Atomkrieg keine Sieger geben kann und er niemals begonnen werden darf», schrieb Präsident Wladimir Putin in einem am Montag auf der Webseite des Kremls veröffentlichten Grußwort an die Teilnehmer der Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York. Damit trat er seit Kriegsbeginn wachsenden Befürchtungen entgegen, dass Moskau in der Ukraine womöglich Atomwaffen einsetzen könnte.

Die Befürchtungen begründeten sich unter anderem darauf, dass Putin die russischen Atomstreitkräfte kurz nach dem Angriff auf das Nachbarland in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt hatte. Zuvor hatte Russlands Führung einen atomaren Erstschlag stets ausgeschlossen und Einsatzpläne lediglich für einen sogenannten Gegenschlag präsentiert, also die militärische Antwort auf einen Angriff.

Nun betonte Putin, dass Russland seine Verpflichtungen als Gründungsmitglied des Atomwaffensperrvertrags erfülle und auch weiter erfüllen wolle. Zugleich forderte der Kremlchef «gleiche und unteilbare Sicherheit für alle Mitglieder der Weltgemeinschaft.» Daneben sollten alle Länder, die die Bestimmungen des Sperrvertrags erfüllten, Zugang zur zivilen Nutzung der Atomkraft haben. Diese Forderung Putins zielte womöglich auf das zivile iranische Atomprogramm, das von Russland unterstützt wird. [...]"

"Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer." Davon bin ich überzeugt. Es ist wahrscheinlich, dass Putin gegenwärtig so argumentiert. Was er denkt, wird er als rational denkender Politiker nicht verraten.

Montag, 18. März 2019

Vergleich der Folgen positiver Anstrengungen auf den Klimawandel und der von Katastrophen

Fridays For Future:
 Angenommen sie hätten schon vor 7 Jahren Erfolg gehabt:

Kohlenstoffsteuer:
„Was wäre, wenn die führenden Politiker weltweit beschließen würden, im Rahmen eines gemeinsamen Plans 20 Jahre lang jedes Jahr fünf Prozent des weltweiten BIP zur Lösung des Klimaproblems zu verwenden? Das würde bedeuten, dass fünf Prozent der arbeitenden Bevölkerung und fünf Prozent des Kapitals für die Herstellung und Erbringung klimafreundlicher Güter und Dienstleistungen arbeiten würden. Dieses große Projekt würde das Klimaproblem lösen. Nach 20 Jahren gemeinsamer und gut geplanter Anstrengungen wäre die Weltwirtschaft emissionsfrei.“ [18]  (Jorgen Randers: 2052, Der neue Bericht an den Club of Rome. Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre, 2012, S.298)

Finanzschmelze:

"Was wäre, wenn das Vertrauen in das Finanzsystem und damit die Kreditvergabe an die Realwirtschaft komplett zu und zusammenbrechen und das BIP dadurch innerhalb eines Jahres um, sagen wir, 20 % sinken würde? [...] Das würde zu einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit führen, der begleitet wird von sinkenden Einkommen, sinkendem Energieverbrauch, sinkenden CO2-Emissionen und einem kleiner werdenden ökologischen Fußabdruck, nicht zu vergessen massive Umschichtungen der Eigentumsverhältnisse und Nettovermögenswerte. Die wichtigste Folge jedoch, über den Rückgang von Konsum und Wohlstand und den Ansturm der Armut hinaus, wäre die Tatsache, dass die Menschheit erst später an die Grenzen des Planeten stößt. Obwohl dieser Aufschub nicht wirklich lange wäre. Würden fünf Jahre lang die jährlichen Emissionen um 20 % sinken, so würden die kumulierten Emissionen um ein Jahr der normalen Emissionen sinken, d.h., der sich selbst verstärkende Klimawandel würde nicht im Jahr 2080 einsetzen, sondern erst 2081
D.h., eine ernsthafte Finanzkrise würde das Klima nicht retten. Würde die Rezession jedoch intelligent genutzt, in dem die Arbeitslosen Anführungszeichen grünen Anführungszeichen Projekte durchführen, Die durch die Notenpresse finanziert werden, könnte sich der wirtschaftliche Aufschwung langfristig als eine Wohltat für das Klima herausstellen.“ (2052,
Der neue Bericht an den Club of Rome. Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre, 2012, S. 296)

Atomkrieg:
"Was würde passieren, wenn jemand ein paar riesige Atombombe abwerfen würde, um irgendein nervendes Problem zu lösen? Viel weniger, als Sie wahrscheinlich denken. Ein Atomkrieg verursacht zweifellos bei der Explosion der Bombe unsagbares Leid und die Strahlungen machen das Leben der Betroffenen noch lange zur Qual.
Die unmittelbaren Auswirkungen auf die Weltbevölkerung und die Wirtschaft wären jedoch begrenzt. Würden die Bomben 100 Millionen Menschen töten – und das ist zehnmal soviel wie realistischerweise sterben würden – dann wären das 1,4 % der Weltbevölkerung und derselbe Anteil des weltweiten BIP (wenn man davon ausgeht, dass die Bomben in allen Altersgruppen gleich viele Opfer verursachen). Die Bomben würden die Weltwirtschaft um lediglich acht Monate (bei einer angenommenen Wachstumsrate von 2 % jährlich) und die Bevölkerung um zwölf Monate (bei einer angenommenen Wachstumsrate von 1,4 % jährlich) zurückwerfen. D.h., auf den Klimawandel würde sich einen Atomkrieg noch weniger aus wirken als die oben beschriebene finanzielle Kernschmelze.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das Leid dass ein Atomkrieg verursacht, ist unfassbar und völlig überflüssig. Und die Ungerechtigkeit, dass die einen getroffen werden und die anderen nicht, ist nicht hinnehmbar.“ (2052, Der neue Bericht an den Club of Rome. Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre Seite 296/97)

Fridays For Future

Politiker setzen seit Jahren weltweit die falschen Prioritäten, weil sie glauben, sie brauchten Wissenschaftler und Naturgesetze nicht ernst zu nehmen.

2015: 15.000 Verwirrte in Dresden auf der Straße. Unionspolitiker: „Wir müssen die Sorgen der Menschen jetzt wirklich ernstnehmen.“ 2019: Hunderttausende Schüler in ganz Deutschland auf der Straße. Unionspolitiker: „Aber die Schulpflicht!“

Aber noch ist Hoffnung auch für die kommenden Generationen.
Der Klimawandel hat(te) eine längere Vorlaufzeit als ein Atomkrieg.