Es ist nicht so, dass den Deutschen die Kreativität für Wortneuschöpfungen abgeht und deshalb sich so viele englische Ausdrücke durchsetzen.
Das merkt man zum einen an Scheinanglizismen wie Handy, aber auch an - nicht immer ernst gemeinten - Verdeutschungen solcher englischer Ausdrücke wie Rudelgucken für Public Viewing oder anderen Wörtern, die für aktuell aufkommende Erscheinungen gefunden werden, wie z.B. Raubkunst, Schattenbank oder Schlafmünzen (für Münzen, die vor der Einführung des Euros geprägt, aber dann nicht mehr abgegeben wurden).
mehr dazu:
Katharina Maier: Deutschkompetent für Dummwortverbraucher, 2010
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Montag, 21. Januar 2019
Wortneuschöpfungen
Samstag, 13. Mai 2017
Wortschöpfungen Luthers
Im Zuge seiner Bibelübersetzung hat Luther viele Wortschöpfungen hervorgebracht.
Dazu der Sprachforscher Hartmut Günther im Interview: "Lückenbüßer, friedfertig, wetterwendisch, Machtwort, Feuereifer, Langmut, Lästermaul, Morgenland. Stammen alle von Luther. Im Süddeutschen würde man vielleicht noch Lefze statt Lippe sagen, und Geißel statt Peitsche – Wörter aus dem Norden, die Luther auch nach Bayern brachte. Fraglich ist auch, ob wir die Redewendungen kennen würden, die er populär gemacht hat: Sein Licht unter den Scheffel stellen. Ein Stein des Anstoßes sein. Mit Blindheit geschlagen sein. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Niemand kann zwei Herren dienen.
Das Wort Sicherheit, das Christian Thomas in der Frankfurter Rundschau vom 13./14.5.2017 auch dazu rechnet, findet sich freilich schon im Mittelhochdeutschen. (Grimms Deutsches Wörterbuch: Sicherheit) Dagegen wird zu Denkzettel, was Thomas auch anführt, dort in der Tat Luther angeführt.
Dazu auch: aufsmaulschaun.de (Wortklaubereien & Beo(hr)bachtungen zu & mit lutherschem Sprachmaterial)
und Luther und die deutsche Sprache (S.23-29 zu Wortschöpfungen)
Dazu der Sprachforscher Hartmut Günther im Interview: "Lückenbüßer, friedfertig, wetterwendisch, Machtwort, Feuereifer, Langmut, Lästermaul, Morgenland. Stammen alle von Luther. Im Süddeutschen würde man vielleicht noch Lefze statt Lippe sagen, und Geißel statt Peitsche – Wörter aus dem Norden, die Luther auch nach Bayern brachte. Fraglich ist auch, ob wir die Redewendungen kennen würden, die er populär gemacht hat: Sein Licht unter den Scheffel stellen. Ein Stein des Anstoßes sein. Mit Blindheit geschlagen sein. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Niemand kann zwei Herren dienen.
Das Wort Sicherheit, das Christian Thomas in der Frankfurter Rundschau vom 13./14.5.2017 auch dazu rechnet, findet sich freilich schon im Mittelhochdeutschen. (Grimms Deutsches Wörterbuch: Sicherheit) Dagegen wird zu Denkzettel, was Thomas auch anführt, dort in der Tat Luther angeführt.
Dazu auch: aufsmaulschaun.de (Wortklaubereien & Beo(hr)bachtungen zu & mit lutherschem Sprachmaterial)
und Luther und die deutsche Sprache (S.23-29 zu Wortschöpfungen)
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