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Posts mit dem Label Studium werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Sonntag, 17. November 2019
Mittwoch, 28. Juni 2017
So leben Studenten
Das Studentenwerk hat Deutschlands Studierende in der 21. Sozialerhebung vermessen. Spiegel online 27.6.17
Beispiele für Ergebnisse:
"Arbeitsaufwand und Belastung: Vollzeitstudierende investieren durchschnittlich 33 Stunden pro Woche in ihr Studium. 18 Stunden davon verbringen sie im Selbststudium, 15 Stunden in Lehrveranstaltungen. Bei der letzten Erhebung 2012 lag die Präsenzzeit noch bei 17 Stunden pro Woche. 68 Prozent der Befragten empfinden ihren zeitlichen Aufwand für das Studium als hoch bis sehr hoch. 23 Prozent ordnen sich der mittleren Antwortkategorie zu, während neun Prozent den Studienaufwand als niedrig bis sehr niedrig einstufen.
Beispiele für Ergebnisse:
"Arbeitsaufwand und Belastung: Vollzeitstudierende investieren durchschnittlich 33 Stunden pro Woche in ihr Studium. 18 Stunden davon verbringen sie im Selbststudium, 15 Stunden in Lehrveranstaltungen. Bei der letzten Erhebung 2012 lag die Präsenzzeit noch bei 17 Stunden pro Woche. 68 Prozent der Befragten empfinden ihren zeitlichen Aufwand für das Studium als hoch bis sehr hoch. 23 Prozent ordnen sich der mittleren Antwortkategorie zu, während neun Prozent den Studienaufwand als niedrig bis sehr niedrig einstufen.
- Fächerwahl: Zu den beliebtesten Studiengängen zählten 2016 erneut die Ingenieurwissenschaften.
Studierende nach Fächergruppen
Fächerstruktur in Prozent
Mathematik/Naturwissenschaften: 20
Quelle: DSW/DZHW 21. Sozialerhebung;
* Bis 2003 Human- und Veterinärmedizin, ab 2006 einschl. Gesundheitswissenschaften.
* Bis 2003 Human- und Veterinärmedizin, ab 2006 einschl. Gesundheitswissenschaften.
- Partnerschaft: 48 Prozent der Studierenden sind in einer festen Partnerschaft, weitere sechs Prozent der Immatrikulierten sind verheiratet oder leben in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. 46 Prozent sind Single. Der Anteil der alleinstehenden Studierenden ist damit im Vergleich zur Erhebung von 2012 etwas gestiegen, damals waren 43 ohne festen Partner.
- Familie und Gesundheit: Der Anteil von Studierenden mit Kind ist im Vergleich zu 2012 um einen Prozentpunkt auf sechs Prozent gestiegen. Elf Prozent der Studierenden sind gesundheitlich beeinträchtigt, das sind vier Prozentpunkte mehr als noch bei der letzten Erhebung.
- Wohnen: Der Anteil der Studierenden, die bei den Eltern wohnen, hat sich mit 20 Prozent leicht verringert, dafür leben mit zwölf Prozent etwas mehr Studierende in einem Wohnheim."
Donnerstag, 27. Oktober 2016
Dienstag, 1. März 2016
Studenten und Professoren
Klage eines Hochschullehrers. Studienanfänger – leseschwach und verantwortungsscheu
von BERND BEUSCHER, faz.net 24.2.2016
"Ein Professor lässt Frust ab: Warum sind Studenten so mutlos und verzweifelt, wenn es Widerstände gibt? Und wo sind Neugier und Abenteuerlust geblieben?"
von BERND BEUSCHER, faz.net 24.2.2016
"Ein Professor lässt Frust ab: Warum sind Studenten so mutlos und verzweifelt, wenn es Widerstände gibt? Und wo sind Neugier und Abenteuerlust geblieben?"
"[...] Das Leben und seine Wissenschaften konfrontieren aber immer wieder mit Neuem, Ungewohntem, Ungemütlichem, Unübersichtlichem, Komplexem, Fremdem. Das löst Angst, Ohnmachtsgefühle und Enttäuschungen aus. Neugier und Abenteuerlust werden im Freizeitpark konsumiert. [...] Ich verstehe die Aufgabe von Professoren nicht als Erfüllungsgehilfen studentischer Verstehenswut, sondern als Köche, die ein reichhaltiges Buffet anbieten, woraus Studenten ihren Bildungshunger stillen können. Nicht „All you can eat“, sondern „What do you want to eat?“: „Bedienen Sie sich. Picken Sie sich etwas heraus. Kosten Sie. Und in der schriftlichen oder mündlichen Prüfung berichten Sie dann systematisch, wie es geschmeckt hat und wie es bekommen ist.“ [...] Es geht meines Erachtens an der Hochschule darum, richtig in Schwierigkeiten hineinzukommen anstatt ideologisch zu simplifizieren, bildungsbürgerlich abzuhaken und Patentrezepte zu erhaschen. Ein guter Professor verweigert sich Erklärungsschnelldiensten und Pädagotchi-Reflexen. Er kaut nicht vor und jubelt nicht unter, sondern ist eine (dosierte) Zumutung. Im Idealfall ergibt sich im Seminar ein Flow. Die Inszenierung einer knackigen Phase Frontalunterrichts ist dazu übrigens kein Widerspruch - im Gegenteil. Nirgendwo wird mehr manipuliert als durch die Trutschigkeit buntkarierter Reformpädagogikfolklore."
Labels:
Lernen,
Ohnmachtsgefühl,
Professor,
Student,
Studium
Dienstag, 5. Januar 2016
Die Hausarbeitenproduktionsmaschine spricht
"Ich habe verstanden, worauf es ankommt. Vor allem auf ein gutes Gerüst: Ist die Argumentation schlüssig? Habe ich eine klare Forschungsfrage? Ist der Aufbau logisch? Habe ich methodisch sauber gearbeitet? Kann ich die Grenzen meiner Arbeit kritisch reflektieren? Und zitiere ich korrekt? Dafür muss ich keine sechs Jahre studieren. Das hatte ich schon im Bachelor irgendwann begriffen. [...]
Ich würde lieber einen eigenen Dokumentarfilm über gescheiterte Flüchtlingspolitik drehen. Auf einem Plakat Ursachen für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa erklären. Ein Hörspiel aufnehmen, in dem zwei Theorien miteinander diskutieren. Eine Seminarstunde gestalten. Eine Podiumsdiskussion organisieren und moderieren."
(Ich bin eine Hausarbeiten-Produktionsmaschine, ZEIT online 5.1.16)
Meine Gratulation an die Verfasserin. (Falls sie nicht doch etwas übertreibt.) Aber ich fürchte, an der Uni gibt es nicht genügend Leute, die darin geübt sind, solche Arbeiten zu beurteilen, geschweige denn, dazu anzuleiten.
Ich würde lieber einen eigenen Dokumentarfilm über gescheiterte Flüchtlingspolitik drehen. Auf einem Plakat Ursachen für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa erklären. Ein Hörspiel aufnehmen, in dem zwei Theorien miteinander diskutieren. Eine Seminarstunde gestalten. Eine Podiumsdiskussion organisieren und moderieren."
(Ich bin eine Hausarbeiten-Produktionsmaschine, ZEIT online 5.1.16)
Meine Gratulation an die Verfasserin. (Falls sie nicht doch etwas übertreibt.) Aber ich fürchte, an der Uni gibt es nicht genügend Leute, die darin geübt sind, solche Arbeiten zu beurteilen, geschweige denn, dazu anzuleiten.
Dienstag, 8. Dezember 2015
Weniger Studienanfänger nach Turbo-Abitur
"Die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur von 13 auf 12 Jahre führt dazu, dass Abiturientinnen und Abiturienten im ersten Jahr nach dem Schulabschluss seltener ein Studium aufnehmen. Stattdessen nutzen sie das Jahr häufiger für einen Freiwilligendienst oder einen Auslandsaufenthalt. Zu diesem Ergebnis kommen Tobias Meyer, Stephan Thomsen (beide NIW Hannover) und Heidrun Schneider (DZHW Hannover) in einer aktuellen Studie, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) jetzt veröffentlicht hat." bildungsklick 7.12.15
Labels:
Freiwilliges Soziales Jahr,
Studienbeginn,
Studium
Dienstag, 10. November 2015
Gefahren der digitalisierten Bildung?
Digitalisierte Bildung: Wenn Rechner sagen, was wir lernen sollen
Interview mit Ralph Müller-Eiselt
"Wir sollten bei all dem die Lehrer nicht vergessen. Es geht nicht darum, sie durch Technik zu ersetzen. Sie werden weniger die Rolle des Wissensvermittlers spielen, sondern stärker zum Lernbegleiter werden. Eine amerikanische Lehrerin, die schon so arbeitet, sagte uns: „Endlich unterrichte ich nicht mehr Standardwissen, sondern Schüler.“"
Literatur:
Jörg Dräger, Ralph Müller-Eiselt: „Die digitale Bildungsrevolution“. Der radikale Wandel des Lernens und wie wir ihn gestalten können. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2015. 240 S., Abb., geb., 17,99 €.
Dabei wird freilich die Ambivalenz digitalen Lernens übergangen. Dazu:
"Im September präsentierte das Hochschulforum Digitalisierung, eine von der Hochschulrektorenkonferenz angeführte Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, ein Diskussionspapier, das von jeder Hochschule eine eigene digitale Agenda fordert. Das Studium müsse individuell werden angesichts der an die Universitäten strömenden Massen. (Individuell meint hier den programmatisch* erfassbaren Anteil des Individuums.) Das Argument der Kosteneinsparung ist stillschweigend mitgeführt. Universitäten mit einer schlüssigen Online-Strategie? Gibt es wenige, sagt Handke, wenn überhaupt welche. Von den 113 Digitalisierungsprojekten, die von der Bundesregierung mit 240 Millionen Euro aus den UMTS-Lizenzen gefördert wurden, existierten heute noch zwei. Eins davon betreut er selbst."(Digitalisierung der Lehre.Die Neuerfindung des Hörsaals, faz.net 5.11.15: "Der Marburger Anglist Jürgen Handke bringt die digitale Lehre im „inverted classroom“ auf neuesten Stand.")
(Hervorhebungen und Anmerkung von mir) *programmatisch meint hier: durch Computerprogramme erfassbar.
Interview mit Ralph Müller-Eiselt
"Wir sollten bei all dem die Lehrer nicht vergessen. Es geht nicht darum, sie durch Technik zu ersetzen. Sie werden weniger die Rolle des Wissensvermittlers spielen, sondern stärker zum Lernbegleiter werden. Eine amerikanische Lehrerin, die schon so arbeitet, sagte uns: „Endlich unterrichte ich nicht mehr Standardwissen, sondern Schüler.“"
Literatur:
Jörg Dräger, Ralph Müller-Eiselt: „Die digitale Bildungsrevolution“. Der radikale Wandel des Lernens und wie wir ihn gestalten können. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2015. 240 S., Abb., geb., 17,99 €.
Dabei wird freilich die Ambivalenz digitalen Lernens übergangen. Dazu:
"Im September präsentierte das Hochschulforum Digitalisierung, eine von der Hochschulrektorenkonferenz angeführte Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, ein Diskussionspapier, das von jeder Hochschule eine eigene digitale Agenda fordert. Das Studium müsse individuell werden angesichts der an die Universitäten strömenden Massen. (Individuell meint hier den programmatisch* erfassbaren Anteil des Individuums.) Das Argument der Kosteneinsparung ist stillschweigend mitgeführt. Universitäten mit einer schlüssigen Online-Strategie? Gibt es wenige, sagt Handke, wenn überhaupt welche. Von den 113 Digitalisierungsprojekten, die von der Bundesregierung mit 240 Millionen Euro aus den UMTS-Lizenzen gefördert wurden, existierten heute noch zwei. Eins davon betreut er selbst."(Digitalisierung der Lehre.Die Neuerfindung des Hörsaals, faz.net 5.11.15: "Der Marburger Anglist Jürgen Handke bringt die digitale Lehre im „inverted classroom“ auf neuesten Stand.")
(Hervorhebungen und Anmerkung von mir) *programmatisch meint hier: durch Computerprogramme erfassbar.
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digitale Medien,
digitales Lernen,
Digitalisierung,
Studium
Montag, 9. November 2015
Gibt Deutschland zu wenig für Bildung aus?
Gibt Deutschland zu wenig für Bildung aus? SPON 8.11.15
Auch bleibt die Bundesrepublik hinter den Zielen zurück, die sich Bund und Länder auf dem Dresdner Bildungsgipfel 2008 selbst gesteckt haben.
Während die OECD-Länder im Schnitt 6,1 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) für diesen Bereich aufwenden, beträgt der Anteil in Deutschland lediglich 5,1 Prozent.
Mittwoch, 22. April 2015
Ist Bildungsdiskriminierung immer noch überall?
Christian Füller: Mich Arbeiterkind gibt es nicht mehr auf der Hauptschule
Marco Maurer: Bildungsdiskriminierung ist überall ZEIT online 22.4.15
Marco Maurer: Bildungsdiskriminierung ist überall ZEIT online 22.4.15
Christian Füller: ZWEI AUFZÄHLUNGEN ALS ANTWORT AUF MARCO MAURER
Labels:
Abitur,
Arbeiterkind,
Bildungsgerechtigkeit,
Studium
Dienstag, 17. Februar 2015
Was Abiturienten vom Studium abhält
Was Abiturienten vom Studium abhält, bildungsklick 16.2.15
Eine gute Abiturnote erhöht die Wahrscheinlichkeit, ein Studium aufzunehmen. So ist die Studierneigung eines Studienberechtigten mit einem Einserabitur rund 34 Prozent höher als die eines Studienberechtigten mit einer Abiturnote von 3,0. Da sich die Verteilung der Abiturnoten von Bundesland zu Bundesland stark unterscheidet, schätzen sich unterschiedlich viele Abiturienten als kompetent für ein Studium ein. In Nordrhein-Westfalen haben beispielsweise 28 Prozent aller Studienberechtigten einen Abiturschnitt von 3,0 oder schlechter, in Baden-Württemberg 16 Prozent, in Thüringen nur 9 Prozent.
Donnerstag, 6. November 2014
Müssen alle studieren?
Eine Zeit lang wurde die Akademisierung gewisser Berufssparten vorangetrieben, um das Sozialprestige der Ausübenden zu fördern.
Von Seiten der Wirtschaft kam schon früh die Mahnung, man solle nicht überqualifizieren, sonst gingen die notwendigen Facharbeiteranwärter verloren.
Wenn man dann aber darüber hört, wie viel Probleme Facharbeiter über 50 Jahre, die "freigesetzt" worden sind, haben, wieder eine Stelle zu finden, mutet einen der Facharbeitermangel doch eher wie ein Mythos an.
MARION SCHMIDT schreibt in ZEIT online am 5.11.14 unter der Überschrift BILDUNGSBÜRGERTUM. Müssen jetzt alle studieren?
Von Seiten der Wirtschaft kam schon früh die Mahnung, man solle nicht überqualifizieren, sonst gingen die notwendigen Facharbeiteranwärter verloren.
Wenn man dann aber darüber hört, wie viel Probleme Facharbeiter über 50 Jahre, die "freigesetzt" worden sind, haben, wieder eine Stelle zu finden, mutet einen der Facharbeitermangel doch eher wie ein Mythos an.
MARION SCHMIDT schreibt in ZEIT online am 5.11.14 unter der Überschrift BILDUNGSBÜRGERTUM. Müssen jetzt alle studieren?
In Deutschland gibt es heute mehr Studienanfänger als Auszubildende. Die Akademisierung wird unsere Gesellschaft verändern. Zum Guten. [...]
Es mag absurd klingen: Die Hochschulen müssen mit viel Aufwand und hohen Kosten ihre Studenten fit machen für das Studium, während Unternehmen händeringend qualifizierte Bewerber für eine berufliche Ausbildung suchen. Wäre mancher Studienanfänger in einem Betrieb nicht besser aufgehoben? Oder anders gefragt: Nimmt Suat Yilmaz den Betrieben die Lehrlinge weg?
Bei der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, zwei Kilometer von der Westfälischen Hochschule entfernt, tun sie sich schwer mit der Antwort. "Wir sehen das problematisch", sagt Carsten Taudt vorsichtig. Er ist bei der IHK für Bildung zuständig. Taudt sitzt im Haus der IHK an einem riesigen blank polierten Holztisch, an dem vor fünfzig Jahren die Zechendirektoren ihren Platz hatten. Damals, als in Gelsenkirchen noch die Kohle für Arbeitsplätze sorgte. Heute verliert die Stadt jedes Jahr rund 2.000 Einwohner. Die Menschen ziehen weg. Hoch sind nur die Arbeitslosigkeit und die Schulden. "Die Betriebe brauchen gar nicht so viele Akademiker", sagt Taudt, "uns fehlen die beruflich Gebildeten."
Was Taudt nicht sagt: Es gibt gar nicht genug Lehrstellen im nördlichen Ruhrgebiet; viele Betriebe bilden nicht mehr aus. Ein Studium ist für manche Jugendliche die einzige Perspektive nach der Schule. Und: Die Betriebe machen sich ungern Mühe mit Jugendlichen, die nur einen einfachen oder keinen Schulabschluss haben. Die gelten als nicht ausbildungsreif. Während die Hochschule Gelsenkirchen es auf sich nimmt, schlecht vorbereitete Studienanfänger in ihr System einzugliedern, lassen viele Unternehmen schwache Jugendliche links liegen. (mehr)
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