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Donnerstag, 6. März 2025

Joschka Fischer: Erst der Irakkrieg machte die Präsidentschaft Trumps möglich

 "Der Irakkrieg habe Donald Trump erst möglich gemacht, davon ist er überzeugt. Die Kosten seien damals beim ländlichen Amerika abgeladen und damit der Grundstein für das verbreitete Gefühl vieler Menschen in den USA gelegt worden, man sei von den Eliten verraten worden. [...]

Fischer: Die gravierendste Folge ist, dass man sich in Moskau und Peking in der Annahme bestätigt sehen dürfte, die USA seien eine Weltmacht im Niedergang. Die USA sind in der glücklichen Situation, von den beiden größten Ozeanen der Erde beschützt zu sein. Sie sind mit nahezu allen bedeutenden Rohstoffen gesegnet. Diese Macht kann sich nur selbst besiegen. Ich fürchte, wir waren am 28. Februar Zeugen des Beginns dieses Niedergangs. Damit Sie mich richtig verstehen: Das ist nichts, was in mir Triumphgefühle auslöst, im Gegenteil. [...]

ZEIT: Sie waren Außenminister. Vieles, wofür Sie eingestanden sind, scheint gerade zu zerbröseln. Sind Sie traurig?

Fischer: (schweigt sehr lange) Zu sehen, wie die USA, dieses großartige Land, ohne Not alles infrage stellen, was sie selbst aufgebaut haben, wie sie dabei sind, die Hoffnung auf Demokratie und Freiheit in der Ukraine zu verraten, und deren Präsidenten im Weißen Haus demütigen – ja, das tut weh."

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-03/joschka-fischer-usa-donald-trump-ukraine-nato?


Die erste Version des Titels enthielt Musk statt  Trump als Namen des Präsidenten. Das war keine Absicht!

Musk ist zwar intelligenter, aber Trump noch deutlich gefährlicher.

Montag, 6. Dezember 2021

Habeck und Fischer (40 Jahre die Grünen: 2020)

 Robert Habeck im Gespräch mit Joschka Fischer


Habeck: Relevante Politik kann nicht heißen, in ein bestehendes System, das Probleme verursacht, einfach mehr Geld hineinzustecken. Das ist das Gegenteil von relevanter Politik.

Freitag, 11. September 2020

Mal gegen den Strich gebürstet

 Merkel: Autokanzlerin, blockiert Umwelt- und Klimaschutz

Fischer: eloquent, dynamisch, für Umweltschutz

aber auch:

Merkel modernisiert eine konservative Partei, in der Frauen nur für Hilfsdienste zuständig waren. (Symbolischer Vorgang: Seehofer macht mit AfD-naher Politik den starken Mann und führt Merkel als unfähig vor). Sie bringt Frauen in wichtige Positionen und unterstützt von der Leyen bei ihrem Versuch eines Green Deals.

Fischer propagiert unter dem Motto "Nie wieder Auschwitz!" einen Bombenkrieg gegen Serbien.


China: weitgehend totalitärer Staat, der Schreckensvision von Orwells 1984 noch überbietet

EU: weitgehend demokratisch, Ergebnis erfolgreicher Verständigungs- und Friedenspolitik, Friedensnobelpreisträgerin

aber auch:

China treibt erfolgreiche Aufbaupolitik, vor allem im Bereich der Infrastruktur in Afrika

EU sucht mit Exporten von überschüssigen Agrarprodukten und unfairem Handelsaustausch ihren "Vorteil", statt Hilfe vor Ort zu leisten (die sie offiziell propagiert) schottet sie sich gegen Produkte und Flüchtlinge ab.

Natürlich ist alles weit komplexer, doch ein einfaches Gut und Böse, wie es in (halb)linken Filterblasen gern gepflegt wird, passt nicht. 

Sind Demokratien nicht zu vorausschauender Außenpolitik imstande? (Zum Glück gibt es vereinzelt auch positive Beispiele.) 

Trump auf dem Weg zum Friedensnobelpreis?

https://www.hr-inforadio.de/programm/themen/kommentar-trump-auf-dem-weg-zum-friedensnobelpreis,trump_nobelpreis-100.html

Obama zu Unrecht den Friedensnobelpreis erhalten?