"[...] Es kommt noch hinzu, dass wir nicht das eigentliche Ereignis erinnern, sondern
genau genommen den letzten Abruf. Denn immer wenn wir eine Erinnerung abrufen,
wird diese erneut abgespeichert. Und das, was wir dann das nächste Mal erinnern,
ist das, was wir als Letztes abgespeichert haben. Das heißt, aktuelle Informationen,
auch aktuelle Gefühlslagen können sich immer auch einschleichen in unsere
ursprünglichen Erinnerungen. [...]
Unser Gehirn funktioniert immer selektiv, und die zunehmende Informationsflut verstärkt dabei eine vereinfachte emotionale
Verarbeitung auf Basis von Stereotypien und ganz einfachen Schwarz-Weiß-
Mustern. D.h. was man bisher beobachten kann, ist, dass ein Mehr an Informationen,
was ja auch durchaus zu einer differenzierteren Weltsicht führen kann, sehr häufig
das Gegenteil bewirkt, wenn nämlich unsere Gehirne überfordert werden mit der
Menge an Informationen, die sie in einem bestimmten Moment verarbeiten sollen.
Man kann also zu Recht fragen, ob eine so hohe Informationsdichte statt zu einem
differenzierteren Weltbild sehr häufig sogar ins Gegenteil führt, zu einer extrem
vereinfachten Weltwahrnehmung. [...] "
Die Biografie in den Neuronen. Das Ich und sein Gedächtnis
Von Martin Korte, SWR2 11.2.18
Seiten
- Startseite
- Links
- Geschichte
- Über diesen Blog
- frühere Schnipsel
- Regenwaldreport
- Lernspiele
- Festgehalten
- Günter Gaus im Gespräch
- Gysi trifft Zeitgenossen
- Gysi gegen Guttenberg (Podcast)
- Sprüche
- Gesundheit
- Musik für den Abend
- Tools
- Lieder
- Rätsel, Quiz, Sudoku, Schach
- Sehenswürdigkeiten
- Impressum
- Dichter und andere Zeitgenossen im Gespräch
- Namen
Posts mit dem Label Gehirnforschung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gehirnforschung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 11. Februar 2018
Erinnerung
Labels:
Erinnerung,
Gedächtnis,
Gehirnforschung,
Neuronen
Freitag, 19. Juni 2015
Oliver Maassen zu Bildung und Gehirnforschung
Lernen 5.0: Wenn digitale und neuronale Welten sich vernetzen
"[...] Ich selbst teste gerade auf meinem Smartphone verschiedene Apps für neuronales Lernen und bin ziemlich begeistert, was diese neuen Tools so alles können. Als Berater und Personalentwickler nutzen wir diese Chancen natürlich, um unser Training und Coaching in die neue Welt des Lernens 5.0 zu überführen. Das bedeutet nicht nur die Erkenntnisse der Hirnforscher auf die Seminargestaltung zu übertragen und auf neue Medien bei der Lernvermittlung zu setzen, sondern insbesondere auch Unternehmen darin zu begleiten, wie sie ihre interne Aus-, Fort- und Weiterbildung neu aufstellen müssen.
Lernen 5.0 steht heute noch ganz am Anfang und ist in seinen künftigen Dimensionen schwer einzuschätzen. Heute ist aber schon deutlich abzusehen, dass Lernen 5.0 die Kraft hat unsere gesamte Bildungs- und Entwicklungsarbeit zu revolutionieren. Und wie immer gilt: (Früh) dabei sein ist alles." (Oliver Maassen*: Lernen 5.0: Wenn digitale und neuronale Welten sich vernetzen)
*Oliver Maassen ist seit 2013 Geschäftsführer der Pawlik Consultants GmbH. Zuvor war er unter anderem Bereichsvorstand und Personalchef der Unicredit Bank.
Mich kann die Darstellung nicht beeindrucken. Dass Maassen schon bei Lernen 5.0 angekommen ist, überzeugt mich nicht davon, dass ich Wesentliches von diesem Wege verpasst habe. Etwas mehr Inhalt hätte mir mehr imponiert.
Mich kann die Darstellung nicht beeindrucken. Dass Maassen schon bei Lernen 5.0 angekommen ist, überzeugt mich nicht davon, dass ich Wesentliches von diesem Wege verpasst habe. Etwas mehr Inhalt hätte mir mehr imponiert.
Dienstag, 2. Juli 2013
Neues über die Gehirnhälften
Abonnieren
Posts (Atom)