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Mittwoch, 22. Januar 2025

Bundestagspräsidenten - Präsident des Bundesrates

 Erich Köhler (CDU/CSU, 1949–1950) | Hermann Ehlers (CDU/CSU, 1950–1954) | Eugen Gerstenmaier (CDU/CSU, 1954–1969) | Kai-Uwe von Hassel (CDU/CSU, 1969–1972) | Annemarie Renger (SPD, 1972–1976) | Karl Carstens (CDU/CSU, 1976–1979) | Richard Stücklen (CDU/CSU, 1979–1983) | Rainer Barzel (CDU/CSU, 1983–1984) | Philipp Jenninger (CDU/CSU, 1984–1988) | Rita Süssmuth (CDU/CSU, 1988–1998) | Wolfgang Thierse (SPD, 1998–2005) | Norbert Lammert (CDU/CSU, 2005–2017) | Wolfgang Schäuble (CDU/CSU, 2017–2021) | Bärbel Bas (SPD, seit 2021)

Der Präsident des Deutschen Bundestages,[1] auch Bundestagspräsident[2] genannt, ist der Vorsitzende des Bundesparlaments der Bundesrepublik Deutschland. Er hat gemäß dem Inlandsprotokoll der Bundesregierung das zweithöchste Staatsamt inne.[3] (Wikipedia)

 Eugen Gerstenmaier [...]

 Günter Gaus interviewt Eugen Gerstenmaier (1964)

Notizen zum Interview:  Einfluss von O. Spengler,  August Winnig mit 20/21 J., Friedrich Brunstädsein Wunsch ein "geklärtes deutsche Nationalbewusstsein" (1952) etwa 39min des Interviews: Missbehagen an den späten Jahren der Weimarer Republik (in den blutigen Straßenschlachten). Elite muss sich als dienstbereit verstehen, Das C in CDU kann keinen christl. Staat anstreben (Recht und Glaubensfreiheit gehören zusammen)

"In der CDU profilierte er sich als stellvertretender Bundesvorsitzender und geriet zeitweise in Gegensatz zu Adenauer, besonders in dessen Endphase als Bundeskanzler. Am Ende der Kanzlerschaft Erhards 1966 war er selbst mit Unterstützung von Franz Josef Strauß als Kanzlerkandidat im Gespräch. Er zog seine Kandidatur für die Fraktionsabstimmung jedoch wieder zurück, nachdem die CSU erklärt hatte, geschlossen für Kurt Georg Kiesinger stimmen zu wollen. Bei der Regierungsbildung bot Kiesinger ihm das Außenministerium an. Als Herbert Wehner dieses für Willy Brandt forderte, der sich ursprünglich auf das Wissenschaftsministerium beschränken wollte, verzichtete Gerstenmaier. [...] 

Am 31. Januar 1969 legte Gerstenmaier das Amt als Bundestagspräsident nieder, nachdem er wegen der Inanspruchnahme von Wiedergutmachungsleistungen und der nachträglichen Zuerkennung des Professorentitels[31] öffentlich in die Kritik geraten war.[32][33] [...]"(Wikipedia)

Im Interview mit Günter Gaus gibt sich Gerstenmeier im Vergleich zu anderen Interviews dieser Reihe ungewöhnlich kämpferisch, so als wolle er nicht so sehr deutlich machen, was seine Überzeugungen sind, sondern als wolle er Gaus für seine Überzeugungen gewinnen.

Außerdem aber wird deutlich, wie wichtig er sein Amt und die parteipolitische Neutralität seines Amtes nimmt.

Für mich wird daran - und an den Vorgängen, die zu seinem Rücktritt führen, - deutlich, wie gefährdet die Position eines Parteipolitikers ist, der aufgrund seines Amtes (z.B. Bundestagspräsident oder Bundespräsident über den Parteien stehen soll und der sich keine eigene Anhängerschaft in der Partei geschaffen hat, sondern nur aufgrund seiner besonderen Qualifikationen zu dem Amt gekommen ist und innerhalb der Partei nicht mehr mitzureden hat, wenn es darum geht, Posten zu verteilen. Das ging bei den Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger und Rita Süssmuth so, die bei im Grunde harmlosen Fehlern keine Unterstützung fanden, aber auch bei den   Bundespräsidenten Wulff und Köhler, Wulff, weil er nicht mehr Ministerpräsident warund Köhler, weil er kein Parteipolitiker war.

"Der Präsident des Bundesrates (kurz auch Bundesratspräsident) steht dem Bundesrat, einem der ständigen Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland, vor. Zugleich ist der Präsident des Bundesrates Stellvertreter des Bundespräsidenten und übernimmt im Falle einer Vakanz des Amtes gemäß Artikel 57 Grundgesetz vorübergehend dessen Amtsgeschäfte.

In Deutschland existiert keine feste protokollarische Rangfolge. Jedoch hat sich aus der Praxis ergeben, dass er protokollarisch zumeist das vierthöchste Staatsamt auf Bundesebene nach dem Bundespräsidenten, dem Bundestagspräsidenten und dem Bundeskanzler darstellt.

Verfassungsgemäß kann jedes Bundesratsmitglied zum Präsidenten gewählt werden. Vereinbarungsgemäß rotiert das Amt des Präsidenten jährlich zwischen den Regierungschefs der 16 deutschen Länder." (Wikipedia)

Dienstag, 4. November 2014

Was gehen uns andere an? - Rede auf Einladung der Stiftung Weltethos am 1.12.2004 in Tübingen

Der Redner ist Bundespräsident Horst Köhler. Knapp 10 Jahre habe ich die Rede in Papierform aufbewahrt. Als ich bei Küng im dritten Band seiner Erinnerungen Erlebte Menschlichkeit las, wie stolz Küng war, Köhler für die Rede gewonnen zu haben, hätte ich nicht gedacht, dass ich sie aufbewahrt hatte, geschweige denn, dass ich sie gelesen hätte.
Jetzt wird sie hier verlinkt: Was gehen uns andere an?

Und die Rede von Bundespräsident Johannes Rau beim Festakt zum Jahrestag der Deutschen Einheit im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin am 3.10.2002 ebenfalls

Sie fing an:
Unsere Feierstunde hat sich schon gelohnt, hochansehnliche Festversammlung, wenn wir in Herz und Seele und Gedanken behalten, was die Kinder von den Europa-Schulen uns gerade gesagt haben. So lebensfroh, so praktisch, so hoffnungsvoll und zuversichtlich - so möchten wir alle sein und bleiben.
Auch ich möchte Ihnen zunächst von einigen Kindern erzählen. Ich habe gestern von ihnen in der Zeitung gelesen.
Ein zwölfjähriger Junge aus Berlin-Friedrichshain wurde gefragt, was ihm zur Teilung Deutschlands einfalle. Er sagt, dass man in der DDR nicht verreisen durfte, dass es im Osten weniger Luxus gab und im Westen bessere Autos. Ihm ist aufgefallen, dass seine Eltern neuerdings wieder gerne Ost-Schokolade kaufen.

Vielleicht sieht sich jemand versucht, diese oder andere Reden dieser Bundespräsidenten mal wieder nachzulesen.