Nach einem überdurchschnittlichen Erfolg ist eher damit zu rechnen, dass das nächste Ergebnis schlechter wird. Nach einem schlechten Ergebnis damit, dass das nächste Ergebnis besser wird. Denn es gibt immer einzelne Umstände, die den außergewöhnlichen Erfolg begünstigt haben und die nicht gleich bleiben, wie es besondere Umstände für das schlechte Ergebnis gibt, die sich nicht zu wiederholen brauchen. (Daniel Kahneman in "Schnelles Denken, langsames Denken", S.219ff.)
Also ist grundsätzlich eine Regression in Richtung Mittelwert zu erwarten.
Das erklärt auch, weshalb die amtierenden Fußballweltmeister bei der nächsten Meisterschaft meist deutlich schlechter abschneiden.
Andererseits gibt es bei einzelnen Sportlern die Erscheinung, dass sie weit häufiger als Mannschaften mehrere Meisterschaften hintereinander gewinnen. Da wird der Grund darin liegen, dass sie ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft erhöht haben.
Innerhalb eines einzelnen Turniers ist die Wahrscheinlichkeit, dass auf einen Erfolg ein zweiter folgt, aus einem psychologischen Grund freilich oft höher, weil das Selbstvertrauen wächst. - Aber das hat nichts mit Statistik zu tun.
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Donnerstag, 10. Oktober 2019
Regression zum Mittelwert
Labels:
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