Posts mit dem Label Mosambik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mosambik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 5. Februar 2020

Wunderwaffe gegen den Hunger


Wunderwaffe gegen den Hunger FR 4.2.20
"In Mosambik setzen Experten nach dem Zyklon „Kenneth“ auf den Moringa-Baum.

Als der Zyklon kam, haben wir alles verloren. Das Einzige, was übrigblieb, war der Moringa“, sagt Rosa José. Bevor der Wirbelsturm „Kenneth“ im vergangenen April ihr Dorf im Norden von Mosambik tagelang unter Wasser setzte, benutzte die Kleinbäuerin mit der ausgeblichenen Bluse über dem gepunkteten Rock die Äste der Moringa-Bäume fast ausschließlich als Baumaterial. Heute sind die Blätter des Baums neben Maniokbrei das Hauptnahrungsmittel der Dorfbewohner in Kwékwè – und vieler Bauern in Mosambik. [...]
Der Moringa-Baum könnte zu einer Waffe im Kampf gegen den Hunger werden, sagt Mário Quissico. Er organisiert Bildungskurse für Dorfbewohner wie Rosa José, finanziert werden sie vom Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD). Alle Teile des Moringa-Baums – auch Blüten, Samen, Wurzeln, Borke – sind nach FAO-Angaben essbar. Das Pulver aus Samen des Moringa hat eine entkeimende Wirkung auf Wasser, wie die Universität Stuttgart feststellte.
Auch in Europa ist das Pulver aus Moringa-Blättern beliebt, wird teils als „Superfood“ angepriesen und für bis zu 50 Euro pro Kilo vertrieben. In Pemba, der Hauptstadt der nordmosambikanischen Provinz Cabo Delgado, stellen einige Firmen bereits Pulver aus Moringa-Blättern her. [...]"

Montag, 1. April 2019

Aprilscherz?

Der Sturm Idai hat die Stadt Beira (über 530 000 E.) in Mosambik vollständig zerstört.

Greta hört auf, zu streiken, denn sie hat sich nach Gesprächen mit führenden Regierungschefs der Welt davon überzeugt, dass sie den Ernst der Lage begriffen haben und wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen werden. (Aprilscherz)

Jan Böhmermann verklagt Angela Merkel

Montag, 25. Juni 2018

Der afrikanische Fluch

Der afrikanische Fluch
"Einst hieß es: Diesem Kontinent gehört die Zukunft. Wer ist schuld daran, dass es anders kam?" Von Bastian Berbner, Malte Henk und Wolfgang Uchatius, DIE ZEIT Nr. 26/2018, 21. Juni 2018

"[...] Frank Wiegandt beobachtete, wie der Norden die afrikanischen Länder nötigte, ihre Gesundheits- und Bildungsausgaben zu kürzen.
Ishmael Beah war dabei, als Warlords einen Krieg um Diamanten entfesselten und dabei nicht einmal vor kleinen Kindern haltmachten.
Und Unity Dow kann all jene widerlegen, die behaupten, die afrikanische Misere wurzele in der Natur des Afrikaners. In Botswana geht es den Menschen heute ähnlich gut wie in den asiatischen Wirtschaftswunderländern.
Zugunsten der Täter ist zu sagen, dass wohl die wenigsten das Ziel hatten, den Menschen in Afrika zu schaden. Es ist eben so passiert. Die Banken wollten ihr Geld zurück, die Amerikaner wollten ihren Bauern helfen, die Warlords wollten die Rohstoffe besitzen, der Schmuggler Mangal witterte ein Geschäft, und die korrupten Präsidenten glaubten vermutlich, sie hätten ihren Reichtum tatsächlich verdient. Sie alle dachten nicht an Afrika. Sie dachten an sich selbst.
Sanusi Badamasi tritt heraus in die Sonne. Im Schatten vor der Fabrikruine sitzt der Alte mit ein paar anderen ehemaligen Arbeitern. Sie reden über die Zukunft, die Hoffnung. Außerhalb Afrikas."

Alle Einzelaussagen und auch die Hauptschuld des "Nordens" zweifle ich nicht an. Insgesamt sieht es aber sehr nach einer unangemessenen Dramatisierung aus, wie sie Hans Rosling in "Factfulness" beklagt.
Er weist darauf hin, man dürfe den Entwicklungsstand nicht nach Regionen, sondern müsse ihn auf Länder bezogen betrachten. (Beispiel: Ghana im Vergleich zu Somalia und Mosambik) Auch hingen der Lebensstandard und Lebensweise nicht von Region oder Land ab, sondern von der Einkommenssituation des betreffenden Haushalts.