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Montag, 21. Juli 2025

Wenn man Rheinmetallaktien hat, kann einem dann ein Krieg in fernen Ländern ganz recht sein?

Jeder Krieg wirkt sich verschärfend auf den Klimawandel aus, der uns alle betrifft. Und zwar weil Infrastruktur zerstört wird, die wieder neu aufgebaut werden muss, weil Rüstungsgüter in hohem Maße produziert werden müssen, die nichts zum Lebensunterhalt von irgendjemand auf der Welt beitragen, sondern nur zum Gewinn von Firmen und Aktienbesitzern und weil die Energie, die aufgewendet werden muss, die Geschosse, Flugzeuge, Panzer über Hunderte und Tausende von Kilometern zu transportieren, mit normalen Transportkosten für lebenswichtige Güter überhaupt nicht zu vergleichen ist, die CO2-Emissionen, die Langstreckenraketen verursachen, sind ungeheuer. Man kann sich das von einer KI ausrechnen lassen, wenn man es nicht glaubt.

Doch für einen Beleg für eine solche Selbstverständlichkeit sind die CO2-Emissionen, die die KI dafür verursacht, nicht gerechtfertigt.

Etwas anderes ist es, wenn es darum geht, eine breite Öffentlichkeit darüber zu informieren.

Freitag, 27. Juni 2025

EU-Parlament klagt gegen von der Leyens Rüstungsplan

 150 Milliarden Euro für Rüstung – beschlossen im Eilverfahren, ohne das Parlament. Jetzt ziehen EU-Abgeordneten gegen die Vorgehensweise der EU-Kommission vor Gericht.

Berliner Zeitung 25.6.25

Mittwoch, 7. Februar 2024

Rüstungskonzerne wittern Morgenluft

Der nächste große Schachzug des Rheinmetall-Rivalen  von Gerhard Hegmann
Die Welt 6.2.23

"Der deutsche Rüstungskonzern Renk schafft es im Eiltempo zurück an die Börse. Für Rheinmetall gerät dieser Schritt zum Dämpfer. Denn ein deutsch-französischer Rivale steigt groß ein – und sichert sich damit tiefe Einblicke. [...]"

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Montag, 27. November 2023

Beim Stellungskrieg setzen Russland und Ukraine jetzt verstärkt auf Drohnen

https://www.fr.de/politik/offensive-russland-ukraine-krieg-drohnen-schahed-schwarz-luftraum-verteidigung-kiew-zr-92696013.html

https://www.fr.de/politik/ukraine-russland-krieg-drohnen-roboter-waffen-moskau-kiew-zr-92696371.html

 Drohnen statt Menschen zu verheizen ist offenbar eine humanere Strategie. Praktisch heißt das, dass die europäischen Staaten mit dem Öl und Gas, das sie - zum Teil auf dem Weg durch die Ukraine, zum Teil über andere Staaten aus Russland beziehen, den russischen Krieg und mit ihren Finanzhilfen an die Ukraine den ukrainischen Krieg bezahlen. 

Das bedeutet mit der Zerstörung wichtiger Infrastruktur mehr CO2-Ausstoß für die Herstellung der Waffen und Wiederbeschaffung der zerstörten Werte eine Beschleunigung des Klimawandels. Und wegen der mit Drohneneinsatz verbundenen Tötung von Bewohnern des jeweils feindlichen Landes Finanzierung der Tötung von Zivilisten statt Soldaten. 

Donnerstag, 2. November 2023

Brauchen wir Kriegstüchtigkeit oder die Fähigkeit, uns zu verteidigen?

 Kriegstüchtigkeit wünscht sich ein Verteidigungsminister, dem 100 Milliarden nicht ausreichen und der verhindern will, dass der Klimawandel weiter als Hauptproblem gesehen wird. 

https://www.nachdenkseiten.de/?p=106135

Donnerstag, 4. Mai 2023

Zensur: Berliner Zeitung schützt Strack-Zimmermann und Pistorius

 Ein Artikel von Werner Rügemer 4. Mai 2023 in den nachdenkseiten

Berliner Zeitung schützt Strack-Zimmermann und Pistorius Amtsgericht Köln erlässt daraufhin eine Einstweilige Verfügung: Die Zeitung muss den Originaltext des Autors Werner Rügemer veröffentlichen.


Werner Rügemer:

Am 10.4.2023 veröffentlichte die Berliner Zeitung den Artikel

„Rheinmetall: Wie der Ukraine-Krieg den Rüstungskonzern auf Erfolgskurs bringt“

Untertitel: „Der Rüstungskonzern hat seinen Sitz in Deutschland. Doch viele 

Gewinne gehen in die USA. Agnes Strack-Zimmermann hat Verbindungen zum Konzern“

Aber seit dem 11.04. erscheint der Artikel auf der website der Berliner Zeitung um 

vier Stellen gekürzt:

  • Erstens um den Satz im Untertitel „Agnes Strack-Zimmermann 
hat Verbindungen zum Konzern“,
  • zweitens um den ganzen Absatz zur Rüstungslobbyistin Strack-Zimmermann (FDP),
  • drittens um den Satz: „2022 wurde Otte der Stellvertreter Strack-Zimmermanns im Verteidigungsausschuss“ – das bezieht sich auf Henning Otte (CDU), Abgeordneter des Wahlkreises Celle, in dem der größte Produktionsstandort von Rheinmetall liegt, in Unterlüß.
  • viertens um den Satz: „Wendehälse mit schlechtem Gewissen sind für Richtungswechsel besonders geeignet“ – bezogen auf den neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).

Den Artikel hatte Chefredakteur Dr. Tomasz Kurianowicz bei mir bestellt. Ich hatte 

noch nie in der Berliner Zeitung veröffentlicht und hatte mich auch nicht darum bemüht. Ich hatte dann den Artikel abgeliefert mit dem Zusatz: „Alle Textänderungen sind nur in Absprache mit mir möglich.“ So wurde der Artikel in der von mir verfassten Form zunächst abgedruckt. Aber seit dem Folgetag erscheint er gekürzt, ohne 

jegliche Absprache mit mir, und mit der redaktionellen Anmerkung: Die 

Ausführungen zu den „losen Verbindungen zwischen Marie-Agnes Strack-Zimmermann und dem Rheinmetall-Konzern“ wurden gelöscht, denn sie seien „irreführend“.

Landgericht Köln: Die Berliner Zeitung muss den Originaltext wiederherstellen

Nachdem ich das einige Tage danach von dritter Seite erfahren hatte, stellte ich

 gegen den Berliner Verlag Antrag auf Einstweilige Verfügung. Das Landgericht Köln gab mir mit Beschluss vom 28.4.2023 recht: Der geänderte Artikel darf nicht mehr veröffentlicht werden, die Zeitung muss den Originaltext wiederherstellen. Bei Nichterfüllung wird ein Ordnungsgeld bis 250.000 Euro fällig, notfalls Ordnungshaft 

bis zu sechs Monaten. (Landgericht Köln 14 O 144/23)

Zur Begründung heißt es im Gerichtsbeschluss: Es handelt sich um eine „rechtswidrige und erhebliche Änderung“ und eine „schwerwiegende 

Beeinträchtigung der Urheberinteressen“.

Zudem, so das Gericht, kann die veränderte Fassung das Ansehen des Autors schädigen, denn das „setzt ihn somit der Kritik aus, etwa weil zu einer bestimmten in diesem Themenbereich profilierten Politikerin einer bestimmten Partei keine Informationen enthalten sind. Damit könnte der vom Autor nicht gewünschte Eindruck entstehen, er sei parteiisch oder er wolle bestimmte Personen schützen.“

Die Zeitung lässt im Unklaren: Wer hat die Zensur veranlasst?

Die Berliner Zeitung teilte meinem Anwalt mit: die Streichungen sind durch eine „Unterlassungsforderung“ bewirkt worden. Die Zeitung teilt allerdings nicht mit, wer 

die Unterlassungsforderung gestellt hat. Die geforderten Streichungen 

(oder mehr als die geforderten?) hat die Redaktion folgsam sofort vollzogen, auch ohne Rücksprache mit mir.

Nächstliegend kommen als Initiatoren Frau Strack-Zimmermann, der Rheinmetall-Konzern und Herr Pistorius infrage, direkt oder indirekt. Die Genannten haben heutzutage aber auch zahlreiche Mitarbeiter, Mittäter, Sympathisanten, Verteidiger, PR-Agenten, die auch ohne Anweisung oder Hinweis „von oben“ tätig werden (können, wollen, sollen). [...]"

(https://www.nachdenkseiten.de/?p=97220)


Donnerstag, 31. März 2022

Ukraine schickt USA neue Liste gewünschter Militärunterstützung

Kiew* hat Washington in den letzten Tage eine aktualisierte Liste der von den Vereinigten Staaten gewünschte militärischen Unterstützung zukommen lassen. Diese schließt eine Bitte um 500 Stinger-Flugabwehrraketen und 500 Javelin-Panzerabwehrraketen pro Tag ein.

Wladimir Klitschko, Mitglied der Kiewer Territorialverteidigung und Bruder des Kiewer Bürgermeisters, sagte am Donnerstag (24.03.2022) durch die Bereitstellung der richtigen Verteidigungsausrüstung könnte die Ukraine im Wesentlichen eine eigene De-facto-Flugverbotszone schaffen.

„Wenn Sie uns nicht helfen können, den Himmel zu schließen, werden wir den Himmel selbst schließen“, sagte Klitschko dem US-Sender MSNBC. „Wir brauchen dafür nur Verteidigungswaffen.“ (lz) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

FR 31.3.22

Samstag, 23. März 2019

SIPRI-ERHEBUNG: Rüstungsexporte steigen stark an, von Thomas Borchert, FR 11.3.19

"Um fast ein Viertel sind die weltweiten Rüstungsexporte gegenüber dem vorangegangenen Jahrzehnt in die Höhe geklettert. Nach neuen Erhebungen des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes Sipri haben die Waffenlieferanten aus den USA, Russland sowie auch den EU-Ländern einschließlich Deutschlands dabei vor allem die Kriegs- und Krisenherde in Nahost mit immer größeren Waffenlieferungen versorgt. Bei einem Plus von 87 Prozent in den Jahren 2014-18 gegenüber 2009-13 wurden die Exporte in diese Region innerhalb eines Jahrzehnts fast verdoppelt."

Sonntag, 3. März 2019

Zu hohe Bezahlung für Berater?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-so-teuer-ist-die-berater-armee-a-1256016-amp.html

Angesichts der Stundensätze von hochspezialisierten IT-Experten, die  in der Wirtschaft üblich sind, scheinen mir nicht die Beraterhonorare zu hoch, sondern ihre Effektivität zu niedrig. Vor allem ist kaum nachzuvollziehen, weshalb das Bundesverteidigungsministerium trotz vieler Berater seit Jahrzehnten bei Monopolisten Schrott einzukaufen scheint, statt auf Verträgen mit Qualitätsstandards zu bestehen.
Oder raten die Berater dazu? Dann freilich wäre der Mindestlohn zu hoch.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Militärausgaben

Von den weltweiten Militärausgaben beträgt der Anteil von

USA   35%
China 13%
Saudi-Arabien 4%
Russland 3,8
Indien   3,7
Frankr.  3,3
GB        2,7
Japan    2,6
BRD     2,5
Südkorea 2,3
(faz.net 25.10.18)

Samstag, 9. Dezember 2017

Waffenlieferant Heckler & Koch arbeitet an seinem Image

Wegen Qualitätsbedenken des Bundesverteidigungsministeriums an dem Sturmgewehr G36  war Heckler & Koch ins Gerede gekommen. Die Firma konnte zwar einen Prozess gewinnen, das Verteidigungsministerium setzte aber weiterhin auf einen Ersatz des Gewehrs, und der Imageschaden hielt sich.
Dann hat die Firma beschlossen, nur noch an "unbedenkliche Staaten" zu liefern. Wegen gute Verkaufszahlen, kann sie sich das wirtschaftlich leisten.

"Schon im zurückliegenden Sommer teilten Vorstand und Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung im Hotel Züfle mit, neue Waffen künftig nur noch an unbedenkliche Staaten liefern zu wollen. Zum Jahresende zeigt sich nun, dass die Firma sich diese "strategische Neuausrichtung", wie es bei Heckler & Koch heißt, leisten kann. Das Unternehmen verdient einfach ausgezeichnet – und braucht anscheinend die Deals mit umstrittenen Abnehmern nicht mehr.
"Grüne Länder" heißen die Guten im Jargon der Sicherheitsbranche. Damit sind jene Staaten gemeint, die zur Europäischen Union gehören, Mitglieder der Nato sind oder als gleichgestellt gelten – so wie die Schweiz, Neuseeland oder Australien. "Grüne Länder", das sind die Guten, fast ausschließlich gefestigte Demokratien." (ZEIT 51/2017 6.12.17)

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Sonntag, 21. Mai 2017

Weil man nachher Zahlen und Datum nicht mehr weiß, hier festgehalten

Amerika und Saudi-Arabien schließen Mega-Waffendeal ab  faz.net 20.5.17
Die Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien haben sich auf ein gigantisches Waffengeschäft geeinigt. Bei dem Besuch des amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Riad sei die Unterzeichnung einer Absichtserklärung für einen Deal über 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Milliarden Euro) geplant, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses nach Angaben von mitreisenden Journalisten am Samstag. Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll Riad Waffen im Wert von etwa 350 Milliarden Dollar aus den Vereinigten Staaten kaufen. Es handelt sich damit um einen der größten Waffendeals zwischen beiden Ländern.
„Dieses Paket von Verteidigungsausrüstung und Diensten unterstützt auf lange Sicht die Sicherheit Saudi-Arabiens und der Golf-Region angesichts iranischer Drohungen“, sagte der Sprecher. Auch werde damit die Möglichkeit des Königreichs gestärkt, an Anti-Terror-Operationen teilzunehmen. Damit würde Druck vom amerikanischen Militär genommen.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Kriegskosten

Vermutlich weiß jeder Leser dieses Blogs, dass sich Preise über größere Zeiträume hinweg nicht sinnvoll vergleichen lassen. Weder das Existenzminimum noch die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten noch irgendwelche Warenkörbe enthalten genügend Entsprechungen, dass valide Kostenvergleiche möglich wären.
Dies vorausgeschickt lesen sich die Zahlen aus Werner Steins Kulturfahrplan dennoch eindrucksvoll.
Man sollte doch annehmen, dass im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen auch das Töten billiger geworden wäre, seit es nicht mehr von Hand geschah.

Für die Tötung eines Gegners wurden aufgewendet:
In den Kriegen Cäsars 0,75 Dollar,
Napoleons 3000 Dollar,
im 1. Weltkrieg 21 000 Dollar,
im 2. Weltkrieg 50 000 Dollar und
im Vietnamkrieg 100 000 - 300 000 Dollar
(Steins Kulturfahrplan des 20. Jhs, S.443)

Montag, 5. Oktober 2015

Willkommenskultur und Waffenlieferungen

Weil das G36 in Deutschland einen Imageschaden erlitten hat, hilft die BRD Heckler & Koch bei der Lieferung nach Mexiko. Dort gelangt es in die Hände Krimineller. Denen sind diese Gewehre gewiss willkommen. Auf Kollateralschäden wegen Schwierigkeiten beim genauen Treffen kommt es schließlich auch Kriminellen nicht so sehr an.  Mehr dazu

Eine andere Art von Willkommenskultur freut mich und andere.


Montag, 27. April 2015

"In der Rüstung sind sie fix. für die Bildung tun sie nix

Der Spruch "In der Rüstung sind sie fix. für die Bildung tun sie nix" gilt nicht nur für die Bundesrepublik Deutschland. Auch für Kuba dürfte er nicht ganz ungerechtfertigt sein.

Ob die Annäherung von USA und Kuba da eine Änderung bringt?