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Freitag, 25. Juni 2021

In einer Wohnwagensiedlung gibt es keinen Mieterschutz

USA: "Man hat uns wie Müll entsorgt" Von  ZEIT 24.6.21

"Finanzinvestoren trimmen die Wohnwagensiedlungen in den USA auf Rendite. Die Folge: Viele Bewohner müssen weichen. [:::]2

Donnerstag, 22. April 2021

Was gegen Wohnpreis-Explosionen hilft

Wohnungsmarkt:Trau dich, Staat!  Von Uwe Jean Heuser ZEIT 22.4.21

Das Ausland zeigt, was gegen Wohnpreis-Explosionen hilft.

"[...] Einen enormen Preisschub bescheren deutschen Städten ausländische Investoren von Amerika bis China. Zeitweise kam die Hälfte der Großinvestitionen aus dem Ausland. In Berlin zeugen viele Kaufanzeigen auf Englisch ebenso vom internationalen Interesse wie Batterien von chinesischen Klingelschildern und Quartiere, in deren Wohnungen so gut wie nie das Licht brennt. Kein Wunder, der Euro ist relativ billig, der Zins gering, der Quadratmeterpreis in den deutschen Metropolen oft immer noch viel niedriger als in London oder San Francisco.
Solchen oft spekulativen, von Finanz- und Währungsmärkten getriebenen Investitionen werfen sich andere Staaten entgegen. Die Schweiz verbietet es Ausländern, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, wenn sie dort nicht dauerhaft leben – Ausnahmen sind Kontingente von Ferienwohnungen. In Österreich müssen solche Käufe unter teils strengen Auflagen genehmigt werden. 
 Dänemark macht es Ausländern sehr schwer, ein Ferienhaus an der Küste zu erwerben. In Australien dürfen diese nur noch Neubauten kaufen, in Neuseeland gar keine Wohnbauten mehr. Wem das zu weit geht, der kann auch in die kanadische Boomstadt Vancouver schauen, die kaufende Ausländer erheblich besteuert."

Dienstag, 13. August 2019

anerkannte Flüchtlinge bei Mieten von Kommunen abgezockt?

"Flüchtlinge mit eigenem Einkommen werden über Gebühren an den Wohnkosten in Großeinrichtungen beteiligt. Hunderte von Euro in einem Mehrbettzimmer sind normal.
Die Verwaltung nennt sie „Fehlbeleger“. Und bittet sie per Gebührensatzung zur Kasse: anerkannte Flüchtlinge, die auf dem Wohnungsmarkt keine Bleibe finden und deshalb weiter in den Gemeinschaftsunterkünften leben. Mehrere Hundert Euro für einen Schlafplatz im Vier-Bett-Zimmer sind keine Seltenheit. Zahlen, wie viele Personen bundesweit davon betroffen sind, gibt es nicht. „Dieses Spannungsfeld ist nicht neu“, sagte Bernd Mesovic, Leiter der Abteilung Rechtspolitik bei Pro Asyl, dem epd.

Die Kommunen sind durch Landesrecht verpflichtet, von allen anerkannten Flüchtlingen und denen, die bereits in Arbeit sind, Gebühren für die Unterbringung in Heimen oder angemieteten Wohnungen zu verlangen. Die sind im Vergleich zu ortsüblichen Mieten sehr hoch, weil die meisten Satzungen Pauschalbeträge pro Person festlegen. Und wenn alle Kosten für den Betrieb umgelegt werden, etwa für den Sicherheitsdienst, Personalkosten, soziale Angebote, Instandhaltung und Abschreibung, wird es pro Kopf teuer. [...]
In Garbsen bei Hannover stehen bis zu 855 Euro in der Gebührensatzung, im nahen Hemmigen gar 930 Euro.  [...]
„Die Betroffenen haben gemäß des Landesaufnahmegesetzes keinerlei Einfluss darauf, wo und wie sie untergebracht werden“, rügt Timmo Scherenberg vom Hessischen Flüchtlingsrat. Weil sie in den Ballungsgebieten nur schwer eine eigene Wohnung fänden, „bleibt den Flüchtlingen häufig selbst nach einer Anerkennung keine andere Wahl als in der zugewiesenen Gemeinschaftsunterkunft wohnen zu bleiben - zu relativ absurden Preisen“.
Er plädierte dafür, als Kostenobergrenze den Betrag anzusetzen, den das Sozialamt im Hartz-IV-Bezug übernehmen würde. Die heutige Regelung sei ein „deutlicher Negativanreiz für eine Arbeitsaufnahme“. Denn warum sollte jemand versuchen, seinen Lebensunterhalt selbst zu sichern, wenn er den kompletten Verdienst für ein winziges Zimmer, das er mit anderen teilen muss, wieder abgezogen bekommt?
„Das Problem besteht in allen Bundesländern so lange, wie Geflüchtete in Unterkünften statt in Wohnungen untergebracht sind“, sagte die Berliner Sozialwissenschaftlerin Ulrike Hamann dem epd. Das liege am System selbst, „denn die Geflüchteten haben keine Mietrechte, sondern sind den undurchsichtigen Kosten, die der Betreiber veranschlagt, ausgeliefert, ohne eigene Rechte geltend machen zu können“. (Wohngebühren für Flüchtlinge: Monatlich bis zu 930 Euro, FR 12.8.19)

Samstag, 9. Dezember 2017

Dorf Alwine für 140 000 Euro versteigert

"Die brandenburgische Siedlung war europaweit in den Schlagzeilen, weil sie komplett zum Verkauf stand. Nun hat ein anonymer Käufer zugeschlagen."

mehr: SZ 9.12.17

Samstag, 7. Mai 2016

Der neue Londoner Bürgermeister Sadiq Khan gibt Anlass zur Hoffnung

Londons neuer Bürgermeister hat es als Sohn pakistanischer Einwanderer bis an die Spitze geschafft. Versuche, ihn als Extremisten zu diffamieren, scheiterten.
(ZEIT online von Rieke Havertz 7.5.16)

mehr dazu(internationale Sicht)