Lesenswerte Antworten nach dem Kulturbruch zwischen Antike und Mittelalter werden auf gutefrage.net gegeben.
Mir ist das freilich zu detailliert und nicht grundsätzlich genug. Es gab einen Kultur- und Zivilisationsbruch am Übergang von der Antike zum Mittelalter.
1. weil das weströmische Reich zusammenbrach
Deshalb fehlte die zentrale Organisation, die genügend Kapital und Arbeitskräfte bereitstellen konnte, die Infrastruktur auf dem gesamten Reichsgebiet aufrechtzuerhalten.
Außerdem führte das dazu, dass die Einheit der Kirche verloren ging. Das Schisma von 1054 stand an Ende eines längeren Prozesses. (Eine umfassende Einheit der Kirche hatte es freilich schon sehr früh nicht mehr gegeben: Ende der Urgemeinde um das Jahr 50.)
2. weil mit der Entstehung der römischen Staatskirche die Autorität der heidnischen Wissenschaft nachhaltig infrage gestellt wurde.
Interessanterweise wurden auf oströmischen Gebiet, wo das Reich seine Kontinuität behielt, die antiken Schriften sehr viel besser überliefert als im Westen, ja sogar sehr erfolgreich an das arabische Kalifat weitergegeben. So konnte in der Renaissance nicht nur an die Weiterentwicklung des antiken Denkens im byzantinischen Reich, sondern auch an die in den arabischen Kalifaten angeknüpft werden.
Bemerkenswert ist dabei, dass die Autorität des Aristoteles im Mittelalter umfassender galt als in der Zeit der konkurrierenden Wissenschaftsschulen in der Antike. So galten die Aussagen der aristotelischen Schriften als beweiskräftiger als die Beobachtungen in der Wirklichkeit.
Einen in mancher Weise vergleichbaren Kulturbruch hat es mit dem Ende der Sowjetunion gegeben:
Ende der Autorität des Marxismus-Leninismus auf dem gesamten Gebiet der ehemaligen SU und Ende des Warschauer Paktes und der russischen Hegemonie insbesondere in großen Teilen Osteuropas.
Wegen des Fortbestandes der Herrschaft der kommunistischen Partei ist der Umbruch in China (trotz des Abweichens vom Maoismus) zwar nicht so radikal, doch wegen der sehr erfolgreichen Einführung privatkapitalistischer Strukturen ist er aber weltwirtschaftlich noch folgenreicher.
Die Vorstellung, im Mittelalter sei die zivilisatorische und wissenschaftliche Entwicklung zusammengebrochen, ist freilich oberflächlich. Was wegen der Autorität der Kirche erschwert war, war der wissenschaftliche Austausch und der Ideenwettbewerb. Dies Phänomen ist freilich bei allen Reichsbildungen zu beobachten und gilt in mancher Hinsicht auch im Bereich der us-amerikanischen Hegemonie (insbesondere im Bereich der Wirtschaftswissenschaften).
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Samstag, 31. März 2018
Samstag, 15. April 2017
Antike Sage zur Erklärung des Vulkanismus
"Nachdem Jupiter seinen Vater, den Titanen Saturnus gestürzt und seine Geschwister befreit hatte, stellte sich bloß noch der schreckliche hundertköpfige Drache Typhoeus ihm in den Weg. Typhoeus vertrieb alle Olympier aus ihrer Heimstatt, die sich vor Grauen alle in Tiere verwandelten, um ihm zu entkommen - nur Mineva blieb als einzig furchtlos und standhaft. Nachdem Jupiter sich wieder gefasst hatte, stellte er sich dem Ungeheuer entgegen - und unterlag. Typhoeus riss ihm die Sehnen heraus und lähmte Jupiter, nur durch eine List konnte Merkur die Sehnen wiederbeschaffen und seinem hilflosen Vater zurückbringen. Jupiter holte sich neue Blitze und griff Typhoeus erneut an, der Kampf famd an mehreren Schauplätzen von Griechenland bis Afrika statt und verwüstete die halbe Erde. Am Ende konnte Typhoeus nur besiegt werden, indem Jupiter den Ätna auf ihn schleuderte und den Drachen darunter einschloss. Typhoeus überlebte jedoch und erwacht regelmäßig, um seinem ewig lodernden Zorn Luft zu machen - dann speit der Berg Feuer und Zerstörung."
(MarkusPK in gutefrage.net)
Diese Sage findet sich mit weiteren Einzelheiten und mit den griechischen Namensformen im Wikipediaartikel Typhon. Dort werden auch der Höllenhund Kerberus, die Sphinx und weitere Ungeheuer als Nachkommen des Typhon angeführt.
(MarkusPK in gutefrage.net)
Diese Sage findet sich mit weiteren Einzelheiten und mit den griechischen Namensformen im Wikipediaartikel Typhon. Dort werden auch der Höllenhund Kerberus, die Sphinx und weitere Ungeheuer als Nachkommen des Typhon angeführt.
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Vulkanismus
Sonntag, 5. Juni 2016
Über die Veröffentlichung von Büchern in der Antike
Diese Bücher wurden meistens von der Person selbst,oder von ihren Sklaven geschrieben und in eine Bibliothek gebracht. Es gab meistens nur eine oder höchstens zwei Ausgaben [Exemplare] eines Buches. Es war aber nicht üblich Bücher, zu Hause zu haben.Wer aber ein Buch zu Hause hatte, war meistens sehr reich. (minimaus, 11 Jahre alt)
Zur Ergänzung: Es gab auch damals schon Buchhändler, die Bücher haben abschreiben lassen, um sie zu verkaufen, und zwar im ganzen Römischen Reich. In der Tat, solche Bücher waren teuer und entweder nur in öffentlichen Bibliotheken der Städte zu finden oder in Privatbibliotheken reicher Persönlichkeiten. Übrigens haben diese reichen Persönlichkeiten Bücher für Freunde abschreiben lassen oder an diese verliehen, damit sie abgeschrieben werden konnten. (ArnoldBentheim, eine historische Autorität bei gutefrage.net)
Zur Ergänzung: Es gab auch damals schon Buchhändler, die Bücher haben abschreiben lassen, um sie zu verkaufen, und zwar im ganzen Römischen Reich. In der Tat, solche Bücher waren teuer und entweder nur in öffentlichen Bibliotheken der Städte zu finden oder in Privatbibliotheken reicher Persönlichkeiten. Übrigens haben diese reichen Persönlichkeiten Bücher für Freunde abschreiben lassen oder an diese verliehen, damit sie abgeschrieben werden konnten. (ArnoldBentheim, eine historische Autorität bei gutefrage.net)
Dienstag, 8. März 2016
Geschwindigkeit von Pferdegespannen im antiken Römischen Reich
„Auf den geraden Strecken erreichten die Gespanne bis zu 75 km/h, vor den metae wurde das Tempo auf ungefähr 25- 30 km/h reduziert. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der römischen Rennpferde lag wahrscheinlich bei etwa 35 km/h, demnach dauerte ein Rennen circa 8- 9 Minuten.“
„Auf gerader Strecke konnten die antiken Gespanne Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h erreichen. Vor den Wendemarken musste das Tempo dann auf etwa 25-30 km/h reduziert werden. In den größten Zirkussen des Reiches, so auch im Circus Maximus von Rom, kam man auf eine Gesamtstrecke von gut 4 km. Ein Rennen dauerte also etwa fünf Minuten.“
Bei längeren Fahrten wurden bis zu 150 km am Tag erreicht. Doch waren 8 km in der Stunde schon eine überdurchschnittliche Reisegeschwindigkeit.
Die Informationen verdanke ich Albrecht bei gutefrage.net.
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Rom
Samstag, 5. April 2014
Leben und Sitten der Griechen
Hugo Blümner: Leben und Sitten der Griechen: Abteilungen I-III, Originalausgabe Leipzig 1887.
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