"[...] Seit zwölf Jahren arbeiten die Helfer von Fairmed mit Pygmäenvölkern in Zentralafrika. Sie haben indigene Frauen zu Hebammen ausgebildet, um die Müttersterblichkeit zu senken. Sie haben in Dörfern selbstverwaltete Gesundheitsfonds eingerichtet, die eine Krankenversicherung ersetzen. Die nächste große Mission ist soeben im Gange: Fairmed leitet ein Programm, das in Kamerun und den angrenzenden Regionen des Kongo und der Zentralafrikanischen Republik eine entsetzliche bakterielle Infektionskrankheit ausrotten soll. Die Frambösie wird zunächst als himbeerroter Ausschlag sichtbar. Unbehandelt fressen sich die Erreger durch das Fleisch, deformieren die Gelenke und hinterlassen am Ende Verstümmelungen, die Kriegsverletzungen gleichen. Die Frambösie ist seltener und – am Ende – weniger tödlich als Aids oder Malaria. Aber sie trifft fast ausschließlich die Ärmsten der Armen. So findet sie in der Entwicklungshilfe und den Budgets von Ministerien kaum Beachtung. "Frambösie wird vernachlässigt, weil sie vernachlässigte Menschen befällt", sagt René Stäheli. [...]"
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Donnerstag, 7. Oktober 2021
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