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Posts mit dem Label Wirtschaftswachstum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Mittwoch, 31. August 2022
Mittwoch, 27. Oktober 2021
Wachstum der Wirtschaft in Deutschland: Eine verheerende Logik
Labels:
Maschinensteuer,
Rente,
Wirtschaftswachstum
Montag, 23. März 2020
In 16 Jahren habe ich auf diesem Felde nichts dazugelernt
"Der Grundirrtum, der der neoliberalen Wirtschaftspolitik zugrunde liegt, ist nämlich der, dass strukturelle Arbeitslosigkeit heute noch durch Wirtschaftswachstum beseitigt werden könnte. Weil es in der Zeit des Wirtschaftswunders ging, tut man so, als ginge es noch heute. Dabei weiß jeder, der die Wirtschaftsentwicklung in der Bundesrepublik verfolgt hat, dass die Wachstumsraten kontinuierlich gefallen sind. Hätten wir die Wachstumsraten aus der Zeit des Wirtschaftswunders beibehalten wollen, müssten wir heute mehr produzieren als USA, Japan und alle EU-Staaten (außer uns) zusammen.
Weshalb will man uns trotzdem weismachen, dass es möglich wäre? Will man uns wirklich für dumm verkaufen?" (1.9.2004)
Das wäre absolut kein Problem, wenn sich die Verhältnisse geändert hätten.
Weshalb will man uns trotzdem weismachen, dass es möglich wäre? Will man uns wirklich für dumm verkaufen?" (1.9.2004)
Das wäre absolut kein Problem, wenn sich die Verhältnisse geändert hätten.
Montag, 18. Februar 2019
Ich warne die Völker der Welt vor Greta Thunberg
Es ist ziemlich sicher, dass Fridays for Future sich irgendwann mal totläuft.
Auf die Dauer ist Schulstreik noch langweiliger als Unterricht, wenn die Schüler der Welt merken, dass die Erwachsenengeneration sich nicht bewegt.
(Dazu: Autoindustrie und Verkehrsministerium vereint für die Fortsetzung des Dieselskandals. und Ein Land mit Stockholm-Syndrom)
Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds:
"[...] wir brauchen eine Steuer auf Kohlendioxid. [...] Im Moment ist sie zu niedrig. Nach unseren Berechnungen liegt der Durchschnittspreis für eine Tonne Kohlendioxid bei zwei Dollar. Um das Zwei-Grad-Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen, brauchen wir bis 2030 Preise von 50 bis 100 Dollar pro Tonne." (ZEIT 21.2.19) [Diese Steuer wird seit Jahren gefordert, aber nicht eingeführt.] )
Aber: Rachel Carsons Werk Silent Spring (Der stumme Frühling) war zwar relativ folgenlos. Das Insektensterben ist trotz der Umweltbewegung zustande gekommen, die vor über 50 Jahren auch dank Carsons Buch ihren Lauf um die Welt angetreten hat. (Wikipedia: Silent Spring "helped to inspire an environmental movement that led to the creation of the U.S. Environmental Protection Agency.[3][4]")
Auch wenn Millionen von Schülern für Maßnahmen gegen den von Menschen beeinflussten Klimawandel eintreten, es wird ihnen nichts nützen.
Nur: So wie Rachel Carson nach über 50 Jahren nicht vergessen ist, so wird auch Greta Thunberg auch 2070 nicht vergessen sein. Das Mädchen, die junge Frau, die bereit war, Schulerfolg, Karriere und - sie hat es schon einmal bewiesen - ihr eigenes Leben aufs Spiel zu setzen. Nicht im Zeichen des Internets und der nachfolgenden Technologien.
Der Fehler war, dass man zugelassen hat, dass sie und ihr Ziel weltweit bekannt geworden sind.
Einfach wäre es, wenn man nachweisen könnte, dass sie nur aufgrund der Geltungssucht ihrer Eltern tätig geworden ist. Nur, wer glaubt, dass Eltern eines solchen Mädchens so dumm sein können, zu glauben, sie könnten diese ihre Absicht vor den Tausenden von Journalisten verbergen, die jetzt auf ihre Fährte gesetzt sind?
Die gegenwärtige Schülergeneration wird die Lust am Streiken verlieren. Aber was werden die Kinder dieser Generation ihren Eltern entgegenhalten: "Ihr habt es gewusst, was auf euch und uns zukommen würde. Sonst hättet ihr doch nicht gestreikt."
Natürlich werden sie sich herauszureden versuchen: "Ich war doch nur ein Mitläufer."
Doch je katastrophaler die Folgen des Klimawandels werden, desto weniger werden die nachwachsenden Generationen das ihren Eltern abnehmen.
2015 gab es doch diese Weltklimakonferenz (UN-Klimakonferenz in Paris 2015). "Dort wurde als Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll ein neues Abkommen mit verbindlichen Klimazielen für alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention vereinbart.[35] "(Wikipedia)
Eine überwältigende Mehrheit der "Staatslenker" der Welt hat sich da verpflichtet. Und ihr habt sie nicht beim Wort genommen und es bei ein paar folgenlosen Demonstrationen belassen.
Greta Thunberg ist nicht normal. Sie kämpft dafür, dass die Regierungen der Welt oder oder doch zumindest die schwedische zu ihrem Wort stehen, obwohl sie überzeugt ist, dass sie es nicht tun werden. Sie hat beschlossen, Märtyrerin zu werden.
Wenn dann die Wetterkatastrophen laufend zunehmen, wenn weltweit der Meeresspiegel ständig ansteigt, dann ist das nicht die Zeit, wo man sie vergisst, sie, die sich für alle künftigen Generationen aller Völker der Welt eingesetzt hat, obwohl sie überzeugt war, dass es erfolglos sein wird.
Die Verschwörer des 20. Julis wollten die moralische Ehre des deutschen Volkes retten.
Lange hat man ihnen Hochverrat vorgeworfen und ihr Ansehen auch in der neu entstandenen Bundesrepublik geschmäht. Es hat nicht vorgehalten. Greta Thunberg geht es um mehr als um die Ehre des schwedischen Volkes.
Greta Thunberg wird nicht als ein die Schule schwänzendes Mädchen in die Geschichte eingehen. Selbst dann nicht, wenn das Unwahrscheinliche eintritt und ihr Protest Erfolg hat.
Sie hat weltweit darauf hingewiesen, dass zwar viele den Ernst der Lage erkannt haben, aber nur wenige dem Ernst der Lage entsprechend gehandelt haben.
2070 werden nur noch spezialisierte Historiker wissen, über welche Fragen man sich 2018 in der CDU/CSU gestritten hat. Und dass irgendein CSU-Minister in irgendeinem Zusammenhang über Menschenverstand gesprochen hat. Aber dass die Menschheit vor dann über 100 Jahren gewarnt war und wieder besseres Wissen falsche Prioritäten gesetzt wurden, daran wird sich die junge Generation erinnern.
Steht zu hoffen, dass die große Abrechnung zwischen den Generationen über fehlende Generationengerechtigkeit dann schon stattgefunden hat, auch wenn Fridays for Future noch nicht die Wende gebracht haben wird. Wer nach 1962 und 1972 den dritten großen Weckruf verbreitet hat, wird man dann noch wissen.
Auf die Dauer ist Schulstreik noch langweiliger als Unterricht, wenn die Schüler der Welt merken, dass die Erwachsenengeneration sich nicht bewegt.
(Dazu: Autoindustrie und Verkehrsministerium vereint für die Fortsetzung des Dieselskandals. und Ein Land mit Stockholm-Syndrom)
Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds:
"[...] wir brauchen eine Steuer auf Kohlendioxid. [...] Im Moment ist sie zu niedrig. Nach unseren Berechnungen liegt der Durchschnittspreis für eine Tonne Kohlendioxid bei zwei Dollar. Um das Zwei-Grad-Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen, brauchen wir bis 2030 Preise von 50 bis 100 Dollar pro Tonne." (ZEIT 21.2.19) [Diese Steuer wird seit Jahren gefordert, aber nicht eingeführt.] )
Aber: Rachel Carsons Werk Silent Spring (Der stumme Frühling) war zwar relativ folgenlos. Das Insektensterben ist trotz der Umweltbewegung zustande gekommen, die vor über 50 Jahren auch dank Carsons Buch ihren Lauf um die Welt angetreten hat. (Wikipedia: Silent Spring "helped to inspire an environmental movement that led to the creation of the U.S. Environmental Protection Agency.[3][4]")
Auch wenn Millionen von Schülern für Maßnahmen gegen den von Menschen beeinflussten Klimawandel eintreten, es wird ihnen nichts nützen.
Nur: So wie Rachel Carson nach über 50 Jahren nicht vergessen ist, so wird auch Greta Thunberg auch 2070 nicht vergessen sein. Das Mädchen, die junge Frau, die bereit war, Schulerfolg, Karriere und - sie hat es schon einmal bewiesen - ihr eigenes Leben aufs Spiel zu setzen. Nicht im Zeichen des Internets und der nachfolgenden Technologien.
Der Fehler war, dass man zugelassen hat, dass sie und ihr Ziel weltweit bekannt geworden sind.
Einfach wäre es, wenn man nachweisen könnte, dass sie nur aufgrund der Geltungssucht ihrer Eltern tätig geworden ist. Nur, wer glaubt, dass Eltern eines solchen Mädchens so dumm sein können, zu glauben, sie könnten diese ihre Absicht vor den Tausenden von Journalisten verbergen, die jetzt auf ihre Fährte gesetzt sind?
Die gegenwärtige Schülergeneration wird die Lust am Streiken verlieren. Aber was werden die Kinder dieser Generation ihren Eltern entgegenhalten: "Ihr habt es gewusst, was auf euch und uns zukommen würde. Sonst hättet ihr doch nicht gestreikt."
Natürlich werden sie sich herauszureden versuchen: "Ich war doch nur ein Mitläufer."
Doch je katastrophaler die Folgen des Klimawandels werden, desto weniger werden die nachwachsenden Generationen das ihren Eltern abnehmen.
2015 gab es doch diese Weltklimakonferenz (UN-Klimakonferenz in Paris 2015). "Dort wurde als Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll ein neues Abkommen mit verbindlichen Klimazielen für alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention vereinbart.[35] "(Wikipedia)
Eine überwältigende Mehrheit der "Staatslenker" der Welt hat sich da verpflichtet. Und ihr habt sie nicht beim Wort genommen und es bei ein paar folgenlosen Demonstrationen belassen.
Greta Thunberg ist nicht normal. Sie kämpft dafür, dass die Regierungen der Welt oder oder doch zumindest die schwedische zu ihrem Wort stehen, obwohl sie überzeugt ist, dass sie es nicht tun werden. Sie hat beschlossen, Märtyrerin zu werden.
Wenn dann die Wetterkatastrophen laufend zunehmen, wenn weltweit der Meeresspiegel ständig ansteigt, dann ist das nicht die Zeit, wo man sie vergisst, sie, die sich für alle künftigen Generationen aller Völker der Welt eingesetzt hat, obwohl sie überzeugt war, dass es erfolglos sein wird.
Die Verschwörer des 20. Julis wollten die moralische Ehre des deutschen Volkes retten.
Lange hat man ihnen Hochverrat vorgeworfen und ihr Ansehen auch in der neu entstandenen Bundesrepublik geschmäht. Es hat nicht vorgehalten. Greta Thunberg geht es um mehr als um die Ehre des schwedischen Volkes.
Greta Thunberg wird nicht als ein die Schule schwänzendes Mädchen in die Geschichte eingehen. Selbst dann nicht, wenn das Unwahrscheinliche eintritt und ihr Protest Erfolg hat.
Sie hat weltweit darauf hingewiesen, dass zwar viele den Ernst der Lage erkannt haben, aber nur wenige dem Ernst der Lage entsprechend gehandelt haben.
2070 werden nur noch spezialisierte Historiker wissen, über welche Fragen man sich 2018 in der CDU/CSU gestritten hat. Und dass irgendein CSU-Minister in irgendeinem Zusammenhang über Menschenverstand gesprochen hat. Aber dass die Menschheit vor dann über 100 Jahren gewarnt war und wieder besseres Wissen falsche Prioritäten gesetzt wurden, daran wird sich die junge Generation erinnern.
Steht zu hoffen, dass die große Abrechnung zwischen den Generationen über fehlende Generationengerechtigkeit dann schon stattgefunden hat, auch wenn Fridays for Future noch nicht die Wende gebracht haben wird. Wer nach 1962 und 1972 den dritten großen Weckruf verbreitet hat, wird man dann noch wissen.
Samstag, 20. Mai 2017
Niko Paech
Nico Paech: Die Legende vom nachhaltigen Wachstum Le monde diplomatique 10.09.2010
Interview mit Nico Paech: "Grünes Wachstum" gibt es nicht SZ 17.1.2014
"Für die einen, die sich nach einer Alternative zum Immer-mehr-Kapitalismus sehnen, ist er eine Ikone, weil er vordenkt, wie eine Welt ohne Wirtschaftswachstum funktionieren könnte: mit Menschen, die nur 20 Stunden in der Woche arbeiten, die weniger konsumieren, ihre Lebensmittel selbst anbauen und kaum noch reisen. [...] Auf der Liste der weltweiten "Thought Leaders" – jener Liste einflussreicher Köpfe, die das Gottlieb Duttweiler Institut zusammenstellt, ein Schweizer Thinktank – landete er 2015 auf Platz 18. Vor etablierten Ökonomen wie Axel Ockenfels, Hans-Werner Sinn oder Thomas Straubhaar. Wollte die Universität Oldenburg so einen wirklich loswerden? [...] Nun aber wird die Stelle neu ausgeschrieben. Allerdings verändert sich der Ausschreibungstext. Und zwar so, dass Paech keine Chance mehr hat. Hieß es ursprünglich, es werde eine Persönlichkeit gesucht, die "einschlägige nationale und internationale wissenschaftliche Publikationen" vorweisen kann, ist nun nur noch von "international sichtbaren Publikationen" die Rede, von denen Paech nur wenige zu bieten hat. Zudem werden plötzlich "hervorragende empirische Methodenkenntnisse" gefordert. Paech aber ist vor allem Theoretiker."
Was bewegt Niko Paech? Der Verstoßene ZEIT Nr. 11/2017 9.3.17
Niko Paech in Wikipedia
Niko Paech in der Diskussion:
Interview mit Nico Paech: "Grünes Wachstum" gibt es nicht SZ 17.1.2014
"Für die einen, die sich nach einer Alternative zum Immer-mehr-Kapitalismus sehnen, ist er eine Ikone, weil er vordenkt, wie eine Welt ohne Wirtschaftswachstum funktionieren könnte: mit Menschen, die nur 20 Stunden in der Woche arbeiten, die weniger konsumieren, ihre Lebensmittel selbst anbauen und kaum noch reisen. [...] Auf der Liste der weltweiten "Thought Leaders" – jener Liste einflussreicher Köpfe, die das Gottlieb Duttweiler Institut zusammenstellt, ein Schweizer Thinktank – landete er 2015 auf Platz 18. Vor etablierten Ökonomen wie Axel Ockenfels, Hans-Werner Sinn oder Thomas Straubhaar. Wollte die Universität Oldenburg so einen wirklich loswerden? [...] Nun aber wird die Stelle neu ausgeschrieben. Allerdings verändert sich der Ausschreibungstext. Und zwar so, dass Paech keine Chance mehr hat. Hieß es ursprünglich, es werde eine Persönlichkeit gesucht, die "einschlägige nationale und internationale wissenschaftliche Publikationen" vorweisen kann, ist nun nur noch von "international sichtbaren Publikationen" die Rede, von denen Paech nur wenige zu bieten hat. Zudem werden plötzlich "hervorragende empirische Methodenkenntnisse" gefordert. Paech aber ist vor allem Theoretiker."
Was bewegt Niko Paech? Der Verstoßene ZEIT Nr. 11/2017 9.3.17
Vorzeigeprofessor Paech verlässt Uni Oldenburg NDR.de 15.12.2016
Profil Niko Paech an Universität OldenburgNiko Paech in Wikipedia
Niko Paech in der Diskussion:
"[...] Eppler: Weltweit wächst die Bevölkerung und wir werden die fossilen Energien nicht nur einschränken, sondern zum größten Teil im Boden lassen und die ganze Geschichte mit dem Fracking schlicht vergessen müssen, damit dieser Planet bewohnbar bleibt. Die Energiewende ist eine der Grundbedingungen dafür. Sie hat einen ganz eigenen Wert. Deshalb darf man sie nicht bagatellisieren.
Paech: Wir müssen aber mit einer Reduktion unserer Ansprüche den Möglichkeiten einer ökologischen Nutzung der Erneuerbaren entgegenkommen. Sonst dient die Energiewende dazu, ein maßloses System zu erhalten. [...]" (Verzichten oder grün wachsen ZEIT 3.11.16)
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Wachstum,
Wirtschaftswachstum
Dienstag, 4. April 2017
Von wegen digitale Revolution
- "Von wegen digitale Revolution: Trotz technischer Innovation wächst die Produktivität kaum noch - das verheißt für die Zukunft wenig Gutes
- [...] Der US-Ökonom Larry Summers sagt eine jahrhundertelange Stagnation voraus, die er mit einer anhaltenden Nachfrageschwäche in den reichen Ländern begründet. Sein Kollege, der Wachstumsforscher Robert Gordon, hält den Einfluss von neuen Technologien wie 3-D-Drucker, Roboter oder selbstfahrenden Autos für maßlos überschätzt. [...] Demnach haben Computer, der Einsatz von EDV und das Internet zwar eine Zeit lang die Wirtschaft beflügelt. Seit etwa zehn Jahren aber führten sie nur noch zu kleinen Effizienzgewinnen [...] Gordon macht zudem massiven Gegenwind aus, zum Beispiel durch die Demographie, durch wachsende Ungleichheit oder die hohe Staatsverschuldung." (Markus Sievers: Der bedrohliche Stillstand, Frankfurter Rundschau 4.4.2017)
Sonntag, 7. April 2013
Gibt es Wohlstand auch ohne Wachstum?
Ein Arbeitsblatt dazu (pdf) bietet ZEIT für die Schule an.
U.a. findet sich dort ein gekürzter Text von Uchatius aus der ZEIT, den ich hier zitiere:
U.a. findet sich dort ein gekürzter Text von Uchatius aus der ZEIT, den ich hier zitiere:
Leon Müller wird aller Voraussicht nach in 25 Jahren nicht doppelt so viel konsumieren wie Jan Müller heute, aber er wird weiterhin einkaufen gehen, wird sich Computer, Fernseher, Videospiele anschaffen. Er wird nicht als Asket leben. Er wird es nur irgendwann nicht mehrWolfgang Uchatius, DIE ZEIT Nr. 10, 28. 2. 2013, http://www.zeit.de/2013/10/DOS-Konsum (gekürzt)
schaffen, sich all den Besitz anzueignen, der nötig wäre, um die Wachstumsraten oben zu halten.
Passender ist daher ein anderes Wort, eines, das einem einfällt, wenn man diese Zahl sieht, mit der Jung von Matt die Körpergröße des Jan Müller beziffert: Er misst 1,81 Meter. Das ist interessant, weil der amerikanische Wirtschaftshistoriker John Komlos schon vor Jahren herausgefunden hat, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Körpergröße und Wohlstandsniveau. Wilhelm Müller, der typische 18-Jährige der Jahrhundertwende, war 1,67 Meter groß, fünfzig Jahre später lag die Durchschnittsgröße bei 1,74 Metern, Anfang der achtziger Jahre bei 1,79 Metern.
Dann aber, mit steigendem Wohlstand, verlangsamte sich das Wachstum, geriet ins Stocken, inzwischen, melden Anthropologen, nimmt die Körpergröße der Deutschen nicht mehr zu. Sie hat ihr Maximum erreicht. Jan Müller ist nicht größer als der typische Jugendliche der neunziger Jahre. In Amerika werden die Menschen sogar wieder kleiner.
Die Deutschen sind nicht satt. Sie sind ausgewachsen.
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