Bis zum Jahr 2025 könnten nach Prognosen der Bertelsmann Stiftung deutlich mehr Grundschullehrer fehlen als bislang angenommen.
Bis zum Jahr 2025 werden Prognosen der Bertelsmann-Stiftung zufolge mindestens 26 300 Lehrer an Grundschulen fehlen.
Damit sei die Lage noch dramatischer, als von der Kultusministerkonferenz (KMK) erwartet, heißt es in einer am Montag vorgelegten Studie der Stiftung. Die KMK hatte im vergangenen Oktober einen Mangel von 15 300 Grundschullehrern im Jahr 2025 errechnet. (FR 9.9.19)
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Montag, 9. September 2019
Donnerstag, 9. Mai 2019
Mit 74 zurück an die Schule
Freitag, 10. August 2018
Lehrer dringend gesucht
"Note ungenügend für die Bildungspolitik: Eltern, Schüler und Pädagogen sind sauer, dass bisher keine Lösung für den massiven Lehrermangel in Deutschland gefunden wurde. Immer mehr Seiteneinsteiger stehen an der Tafel." (tagesschau.de 9.8.18)
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Seiteneinsteiger
Montag, 25. Juni 2018
Lehrerverband warnt vor Schulchaos nach den Sommerferien
"Die Kultusbürokratie schaffe es nicht, "halbwegs treffsicher zu planen": Der Deutsche Lehrerverband bezweifelt, dass nach den Sommerferien überall ein geordneter Schulbetrieb möglich ist." (Lehrerverband warnt, SPON 23.6.18)
Montag, 4. Juni 2018
Neue Nachrichten in Sachen Lehrermangel
Deutschlands Grundschulen sind in Gefahr, ZEIT 29.5.18
"[...] Dabei haben sich die Kultusminister die Lehrerlücke selbst eingebrockt. Weil die Schülerzahlen zurückgingen, haben die Bundesländer die Lehrerausbildung zurückgefahren. Die Plätze wurden rar, in Münster, Berlin oder München brauchte man im Abitur eine Eins vor dem Komma, um Grundschullehramt zu studieren. Besonders drastisch sparte man in Ostdeutschland, wo sich die Geburtenrate nach dem Mauerfall halbiert hatte. Nun gehen viele Tausend Lehrer in den Ruhestand. "Wir haben das Ministerium seit Jahren auf die drohende Pensionierungswelle hingewiesen", sagt Axel Gehrmann vom Zentrum für Lehrerbildung an der TU Dresden. "Doch die Politik hat uns ignoriert."
"Was der Lehrermangel für die Grundschulen bedeutet? Wäre ich Rektorin, könnte ich nicht mehr ruhig schlafen.
In den Klassenzimmern sitzen Kinder mit Migrationshintergrund, verhaltensauffällige Kinder, Kinder mit Förderbedarf und solche aus sozial schwachen Familien. Nun müssen in diesen heterogenen Klassen Menschen ohne pädagogische Ausbildung unterrichten! Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich will auf keinen Fall den armen Rektoren die Schuld geben – oder gar uns quer Einsteigern. Wir tun alle unser Bestes! Die Fehlplanung an den Schulen macht mich aber einfach wütend."
Vertretungslehrerin, 59, an einer Grundschule in Schleswig Holstein, ZEIT 30. Mai 2018, Seite 62
außerdem:
Lehrermangel SZ 3.6.18
und mehr dazu in früheren Artikeln
"[...] Dabei haben sich die Kultusminister die Lehrerlücke selbst eingebrockt. Weil die Schülerzahlen zurückgingen, haben die Bundesländer die Lehrerausbildung zurückgefahren. Die Plätze wurden rar, in Münster, Berlin oder München brauchte man im Abitur eine Eins vor dem Komma, um Grundschullehramt zu studieren. Besonders drastisch sparte man in Ostdeutschland, wo sich die Geburtenrate nach dem Mauerfall halbiert hatte. Nun gehen viele Tausend Lehrer in den Ruhestand. "Wir haben das Ministerium seit Jahren auf die drohende Pensionierungswelle hingewiesen", sagt Axel Gehrmann vom Zentrum für Lehrerbildung an der TU Dresden. "Doch die Politik hat uns ignoriert."
Auch die Universitäten hatten – Stichwort Exzellenzinitiative – andere Prioritäten. An der FU Berlin gab es früher zwölf Professuren in der Grundschulausbildung. Zuletzt waren es drei. [...]"
In den Klassenzimmern sitzen Kinder mit Migrationshintergrund, verhaltensauffällige Kinder, Kinder mit Förderbedarf und solche aus sozial schwachen Familien. Nun müssen in diesen heterogenen Klassen Menschen ohne pädagogische Ausbildung unterrichten! Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich will auf keinen Fall den armen Rektoren die Schuld geben – oder gar uns quer Einsteigern. Wir tun alle unser Bestes! Die Fehlplanung an den Schulen macht mich aber einfach wütend."
Vertretungslehrerin, 59, an einer Grundschule in Schleswig Holstein, ZEIT 30. Mai 2018, Seite 62
Meine persönlich Erfahrung:
Als ehemaliges Mitglied einer Schulleitung weiß ich, dass die Sicht auf schulische Probleme von Lehrern und Schulleitung aufgrund der unterschiedlichen Rollen unterschiedlich ist. Nur wenige können sich ganz in die jeweils andere Rolle hinein versetzten.
Noch heute denke ich bewundernd an das Wort eines stellvertretenden Schulleiters zurück, der seine Rolle so definierte: "Meine Aufgabe ist es, das pädagogische Notwendige zu organisieren. Nehmen Sie bei Ihren Forderungen bitte keine Rücksicht darauf, ob sich das auch organisieren lässt. Das ist mein Problem." Und der bei einer anderen Gelegenheit sagte: "Da hat mir doch einer Unterricht am Freitag in die 9. und 10. Stunde gelegt. Deswegen kann ich zu der Feier leider erst viel später kommen." (Natürlich hatte er sich selbst den Unterricht dorthin gelegt, weil er diese Zeit niemandem anders zumuten wollte und er ohnehin noch so lange arbeitete.)
Selbstverständlich sehen Schulverwaltung und gar Kultusminister deshalb Probleme - aus gutem Grund - aus einer anderen Sicht als Lehrer und Schulleitungen.
Mein persönlicher Eindruck aus Jahrzehnten, in denen ich Lehrerstellenplanung miterlebt habe, ist aber der folgende. Nicht Schülerzahlen oder voraussichtlicher Bedarf entscheiden darüber, sondern die Finanzplanung des Landes und die Fähigkeit von Kultusministern, das pädagogisch für notwendig Gehaltene bei Finanzministern durchzusetzen. - Zu häufig wechselten die Prognosen über den Lehrerbedarf an Gymnasien sprunghaft innerhalb von zwei, drei Jahren. Da waren die Schülerzahlen und die Zahl der Pensionierungen schon Jahre zuvor bekannt gewesen.
Dass bei der Planung des Bedarfs an Grundschullehrer*innen die Situation durchaus nicht so übersichtlich ist, ist klar. Aber dass der Lehrermangel angeblich erst seit ca. einem Jahr so groß geworden ist, dass Notmaßnahmen ergriffen werden müssen, ist grotesk. Denn die steigenden Geburtenraten, die anstehenden Pensionierungen und selbst der Ansturm von Flüchtlingen im Herbst 2015 sind ja nicht erst 2017 bekannt geworden. (Zu diesem Komplex ein Artikel von 2009)
Lehrermangel SZ 3.6.18
und mehr dazu in früheren Artikeln
Montag, 28. Mai 2018
Warum werden Kultusministerien regelmäßig von der Entwicklung der Schülerzahlen überrascht?
Arbeitet das Statistische Bundesamt nur für den Geheimdienst?
Nein, aber die Kultusminister nur für die schwarze Null.
Nein, aber die Kultusminister nur für die schwarze Null.
Mittwoch, 4. April 2018
Lehrermangel
Zumindest in Hessen gibt es eine bewährte Tradition der Regierung, den Bedarf an Lehrern als möglichst gering darzustellen. Dafür ist vermutlich eher das Finanzministerium als das Kultusministerium verantwortlich. 2008 habe ich dazu die Kultusministerin zitiert: "Diese Faktoren unterliegen politischen Entscheidungen und sind von finanziellen Rahmenbedingungen abhängig." (dazu auch der Lehrerfreund von 2009). Das gilt im Zeichen der schwarzen Null und der Schuldenbremse gewiss nicht weniger als damals.
Das Missverhältnis zwischen dem angeblichen und dem wirklichen Bedarf war allerdings in den letzten Jahrzehnten in Deutschland wohl noch nie so groß wie in den Jahren 2016 und 2017.
Mehr dazu findet sich in ZEIT online unter dem Titel "Schadensbegrenzung statt Bildungsoffensive", 3.4.2018.
vgl. auch SZ 15.5.18
Das Missverhältnis zwischen dem angeblichen und dem wirklichen Bedarf war allerdings in den letzten Jahrzehnten in Deutschland wohl noch nie so groß wie in den Jahren 2016 und 2017.
Mehr dazu findet sich in ZEIT online unter dem Titel "Schadensbegrenzung statt Bildungsoffensive", 3.4.2018.
vgl. auch SZ 15.5.18
Sonntag, 25. März 2018
Lehrermangel? Kein Wunder!!!
Es ist das Land Baden-Württemberg, das nicht zahlen will.
Eine höchst verständliche Reaktion:
Erst führt man in Kenntnis der kommenden Schülerzahlen Lehrermangel herbei, beklagt sich lautstark über das unverdiente Unglück und dann tut man mit solchen Methoden alles, ihn zu vergrößern!
Das wäre einmal ein passender Anlass für einen Shitstorm.
Montag, 25. Dezember 2017
Lehrermangel und Inklusion
"Sachsen-Anhalts Kultusminister Marco Tullner (CDU) hält den bisherigen Weg der Inklusion für gescheitert. Er sei davon überzeugt, dass es Kinder mit Förderbedarf gibt, die in Förderschulen besser betreut werden können als in einer heterogenen Regelklasse" (ZEIT 22.12.17)
"Förderschulen in Deutschland sind ein hohes Gut, das wir in der Inklusionsdebatte leichtfertig aufs Spiel gesetzt haben. Wir werden auch in Zukunft Förderschulen dringend brauchen."
(Förderschulen: Warum ein Kultusminister die Inklusion für gescheitert hält, Spiegel 25.12.17)
Schulleiterin verklagt Senat wegen Inklusion SPON 11.4.18
"Förderschulen in Deutschland sind ein hohes Gut, das wir in der Inklusionsdebatte leichtfertig aufs Spiel gesetzt haben. Wir werden auch in Zukunft Förderschulen dringend brauchen."
(Förderschulen: Warum ein Kultusminister die Inklusion für gescheitert hält, Spiegel 25.12.17)
Schulleiterin verklagt Senat wegen Inklusion SPON 11.4.18
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Lehrermangel
Mittwoch, 6. September 2017
Vermischtes
Lehrermangel SZ 6.9.17
"In Sachsen wird gerade ein Effekt wirksam, der strukturell alle Bundesländer des Ostens betrifft: Wegen deutlicher Geburtenrückgänge wurde die Lehrerausbildung in den Neunzigern zurückgefahren - nun, da die Schülerzahlen wieder steigen, kann die gegenwärtige Pensionierungswelle nicht durch planvoll ausgebildete junge Kollegen hinreichend ausgeglichen werden."
mehr dazu: Lehrermangel aufgrund Fehlsteuerung und unerwarteten Herausforderungen
Boat People 1979 ZEIT 25/2017
Versicherungen halfen beim Steuerraub ZEIT 25/2017
Mord an Dag Hammarskjöld? ZEIT 25/2017
"In Sachsen wird gerade ein Effekt wirksam, der strukturell alle Bundesländer des Ostens betrifft: Wegen deutlicher Geburtenrückgänge wurde die Lehrerausbildung in den Neunzigern zurückgefahren - nun, da die Schülerzahlen wieder steigen, kann die gegenwärtige Pensionierungswelle nicht durch planvoll ausgebildete junge Kollegen hinreichend ausgeglichen werden."
mehr dazu: Lehrermangel aufgrund Fehlsteuerung und unerwarteten Herausforderungen
Boat People 1979 ZEIT 25/2017
Versicherungen halfen beim Steuerraub ZEIT 25/2017
Mord an Dag Hammarskjöld? ZEIT 25/2017
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Mittwoch, 12. April 2017
Fehlgesteuerter Arbeitsmarkt für Lehrer
Fehlgesteuerter Arbeitsmarkt für Lehrer studis online 11.4.2017
"Wie es nicht funktioniert, zeigt sich exemplarisch in Hessen. Dort leiden aktuell vor allem die Grund- und Förderschulen unter massivem Personalmangel. Damit der Betrieb nicht zusammenbricht, zaubert Kultusminister Alexander Lorz (CDU) immer wieder neue Maßnahmen aus dem Hut. So sollen etwa Quereinsteiger in großem Stil für den Schuldienst gewonnen werden oder ausgebildete Gymnasial-, Haupt und Realschullehrer mit der Aussicht auf eine rasche Verbeamtung zu einer Umschulung animiert werden. Ferner will die Landesregierung Ruheständler zurück in den Beruf locken oder Pädagogen, die kurz vor der Rente stehen, ein längeres Engagement schmackhaft machen.
Aber die Sache funzt nicht so richtig"
"Wie es nicht funktioniert, zeigt sich exemplarisch in Hessen. Dort leiden aktuell vor allem die Grund- und Förderschulen unter massivem Personalmangel. Damit der Betrieb nicht zusammenbricht, zaubert Kultusminister Alexander Lorz (CDU) immer wieder neue Maßnahmen aus dem Hut. So sollen etwa Quereinsteiger in großem Stil für den Schuldienst gewonnen werden oder ausgebildete Gymnasial-, Haupt und Realschullehrer mit der Aussicht auf eine rasche Verbeamtung zu einer Umschulung animiert werden. Ferner will die Landesregierung Ruheständler zurück in den Beruf locken oder Pädagogen, die kurz vor der Rente stehen, ein längeres Engagement schmackhaft machen.
Aber die Sache funzt nicht so richtig"
Donnerstag, 6. Oktober 2016
Weltweit 69 Millionen neue Lehrer gesucht
Welcher Lehrer sich da nicht angesprochen fühlt:
In den Ländern südlich der Sahara und in Südasien droht der größte Lehrermangel: Die Unesco hat geschätzt, wie viele Pädagogen weltweit in den kommenden Jahren fehlen werden.
In den Ländern südlich der Sahara und in Südasien droht der größte Lehrermangel: Die Unesco hat geschätzt, wie viele Pädagogen weltweit in den kommenden Jahren fehlen werden.
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