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Freitag, 6. Juni 2014

Gebärden für Fußballreportagen

Verärgert reagiert Augenschmaus auf einen Blogartikel der Aktion Mensch, dem auch ich aufgesessen bin.
Ich habe aufgrund des Artikels der Aktion Mensch geschrieben:
Damit die Gebärdensprachberichter von der Fußballweltmeisterschaft genauer berichten können, hat sich eine Schulklasse an die Arbeit gemacht.
Augenschmaus schreibt u.a.
Die Aktion Mensch lügt dreist, um ihr Projekt zu promoten und sie tut so, als ob es nur Dank ihr so ist, dass die Gebärdensprache um 250 Fußballerbegriffe reicher ist.Das ist kompletter Humburg: Die Fußballergebärden gab es schon immer. Es ist nichts neues - sie waren schon da. Die Schüler haben lediglich die ihnen bekannten Begriffe in Gebärdensprache dokumentiert. 
Ich verstehe ihre Reaktion.  Freilich wird in dem Artikel der Aktion Mensch nicht behauptet, alle 250 Gebärden seien erfunden worden. Aber da Augenschmaus Fußballgebärden schon lange dokumentiert hat, ist es verständlich, dass sie sich aufregt, wenn so getan wird, als ob es ihre Dokumentationen nicht gäbe.

Aus meiner Sicht ist die Unterrichtseinheit der Lehrerin sehr erfreulich, die Berichterstattung durch die Aktion Mensch, wenn nicht irreführend, so doch zumindest sehr missverständlich. Mir jedenfalls ist der Sachverhalt aufgrund des Berichtes nicht klar geworden.
Ganz am Schluss ihres Artikels schreibt übrigens auch Augenschmaus: "Das Projekt der Haslochmühle ist übrigens an sich gut."

Was auf jeden Fall festgehalten werden sollte: Zwar kann das Wort Gebärde auch für Gesten gebraucht werden, aber Gesten sind keine Gebärden im Sinne der Gebärdensprache.

Samstag, 25. Januar 2014

Gastarbeiter in Katar: Erneut Dutzende Tote auf WM-Baustellen

Der internationale Protest verpufft offenbar. Laut "Guardian" sind auf den Baustellen für die Fußball-WM 2022 in Katar erneut 36 ausländische Arbeiter ums Leben gekommen. Allein die Zahl der Toten aus Nepal summiert sich bereits auf 185. (SPON)
Die erste Meldung habe ich mit Befremden aufgenommen. Die öffentliche Reaktion darauf schien mir aber sicherzustellen, dass die äußersten Missstände abgeschafft würden.
185 Tote allein aus Nepal würde mich berühren, wenn es um eine Naturkatastrophe ginge. Die Vorstellung, es werde die kommenden 7 Jahre so weitergehen, so dass die Fußball-WM bei ihrer Eröffnung über 400 Tote gekostet haben wird, erschreckt so, dass ich mich unwillkürlich frage, wie viele Opfer die Weltmeisterschaft in Brasilien gekostet hat, und dass  man an die Abschaffung solcher Großereignisse denken könnte.
Hoffentlich wird dem Sterben baldigst Einhalt geboten.