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Donnerstag, 22. Februar 2024

Was ist der Anteil der Bundeswehr am menchengemachten Klimawandel?

 Das Militär ist eine der klimaschädlichsten Einrichtungen der Menschheit  kontextwochenzeitung.de 21.2.24

"[...] Wo genau treibt die Bundeswehr den Klimawandel an?

Zum einen durch die Emissionen der Großgeräte bei Auslandseinsätzen und Militärübungen, zum anderen durch die Rüstungsproduktion. Für Übungen muss das ganze schwere Gerät ja erst mal transportiert werden, und dann gibt es noch die Gefahr von Unfällen. Eine klassische Gefahr ist scharfe Munition. Sie kann zu Feuern führen, selbst wenn sie erst mal liegenbleibt. Das bekannteste Beispiel dürfte der wochenlange Moorbrand im Emsland von 2018 sein. Damals führte die Bundeswehr trotz Waldbrandgefahr – man durfte nicht im Wald rauchen – eine Luft-Boden-Übung durch und beschoss von einem Hubschrauber aus das Moor. Durch eine Bundestagsanfrage des Abgeordneten Ali Al-Dailami (damals Linke, heute Bündnis Sarah Wagenknecht) kam heraus, dass die Bundeswehr für das Jahr 2022 fast 2.000 von ihr verursachte Brände zählte. Betroffen waren fast sieben Millionen Quadratmeter.

Ist der sogenannte CO2-Fußabdruck der Bundeswehr bekannt?

Jein. Die vorliegenden Zahlen enthalten nicht die Emissionen bei Auslandseinsätzen und Auslandsübungen. Die Berichte beziehen sich nur auf Liegenschaften und Mobilität in Deutschland.

Hat mal jemand eine Schätzung geliefert, wie stark die Emissionszahlen nach oben korrigiert werden müssen?

Das ist mir nicht bekannt.

Sie haben von Großgeräten gesprochen. Was verbraucht denn so ein Panzer?

Der Leopard 2 braucht mehr als 500 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer im Gelände. Noch energieintensiver sind die Kampfjets. Der Eurofighter liegt bei 3,5 Tonnen Treibstoff pro Flugstunde, der Tornado bei über vier. Der F-35, der jetzt angeschafft werden soll, liegt bei bis zu 8,5 Tonnen.

Das neuere Modell ist also nicht effizienter? Oder verbraucht es so viel mehr, weil es größer ist?

Woran genau es liegt, weiß ich nicht. Der F-35 kann jedenfalls schneller beschleunigen. In der Rüstungsindustrie fehlt aber auch der Wille zur Nachhaltigkeit. Zum Beispiel wurde 2023 bei der Aktionärsversammlung der Firma Lockheed Martin, die den F-35 herstellt, darüber abgestimmt, ob Energie-Effizienz und der Klimawandel eine größere Rolle spielen sollen. Das wurde mehrheitlich abgelehnt. [...]"

Sonntag, 6. September 2020

Wer mehr verdient, lebt umweltschädlicher

 https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/wer-mehr-verdient-lebt-meist-umweltschaedlicher

Samstag, 24. August 2019

Über den europäischen Anteil an den Bränden im Amazonas im Brasilien Bolsonaros

"Oh nein! Ich will nicht, dass alles was ich sehe, fühle, höre – liebe, zerstört wird! Ich darf das nicht zulassen!
Haben wir die Entdeckung Amerikas gefeiert? Haben wir uns gefreut und die Entdeckung als Fortschritt gesehen? Ja!
Wir hätten weinen sollen, uns aufregen sollen, warum Columbus nicht wirklich nach Indien kam! Ist durch die Entdeckung nicht alles zerstört worden, die Kultur, die Sprache alles der Indianer und sie selbst sind ausgerottet worden! Wir haben das Jahr gefeiert! Hätte es nicht als Trauerjahr in die Geschichte eingehen sollen?
Amerika hätte nie entdeckt werden dürfen – zumindest erst, wenn wir dazu bereit gewesen wären."

(Tagebuchnotiz einer Dreizehnjährigen schon lange vor diesen Bränden)


Brilliant to see so many on the streets to support people of the Amazon, and send a clear message to Bolsanaro. But let's not forget that UK trade deals, and our choices as consumers, play a role in this too. #AmazonForest #LungsOfEarth

https://twitter.com/friends_earth/status/1164910670112067584


As we watch the Amazon burn, let's please remember that it didn't just happen because of Bolsanaro. This wouldn't be possible without a global surge in soybean prices thanks to the trade war. It's a DIRECT RESULT of choices made by America's farm country.


Dienstag, 23. Juni 2015

Autos (ein Schnipsel von 1993)

Pro verkauftes Auto werden mehr als 400.- DM Werbung ausgegeben
(knapp 2 Milliarden 1992).
Jeder 450. Pkw verursacht einen Verkehrstoten, jeder 100. einen Behinderten, jeder 7. einenVerletzten.
Pro Pkw werden durchschnittlich 820 Stunden Lebenszeit vernichtet und 2 800 Stunden 
Lebenszeit mit Behinderungen durch Unfallverletzungen verursacht. Da ein Auto im Schnitt 2 4oo Stunden gefahren wird, zerstört ein Auto während einer Stunde Fahrt also 
durchschnittlich 1,5 Stunden Lebenszeit. (Quelle: Fairkehr, Heft Nr.4/93, Sept./Oktober)

Die Abfallberge eines Pkw summieren sich auf über 25 Tonnen.

(zitiert nach der Seite: frühere Schnipsel)

Samstag, 14. Februar 2015

Sinnvolles Wachstum?

Alle wissen es: Wenn die Wirtschaft weiter wächst, dann heizen wir das Klima auf und pflügen jeden Quadratmeter Natur auf der Erde um, um Rohstoffe zu fördern. Und für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt das Wachstum schon seit 25 Jahren nicht mehr. (Wolfgang Kessler, Chefredakteur von Publik Forum in der FR vom 14.2.15, S.17)
Alle könnten es wissen. Aber die meisten verstehen sich darauf, sich um diese Wahrheiten herumzumogeln. Wenn das Benzin so viel billiger wird, wenn Putin auf seinem Öl sitzen bleibt, dann muss doch die Ölmenge zugenommen haben. (Dass Fracking die Verschleuderung eines menschheitswichtigen Rohstoffs für kurzfristige Markt- und Machtinteressen bedeutet, baucht man nicht zu glauben.) Selbst Manager, die es besser wissen müssten - schließlich haben sie ständig mit den Fährnissen exponentiellen Wachtums zu tun - verfallen gern der Propaganda, die sie selbst in Auftrag gegeben haben.
Wir entdecken ja ständig Ersatzstoffe. Es gibt ja das schöne Steuerungselement der Emissionszertifikate. Steinkohle wird immer weniger verbraucht (dafür umso mehr die weit umweltschädlichere Braunkohle).

Und es ist zwar richtig, dass 80 Menschen auf dieser Welt schon so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen. Aber um so viel Vermögen zusammen zu bekommen, wie es der Rest der Menschheit besitzt, muss man immerhin 1 Prozent der Weltbevölkerung dagegen halten.
So schlecht kann es den 99% also gar nicht gehen.
So rechnet die ZEIT denn auch in einer ihrer letzten Nummern vor, wie privilegiert der deutsche Mittelstand gegenüber den ärmeren Schichten der Bevölkerung ist und dass er deshalb zu Unrecht über das ungebremste Anwachsen des Vermögensanteils des reichsten Promilles der Welt klage.

Wer über Ungerechtigkeiten auf der Welt klagt, fühlt nur Sozialneid, und den Klimawandel werden wir genauso souverän meistern wie die Eurokrise.

Wie viel angenehmer ist Selbstbetrug, als sich klar zu machen, dass man umsteuern muss auch dann, wenn die überwältigende Mehrheit nicht daran denkt, es zu tun.

Wir alle könnten es wissen.

Wolfgang Kessler schließt seinen Text (in der FR s.o.):
Wenn die Wirtschaft läuft, fällt das Umsteuern auf neue Ziele leichter als in der Krise. Also: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Freitag, 25. April 2014

Umweltaufwand für gedruckte Bücher und E-Reader

Nach Slate geraten E-Reader ab etwa 50 gelesenen Büchern in Vorteil gegenüber dem Umweltverbrauch von neuen gedruckten. (Dank an Herrn Rau!)
Wenn man antiquarische Bücher kauft und sie zu Fuß vom Laden abholt, sieht es anders aus und wird kaum berechenbar.