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Donnerstag, 6. März 2025

Langfristig Männer mehr gewachsen als Frauen

 "Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus 69 Ländern, aber auch Quellen wie Wikipedia sowie Statistiken aus Großbritannien, und glichen dies mit Daten zum Wohlstand ab. Demnach stiegen mit zunehmendem Lebensstandard Größe und Gewicht.

Mit jedem Anstieg des Wohlstandsindikators HDI (Human Development Index) um 0,2 Punkte wurden demnach Frauen durchschnittlich 1,7 Zentimeter größer und 2,7 Kilogramm schwerer - Männer legten im Mittel 4 Zentimeter und fast 6,5 Kilogramm zu."  (FR 25.1.25)

Freitag, 13. Dezember 2024

Von der Benachteiligung von Frauen bei staatlicher Unterstützung

Gender Budgeting, [...] bedeutet die [...] Durchführung von Maßnahmen innerhalb des Prozesses der Aufstellung von öffentlichen Haushalten (vgl. Haushaltsplan), mit dem Ziel, die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter (englisch: gender) zu fördern und schließlich zu erreichen. [...] In einem weiteren Sinn nimmt der Ansatz des Gender Budgeting außer den staatlichen Einnahmen und Ausgaben auch jene Teile der Ökonomie in den Blick, die in offiziellen Statistiken zu den Aktivitäten bzw. zur Wertschöpfung im Markt- und im Staatssektor sowie im bezahlten Bereich des Dienstleistungssektors nicht enthalten sind. Insbesondere die Zeitverwendung für Arbeit außerhalb des Markt- und Staatssektors (der umfangreiche Bereich der Familienarbeit und der ehrenamtlichen Arbeit) und die Wechselwirkungen zur Budgetpolitik stellen hierbei einen zentralen Ansatzpunkt dar.[3]

[...] Der Vertrag von Amsterdam von 1999 erklärte die Gleichstellung von Männern und Frauen zu einer Aufgabe der Gemeinschaft (Artikel 2). 2002 beschloss die EU-Finanzministerkonferenz zur Umsetzung des geschlechtergerechten Politik die Einführung von Gender Budgeting bis 2015 anzustreben. 2004 definierte die Europäische Union Gender Budgeting so: Gender Budgeting ist eine Anwendung des Gender Mainstreaming im Haushaltsprozess. Es bedeutet eine geschlechterbezogene Bewertung von Haushalten und integriert eine Geschlechterperspektive in allen Ebenen des Haushaltsprozesses." (Wikipedia)

Freitag, 6. Dezember 2024

Eine Stimme geben

 Förster Peter Wohlleben schildert das Altersleiden einer Buche und rekonstruierts ihre Lebenslauf in ihrer Wohngemeinschaft, die seit 4000 Jahren besteht. 

Eva Biringer berichtet in "Un-versehrt" vom stillen Leiden von Frauen, die angeblich Schmerz besser vertragen als Männer, weil sie nicht darüber klagen (sie wollen schließlich nicht als "hysterisch" gelten - das Wort ist von Gebärmutter abgeleitet).

Franzobel berichtet aus China dessen "große Mauer" in Zeiten des Internet nur noch aus ihrer Sprache (?) besteht: "Wie jedes andere Land hat es auch China nicht gern, wenn sich jemand in seine inneren Angelegenheiten einmischt. Da sind wir Westler etwas oberlehrerhaft. Ich habe großartige, freundliche, wunderbare Menschen kennen gelernt. Ich habe viel gestaunt und das Land gemocht, daher meine ich: auch wenn es nicht leicht ist, muss der Westen den Dialog mit China suchen. Wir können von China sehr viel lernen. China, aber auch von uns."  (All diese Berichte finden sich in der FR vom 6.12.24)

Natürlich ist es nicht das "Land", das keine Einmischung will, natürlich nicht "die Regierung", sondern sind es die Regierungsmitglieder, die den größten Einfluss haben, nicht selten Einzelpersonen, die keine Einmischung wollen. Aber wollen wir als Einzelpersonen, das andere darüber bestimmen, was wir zu tun haben?

Wir brauchen Vermittler, die denen eine Stimme geben, die wir nicht wahrnehmen, weil wir damit bequemer ("ruhiger") leben, als wenn wir ständig ("ewig") ihre Klagen hören müssten.

Montag, 22. März 2021

Wikipedia - aus der Sicht der ZEIT und eines Wikipedianers im Wikipedia: Kurier sowie die Diskussion dazu

Wikipedia in Deutschland:Eine für alle, alle für eine Von Jens Tönnesmann Die ZEIT 17.3.21

Seit 20 Jahren gibt es die deutschsprachige Wikipedia. Die Online-Enzyklopädie wird von einem streitlustigen sozialen Netzwerk gemacht, aber es mangelt an weiblichen und jüngeren Aktiven. Bekommt die Gemeinschaft das jetzt in den Griff? [...]
In dem Bilder-Workshop bleibt es freundlich, auch wenn Sven Volkens einen Punkt anders sieht als die zugeschalteten Frauen: Explizite Bilder seien nicht per se ein Problem; wenn sie nicht sexistisch oder pornografisch seien, könnten sie auch eine "enzyklopädische Arbeit" leisten, findet er.
"Konflikte sind in Wikipedia unvermeidlich"
 Aber Streit auf Wikipedia kann schnell eskalieren. Etwa, wenn jemand Verschwörungstheorien platzieren will; dagegen zeigt sich Wikipedia in diesen Zeiten ziemlich robust. Erschwert ein Mund-Nasen-Schutz die Infektion mit dem Coronavirus? Das sei nicht erwiesen, fand kürzlich ein Nutzer und änderte den Eintrag im Lexikon ab. Woraufhin eine Reihe anderer Nutzer ihn korrigierten. Mehrmals ging es hin und her. Dann verfassten sie eine "Vandalismusmeldung" – eine Beschwerde.
 Eine solche "VM" ruft einen von 189 Administratoren auf den Plan, der den Konflikt befriedet. Dabei begutachtet er auch, ob Einträge mit verlässlichen, idealerweise wissenschaftlichen Quellen belegt sind. In diesem Fall wurde der Nutzer für eine Woche gesperrt, auf dass er sein Verhalten überdenke. Und zwar von He3nry, der wie viele andere Nutzer wenig über sich preisgibt: Er sei Physiker, Managementberater aus dem Rheinland und habe zwei Kinder.
He3nry: Der Aufpasser
 "Konflikte sind in Wikipedia unvermeidlich. Es braucht Menschen, die sie klären und dazu auch Beiträge löschen oder Nutzer sperren, wenn es nötig ist. Man muss entscheiden wollen, und ich glaube, dass ich das kann. Ich versuche Argumente abzuwägen, distanziert zu bleiben und nicht zu triumphieren. Und ich halte es gut aus, wenn andere Nutzer sich über mich beschweren. Das passiert ständig. Aber das Gute an Wikipedia ist: Wenn eine Entscheidung nicht konsensfähig ist, werden die anderen Administratoren sie korrigieren. Wenn es mir zu viel würde, habe ich wie alle anderen ein 'right to leave' – das Recht, zu gehen."
He3nry hat sich auch darauf spezialisiert, "Löschdiskussionen" abzuarbeiten. In ihnen geht es darum, welche Artikel weichen müssen, weil sie die "Relevanzkriterien" nicht erfüllen, die in einer Liste mit mehr als 100 Unterpunkten detailliert festgehalten sind. He3nry ist jemand, der die Regeln eher eng auslegt, er sagt: "Wissensgenerierung hat auch mit Wegschmeißen zu tun."# Wegschmeißen trägt aber womöglich zu einem anderen Problem bei: Junge Wikipedianer sind rar. Johann Lensing, 20, ist als Vertreter der "Generation Z" also eine Ausnahme. Seit 2014 ist er dabei.
Johann Lensing alias Rogi.Official: Der Z-ler
"Am Anfang fühlst du dich in Wikipedia wie in einem Haifischbecken; wenn ein Artikel ohne freundliche Erklärung gelöscht wird, ist das ziemlich niederschmetternd. Jüngere Leute schreckt das ab; in anderen sozialen Netzwerken können sie ja veröffentlichen, was sie wollen. Dabei gibt es in Wikipedia viel zu gewinnen, in der Gruppe der Jungwikipedianer habe ich zum Beispiel gute Freunde gefunden." [...]
Die Menschen von Wikipedia mögen nicht die Gesellschaft repräsentieren. Und doch sind sie zu vielseitig, um sie in einem Text abschließend vorzustellen. Vor allem aber sind sie am Ende immer zu wenige, egal wie viele sie noch werden. [...]

Eine für alle, alle für eine – eine Rezension (Wikipedia: Kurier) 21.3.21

Vorweg: Eigentlich hätte der Artikel von Zeit-Autor Jens Tönnesmann einer der besten sein können, der bisher in einer deutschen Zeitung über die deutschsprachige Wikipedia geschrieben wurde, auch weil bei der Recherche ganz unterschiedliche Benutzer befragt wurden, nur ging es dann doch wieder darum, identitätspolitische Genderscheiße unterzubringen.

Um beispielsweise das Thema Editwar zu erläutern, für das es mit dem Streit um Formulierungen in Kirchenartikeln eigentlich genügend aktuelle und vor allem eindeutigere Beispiele gibt, mußte der Artikel Strumpfhose herhalten, um gleichzeitig der Wikipedia Sexismus unterzujubeln. Jetzt kann man sicher streiten, welches der darin zwischenzeitlich verwendeten Bilder am geeignetsten ist, um den Artikel Strumpfhose zu bebildern, genauer: Den Sachverhalt „Strumpfhose“ zu verdeutlichen, aber die elementare Tatsache, daß seit der Erfindung von Strumpfhosen auch die sexuelle Erregung ein Zweck von Strumpfhosen waren, und das nicht erst seit Nutzung langbeiniger Photomodelle in Annoncen von Kunert oder auf Billboards von Palmers. Dieser nicht unwesentliche Zweck ist nun reduziert auf die sexuelle Anziehung, die für manche Fetischisten von Schaufensterpuppen ausgeht. Das nennt Jens Tönnesmann „enzyklopädisch nüchtern“, für mich ist es eine milde Form von Volksverdummung. So richtig brauchbar war allerdings auch keines der anderen Bilder, die zeitweise im Artikel waren.

Dennoch bekommt der Artikel – zunächst – die Kurve. Er geht darauf ein, daß das 2001 gegründete Projekt durch die Mitarbeit Tausender die kommerzielle Konkurrenz verdrängt hat. Dank dem erwähnten Podcast von Sebastian Wallroth weiß der Artikelautor um unterschiedliche Wikipedianer, Vielschreiber und Linksammler, Listenersteller und Kategorisierer. Rechtschreib- und Zeichensetzungskontrolleure und Geviertstrichbastler werden nicht erwähnt. „Am Ende macht jeder viele kleine Dinge, und alle zusammen machen etwas Großes draus“, wird Wallroth zitiert. Ein Fehler schleicht sich dennoch ein, denn Wikipedia verbreitet Wissen kostenlos, aber nicht lizenzfrei, wie es im Artikel steht.

Der Artikel geht auch auf den Fall Friedrich Curtius und den dadurch ausgelösten Shitstorm ein und erwähnt, daß man dank Versionsgeschichten noch in hundert Jahren nachlesen können sollte, wer das „PR-Gedöns“ im Artikel „bereinigt hat“. Im selben Atemzug wird „die Optik des Strumpfhosen-Artikels“ genannt und zur Frage gemacht, „ob die Wikipedia-Gemeinde Frauen systematisch diskriminiert“.

Und hier kommt Sandra Becker ins Spiel, die nach eigener Aussage 2012 angefangen hat und sich im Wikipedia:WomenEdit engagiert, wo aktuell – zweiter Artikelfehler – Artikel zu allen deutschen Richterinnen erstellt würden. Dem ist nicht so, weil diese Gesamtheit gar nicht enzyklopädisch relevant ist, sondern tatsächlich dreht es sich in dieser Runde um Mitgliederinnnen der Landesverfassungsgerichte. Becker beklagt die mangelnde Neutralität der deutschsprachigen Wikipedia und führt ausgerechnet die Benennungen der Kategorien ins Feld. Die Gründe dafür und die Probleme, die eine Änderung begleiten würde, wurden schon diskutiert, also gehe ich darüber hinweg. Aber es ist schon starker Tobak, zu behaupten, daß die Regeln „eben vor allem von Männern festgelegt“ werden. Würde man sich die Zeit für eine genaue Textanalyse nehmen, stellte man fest, daß die meisten Regelseiten einst von Benutzerin:Elian verfaßt wurden, und ein großer Prozentanteil des Textes hat noch heute ihren Wortlaut. Wikipedia:Kategorien stammt allerdings weitgehend von Benutzer:Ulrich.fuchs (das war der mit der Mutter an der rechten Radnabe des Hinterrades seines Fahrrades).

An dieser Stelle fällt mir ein, daß Frau Becker ebenso wie Herr Tönnesmann geflissentlich übersehen, daß Wikipedias Aufgabe es ist, die Welt da draußen so darzustellen wie sie ist und nicht wie sie sein sollte. Und schon gar nicht so, wie sie manche Aktivisten gerne hätten. Wikipedia dient nicht dem politischen oder kulturellen Kampf – das verbietet eigentlich schon der Neutralitätsanspruch, der von Frau Becker eingefordert wird.

Der Krieg ums Strumpfhosenbild wird vom Zeit-Autor für beendet erklärt. Benutzerin:Kaethe17 sei dadurch inspiriert worden, nach weiteren Artikeln zu suchen, in denen „Frauen eher in sexualisiertem Kontext als Männer“ abgebildet werden. Und benennt Shorts#Hot Pants. Diese wurden ja Anfang der 1970er Jahre erfunden, um dem Minirock noch eins draufzusetzen. Noch kürzer. Kein Oberbekleidungsstück ist von sich aus sexualisierter als die Hot Pants. Wir werden sehen, wie sich die Bebilderung im fraglichen Artikel entwickelt. Inzwischen befindet sich im Artikel eine Strichzeichnung, die ein Mittelding aus Hot Pants und Short Shorts zeigt.

Ein weiterer Wikipedianer, der erwähnt und zitiert wird, ist Benutzer:He3nry, für Zeit-Autor Tönnesmann „der Aufpasser“. He3nry wird als eher scharfer Hund charakterisiert, der Wissen auch mal damit generiert, etwas wegschmeißen zu wollen. Ich finde die Aussage widersprüchlich, gebe aber zu, daß es in Wikipedia gelegentlich wegzuschmeißenden Mist gibt. Dieser Mist ist aber kein Wissen und war es auch nicht. Dabei finde ich, daß dieser Gegensatz Inklusionismus–Exklusionismus dem Sachverhalt nicht gerecht wird. Klar, es mag Hardcorevertreter auf beiden Seiten geben. Es gibt zum Beispiel vieles, was ich wegschmeißen würde, aber dennoch behalten wird, etwa all die Kakerlakenfresser aus dem RTL-Universum, Dieter Bohlens Superdeppen oder Heidis nächste Kleiderstangen, aber bei Ortsartikeln und Naturkatastrophen bin ich kompromißloser Inklusionist.

Gut finde ich den Bogen geschlagen zu Benuter:Rogi.Official, einem Jungwikipedianer (und somit per Definition kein alter weißer Mann), der vor allem kritisiert, wenn Artikel ohne freundliche Erklärung gelöscht werden. Niederschmetternd sei das und abschreckend, zumal man in anderen sozialen Netzwerken veröffentlichen kann, was man will. Naja, andere soziale Netzwerke stellen allerdings nicht den Anspruch, ein Enzyklopädieprojekt zu sein.

Der Zeit-Artikel nennt hier und da Aktivitäten einzelner Benutzer, meist weißer alter Männer, etwa vom Dresdner Stammtisch, und Insider wissen gleich, um welche ungenannten Accounts es sich handelt. Erwähnt wird die Wikipedia:Redaktion Kleine Länder anhand von Beispielen wie Gambia, Grönland und Nauru. „Wir brauchen dringend mehr Autoren“, sagt der Spezialist für Osttimor, „und wir freuen uns über jeden, der mitmacht.“ Bei Nauru mußte ich spicken, wer da aktiv ist.

Würde ich den Artikel Angehörigen oder Freunden empfehlen, um ihnen zu verdeutlichen, wie Wikipedia funktioniert: Jein. Zwei Drittel des Textes sind sehr brauchbar, das restliche Drittel mit dem Gendergedöns ist für 99,5 Prozent der Benutzer – solche, die wie ich in Ruhe und Frieden ihre Artikel über Bauwerke und Orte, Seen oder Politiker, Lebewesen und Künstler schreiben wollen –beleidigend. Wir mögen teilweise alt sein, überwiegend männlich und weißer Hautfarbe, aber wir sind keine weißen alten Männer, Herr Tönnesmann. Die von Ihnen aufgeworfene Frage der systematischen Diskriminierung von Frauen beantworten Sie in Ihrem Artikel übrigens nicht. Dieses journalistische Stilmittel kennt man sonst von dem Käseblatt mit den vier großen Buchstaben. Seit wann hat Die Zeit das nötig? (Hinweis: Vorstehender Beitrag enthält Meinung) MaB 21.3.

Diskussion zu dieser Rezension in der Wikipedia

Auf dieser Seite auch interessant: 

Sind die Relevanzkriterien frauenfeindlich?

von Gestumblindi, 24.2.


Donnerstag, 12. März 2020

Frauen der Männer des 20. Juli.

20. Juli 1944: „Wie ein Damoklesschwert“ Von Ariane Barth 18.07.1994

"[...] Diese Frauen entsprachen ihren gesellschaftlich wohl eingebetteten Männern in _(* Dorothee von Meding: "Mit dem Mut des ) _(Herzens - Die Frauen des 20. Juli". ) _(Siedler Verlag, Berlin; 298 Seiten; ) _(39,80 Mark. ) der Grundgesinnung, und das mag schon das Geheimnis gewesen sein der Wahl ihrer Partner, die sie rückhaltlos bewunderten. Sie hatten durchweg aus dem Bürgertum in den Adel eingeheiratet, aber sie waren Geschöpfe jener tragenden Elite, die als weiblichen Edelmut die absolute Gefolgstreue dem Gatten gegenüber kultivierte. Ob sie ihre als gut oder gar glücklich beschriebenen Ehen opfern wollten, sie wurden nicht gefragt, sie wuchsen gleichsam hinein in den männlichen Widerstand, der Teil ihrer Beziehungen wurde.

Donnerstag, 5. September 2019

Tinder

Leck mich, Tinder!
"Sechs Jahre lang suchte unser Autor auf der Plattform eine Beziehung. Er weiß nicht mehr, wie viele Frauen er gedatet hat. Aber eins hat er verstanden: Tinder ist Gift für die Liebe. [...]" (ZEIT 28.8.19)

Tweets

Sonntag, 16. September 2018

Frauen glänzen nicht nur durch Schönheit

Laureen Gambino berichtet im Guardian von einem afrikanischen Wettbewerb, in dem sich Mädchen und Frauen von 13 bis 25 Jahren durch brillanten Einsatz von IT-Kenntnissen für Gemeinschaftsprojekte hervortun können.
Die Siegerin bekommt finanzielle Unterstützung für die Realisierung ihres Projekts.

mehr dazu:
Zur Situation in Ruanda:
"[...] The government has set a target of achieving gender parity in the information communications technology sector by 2020, an ambitious goal in a worldwide industry notorious for its lack of diversity. But through educational campaigns, scholarships and mentorship programmes, Rwanda is determined to become a global leader for women in ICT.
“It’s a good place to be a woman in tech right now,” Kunda says of Rwanda.
Before the genocide of 1994, it was uncommon for women in Rwanda to own land, receive a formal education or hold jobs outside of the home. After the atrocity, the country’s surviving population was 60-70% female, according to contemporary accounts.
President Paul Kagame, who has led Rwanda with an iron fist since 2000, realised that advancing women was the only way forward and has championed their rights ever since.
Rwanda now leads the world in female representation in parliament, due in part to a quota system that reserves seats for women. Gender rights are enshrined in the national constitution and laws were changed to give women the right to inherit land and obtain credit.
As a child, Rosine Mwiseneza, who was orphaned during the genocide, recalls watching the women around her stepping into leadership roles in government and civil society. They became police officers, accountants, butchers, shop owners. Girls went to school and competed alongside boys for internships and scholarships.
Mwiseneza was studying business management at Kepler University in Kigali when she entered the Ms Geek contest in 2016. Her idea was for an automated irrigation system that would help farmers cultivate their fields year-round as opposed to just during the rainy season.
Mwiseneza says she was astounded when she won the competition. In that moment, she remembered her parents and all the hardships she had endured.
“It was very difficult to believe,” she says. “I started thinking of everything that had passed before that day and I began to cry.”
As well as rapid economic growth and rising standards of living, Rwanda is fast becoming a highly digitised society.
In 2013, the Akilah Institute, Rwanda’s first college exclusively for women, launched a diploma in information systems. The programme, which started off enrolling just 10 students each year, has expanded sixfold in the five years since it opened. [...]" (The Guardian 28.5.2018)

Miss Geek Africa (englische Wikipedia)

Dienstag, 11. September 2018

Leitfaden zur Sicherheit von Frauen im Internet

Dieser Leitfaden wurde von Frauen für Frauen geschrieben und bietet viele Informationen, wie sich Frauen im Internet schützen können.

"70 Prozent der Frauen sind der Meinung, dass Online-Belästigung ein großes Problem ist, aber nicht viele wissen, wie man sich dagegen wehrt.
Frauen sind oftmals ein Ziel, nur weil sie Frauen sind. Angriffe sind häufig sexueller oder frauenfeindlicher Art. Die Rhetorik scheint sich auf ihre Körper oder auf sexuelle Gewalt zu beziehen. Der Schaden ist sowohl physisch als auch seelisch. Dir Frauen werden oft eingeschüchtert, dass sie schweigen und tun das auch, weil sie sich nicht in Gefahr bringen wollen.
Allerdings gibt es Möglichkeiten, wie wir uns schützen können.
Der Leitfaden ist mit der Intention entstanden, dass sich Frauen ohne Furcht im Internet bewegen können. Wir beschäftigen uns mit häufigen Fällen, wie Frauen im täglichen Leben belästigt werden. Dazu sehen wir uns die Bereiche soziale Medien, den Arbeitsplatz, Dating und so weiter an. Darüber hinaus geben wir Tipps und Ratschläge, wie Frauen die Kontrolle behalten." (https://de.vpnmentor.com/blog/der-umfassende-internet-sicherheitsleitfaden-fuer-frauen/)

Beispiel für einen Tipp:
"Erhältst Du einen missbräuchlichen Tweet, kannst Du die Person blockieren, die ihn geschickt hat.
Wie Du jemanden auf Twitter blockierst:
Klicke auf den Pfeil nach unten, den Du rechts oben im Tweet findest und dort kannst Du den Sender blockieren.
Es gibt ein Problem beim Blockieren von Anwendern. Sie haben sich sehr schnell ein neues Konto angelegt und das ist bisher natürlich noch nicht gesperrt worden.
Eine Möglichkeit, dem Problem Herr zu werden, ist die App Block Together. Block Together wird automatisch alle Konten blockieren, die Dir folgen wollen, aber weniger als 7 Tage aktiv sind und weniger als 15 Follower haben oder wenn Deine Follower den Nutzer gesperrt haben. Das ist sehr nützlich, wenn Du Dich vor einer Armee an Trollen schützen willst."

Freitag, 9. März 2018

Chancengleichheit?

"Der gesamte afrikanische Kontinent nutzt in einer Woche so viel Datenvolumen wie Netflix-Abonnenten an nur einem Tag. Dort haben 45 Prozent weniger Frauen Zugang zum Internet als Männer. Zum Vergleich: In Industrieländern liegt die Differenz zwischen den Geschlechtern bei etwa zwei Prozent." (SZ 8.3.2018)

Donnerstag, 18. Mai 2017

Schlafverhalten

Frauen schlafen schlechter als Männer - das hat sechs Gründe  Focus 4.5.17

Schlafen Frauen allein, haben sie einen besseren Schlaf. Bei Männern ist es andersrum. Sie schlafen schlechter, wenn sie alleine schlafen. Auch das hat evolutionsbiologische Gründe. Weeß erklärt: "Die Frau war schon in der Steinzeit für die Gruppe verantwortlich. Sie stellte sicher, dass alle gut versorgt sind, ob es den anderen gut geht, ob das Feuer noch brennt."

Freitag, 21. November 2014

Taxifahrer warnen: Nehme keine blutenden Fahrgäste mit

"In Guerrero fahren Taxis, die haben ein Pappschild auf dem Armaturenbrett, wo 'Nehme keine blutenden Fahrgäste mit' draufsteht." (Jennifer Clement: Gebete für die Vermissten, 2014)

Im Anschluss an das obige Zitat fährt die Rezensentin der Frankfurter Runschau fort:
"Vor diesem Hintergrund hat Jennifer Clement zehn Jahre lang für ihren Roman recherchiert und Hunderte von Interviews mit Mädchen und Frauen geführt. Und hat es geschafft, das immense Hintergrundwissen, das sie dabei angehäuft haben muss, nicht auszustellen, sondern es beim Schreiben ganz beiläufig im Hintergrund zu belassen. Ebenso wenig, und das ist noch wichtiger, ist sie der Versuchung erlegen, das Entsetzen, die Wut und Fassungslosigkeit, die sie ganz zweifellos oft gepackt haben müssen, auch nur ansatzweise durchscheinen zu lassen. Die Autorin verschwindet hinter ihrer Geschichte, übergibt die Hoheit über die Perspektive ganz und gar ihrer Hauptfigur." KATHARINA GRANZIN: Schöne Mädchen leben gefährlich, FR 20.11.14)

Dienstag, 28. Januar 2014

Martin Opitz und die Frauen

Was man nicht alles über eine kurze Frage bei gutefrage.net erfahren kann. Mein Dank an Albrecht.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Junge Frau

Bei den Piraten, in der Linken, in der Literatur, im Journalismus: Die junge Frau ist es, auf die man hört.
Mehr dazu bei Th.E. Schmidt: Das Modell Junge Frau, ZEIT online, 26.9.13

Mittwoch, 22. Mai 2013

Schnipselsalat

A. Manguel: Eine Geschichte des Lesens (S.421/2 Über problematische Auswahlkriterien und das jüdische "Archiv", wo in einer Rumpelkammer in Alt-Kairo alles Papier aufgehoben wurde, aus Angst vielleicht den Namen Gottes wegzuwerfen, so dass 1890 viel nicht-ausgewähltes Material gefunden wurde, das sogar auch Einkaufszettel enthielt, das heißt Material, das so sehr zum Tagesgeschäft gehört, dass es nie den Weg in ein ordentliches Archiv fände.)
http://www.zeit.de/2009/32/Manguel
http://de.wikipedia.org/wiki/Alberto_Manguel
http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/129019/index.html
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/rezensionen-alberto-manguel-eine-geschichte-des-lesens-sinnliches-vergnuegen-a-27133.html
http://www.culturebase.net/artist.php?3678

Memory of mankind als der bewusste Versuch, die Auswahlkriterien der Jahrhunderte zu unterlaufen, indem auf Keramiktafeln in einem Salzstock auch private Informationen gespeichert werden, die so den Untergang der elektronischen Überlieferung überdauern können sollen. Kosten der Keramiktafel laut FR vom 22.5.13 249 €.

Gbowee

Oliver Jahraus: Kafka. Lesen, Schreiben, Machtapparate, 2006
Textausschnitt
http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=9783150106167
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10206

Hermann Fischer: Stoff-Wechsel solare Chemie, 2012

Hvistendahl: Das Verschwinden der Frauen

Haeusler: Netzgemüse, 2012
Tanja und Johnny Haeusler auf der re:publica
Mein Kommentar zu der Vorstellung auf der re:publica:
Natürlich haben die Sprecher mit vielem Recht, aber bis 10:30 hatte ich größte Schwierigkeiten, einen Gedanken zu entdecken, der mir nicht schon vielfach begegnet wäre. Für eine captatio benevolentiae war mir das viel zu lang. Will man die Re:publicaner für dumm verkaufen?
Von das ab geht es endlich darum, dass Kinder die Erfahrung von Selbstwirksamkeit brauchen, auch außerhalb von Computerspielen und Internet.

Stiglitz: Preis der Ungleichheit

M.J. Sandel: Was man für Geld nicht kaufen kann. Die Grenzen des moralischen Marktes, 2012

F. Pearce: Land Grabbing

W. Kösters: Weniger, bunter, älter. Den demographischen Wandel aktiv gestalten, 2011

D. Saunders: Arrival City, 2011

N. O. Oermann: Albert Schweitzer

Michail Gorbatschow: Alles zu seiner Zeit, 2013
Michail Gorbatschow: Erinnerungen, 1995

Kofi Annan: Ein Leben in Krieg und Frieden, 2013

Nelson Mandela: Der lange Weg zur Freiheit, 1994

Generation Y (Wollen die auch arbeiten?)
Unter Druck (Was die "Generation Y" angeblich kennzeichnet, gibt es nicht. Die Arbeitgeber haben trotz Mangel an qualifizierter Arbeitskraft wenig von ihrer Macht eingebüßt.)

Samstag, 5. Januar 2013

Ein weiblicher Schinderhannes? - Rächerin an einer ungerechten Gesellschaft

Mit elf Jahren verheiratet und folgerichtig als Arbeitssklavin und sexuell missbraucht, wurde Phoolan Devi nach einigen Vergewaltigungen zur Räuberin. Daran erinnert die Frankfurter Rundschau. In zutiefst ungerechten Gesellschaften können Räuber zu Volkshelden werden. (vgl. Schiller) Die Verachtung der Menschenwürde der Frau scheint in Indiens Männergesellschaft endemisch. Aber nicht nur in Indien.

Phoolan Devi – Rebellion einer Banditin, Dokumentarfilm

zu der Vergewaltigung am 6.12.12 in Neu-Delhi