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Donnerstag, 19. Mai 2022
Dienstag, 3. März 2020
Machtspiele statt Klimaschutz beim Klimarat
https://www.spiegel.de/wissenschaft/klimarat-der-bundesregierung-streit-um-mitglied-claudia-kemfert-a-cae91449-e3b4-46ee-a612-065b8bbb2f9e
Samstag, 1. Februar 2020
Es geht nicht um alles oder nichts: Katastrophaler Klimawandel braucht kein Aussterben der Menschheit zu bedeuten
Klimawandel: Was, wenn es so kommt? von Ulrich Schnabel
ZEIT 29.1.20
"Der Kampf gegen den Klimawandel ist verloren, sagt der Schriftsteller Jonathan Franzen. Manche Forscher behaupten gar, schon in diesem Jahrzehnt breche die Zivilisation zusammen. Es ist Zeit, sich mit dieser "Kollapsologie" zu befassen.
[...] Daten des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge sind 14 Prozent der Deutschen überzeugt, es sei zu spät, die Klimakatastrophe abzuwenden, über 30 Prozent halten deshalb einen neuen Weltkrieg oder das Aussterben der menschlichen Art für möglich.
Nun sind solche Online-Umfragen mit Vorsicht zu genießen, weil die Datenbasis nicht immer repräsentativ ist. Dennoch zeigt sich darin ein Trend. Bisher herrschten zum Thema Klimawandel grob zwei Reaktionsweisen vor: entweder Abwiegeln – "Das Thema ist total aufgebauscht, wird schon nicht so schlimm kommen" – oder Alarmieren – "Es ist fünf vor zwölf! Nur wenn wir jetzt radikal umsteuern, bekommen wir die Erderwärmung noch in den Griff". Neuerdings kommt eine dritte Reaktion hinzu: Resignieren. "Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Hören wir auf, uns etwas vorzumachen, und gestehen wir uns ein, dass wir die Klimakatastrophe nicht verhindern können", so formuliert es stellvertretend für die Resignierten der amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen.
Franzen, der mit Bestsellern wie Die Korrekturen weltberühmt wurde, erregte vergangenes Jahr großes Aufsehen mit einem Essay im New Yorker, der nun auf Deutsch erscheint. Darin argumentiert Franzen, die Menschheit wisse seit 30 Jahren, dass sich die Erde aufheize; dennoch schaffe sie es nicht, ihren CO₂-Ausstoß zu begrenzen. Trotz aller Appelle, "die Ärmel hochzukrempeln" und "den Planeten zu retten", wurde "in den letzten dreißig Jahren so viel atmosphärisches Kohlendioxid produziert wie in den gesamten vorangegangenen zwei Jahrhunderten", schreibt Franzen. Das erforderliche Umsteuern sei, "gelinde gesagt, eine Herkulesaufgabe". Dass sie noch gemeistert werde, halte er für unmöglich, und zwar aus einem einfachen Grund: "Ich glaube nicht, dass die menschliche Natur sich in absehbarer Zeit ändert." [...]
Doch bei aller Kritik kommt man nicht umhin, Franzen in einem Punkt recht zu geben: Bis heute deutet nichts auf eine Begrenzung der Erderwärmung hin. Zwar gab es unzählige Studien, Konferenzen, Aufrufe, internationale Vereinbarungen und neuerdings sogar Appelle großer Unternehmen. Doch unterm Strich bleibt festzuhalten, dass jedes Jahr mehr CO₂ als im Vorjahr ausgestoßen wird; praktisch jedes Jahr messen die Forscher zugleich neue Temperatur-Rekorde oder Höchstwerte beim Rückgang des arktischen Meereises. Der Ozeanbeauftragte der UN, Peter Thomson, verglich kürzlich die Lage gar mit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg: "Politiker versuchen, hier und da Deals zu schließen. Aber wir müssen damit anfangen, wie in einem Kriegszustand zu denken." Der Meeresspiegel steige seit 1993 durchschnittlich jedes Jahr um 3,15 Millimeter, Thomsons Heimatland Fidschi werde zunehmend vom Meer und von Tropenstürmen attackiert. "Dies sind Kriegszustände für die Einwohner dort." [...]
Irgendwann überschreiten Gesellschaften ihren Höhepunkt und brechen spektakulär zusammen – so wie es der Evolutionsbiologe Jared Diamond in seinem Buch Kollaps für frühere Kulturen beschrieben hat.
In dieselbe Richtung denkt Jem Bendell, momentan der wohl einflussreichste Kollapsologe. Sein vor eineinhalb Jahren veröffentlichter Wegweiser, um uns durch die Klimakatastrophe zu führen ist weltweit zum Evangelium der Kollaps-Gläubigen geworden. Über eine halbe Million Mal wurde Bendells Aufsatz vom Server geladen, vielfach sind Foren und Facebook-Gruppen entstanden, die sein Konzept der deep adaptation (Tiefenanpassung) diskutieren. Wissenschaftler betrachten das alles eher mit Stirnrunzeln, Bendells Aufsatz ist mehr Meinungsäußerung als wissenschaftlicher Text. Fachzeitschriften haben ihn abgelehnt und größere Korrekturen verlangt, was Bendell dadurch umging, dass er ihn auf seiner Homepage veröffentlichte. Und damit erzielte er in bestimmten Kreisen erstaunliche Resonanz. [...]
Manche Forscher halten schon einen Temperaturanstieg von drei Grad für katastrophal, andere sehen die existenzielle Bedrohung der Menschheit erst bei fünf Grad erreicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Zustände bis zum Ende des Jahrhunderts eintreten, beziffern manche Studien auf 5 Prozent, andere auf 10 Prozent, manche auch noch höher. Aber klar ist: So unausweichlich, wie Bendell den Kollaps darstellt, ist er keineswegs. [...]"
Zur Kritik speziell an der Position von Jonathan Franzen:
https://generationenstiftung.com/2020/02/04/mr-franzen-how-dare-you/
"[...] Es geht nicht darum, ob der Kampf gewonnen oder verloren wird.
Es geht um eineinhalb oder zwei oder vier Grad Erwärmung. [...]"
"Der Kampf gegen den Klimawandel ist verloren, sagt der Schriftsteller Jonathan Franzen. Manche Forscher behaupten gar, schon in diesem Jahrzehnt breche die Zivilisation zusammen. Es ist Zeit, sich mit dieser "Kollapsologie" zu befassen.
[...] Daten des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge sind 14 Prozent der Deutschen überzeugt, es sei zu spät, die Klimakatastrophe abzuwenden, über 30 Prozent halten deshalb einen neuen Weltkrieg oder das Aussterben der menschlichen Art für möglich.
Nun sind solche Online-Umfragen mit Vorsicht zu genießen, weil die Datenbasis nicht immer repräsentativ ist. Dennoch zeigt sich darin ein Trend. Bisher herrschten zum Thema Klimawandel grob zwei Reaktionsweisen vor: entweder Abwiegeln – "Das Thema ist total aufgebauscht, wird schon nicht so schlimm kommen" – oder Alarmieren – "Es ist fünf vor zwölf! Nur wenn wir jetzt radikal umsteuern, bekommen wir die Erderwärmung noch in den Griff". Neuerdings kommt eine dritte Reaktion hinzu: Resignieren. "Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Hören wir auf, uns etwas vorzumachen, und gestehen wir uns ein, dass wir die Klimakatastrophe nicht verhindern können", so formuliert es stellvertretend für die Resignierten der amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen.
Franzen, der mit Bestsellern wie Die Korrekturen weltberühmt wurde, erregte vergangenes Jahr großes Aufsehen mit einem Essay im New Yorker, der nun auf Deutsch erscheint. Darin argumentiert Franzen, die Menschheit wisse seit 30 Jahren, dass sich die Erde aufheize; dennoch schaffe sie es nicht, ihren CO₂-Ausstoß zu begrenzen. Trotz aller Appelle, "die Ärmel hochzukrempeln" und "den Planeten zu retten", wurde "in den letzten dreißig Jahren so viel atmosphärisches Kohlendioxid produziert wie in den gesamten vorangegangenen zwei Jahrhunderten", schreibt Franzen. Das erforderliche Umsteuern sei, "gelinde gesagt, eine Herkulesaufgabe". Dass sie noch gemeistert werde, halte er für unmöglich, und zwar aus einem einfachen Grund: "Ich glaube nicht, dass die menschliche Natur sich in absehbarer Zeit ändert." [...]
Doch bei aller Kritik kommt man nicht umhin, Franzen in einem Punkt recht zu geben: Bis heute deutet nichts auf eine Begrenzung der Erderwärmung hin. Zwar gab es unzählige Studien, Konferenzen, Aufrufe, internationale Vereinbarungen und neuerdings sogar Appelle großer Unternehmen. Doch unterm Strich bleibt festzuhalten, dass jedes Jahr mehr CO₂ als im Vorjahr ausgestoßen wird; praktisch jedes Jahr messen die Forscher zugleich neue Temperatur-Rekorde oder Höchstwerte beim Rückgang des arktischen Meereises. Der Ozeanbeauftragte der UN, Peter Thomson, verglich kürzlich die Lage gar mit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg: "Politiker versuchen, hier und da Deals zu schließen. Aber wir müssen damit anfangen, wie in einem Kriegszustand zu denken." Der Meeresspiegel steige seit 1993 durchschnittlich jedes Jahr um 3,15 Millimeter, Thomsons Heimatland Fidschi werde zunehmend vom Meer und von Tropenstürmen attackiert. "Dies sind Kriegszustände für die Einwohner dort." [...]
Irgendwann überschreiten Gesellschaften ihren Höhepunkt und brechen spektakulär zusammen – so wie es der Evolutionsbiologe Jared Diamond in seinem Buch Kollaps für frühere Kulturen beschrieben hat.
In dieselbe Richtung denkt Jem Bendell, momentan der wohl einflussreichste Kollapsologe. Sein vor eineinhalb Jahren veröffentlichter Wegweiser, um uns durch die Klimakatastrophe zu führen ist weltweit zum Evangelium der Kollaps-Gläubigen geworden. Über eine halbe Million Mal wurde Bendells Aufsatz vom Server geladen, vielfach sind Foren und Facebook-Gruppen entstanden, die sein Konzept der deep adaptation (Tiefenanpassung) diskutieren. Wissenschaftler betrachten das alles eher mit Stirnrunzeln, Bendells Aufsatz ist mehr Meinungsäußerung als wissenschaftlicher Text. Fachzeitschriften haben ihn abgelehnt und größere Korrekturen verlangt, was Bendell dadurch umging, dass er ihn auf seiner Homepage veröffentlichte. Und damit erzielte er in bestimmten Kreisen erstaunliche Resonanz. [...]
Manche Forscher halten schon einen Temperaturanstieg von drei Grad für katastrophal, andere sehen die existenzielle Bedrohung der Menschheit erst bei fünf Grad erreicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Zustände bis zum Ende des Jahrhunderts eintreten, beziffern manche Studien auf 5 Prozent, andere auf 10 Prozent, manche auch noch höher. Aber klar ist: So unausweichlich, wie Bendell den Kollaps darstellt, ist er keineswegs. [...]"
Zur Kritik speziell an der Position von Jonathan Franzen:
https://generationenstiftung.com/2020/02/04/mr-franzen-how-dare-you/
"[...] Es geht nicht darum, ob der Kampf gewonnen oder verloren wird.
Es geht um eineinhalb oder zwei oder vier Grad Erwärmung. [...]"
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Samstag, 14. Dezember 2019
Merkel warnte schon vor 10 Jahren vor "Panikmache beim Klimaschutz"
Merkel warnt vor Panikmache beim Klimaschutz (Spiegel online 13.12.2009)
"Die Naturwissenschaftlerin Angela Merkel hat keinen Zweifel an der These, dass der Mensch für den rapiden Anstieg der Temperaturen auf dem Planeten verantwortlich ist. Als Kanzlerin ist sie allerdings nicht nur für die konkreten Gegenmaßnahmen zuständig, sondern muss diese auch den Wählern erklären. [...]
Gleichzeitig warnte sie vor einer übertriebenen Sorge, dass die Bekämpfung des Klimawandels bei den Bürgern vor allem zu Einschränkungen führen wird. "Wir werden in vielem lernen, bewusster zu leben", sagte die Kanzlerin weiter, aber Wohlstand sei nicht in erster Linie eine Frage der Verbrauchsmenge, sondern habe auch etwas mit Wohlbefinden zu tun. Wenn an den Beginn des notwendigen Wandels die Angst vor Verzicht gestellt werde, "dann blockieren wir uns unnötig und verspielen unsere Zukunft", erklärte Merkel. "Wir werden unser Leben so verändern, dass wir uns weiter wohlfühlen. Jeder kann es auch in Zukunft warm haben." (Spiegel online 13.12.2009)
Zu den damaligen Forderungen:
Der Text von Avaaz
Vor 10 Jahren wurde völlig unzureichend reagiert. Dementsprechend schwieriger ist die Lage heute. Daher kommt das bescheidene Klimapaket, das die Bundesregierung jetzt vorgelegt hat, jetzt zu spät und ist wieder unzureichend.
Wieder warnt Merkel vor der "Angst vor Verzicht", ist aber nicht bereit oder nicht imstande für einen Ausgleich für die Benachteiligten zu sorgen.
Ob die Sorge vor einem Ende der Koalition daran etwas ändert?
"Die Naturwissenschaftlerin Angela Merkel hat keinen Zweifel an der These, dass der Mensch für den rapiden Anstieg der Temperaturen auf dem Planeten verantwortlich ist. Als Kanzlerin ist sie allerdings nicht nur für die konkreten Gegenmaßnahmen zuständig, sondern muss diese auch den Wählern erklären. [...]
Gleichzeitig warnte sie vor einer übertriebenen Sorge, dass die Bekämpfung des Klimawandels bei den Bürgern vor allem zu Einschränkungen führen wird. "Wir werden in vielem lernen, bewusster zu leben", sagte die Kanzlerin weiter, aber Wohlstand sei nicht in erster Linie eine Frage der Verbrauchsmenge, sondern habe auch etwas mit Wohlbefinden zu tun. Wenn an den Beginn des notwendigen Wandels die Angst vor Verzicht gestellt werde, "dann blockieren wir uns unnötig und verspielen unsere Zukunft", erklärte Merkel. "Wir werden unser Leben so verändern, dass wir uns weiter wohlfühlen. Jeder kann es auch in Zukunft warm haben." (Spiegel online 13.12.2009)
Zu den damaligen Forderungen:
Der Text von Avaaz
Die Welt will ein echtes Abkommen
Internationale Erklärung:
Heute versammeln wir uns hier – zusammen mit anderen Gruppen weltweit – um zusammenzustehen und unseren Planeten zu retten.
Die fragile Balance der Erde, die uns immer erhalten hat, verändert sich. Wir verändern sie.
Wir verursachen eine Erwärmung, die zu weiterer Erwärmung führt. Die Polkappen schmelzen, die Regenwälder sterben, und diese Spirale kann sich so schnell weiterdrehen, dass sie in nur fünf Jahren außer Kontrolle gerät.
Der Klimawandel scheint weit weg – doch er steht unmittelbar bevor. Viele von uns haben bislang geschlummert. Doch für andere ist der Klimawandel bereits greifbare Verwüstung.
Es ist das schwindende Leuchten in den Augen eines Kindes, wenn vorrückende Wüsten Ackerland zu Staub verwandeln und eine Familie verhungert.
Es ist ein Heim, eine Existenzgrundlage, es sind die Erinnerungen eines ganzen Lebens, weggespült von stetig steigenden Fluten und verheerenden Stürmen.
Es ist der tödliche Kampf von benachbarten Stämmen, das verzweifelte Ringen um die letzten noch existierenden Wasserlöcher.
Es ist eine ganze stolze Inselnation, die flieht, weil ihr Wasser vom Meer vergiftet ist, weil ihr Land in den Wellen versinkt.
Und es sind die Spannungen, wenn Tausende von Flüchtlingen von ihrem zerstörten Land in die Städte der ärmsten Länder drängen.
Doch das ist nur der bittere Vorgeschmack eines sich zusammenbrauenden Sturms. Das ist die Zukunft, die uns alle bedroht – niemand entrinnt dieser Verwüstung, weder Arm noch Reich, weder Nord noch Süd.
Aber wir können uns noch retten, wenn die Energien ändern, die unsere Gesellschaften am Laufen halten. Wir können aufhören, Öl, Kohle und Holz zu verbrennen. Wir können stattdessen die Energie der Sonne, des Windes und des Wassers nutzen. Aber wir müssen es alle zusammen tun. Und wir müssen es jetzt tun.
Die Entscheidungen, die wir heute treffen, entscheiden die Zukunft der Menschheit.
Daher haben wir uns heute versammelt, zu 2.000 Events in 130 Ländern, überall auf der Welt: Um die Welt mit einem Ruf zum Handeln zu erhellen, als Signal der Hoffnung.
Wir rufen unsere Politiker dringend zum Handeln auf fordern ein echtes Abkommen.
Ein echtes Abkommen muss ambitioniert sein. Wir fordern eine Vereinbarung, die das Anwachsen des gefährlichen Kohlenstoffausstoßes innerhalb von fünf Jahren stoppt und ihn stattdessen schnell auf einen sicheren Grad von 350 Teilen pro Million in der Atmosphäre reduziert.
Ein echtes Abkommen muss fair sein. Wir fordern eine Vereinbarung, die $200 Milliarden pro Jahr garantiert, um den armen Ländern zu helfen, die Krise zu bekämpfen, die sie nicht selbst verursacht haben.
Ein echtes Abkommen muss verbindlich sein. Wir werden keine leeren Versprechungen zulassen. Wir fordern eine Vereinbarung, die den Schutz unseres Planeten in allen Ländern zum Gesetz macht.
Dies ist das wichtigste Abkommen unserer Zeit. Jedes Land muss Teil der Lösung werden. Weniger werden wir nicht akzeptieren.
Heute versammeln wir uns als Bürger der Welt mit einer gemeinsamen Absicht – und einem gemeinsamen Schicksal. Dies ist eine Chance, unseren Kindern und Enkelkindern eine Welt zu hinterlassen, auf die wir stolz sein können.
Die Stunde vor der Dämmerung ist die dunkelste. Unsere Bewegung ist wach, der Moment gehört uns, die Zukunft liegt in unseren Händen und die Botschaft ist eindeutig:
Die Welt will ein echtes Abkommen!
Wieder warnt Merkel vor der "Angst vor Verzicht", ist aber nicht bereit oder nicht imstande für einen Ausgleich für die Benachteiligten zu sorgen.
Ob die Sorge vor einem Ende der Koalition daran etwas ändert?
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Sonntag, 1. Dezember 2019
Igor Levit über seine Rolle als Bürger
Bürger, Europäer, Pianist (Videointerview)
"Die Zeit, in der man passiv sein konnte, ist für fast alle vorbei."
Erosion von Selbstverständlichkeiten und Normen
Levit weigert sich bei der Aufstellung von Opferhierarchien mitzumachen. (um Min. 53)
Gespräch mit Wolfgang Schäuble über das Grundgesetz
"Die Zeit, in der man passiv sein konnte, ist für fast alle vorbei."
Erosion von Selbstverständlichkeiten und Normen
Levit weigert sich bei der Aufstellung von Opferhierarchien mitzumachen. (um Min. 53)
Gespräch mit Wolfgang Schäuble über das Grundgesetz
Freitag, 14. September 2018
Dienstag, 29. Mai 2018
Internationale Klimapolitik 2018 und die Große Koalition in Deutschland
"Die internationale Energieagentur (IEA) meldete "Ende März 2018 einen neuen Rekordwert bei den globalen CO2-Emissionen. Nahezu zeitgleich gab die Weltmeteorologeorganisation (WMO) die höchsten Schäden infolge extremer Wetterlagen seit Beginn der Aufzeichnungen bekannt. Ursächlich hierfür waren eine ungewöhnliche Häufung von Hurrikanen im Nordatlantik, extreme, niederschlagsbedingte Überschwemmungen auf dem indischen Subkontinent und schwere Dürren in Ostafrika. Der weltgrößte Rückversicherer MunichRe bezifferte die infolge von wetter- und klimabedingten Naturkatastrophen im Jahr 2017 angefallenen materiellen Schäden auf den Rekordwert von 260 Milliarden Euro.Dessen ungeachtet erlebte Deutschland im Zuge der jüngsten Regierungsbildung, dass Klimapolitik mit nachgeordneter Priorität ver- und behandelt wird. " (Steffen Bauer: Internationale Klimapolitik 2018. Von Paris über Bonn nach Katowice)
Es freut mich, dass das auch von anderen ausgesprochen wird.
Es freut mich, dass das auch von anderen ausgesprochen wird.
Donnerstag, 3. August 2017
Was die Bundesregierung für die Klimarettung tut
"[...] Die Kanzlerin und ihre führenden Mitarbeiter haben den Vorfall nicht etwa dazu genutzt, die Industrie zur Einhaltung von Grenzwerten zu zwingen. Vielmehr haben sie die EU-Kommission und das Europaparlament zusammen mit der Industrie so lange bearbeitet, bis jene die künftigen Grenzwerte an die dreckigen Autos angepasst haben. [...]" (Das Bundesdieselamt ZEIT 3.8.17)
"Vor den Augen der Öffentlichkeit haben Politik und Wirtschaft nicht nur dem Verbraucher, sondern auch dem Rechtsstaat den Stinkefinger gezeigt. Gesetze und EU-Verordnungen gelten offenbar nicht für Deutschlands Schlüsselindustrie. Wer so agiert, darf sich über die fortschreitende Politik- oder gar Systemverdrossenheit nicht beschweren. Doch Obacht – schmutzige Diesel sind beileibe kein rein deutsches Problem. Ausländische Hersteller machen sich einen schlanken Fuß. Das sollte man nicht aus dem Auge verlieren." (Abgas-Anarchie 3.8.17)
mehr ...
Chroniken des Skandals:
"Vor den Augen der Öffentlichkeit haben Politik und Wirtschaft nicht nur dem Verbraucher, sondern auch dem Rechtsstaat den Stinkefinger gezeigt. Gesetze und EU-Verordnungen gelten offenbar nicht für Deutschlands Schlüsselindustrie. Wer so agiert, darf sich über die fortschreitende Politik- oder gar Systemverdrossenheit nicht beschweren. Doch Obacht – schmutzige Diesel sind beileibe kein rein deutsches Problem. Ausländische Hersteller machen sich einen schlanken Fuß. Das sollte man nicht aus dem Auge verlieren." (Abgas-Anarchie 3.8.17)
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Mittwoch, 2. August 2017
Kinder kämpfen für Klimarettung
Our Children's Trust
"Our Children's Trust elevates the voice of youth to secure the legal right to a stable climate and healthy atmosphere for the benefit of all present and future generations. Through our programs, youth participate in advocacy, public education and civic engagement to ensure the viability of all natural systems in accordance with science.
Our mission is to protect earth’s atmosphere and natural systems for present and future generations. We lead a game-changing legal campaign seeking systemic, science-based emissions reductions and climate recovery policy at all levels of government. We give young people, those with most at stake in the climate crisis, a voice to favorably impact their futures.
OUR GUIDING PRINCIPLES
"Our Children's Trust elevates the voice of youth to secure the legal right to a stable climate and healthy atmosphere for the benefit of all present and future generations. Through our programs, youth participate in advocacy, public education and civic engagement to ensure the viability of all natural systems in accordance with science.
Our mission is to protect earth’s atmosphere and natural systems for present and future generations. We lead a game-changing legal campaign seeking systemic, science-based emissions reductions and climate recovery policy at all levels of government. We give young people, those with most at stake in the climate crisis, a voice to favorably impact their futures.
OUR GUIDING PRINCIPLES
- Our Children's Trust advocates on behalf of youth and future generations.
- Our Children's Trust advocates for legally-binding, science-based climate recovery policies."
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Samstag, 28. November 2015
Aktionen anlässlich der UN-Klimakonferenz in Paris
Samstag, 25. April 2015
Klimawandel: Noch lässt sich das Schlimmste verhüten
Ich hielte es für falsch, wenn bei der Behandlung des Klimawandels die Schüler zu dem Ergebnis kommen müssten: Der Klimawandel ist zwar menschengemacht, aber die Menschheit hat keine Chance mehr, an der Katastrophe etwas zu ändern.
Deshalb habe ich zu dem Prognoseartikel 2052. Der neue Bericht an den Club of Rome jetzt auch den handlungsorientierten Artikel Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima ins ZUM-Wiki eingestellt.
Meiner Meinung nach sind die beiden Artikel zusammen eine geeignete Grundlage für die Behandlung des Klimawandels, wenn man für meteorologische und naturwissenschaftliche Fragen auch den Artikel Klimawandel beizieht.
Obwohl bei beiden auch Hilfestellungen für den Unterricht gegeben werden, wäre es freilich sinnvoll, wenn auch Hinweise gegeben würden, wie man eine Unterrichtsreihe zu diesem Thema gestalten sollte. Wer fühlt sich angesprochen, "aus dem Nähkästchen zu plaudern"?
Der bisherige Artikel zum Klimawandel scheint mir jetzt nicht mehr zureichend, weil es mir sinnvoll erscheint, dass Schüler die Möglichkeit bekommen, die Argumente von Randers und Naomi Klein anhand von Textausschnitten kennen zu lernen und nachvollziehen zu können.
Deshalb habe ich zu dem Prognoseartikel 2052. Der neue Bericht an den Club of Rome jetzt auch den handlungsorientierten Artikel Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima ins ZUM-Wiki eingestellt.
Meiner Meinung nach sind die beiden Artikel zusammen eine geeignete Grundlage für die Behandlung des Klimawandels, wenn man für meteorologische und naturwissenschaftliche Fragen auch den Artikel Klimawandel beizieht.
Obwohl bei beiden auch Hilfestellungen für den Unterricht gegeben werden, wäre es freilich sinnvoll, wenn auch Hinweise gegeben würden, wie man eine Unterrichtsreihe zu diesem Thema gestalten sollte. Wer fühlt sich angesprochen, "aus dem Nähkästchen zu plaudern"?
Der bisherige Artikel zum Klimawandel scheint mir jetzt nicht mehr zureichend, weil es mir sinnvoll erscheint, dass Schüler die Möglichkeit bekommen, die Argumente von Randers und Naomi Klein anhand von Textausschnitten kennen zu lernen und nachvollziehen zu können.
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