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Mittwoch, 13. August 2025

120 Millionen Tonnen Kleidung landen jährlich auf dem Müll

Weltweit landen jedes Jahr den Berechnungen einer Beratungsfirma zufolge rund 120 Millionen Tonnen Kleidung im Müll. Recycelt wird davon den Angaben zufolge fast nichts – die Umweltbelastung und auch die wirtschaftlichen Kosten sind hoch.

Ein Großteil der weggeworfenen Kleidung wurde demnach kaum genutzt: Im Schnitt tragen Käufer ein Kleidungsstück laut BCG nur sieben bis zehn Mal, bevor sie es wegschmeißen, schreibt die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in einer neuen Analyse zur Textilwirtschaft. Oft gilt das Prinzip „Fast Fashion“, bei dem kurzlebige Kleidung zu geringen Preise produziert wird. 

80 Prozent des Kleidermülls lande anschließend auf Deponien oder werde direkt verbrannt. 12 Prozent werden wiederverwendet. Und nur 1 Prozent des Kleidermülls werde zu neuen Fasern recycelt. Viele Kleidungsstücke bestünden weiterhin aus Mischgeweben, die sich mit heutigen Verfahren kaum trennen und wiederverwerten lassen. 

Hohe Kosten erfordern eine Kreislaufwirtschaft
Die verschwindend geringe Recyclingquote sei einerseits ein gewaltiges ökologisches Problem, so BCG. Denn mehr als 90 Prozent der CO2-missionen der Modebranche entfielen auf die Gewinnung und Verarbeitung neuer Rohstoffe. Andererseits sei sie für die Branche auch ein betriebswirtschaftliches Defizit, denn der Materialwert der Kleiderabfälle liege bei geschätzten 150 Milliarden US-Dollar (129,3 Mrd Euro) jährlich.
Der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft in der Textilbranche sei daher keine Zukunftsvision, sondern ein Gebot der ökologischen und ökonomischen Vernunft, heißt es. Es brauche keine Einzelinitiativen, sondern branchenweite Lösungen um recycelte Materialien leichter verfügbar für Hersteller und Konsumenten zu machen. Als Beispiele nennt BCG etwa vereinfachte Rücknahmesysteme, neue Sortiertechnologien oder auch chemisches Recycling, um Mischgewebe besser verarbeiten zu können.
Geht es so weiter, könnte der jährliche Müllberg bis 2030 auf mehr als 150 Millionen Tonnen wachsen. Im Norden Chiles türmen sich Kleiderberge laut BCG schon heute so hoch, dass sie selbst aus dem All zu erkennen sind. 
(Deutschlandfunk 12.8.2025 - Hervorhebungen von Fontanefan)

sieh auch: Textilkonsum

Freitag, 10. August 2018

Plastík-fressende Bakterien

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pet-plastik-fressende-bakterien-von-forschern-entdeckt-a-1081845.html 11.3.16
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-03/plastikmuell-recycling-bakterien 11.3.16

https://www.wired.de/collection/science/bakterien-mikroorganismen-fressen-plastik-muell
27.4.17

Einerseits sind es erfreuliche Botschaften. Andererseits braucht es offenbar sehr lang, bevor diese Entdeckung auch außerhalb des Labors einsetzbar ist.
Außerdem geht es zunächst um PET, die Plastikart, die schon bisher am besten zu recyeln ist.
Die Masse der Meldungen stammt von März 2016. Danach hat sich offenbar nicht viel getan. Da ist die Einsparung von Plastik auf absehbare Zeit die vorzuziehende Alternative.

Immerhin: Die Vorstellung, dass es in den nächsten Jahren ein absolutes Plastikverbot geben wird, ist unrealistisch.

Samstag, 3. Februar 2018

Kreislaufwirtschaft

Zum Stichwort Kreislaufwirtschaft (Link):
Gegenwärtig überlässt man die Rückführung von Plastik in den Rohstoffkreislauf weitgehend dem Meer. Freilich das dauert:
bei einer Plastiktüte  10-20 Jahre, Styroporbecher 50 Jahre, Plastikflasche 450 Jahre (Quelle: Frankfurter Rundschau vom 3.2.2018)

mehr zu Plastik im Meer bei Planet-Wissen

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Elektroschrottrecycling in Ghana

ZEIT, 19.12.13, S21-22 "Was am Ende übrig bleibt" über Agbogbloshie, einen Vorort von Accra: Recyclinghölle oder -paradies?

vgl. auch: Alles Schrott – Was der illegale Elektromüll in Ghana anrichtet. auf SWR2 Sendung vom 13. September 2012 (Christiane Schütze) (PDF; 121 kB), abgerufen am 22. September 2012.