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Donnerstag, 28. Mai 2026

Nvidia

 "Die Nvidia Corporation (Eigen­schreibweise: NVIDIA,[3] Aussprache: /ɪnˈvɪdiə/, von lateinisch Invidia, Neid) ist ein US-amerikanisches Unternehmen und einer der größten Entwickler von Grafik­prozessoren und Chipsätzen für Personal Computer, Server und Spielkonsolen. Der Hauptsitz liegt in Santa Clara, Kalifornien. Das Unternehmen hielt auf dem Markt der diskreten Desktop-Grafikkarten im zweiten Quartal des Jahres 2022 einen Anteil von über 80 %.[4] Die Nvidia Corporation besitzt keine eigenen Fertigungsstätten und arbeitet somit nach dem Fabless-Prinzip.

Das Unternehmen konnte stark von Markterwartungen im Bereich der künstlichen Intelligenz profitieren und stieg 2024 sowie 2025[5] zeitweise zum wertvollsten börsenorientierten Unternehmen der Welt auf. Im Oktober 2025 erreichte Nvidia als erstes Unternehmen einen Börsenwert von 5 Billionen US-Dollar.[6]

"

Mittwoch, 13. Mai 2026

Weshalb die deutsche Telekom verhindert, dass ihre Kunden erfahren können, welche Kundendaten bei ihr hinterlegt sind

 In Fällen, wo für einen Telefonanschluss Vertragsdaten für zwei Personen hinterlegt sind, verweigert die Telekom diesen Personen die Auskunft, welche Vertragsdaten bei ihr hinterlegt sind, sondern verschickt E-Mails, die nahezu perfekt an Phishingmails angepasst sind, in denen sie die Kunde auffordern, ihr die bei ihr hinterlegten Vertragsdaten zuzuschicken.

Die Begründung liefert die KI Gemini:

https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/05/wie-wird-begrundet-dass-fur-eine.html

Da ich das nicht wusste, habe ich aufwändig versucht, Aufklärung darüber zu erhalten. Da die Angestellte der Telekom (oder eine Callcenters) so höflich war, mich nicht zu unterbrechen, verstand ich erst nach einem sehr ausführlichen Telefongespräch, weshalb mir die Telekom die Auskunft verweigerte. Sie versprach mir, eine neue Mail zu schicken, aufgrund derer ich der Telekom die Auskunft über die bei ihr hinterlegten Vertragsdaten per Post zuschicken könne. (Dass diese Daten der Telekom natürlich bekannt sind, spricht selbstverständlich nicht gegen diesen bürokratischen Prozess - sieh die oben verlinkte Auskunft der KI Gemini.)

Die mir versprochene Mail ist bei mir nicht eingetroffen, aber auch nicht in meinem Spamordner zu finden. Sobald ich weitere Auskünfte über den Vorgang geben kann, werde ich sie hier veröffentlichen.

In der Zwischenzeit hier eine Auskunft, die ich in meinem Spam-Ordner gefunden habe über eine Mail, die mir, da verdächtig nicht zugeschickt werden könne. Verantwortlich für die Mail: 

© 1&1 Mail & Media GmbH
Karlsruhe Branch
Brauerstr.‌ 48, 76‌13‌5 Karlsruhe, Germany
Management Board: Alexander Charles, Dr. Michael Hagenau, Thomas Ludwig, Dr. Verena Patzelt
Registered office: Montabaur; registered at the Local Court of Montabaur (HRB 76‌66) VAT ID: DE‌24‌34‌13‌00‌2

Ich bin sicher, dass dies Firma vielen Lesern ihres Spamfiles bekannt ist und ich insofern nichst Neues ausplaudere. 

Dazu die Wikipedia: "Die Ionos SE [iː'ɔnɔs] (Eigenschreibweise IONOS, vormals 1&1 Internet AG) mit Sitz in Montabaur ist ein deutscher Internetdienstanbieter, der vor allem durch seine Webhosting-, Domain- und Cloud-Computing-Produkte bekannt wurde. Das Unternehmen gehört zum United-Internet-Konzern."

Wer etwas besser informiert ist als ich, vermutet zu Recht, dass ich nicht ganz auf der Höhe der Zeit bin. 


Dienstag, 31. März 2026

Schadet das oder nützt das Google?

 https://www.zeit.de/2026/13/ki-training-google-urheberrecht-journalismus-prozess...] Der Deutsche Journalistenverband sagt, das Verfahren sei "von herausragender Bedeutung für den Schutz des Journalismus in Europa", weil es letztlich darüber entscheidet, ob man mit Texten künftig noch Geld verdienen kann. Nicht nur mit Journalismus, auch mit Gedichten, Romanen, Liedtexten.

Für die Techindustrie steht auf dem Spiel, ob es Dienste wie ChatGPT, Claude oder Gemini so überhaupt geben darf. Oder ob Konzerne wie Google in Europa gezwungen werden können, Entschädigungen an Urheber zu zahlen – oder ihre Modelle nur noch mit lizenziertem Material zu trainieren, was sie wohl dümmer werden ließe und sehr viel teurer.

Der Streit, an dem das nun entschieden werden soll, begann im Oktober 2023. Damals reichte die Like Company bei einem ungarischen Gericht Klage ein. Die Firma betreibt sechs Nachrichtenportale. Google, so der Vorwurf, nutze deren Texte zum Training seiner KI Gemini, die damals noch Bard hieß. Und jetzt gebe Gemini Antworten, die diesen Artikeln ähnelten. Die ungarischen Richter sollten klären, ob Google sich damit strafbar macht. Was keine leichte Aufgabe ist, denn die meisten Gesetze, auf deren Grundlage sich urteilen ließe, sind älter als die Technologie, um die es jetzt geht. Man kann in solchen Fällen den EuGH um Hilfe bitten. Er entscheidet dann, wie das Recht auszulegen ist.

Ist das KI-Training illegal?

Im vergangenen Mai schickte die ungarische Justiz also eine Zusammenfassung der Argumente beider Parteien nach Luxemburg, dazu Fragen wie: Ist die Antwort eines Chatbots, in der Texte anderer vorkommen, eine unerlaubte Wiedergabe? Sind schon die Datensätze, mit denen Konzerne wie Google ihre KI trainieren, eine illegale Kopie?

Es geht in Luxemburg jetzt nicht mehr nur um die Like Company oder um Google. Das Gericht soll an diesem Beispiel eine grundsätzliche Entscheidung treffen. Sie wird dann den Ausgang vieler anderer Prozesse in Europa beeinflussen, die gerade zu diesen Fragen laufen. [...]

Wenn eine KI mit einem Text trainiert wird, unterteilen Firmen diesen Text in Token, also Wörter oder Wortfetzen. Das Modell merkt sich dann, in welchem Kontext sie auftauchen. Stellt man dem Chatbot später eine Frage, berechnet er, welche Wörter, statistisch gesehen, aufeinander folgen müssten.

Google behauptet, Gemini speichere keine Texte, nur diese mathematischen Formeln. Man müsse sich die Trainingsdaten vorstellen wie ein Puzzle, das in Tausende Teile zerfällt – und dann in allen möglichen Varianten neu zusammengesetzt wird. Es gibt jedoch Zweifel, ob diese Erzählung stimmt.

Im Januar veröffentlichten Forscher der Universitäten Stanford und Yale eine Studie, laut der fast alle Chatbots bekannte Bücher teilweise wörtlich wiedergeben, zum Beispiel Harry Potter und der Stein der Weisen. Die Gema zeigte im Verfahren gegen OpenAI, dass ChatGPT, wenn man die KI nach Songs von Reinhard Mey und Herbert Grönemeyer fragt, erstaunlich textsicher ist.

Die Modelle erinnern sich an die Trainingsdaten, auch wenn sie das vielleicht nicht sollen. [...]

Budapest, zwei Wochen vor der Anhörung beim EuGH. Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis der Anwalt der Like Company einem Gespräch zugestimmt hat. Zunächst war er aus "prozesstaktischen Gründen" dafür nicht zu haben, nun hat sich die Taktik offenbar geändert.

Die Kanzlei liegt in einem Hinterhof in der Nähe der Donau, einen Empfang gibt es nicht. Gyula Rátz, ein schmächtiger, schüchterner Mann, holt einen am Eingang ab. Wirklich bekannt war er als Anwalt für Urheberrecht in Ungarn bisher nicht.

Kein Schadensersatz gefordert

Dafür klingt er ziemlich entschlossen: "Google und alle anderen Technologieunternehmen sollten sich nicht darauf verlassen können, Inhalte anderer kostenlos zu nutzen." Und: "Sie müssen um Erlaubnis bitten und dafür bezahlen."

Gut, aber warum dann ausgerechnet dieses Verfahren? Warum ein Text über Delfine? Die vielen Ungereimtheiten in der Vorlage?

Der Delfin-Text sei nur ein Beispiel von vielen gewesen, um das Problem zu illustrieren, sagt Rátz. Jetzt, da das Verfahren öffentlich geworden sei, machten sich natürlich viele darüber lustig. Dabei wolle er ja gar nicht über einzelne Artikel streiten, sondern die grundsätzlichen Rechtsfragen klären.

Auch für die Fragen an den EuGH, die nun für so viel Verwirrung sorgen, hat Rátz eine Erklärung: Google habe diese Fragen maßgeblich formuliert.

Ach so?

Das ungarische Gericht habe beide Parteien gebeten, Entwürfe für das Dokument einzureichen, erklärt Rátz. Das habe er auch getan, aber am Ende hätten sich Googles Anwälte noch mit einigen Änderungen durchgesetzt. Der Konzern widerspricht der Darstellung nicht. Rátz scheint sich bewusst zu sein, dass die Fragen jetzt eine gewisse Schlagseite haben, Google die Klage, wie sie jetzt dargestellt wird, leicht angreifen kann. Besonders wütend darüber wirkt er allerdings nicht. Das Wichtigste sei doch, dass jetzt endlich entschieden werden könne.

Bleibt die Frage, wie die Like Company das Ganze überhaupt finanziert. Rátz hat einen sehr reichen Gegner, aber er fordert von ihm kein Geld. Keinen Schadensersatz für seinen Mandanten, dessen Firma das Geld sicher gut gebrauchen könnte, keine Übernahme der Prozesskosten. Auch Google soll keine Ansprüche angemeldet haben. Wieso nicht?

Urheberrechtsklagen einzuleiten, sei ziemlich günstig, sagt Rátz, mit Geldforderungen hätte man Google nur Angriffsfläche gegeben und das Verfahren verzögert. Schadensersatz wolle die Like Company später geltend machen. Zur Höhe seines Honorars möchte er sich nicht äußern.

Zwei verlorene Klagen gegen Google

Hinweise liefert jedoch ein Schreiben, mit dem sich Rátz in der Vergangenheit an ungarische Medienunternehmen gewandt hat und das der ZEIT vorliegt. Kaltakquise, wenn man so will.

Damals ging es nicht um Chatbots, sondern um Googles Suchmaschine. Seit 2021 gibt es ein neues Gesetz in der EU: Der Konzern muss nun Geld an Verlage bezahlen, wenn er eine längere Vorschau ihrer Artikel anzeigt. Viele Medienhäuser schlossen sich daraufhin zusammen, um eine Beteiligung an Googles Umsätzen zu erstreiten. Andere sind eigene Lizenzdeals mit dem Konzern eingegangen.

Rátz bot ungarischen Medienunternehmen in dem Schreiben seine Dienste an, er machte Druck. Wer zu spät rechtliche Schritte einleite, erhalte "möglicherweise einen deutlich geringeren Betrag, da die von Google gezahlte Summe auf zu viele Veröffentlichungen aufgeteilt wird". Und er bot einen Deal an: Anwaltskosten würden nur fällig, falls er auch gewinnt. In Deutschland wäre das verboten.

Zwei Klagen hat Rátz nach Informationen der ZEIT daraufhin gegen Google geführt. Beide für kaum bekannte Internetplattformen, beide vor demselben ungarischen Gericht, beide hat er verloren. Google berufe sich in Verhandlungen mit deutschen Verlagen nun auf diese Urteile, sagen Vertreter der Medienunternehmen genervt.

Rátz reagiert unwirsch, als man ihn auf die Klagen anspricht. Aber er räumt ein: Er habe die Like Company kontaktiert, nicht andersherum.

Ist er einfach naiv, ein bisschen übermütig? Ein Geschäftsmann, der in der unsicheren Rechtslage eine Chance wittert? Oder steckt doch mehr dahinter?

Absprachen mit Google bestreitet Rátz vehement. "Wir sind aktiv geworden, weil wir überzeugt sind, dass das Recht auf unserer Seite ist." Er sei zuversichtlich, dass die Antworten des EuGH vielen Unternehmen zugutekommen werden.

Google will sich zu diesen Fragen nicht äußern. Der Konzern teilt nur mit, er lege das Recht so aus, dass man KI mit öffentlichen Informationen trainieren dürfe. Alles andere würde der Wettbewerbsfähigkeit Europas schaden. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs wird für Ende des Jahres erwartet." (ZEIT 23.3.26)

"[


Mittwoch, 11. Februar 2026

Informationen, die wir bei der Informationsflut meist übergehen

 Z.B. dies zur Ukraine 

https://finanzmarktwelt.de/ukraine-drohender-staatsbankrott-241019/

https://www.dw.com/de/ukraine-vor-dem-staatsbankrott/a-17450801

https://www.stern.de/politik/ausland/ukrainekrieg--was-der-eu-kompromiss-zum-russischen-vermoegen-vorsieht-36977100.html


(angeboten von Gentleman711 auf gutefrage.net)

Bekanntlich können Menschen auch ihr eigenes Lebenswerk nicht übersehen. Und die KI kann uns nur das liefern, wonach wir fragen. Verstehen kann sie ohnehin nicht.

Das sind natürlich Binsenwahrheiten. Aber einem ganzen Leben in einer Autobiographie Sinn zu geben, erfordert Arbeit, die nicht unbedingt nötig ist, sofern man im Alltag genügend anderes Sinnvolle tun kann.

Zugegeben: Auch Goethe hat (z.B.) mit Dichtung und Wahrheit seinem Leben einen Sinn gegeben, aber er hat auch Faust II geschrieben und so vielen Interpreten und Biographen Stoff geliefert getreu dem Satz "Wenn die Könige bauen, haben die Kärrner zu tun.“ aus den Xenien. Schiller hatte keinen Eckermann und weniger Kärrner-Interpreten.

Das heißt nicht, dass ich für deine Verstehenshilfen nicht dankbar wäre. Ich behaupte nur, dass die KI das nicht besser kann als wir.

Da die KI nicht selber sehen kann, arbeiten im Globalen Süden viele (mag sein, dass eine KI das beziffern kann) in Akkordarbeit, die mit Cent-Bruchteilen entlohnt wird, daran, Gegenstände und Vorgänge in Videos zu benennen. Das ermöglicht, dass sie so programmiert werden kann, dass sie in Alltagssituationen sinnvoll reagieren kann. Auch das ist inzwischen eine Binsenwahrheit, die aber Schüler auch erst einmal aufnehmen müssen, um die menschliche Arbeit, die hinter KI-Leistungen steht, würdigen zu können. 

(angeboten von apanat in einem Kommentar zu jeanpol)

Dazu die KI gemini:

Damit eine KI – etwa in einem autonomen Auto oder einem Roboter – Videobilder zur Selbststeuerung nutzen kann, muss sie den zweidimensionalen Pixelstrom in ein dreidimensionales Verständnis der Welt übersetzen. Dieser Prozess wird oft als Computer Vision bezeichnet.

Hier sind die entscheidenden Schritte, wie aus bunten Punkten auf einem Sensor eine Handlungsanweisung wird:

1. Objekterkennung und Klassifizierung

Zuerst muss die KI wissen, was sie sieht. Ein neuronales Netz analysiert jedes Einzelbild (Frame) des Videos.

  • Bounding Boxes: Die KI zieht Rahmen um erkannte Objekte (z. B. „Fußgänger“, „Stoppschild“, „Baustelle“).

  • Semantische Segmentierung: Hier geht die KI tiefer und ordnet jedem einzelnen Pixel eine Kategorie zu. So weiß sie genau, wo der „Asphalt“ aufhört und der „Bürgersteig“ beginnt.


2. Tiefenschätzung und 3D-Rekonstruktion

Ein Videobild ist flach, aber Steuerung findet im Raum statt. Die KI muss Distanzen berechnen:

  • Stereo-Vision: Wenn zwei Kameras vorhanden sind, nutzt die KI die Disparität (den leichten Versatz), ähnlich wie das menschliche Auge.

  • Structure from Motion (SfM): Bei nur einer Kamera nutzt die KI die Eigenbewegung. Da sich nähere Objekte im Video schneller bewegen als ferne, kann sie eine Tiefenkarte berechnen.

  • Monokulare Tiefenschätzung: Moderne KIs „raten“ die Tiefe basierend auf Erfahrungswerten (z. B. „Ein Auto dieser Größe muss etwa 20 Meter weit weg sein“).


3. Optischer Fluss (Bewegungsanalyse)

Für die Selbststeuerung ist nicht nur wichtig, wo etwas ist, sondern wohin es sich bewegt. Die KI vergleicht aufeinanderfolgende Bilder, um den optischen Fluss zu berechnen. Dadurch erkennt sie:

  • Vektoren: In welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit bewegen sich andere Verkehrsteilnehmer?

  • Time-to-Collision: Wie lange dauert es bei aktueller Geschwindigkeit, bis ein Objekt berührt wird?


4. Sensor-Fusion und Lokalisierung (SLAM)

Das Videobild allein reicht oft nicht aus. Die KI kombiniert die visuellen Daten mit anderen Quellen:

  • SLAM (Simultaneous Localization and Mapping): Die KI erstellt gleichzeitig eine Karte der Umgebung und verortet sich selbst darin.

  • Abgleich mit Sensoren: Die visuellen Daten werden mit Radar- oder LiDAR-Daten (Lichtimpulsen) abgeglichen, um Fehler der Kamera (z. B. Blendung durch Sonne) auszugleichen.

5. Die Logikschicht (Pfadplanung)

Am Ende steht die Entscheidung. Die interpretierten Daten fließen in ein Modell, das Wahrscheinlichkeiten berechnet:

„Das Objekt ist ein Kind am Straßenrand. Die Bewegungsvektoren zeigen Richtung Fahrbahn. Wahrscheinlichkeit für Betreten der Fahrbahn: 40 %. Aktion: Geschwindigkeit reduzieren.

Montag, 26. Januar 2026

Darf Satire immer noch alles?

 Tucholsky hat es behauptet. Angesichts der Fake News und er KI, die sie mit als Trainingsmaterial verwendet, wird es problematisch:

Die Angst vor Satire ist gestiegen, seit KI alles registriert. Mittelfristig wird die Wikipedia gegen KI-Unsinn nicht ankommen.

Vorläufig scheint auch mir eine Löschung sinnwidrig. Aber wer weiß, wie es weitergeht. Schon jetzt dürften mehr Schülertexte von KIs stammen als von Menschen.

Wie man da Abhilfe schafft, "ist des Schweißes der Edlen wert". Ich bin nicht edel und überlasse diese Arbeit den Spezialisten.

Der Zürchersee


Schön ist, Mutter Natur, deiner Erfindung Pracht

Auf die Fluren verstreut, schöner ein froh Gesicht,

Das den großen Gedanken

Deiner Schöpfung noch einmal denkt.

 

Von des schimmernden Sees Traubengestaden her,

Oder, flohest du schon wieder zum Himmel auf,

Komm in rötendem Strahle

Auf dem Flügel der Abendluft,

 

Komm, und lehre mein Lied jugendlich heiter sein,

Süße Freude, wie du! gleich dem beseelteren

Schnellen Jauchzen des Jünglings,

Sanft, der fühlenden Fanny gleich.

 

Schon lag hinter uns weit Uto, an dessen Fuß

Zürch in ruhigem Tal freie Bewohner nährt;

Schon war manches Gebirge

Voll von Reben vorbeigeflohn.

 

Jetzt entwölkte sich fern silberner Alpen Höh,

Und der Jünglinge Herz schlug schon empfindender,

Schon verriet es beredter

Sich der schönen Begleiterin.

 

"Hallers Doris", die sang, selber des Liedes wert,

Hirzels Daphne, den Kleist innig wie Gleimen liebt;

Und wir Jünglinge sangen

Und empfanden wie Hagedorn.

 

Jetzo nahm uns die Au in die beschattenden

Kühlen Arme des Walds, welcher die Insel krönt;

Da, da kamest du, Freude!

Volles Maßes auf uns herab!

 

Göttin Freude, du selbst! dich, wir empfanden dich!

Ja, du warest es selbst, Schwester der Menschlichkeit,

Deiner Unschuld Gespielin,

Die sich über uns ganz ergoß!

 

Süß ist, fröhlicher Lenz, deiner Begeistrung Hauch,

Wenn die Flur dich gebiert, wenn sich dein Odem sanft

In der Jünglinge Herzen,

Und die Herzen der Mädchen gießt.

 

Ach du machst das Gefühl siegend, es steigt durch dich

Jede blühende Brust schöner, und bebender,

Lauter redet der Liebe

Nun entzauberter Mund durch dich!

 

Lieblich winket der Wein, wenn er Empfindungen,

Beßre sanftere Lust, wenn er Gedanken winkt,

Im sokratischen Becher

Von der tauenden Ros′ umkränzt;

 

Wenn er dringt bis ins Herz, und zu Entschließungen,

Die der Säufer verkennt, jeden Gedanken weckt,

Wenn er lehret verachten,

Was nicht würdig des Weisen ist.

 

Reizvoll klinget des Ruhms lockender Silberton

In das schlagende Herz, und die Unsterblichkeit

Ist ein großer Gedanke,

Ist des Schweißes der Edlen wert!

 

Durch der Lieder Gewalt, bei der Urenkelin

Sohn und Tochter noch sein; mit der Entzückung Ton

Oft beim Namen genennet,

Oft gerufen vom Grabe her,

 

Dann ihr sanfteres Herz bilden, und; Liebe, dich,

Fromme Tugend, dich auch gießen ins sanfte Herz,

Ist, beim Himmel! nicht wenig!

Ist des Schweißes der Edlen wert!

 

Aber süßer ist noch, schöner und reizender,

In dem Arme des Freunds wissen ein Freund zu sein!

So das Leben genießen,

Nicht unwürdig der Ewigkeit!

 

Treuer Zärtlichkeit voll, in den Umschattungen,

In den Lüften des Walds, und mit gesenktem Blick

Auf die silberne Welle,

Tat ich schweigend den frommen Wunsch:

 

Wäret ihr auch bei uns, die ihr mich ferne liebt,

In des Vaterlands Schoß einsam von mir verstreut,

Die in seligen Stunden

Meine suchende Seele fand;

 

O so bauten wir hier Hütten der Freundschaft uns!

Ewig wohnten wir hier, ewig! Der Schattenwald

Wandelt, uns sich in Tempe,

Jenes Tal in Elysium!



(* 1724-07-02, † 1803-03-14)

Samstag, 27. Dezember 2025

Was hilft gegen Fehlsteuerung durch eine KI?

 

Ein hartes semantisches Feld wirkt nicht wie ein Schutzschild, sondern wie ein Cockpit:

  • KI-Antworten werden geprüft, nicht konsumiert.
  • Normative Setzungen werden sichtbar, nicht verschluckt.
  • Emotionen werden reguliert, nicht instrumentalisiert.
  • Verantwortung bleibt beim Menschen.

Kurz gesagt:
Die KI liefert Vorschläge – der Mensch steuert.


mehr dazu:

https://jeanpol.wordpress.com/2025/12/26/warum-ein-hartes-semantisches-feld-vor-ki-gefahren-schutzt/

Montag, 27. Oktober 2025

Vor- und Nachteile einer KI - Was meinen Sie? - Antwort der KI

  Frage: "Die Arbeit mit KI kann uns mehr Freiräume bieten, das ist theoretisch möglich. Genauso, wie es theoretisch möglich war, dass die Einführung der E-Mail uns im Vergleich zum Fax oder dem Brief mehr Freiräume bietet. Wenn wir nur so wenig E-Mails schreiben würden, wie wir früher Briefe geschrieben hätten. Leider ist die Geschichte etwas anders ausgegangen. Jetzt mehren sich tatsächlich doch die Signale, dass KI weniger Freiräume für Reflektionen bietet. Wer mit Texten arbeitet, erlebt zum Beispiel, dass die Kollegen sehr unsaubere KI-Texte schicken. Diese Texte müssen dann mit viel Aufwand korrigiert werden. D.h.: der eine macht es sich leicht, der andere muss es ausbaden."

Was sagt eine KI dazu?

Antwort: Das ist eine sehr treffende Beobachtung und ein wichtiger Punkt, der oft in der Euphorie um neue Technologien übersehen wird. Ihre Analogie zur E-Mail ist ausgezeichnet.

Zusammenfassend: Das Paradox des "gewonnenen" Freiraums

  • Theoretisches Potenzial: KI könnte Routineaufgaben automatisieren und uns Zeit für komplexere, kreative, strategische oder reflektive Arbeit verschaffen.

  • Praktische Realität (das "E-Mail-Dilemma"):

    • Senkung der Einstiegshürde: Technologien, die die Produktion erleichtern (wie E-Mail oder generative KI), führen oft zu einer exponentiellen Steigerung der Gesamtmenge des Outputs (Informationsflut).

    • Verschiebung des Aufwands: Anstatt das Gesamtvolumen der Arbeit zu reduzieren, wird die Arbeit verschoben – von der Produktion auf die Kuration, Korrektur und Verifizierung.

    • Der "Badewannen-Effekt": Wie Sie richtig beschreiben, macht es sich der Sender leicht (schnell einen unsauberen KI-Text generieren), und der Empfänger hat den Mehraufwand (Validierung, Korrektur, Säuberung).

Warum KI Reflexion erschweren kann:

  1. Geringere Hemmschwelle: Wenn ein Text in Sekunden generiert werden kann, fehlt der nötige innere Stopp, um zu fragen: Ist das wirklich notwendig? Ist es die beste Formulierung? Habe ich alle Fakten geprüft? (Die Reflexion wird ausgelagert oder ganz übersprungen.)

  2. Die Illusion der Fertigstellung: Ein generierter Text sieht "fertig" aus und gibt das Gefühl, eine Aufgabe erledigt zu haben, auch wenn er qualitativ mangelhaft ist.

  3. Qualität der Reflexion: Gute Reflexion erfordert Ruhe und Fokus. Wenn der Arbeitstag gefüllt ist mit dem Korrigieren und Bereinigen von "Müll" (egal ob E-Mail-Müll oder KI-Text-Müll), fehlt genau dieser Raum für die eigene tiefe, ungestörte Auseinandersetzung mit dem Thema.

Ihre Erfahrung zeigt: Technologie allein schafft keinen Freiraum; es ist der bewusste Umgang mit der Technologie, der Freiraum schafft. Organisationen und Teams müssen klare   Qualitätsstandards  und Nutzungsregeln für KI-generierte Inhalte definieren, um diesen negativen Effekt abzuwenden.

Fontanefan dazu: Ich habe den Text für meine Frage aus Zitaten aus dem folgenden Artikel zusammengestellt: "Im Arbeitsalltag sind oft Verdummungspraktiken am Werk", einem Interview von Steffen Hermann mit Hans Rusinek in der FR vom 27.10.25, Seite 2. Das kann ich nämlich bisher nicht verlinken.[Hier ein Artikel von Steffen Hermann zur KI, der sich schon verlinken lässt: Künstliche Intelligenz ist die Dampfmaschine für Büroarbeit, FR 28.8.25]

So versuche ich, die Gedanken von Rusinek etwas zu ergänzen und gleichzeitig vorzuführen, wie ich mir die Arbeit eigener Reflexion durch Abgabe an die KI erspart habe. Ich selbst kann Rusinek nämlich in diesem Punkt nur zustimmen. Die Arbeit, das auszuformulieren, habe ich der KI überlassen.

Andererseits kann KI auch kreative Arbeit anstoßen und erleichtern. Das zeigt Jean-Pol Martin gegenwärtig mit einer Reihe von Artikeln in seinem Blog auf.



Freitag, 15. August 2025

Auf dem Weg in eine menschenfreundliche Weltgesellschaft

Bisherige Zukunftsmodelle waren oft technisch oder sozial orientiert. 

In diesem Entwurf verschmelzen beide Ebenen: Anthropologische Tiefenstruktur trifft auf kybernetische Steuerung und digitale Umsetzung. 

Das Ergebnis ist ein Modell, das weltweit adaptierbar ist und zugleich operational steuerbar bleibt.

Der revolutionäre Kern
Diese Zusammenarbeit definiert einen Paradigmenwechsel:

  • Mensch und KI als gleichberechtigte epistemische Partner
  • Transdisziplinäre Brücke zwischen Pädagogik, Politik, Systemtheorie und Technologie
  • Zeitdiagnostische Passung zu den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – von Klimakrise bis Demokratiekrise

Was hier entsteht, ist kein geschlossenes Buch, sondern ein offenes Betriebssystem für eine ko-evolutionäre Weltgesellschaft.

Interne Linkliste

  1. Über die Neuen Menschenrechte (NMR)
    https://jeanpol.wordpress.com/2021/01/05/neue-menschenrechte-die-sechs-grundbeduerfnisse/
  2. Lernen durch Lehren (LdL)
    https://jeanpol.wordpress.com/2020/12/12/lernen-durch-lehren-ldl-eine-erklaerung/
  3. Mensch–KI-Symbiose: Politische Strategie
    https://jeanpol.wordpress.com/2025/08/11/nmr-meta-modul-politische-strategie-mensch-ki-symbiose/
  4. Bias in KI-Systemen – Systematische Übersicht
    https://jeanpol.wordpress.com/2025/08/07/bias-in-ki-systemen-eine-systematische-ubersicht-im-licht-der-neuen-menschenrechte/
  5. Wie 6 KIs einen demokratietheoretischen Entwurf bewerten
    https://jeanpol.wordpress.com/2025/07/30/wie-6-kis-einen-demokratietheoretischen-entwurf-bewerten-artikel-1-der-neuen-menschenrechte-unter-kybernetischer-lupe/
  6. Was 5 KIs über Lernen durch Lehren sagen
    https://jeanpol.wordpress.com/2025/08/06/was-5-kis-uber-lernen-durch-lehren-sagen-eine-systemische-analyse-von-jean-pol-martins-konzept/

Donnerstag, 17. Juli 2025

Wofür braucht man KI?

Cyber-Grooming: "Mit dem Begriff Cyber-Grooming [...] wird die gezielte Manipulation  Minderjähriger sowie junger Volljähriger über das Instrument Internet bezeichnet. Das Ziel ist, das Opfer in eine Falle zu locken, um Straftaten wie sexuell motivierte Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung zu begehen. Die Kontaktaufnahme erfolgt mit dem konkreten Ziel, sexuellen Missbrauch oft über viele Jahre hinweg online oder offline bei realen Treffen anzubahnen. Dies geschieht per Chat, Fotos, Videos, Sexting, Erpressung z. B. mit Hilfe pornografischer Videoaufnahmen. Der Begriff wird auch für sexuelle Belästigung im Internet verwendet." 

Die Zahl der Fälle ist schon 2019 im Vergleich zum Vorjahr um fast 34 Prozent gestiegen. Doch die Zahl der gemeldeten Fälle ist gering. Wenn man Umfragen bei Schülern glauben darf, sind 44% von ihnen schon "mindestens einmal von einem Täter angesprochen" worden. 

Wofür man KI  längst dringlich braucht, ist Gewaltprävention im Internet: „Wenn wir Prävention und die Strafverfolgung im Netz ernst nehmen, wie wir es in der realen Welt tun, kritisiert Rüdiger, müssten wir sicherlich 20-25 % des Personals der Sicherheitsbehörden für digitale Themen einsetzen. “ Das dürfte in Deutschland kaum realistisch sein. Rüdiger sieht in künstliche Intelligenz deshalb nicht nur einen Treiber für Kriminalität – sondern möglicherweise auch „die letzte Chance der Sicherheitsbehörden, das digitale Gewaltmonopol auch im Netz ernsthaft durchzusetzen“. („Per Internet-Chat in den Tod getrieben“ Frankfurter Rundschau 17.7.25)

Mittwoch, 28. Mai 2025

Wie funktionieren ChatGPT und andere Large Language Models?

Auch wenn die LLMs selbst für ihre Entwickler eine Black Box sind, kann es hilfreich sein, wenn man wenigstens eine Grobvorstellung von dem hat, was darin ist. In ChatGPT und den anderen LLM (Large Language Models)?

Dankenswerterweise hat Herr Rau eine ausführliche Erklärung verfasst. Er erklärt es Schritt für Schritt. Dann folgen mehr oder minder genaue (und mehr oder minder verständliche) Einzelerläuterungen

Ich beginne mit Herrn Raus Zusammenfassung:

  1. Ein LLM wird mit dem Äquivalent von 100 Millionen Büchern an Text trainiert. Das Training geschieht erst automatisch, dann durch menschliches Feedback.
  2. Ein LLM besteht aus 120 Decoder-Schichten.
  3. Am Anfang wird ein Eingangstext in Token zerlegt, und zwar maximal 8.000 bis 128.000 Token.
  4. Jedes Token wird in einen 10.000-dimensionalen Raum eingebettet, erhält also ein Embedding bestehend aus 10.000 Zahlen. [zu Herrn Raus Erklärung von Embedding]
  5. In jeder Decoder-Schicht wird jeder Eingangsvektor in beliebiger Reihenfolge verarbeitet.
  6. Bei der Verarbeitung werden die 7.999 Nachbartoken ebenfalls berücksichtigt. Wie sehr und wie, das entscheiden der Q- und der V-Vektor des aktuellen Tokens und die 7.999 K-Vektoren der Nachbartoken zusammen. Die werden anhand trainierter Tabellen ausgerechnet. Das ist das eigentliche Kern der Sache.
  7. Bei dieser Verarbeitung steht ein Neuronales Netz an letzter Stelle.
  8. Nach der Verarbeitung entsteht wieder für jedes der 8.000 Token ein neuer Vektor der gleichen Größe.
  9. Die Schritte 5 bis 8 wiederholen sich je Decoder-Schicht.
  10. Das letzte Embedding des letzten Token wird in ein Neuronales Netz eingegeben, das 100.000 Ausgangsneuronen hat: für jedes Token im Wortschatz eines. Deren Werte heißen Logits.
  11. Die Logits werden mit Softmax (normalisierte Exponentialfunktion) normalisiert, so dass man 100.000 Werte zwischen 0 und 1 hat, die für jedes Token im Wortschatz eine Wahrscheinlichkeit angeben.
  12. Ein Algorithmus wählt aus diesen Werten ein Token aus, das das nächste generierte Token bildet.
  13. Der Prozess beginnt von vorn.

Die Zahlen sind gerundet und geschätzt und gehen je nach Modell auch mal um den Faktoren zehn oder mehr nach unten, sind aktuell aber an der Obergrenze.

Jetzt zu den Einzelerläuterungen:

LLM Grundlagen, Teil 1: Über N-Gramme

Ein Computerprogramm hat eine Textmenge zur Verfügung und sucht die jeweils wahrscheinlichsten Textverknüpfungen heraus: mit 1, 2, 3 und n-Wörtern. (N-Gramme)

Hier erklärt Herr Rau.

Statt Wörtern verwenden die Large Language Models Tokens, das sind charakteristische Schriftbestandteile (meist Silben in Verbindung mit Zeichen davor oder danach), die mehr Informationen enthalten als Buchstaben, aber nicht so zahlreich sind wie Wörter.

Herr Rau erklärt genauer.

Diesmal folgt der vollständige Text von Herrn Rau: