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Montag, 9. Februar 2026

Welche Meinung gilt?

     1) siceripos (Beitrag bei gutefrage.net)   "Beliebte Märchengeschichte in der linksgrünen Blase....

An allem Elend in der dritten Welt ist grundsätzlich  der Westen " irgendwie schuld, niemals aber die Menschen in der Region.

Sprich....: wenn man massenweise Kinder in die Welt setzt obwohl man sie nicht ernähren kann ist der Westen schuld....

Wenn man sich gegenseitig abschlachtet weil man zu unterschiedlichen " Stämmen " gehört ist auch der Westen schuld.

Wenn man immer und immer wieder Mitglieder korrupter Clans in politische Führungspositionen wählt, wo sie sich die Taschen vollstopfen und ihr Volk hungern lassen ist ebenfalls der Westen schuld.

Und angeblich wesentlicher Grund für das Elend ist natürlich der Kolonialismus, der schon vor Jahrzehnten beendet wurde. Dass die meisten der Länder die heute in Elend leben zu ihren Zeiten als Kolonie ein besseres Bildungssystem hatten, eine besser funktionierende Infrastruktur und oft auch deutlich friedlichere und rechtsstaatliche Verhältnisse wird völlig ausgeblendet, genauso wie die Tatsache, dass die Kolonien in Asien nach ihrer Entlassung in die Unabhängigkeit es meist in wenigen Jahrzehnten geschafft haben, zum Teil wirtschaftlich und gesellschaftlich zu westlichen Staaten aufzuschließen."

2) Nein, es ist kein Märchen: Die Hauptschuld liegt tatsächlich bei der misslungenen Transformation der vorkolonialen Gesellschaft in eine an die globalisierte Gesellschaft angepasste.

3) Die differenzierte Darstellung von Achebe stimmt: Von beiden Seiten wurden große Fehler gemacht. Und die Schuld liegt nicht allein an den Kolonialmächten.

Sonntag, 9. Oktober 2022

Britischer Handel mit den Kolonien

 Jamaika als britische Kolonie (Wikipedia)

"Zwischen 1772 und 1798 verdoppelten sich die britischen Ausfuhren nach Asien – aber ebenso auch die nach Amerika, während die Exporte nach Britisch-Westindien im gleichen Zeitraum auf das nahezu Vierfache anstiegen. Noch im Jahr 1812 betrug der Umfang des britischen Exporthandels nach Indien weniger als die Hälfte desjenigen der Ausfuhren allein nach Jamaika. Rund vier Fünftel aller britischen Investitionen in Übersee erfolgten in Westindien. Amerika war für den britischen Exporthandel auch nach 1783 von weit größere Bedeutung als der asiatische Kontinent insgesamt. Erst im vorgerückten 19. Jahrhundert, als die britische Herrschaft praktisch in ganz Indien etabliert war, wuchs der Anteil Asiens deutlich." (S. 531) 

Die englische Wollindustrie war in einem bemerkenswerten Grad von importierten Rohmaterialien unabhängig. [...] Diese Industrie kam dem merkantilistischen Ideal sehr nahe: exportierte sie doch zu Beginn des Jahrhunderts etwa ein Drittel ihrer Produktion und um 1740 rund fünfzig Prozent. (S.536)

"Chinesischer Tee musste wenn nicht mit Silber, so mit Baumwolle und Opium aus Indien bezahlt werden. Es war die Teilnahme am innerasiatischen Handel und nicht der Absatz europäische Erzeugnisse, womit die europäischen Kaufleute Gewinne erzielten, die ihnen den Einkauf der für den europäischen Markt bestimmten asiatischen Waren ermöglichten."  (S. 537)

(John H. Parry: Europäische Kolonialreiche. Welthandel und Weltherrschaft im 18. Jahrhundert, Kindlers Kulturgeschichte Europas Band 16, Copyright Parry 1971, dtv 1983, S,508-10) )

Dienstag, 6. September 2022

Von den Gründen des Niedergangs der polynesischen Kultur

Einflüsse von außen auf Polynesien  (Wikipedia)

Königreich Tahiti (Wikipedia)

Geschichte Tahitis (Wikipedia)

Sieh auch den vorhergehenden Text Auch amerikanische Walfänger gehören zur Kulturgeschichte Europas  aus: John H. Parry: Europäische Kolonialreiche. Welthandel und Weltherrschaft im 18. Jahrhundert, Kindlers Kulturgeschichte Europas Band 16, Copyright Parry 1971, dtv 1983, S,508-10)

"Rum und Feuerwaffen verstärkten noch die Auflösungserscheinungen. Viele Einwohner Tahitis waren nach den Angaben von Blei bereits dem Alkohol verfallen. Cooks alter Freund Tu (Pomare I.) hatte von den Meuterer der Bounty eine Anzahl von Musketen erworben, und er war auf dem besten Weg, nunmehr das zu werden, wofür Cook ihn ursprünglich bereits gehalten hatte, nämlich Oberhäuptling eines Großteils dieser Insel. Sowohl Rum als auch Musketen waren wertvolle Handelsartikel, mit denen die Besatzungen der Walfangfänger für die benötigten Lebensmittelvorräte bezahlten. Die Macht eines Häuptlings wurde nach der Zahl der europäischen Waffen bemessen, die er besaß. Die Musketen verstärkten die zerstörenden Kräfte der zahlreichen Stammeskriege und führten zu einem rücksichtslosen Despotismus im Verhalten der Häuptlinge. Der Besitz solcher Feuerwaffen verlieh den Diensten jener Männer, die diese Waffen zu gebrauchen wussten und die sie auch – was im Grunde noch wichtiger war – reparieren konnten, eine ganz besondere Bedeutung.

Darauf beruhte auch die Bedeutung der so genannten "Strandläufer" (beachcombers) – Meuterer, Ausgesetzte, Deserteure von Walfangschiffen und entflohene Sträflinge aus Neusüdwales: diese Männer gliedern sich in die polynesischen Gesellschaft ein, sie akzeptierten die polynesischen Lebensweise, sie bauten die Ressentiments der Polynesier dadurch ab, dass sie anfangs völlig hilflos waren, und sie wurden später häufig zu Protégés der polynesischen Häuptlinge. Viele von ihnen hatten nur den einzigen Wunsch, in einer Art alkoholischen Dämmerzustand am Strand zu liegen und sich dort zu sonnen; aber es gab auch "Strandläufer", die als Händler, Söldner, Politiker und in einigen kleinen Orten sogar als örtliche Herrscher auftraten; indirekt trugen sie alle dazu bei, die Gesellschaft, die sie tolerierte, zu unterminieren.
Am anderen Ende der breiten Skala europäischer Eindringlinge standen die Missionare. Das 18. Jahrhundert war in keinem Teil Europas ein ausgesprochen religiöses Zeitalter. Der Versuch, mit großem Eifer die Eingeborenen zu Christen zu bekehren, fand daher weder in Regierungskreisen noch bei der Aristokratie – und nicht einmal bei den anerkannten Kirchengemeinschaften selbst – besondere Unterstützung. Weder die Kurie in Rom, noch irgendeiner der großen katholischen Orden, noch die wohl etablierten Missionsgesellschaften der anglikanischen Kirche machten sich sofort daran, das Evangelium in der Südsee zu verbreiten. Die London Missionary Society repräsentierte die Dissidenten der englischen Mittelklasse, die die Autorität der englischen Staatskirche nicht anerkannten; es handelte sich dabei um eine Gruppe, die – abgesehen von einigen halbherzigen Versuchen in Neuengland während des 17. Jahrhunderts – sich bisher niemals mit der Verkündigung Verkündung des Evangeliums außerhalb Europas befasst hatte. Unter den 39 Menschen die im Jahr 1797 mit der Duff in Tahiti eintrafen, befanden sich vier nonkonformistische Priester; die übrigen waren Handwerker, von denen einige auch ihre Frauen und Kinder mitgebracht hatten. Sie standen in schärfsten Gegensatz zu allen dort anwesenden Gruppen: zu den Polynesien; zu den vorübergehend dort anwesenden Walfängern und den raffgierigen "Strandläufern" aller Schattierungen; zu den sich zwar distanziert verhaltenden, dabei aber doch neugierigen Seeoffizieren aus der Cookschen Schule; schließlich auch dem vornehmen wissenschaftlichen Zirkel von Banks und seinen Freunden. Sie waren eine tapfere Gruppe, die keine Hilfe von Außenstehenden zu erwarten hatte, und daher ist ihr Erfolg bei der Verkündigung des Evangeliums umso bemerkenswerter. Er ist zumindest teilweise, zweifellos auf ihrer rückhaltlose Hingabe und auf ihre absolute Gewissheit zurückzuführen - hier gab es doch endlich etwas Sicheres und Vorhersagbares in einer aus den Fugen geratenen Welt; der Erfolg war aber andererseits auch darauf zurückzuführen, dass sie sich mit ihrer Umsicht und Ihrer Hartnäckigkeit die Unterstützung der führenden einheimischen Häuptlinge zu sichern wussten." (Seite 510-512)

Samstag, 3. September 2022

Auch amerikanische Walfänger gehören zur Kulturgeschichte Europas

"[...] Der britische Markt für Walfischtran begann bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts allmählich flauer zu werden, denn man verwendete in zunehmendem Maß Leuchtgas und Paraffin, die beide billiger waren; dagegen konnten sich die Walfänger von Neuengland eines ständig zunehmenden Binnenmarkts – in der Hauptsache in den ländlichen Gebieten – erfreuen. Bis zum Jahre 1820 hatten die Bewohner von Neuengland ihre alte Vorherrschaft wieder hergestellt; um die Mitte des 19. Jahrhunderts waren mehr als drei Viertel der gesamten Walfangflotte der Welt in amerikanischen Händen, und die englischen Walfangschiffe waren fast ganz aus dem pazifischen Raum und aus den südlichen Breiten verschwunden.

Während nun die Britten damit begannen, Ostaustralien und Nordwestamerika – jedes auf eine begrenzte und ganz spezielle Art – zu besiedeln, war die Europäisierung der Inseln im pazifischen Ozean im späten 18. und im frühen 19. Jahrhundert in erster Linie das Werk der amerikanischen Walfänger und Händler. Diese Männer waren gewissermaßen das nautische Pendant zu jenen Pionieren, die den amerikanischen Westen besiedelten, und sie waren ebenso wie jene repräsentativ für die vermutlich wohl destruktivste Gesellschaft, die es auf der Welt jemals gegeben hat. Sie beuteten die Inseln wie völlig zügellose Privatunternehmen aus; es gab damals dort keine verantwortliche Regierung, die sie in irgendeiner Form zur Mäßigung gezwungen oder einer Kontrolle unterworfen hätte. Den Walen selbst war nicht sofort dasselbe Los beschieden wie den Seeottern; das blieb späteren Zeiten vorbehalten, in denen die Jäger in starkem Maß mit mechanischen Hilfsmitteln arbeiteten.

Auch die Polynesier erlitten nicht gleich das Schicksal der Mohawks, denn weder die Walfischjäger noch die Händler ließen sich für dauernd in ihrem Territorium nieder. Dass man jedoch diese wilden Horden von disziplinlosen Seeleuten auf die Inselbevölkerung losließ, erschütterte die fragilen Gesellschaftsstrukturen der Inselbewohner. In Tahiti hatte der Zerfall der polynesischen Lebensformen fast gleichzeitig mit dem Besuch der ersten Europäer auf dieser Insel begonnen. Sowohl Cook als auch Bougainville hatten diese Entwicklung vorausgesagt, und beide hatten auch die Faktoren richtig erkannt, die die Hauptschuld an dieser Entwicklung trugen: die bekannte Gruppe ansteckender Krankheit – einschließlich der Geschlechtskrankheiten –, die sich unter den isolierten Völkern, denen es an entsprechender Immunität mangelte, rasend schnell ausbreiteten; eine gefährliche Abhängigkeit von europäischen Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen und eine sich daraus konsequent ergebende Vernachlässigung angeborene Kunstfertigkeiten, die bis zu deren völligem Verlust reichte; schließlich noch eine zunehmende Missachtung der traditionellen Disziplin und eine Gleichgültigkeit gegenüber den Sanktionen, mit deren Hilfe sie bisher aufrecht erhalten worden war. Diese Entwicklung wurde natürlich dadurch gefördert, dass sich im Inselbereich mächtige fremde Männer befanden, denen gegenüber diese Sanktionen wirkungslos waren.

Nach seinem zweiten Besuch auf Tahiti im Jahr 1792 berichtete Bligh, dass bereits Waldfangschiffe die Insel anliefen; die Herstellung von Steinäxten und von tapa – Kleidung aus Feigenbaumbast, deren Schönheit Cook so gerühmt hatte – war fast völlig eingestellt worden; viele Eingeborenen hatten ihre anmutige eigene Kleidung weggeworfen und dafür die abgelegten Kleidungsstücke der Seeleute angezogen, und selbst ihre Sprache hatte sich mit einer Art englischem Jargon durchsetzt. Sie waren schmutzig geworden, viele Inselbewohner infizierten sich mit Geschlechtskrankheiten, und diese Krankheiten breiteten sich mit rasender Eile weiter aus. (S. 508-510) (sieh auch: Fortsetzung S.510-512)

(John H. Parry: Europäische Kolonialreiche. Welthandel und Weltherrschaft im 18. Jahrhundert, Kindlers Kulturgeschichte Europas, Copyright Parry 1971, dtv 1983)


"[...] Der Walfang erreichte den Höhepunkt seiner internationalen Bedeutung etwa zwischen 1820 und 1860. [...] Neuentdeckungen von Walpopulationen lösten "Ölkämpfe" zwischen einzelnen Schiffen und ganzen nationalen Flotten aus, die an den Goldrausch in Kalifornien oder Australien erinnerten. [...] 1848 reiche Walfanggründe entdeckt, vor allem bevölkert von dem heute fast verschwundenen Grönlandwal, die wichtigste Entdeckung überhaupt im Walfang des 19.Jahrhunderts, denn keine Walart liefert durch ihre Barten besseres "Fischbein".  Sie führte zur ersten kommerziellen Präsenz der USA im maritimen Norden, [...] Das Interesse der USA an Alaska wäre ohne diese vorausgehende Entwicklung kaum denkbar. [...] 
Die 1870er Jahre waren eine allgemeine Krisenzeit für den amerikanischen Walfang. Die einstweilige Rettung kam von der Nachfrageseite durch das neue Schönheitsideal der Wespentaille und die dadurch gestiegenen Ansprüche an eine Korsett-Technik, die auf die feste Elastizität von Fischbeinstäbchen angewiesen war. Es lohnte sich jetzt, noch weiter auf dem Meer vorzudringen. [...]

Das einzige nicht-westliche Volk, das unabhängig von westlichen Einflüssen Walen nachstellte, waren die Japaner. [...]  Seit dem späten 17.Jahrhundert verwandte man statt des Harpunierens die Methode, Wale (die vor Japan zumeist zu kleineren und langsamer schwimmenden Arten gehören) von Booten aus in große Netze zu treiben. Die Verarbeitung der Wale, bei der nichts ungenutzt blieb, geschah nicht auf Schiffen (wie bei den US-whalers), sondern an Land. [...]

(Osterhammel: Die Verwandlung der Welt, S.556/57)

Das Erschreckende: Die Europäisierung Neuenglands (und der angehenden USA) hat zu der nach John H. Parry "vermutlich wohl destruktivste[n] Gesellschaft, die es auf der Welt jemals gegeben hat" (S.509) geführt. Parrys Urteil geht selbstverständlich vor allem auf den auf Völkermord hinauslaufenden Umgang mit der indigenen Bevölkerung Nordamerikas zurück, die er in anderem Zusammenhang behandelt.

Freitag, 7. Januar 2022

Nolde über das Verhältnis von Expressionismus und indigener Kunst

Ingeborg Ruthe: DIE BRÜCKE-KÜNSTLER Zwischen Inspiration und Aneignung, FR 7.1.2022

"Das Kolonialisieren ist eine brutale Angelegenheit - Wenn von den farbigen Eingeborenen aus einmal eine Kolonialgeschichte geschrieben wird, dann dürfen wir weißen Europäer uns verschämt in Höhlen verkriechen." (Emil Nolde)

Es wirkt, als hätte man Nolde diese Worte aus heutiger Sicht in den Mund gelegt. (Fontanefan)

"Berlins Brücke-Museum und das Kunsthaus Dahlem unterziehen die Motive der Expressionisten einer Vivisektion.

Expressionisten-Ausstellungen sind zu jeder Zeit gut für Publikumsrekorde. Gerade erst erzielten die Brücke-Expressionisten auf deutschen Winterauktionen wie in der Berliner Villa Grisebach immense Preise. Die Kunst des heftigen Ausdrucks für archaische Körperformen, des volkstümlichen Holzschnitts aus dem 15. Jahrhundert spricht ungebrochen Augensinn und Seelenlage an. Sie bietet Assoziationen für jede Lebenslage und Stimmung. Die harten Konturen und die „wilde“ ekstatische Farbgebung wirken bis heute ursprünglich.

Seit ihrem Entstehen vor 117 Jahren an den Moritzburger Teichen interpretiert die Kunstgeschichte den packenden, das Archaische feiernden Stil als Kulturkritik gegen die fortschreitende Anonymität und Naturferne der modernen Welt sowie die gesichtslosen Fratzen der Großstädte. Die Nazis stigmatisierten diese Kunst als „entartet“, sie zerstörten Werke und verfolgten Künstlerinnen und Künstler. Die Bilder der „Brücke“ wie die der später gegründeten Gruppe „Blauer Reiter“, auch die der „Rheinischen Expressionisten“ zählen zweifellos zu den bis heute inspirierenden Werken. Sie stehen für die aus der Akademismus-Starre der Kaiserzeit befreiten Kunst.

Berlin besitzt ein Schatzhaus dieser frühen Avantgarde. Das Brücke-Museum eröffnete 1967. Es wurde gegründet mit dem Bild-Nachlass und der exotischen Sammlung des Brücke-Malers Karl Schmidt-Rottluff. Das Haus am Rande des Grunewalds ist inzwischen Bewahrer und Erforscher einer der weltweit größten Expressionisten-Sammlungen.

Wer es besucht, findet in den Bildwerken das Brücke-Manifest wieder, welches Ernst Ludwig Kirchner, der wohl Berühmteste der Gruppe, einst in einen Holzschnitt fasste: Bei der „Brücke“-Kunst handele es sich „nicht allein um eine Abwendung von den überkommenden Kunstformen, sondern im gleichen Maße um die Vision einer freieren menschlichen Gesellschaft“. Es war also ein Aufbruch. [...]"

(Ingeborg Ruthe: DIE BRÜCKE-KÜNSTLER Zwischen Inspiration und Aneignung, FR 7.1.2022)

Sonntag, 16. Februar 2020

Das koloniale Erbe Deutschlands

Der Erste Weltkrieg befreite Deutschland von seinen Kolonien, der Zweite Großbritannien von seinem Empire. Der Gedanke an deutsche Schuld beim Umgang mit seinen Kolonien kam aber in Deutschland nicht auf, weil man viel zu sehr damit zu kämpfen hatte, wie die Weltmachtpläne im Versailler Vertrag beendet worden waren, um die Gefahr deutscher Hegemonie zu bekämpfen.
Erst als Deutschland mit dem Holocaust viel größere Schuld auf sich geladen hatte und in Jahrzehnten langsam ein Verständnis dafür gewachsen war, was da geschehen war, beginnt man in Deutschland auch die Schuld aus der Kolonialzeit in den Blick zu nehmen,

Ein Beispiel dafür ist die Januarthemenausgabe des  "Parlament"s:
http://epaper.das-parlament.de/2020/2_3/epaper/ausgabe.pdf

Ein kurzer Ausschnitt daraus spricht auch von dem, was aus der Sicht Kameruns an Positivem aus der Zeit überliefert ist.
"Mitte November hatte das Goethe-Institut in Kameruns Hauptstadt Jaunde eine Kulturwoche unter dem Motto „The Burden of Memory“ zur Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte veranstaltet. Die Bühne und der öffentliche Raum gehörten in dieser Zeit vielen afrikanischen Künstlern, Performern und Historikern. Die einzelnen Veranstaltungstage trugen Überschriften wie „Last“, „Erinnerung“, „Widerstand“, aber auch „Rückeroberung“. So eine kritische, vertiefte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist noch recht selten in Kamerun, das Deutschlandbild ist sehr positiv. Denn wenn über die deutsche Kolonialzeit gesprochen wird, sind viele Menschen der Ansicht, dass sich die Deutschen vor allem gut mit Technik auskennen. Sie kommen zwangsläufig zu diesem Schluss, wenn die 32 Jahre andauernde Kolonialherrschaft des deutschen Kaiserreiches derjenigen der Dritten und Vierten Französischen Republik gegenübergestellt wird: Das Schloss, das der Kolonialgouverneur Jesko Eugen vonPuttkamer als eigenen Amtssitz in Buea erbauen ließ, ist ein architektonisches Kleinod. [...]" (Hilaire Mbakop)

Samstag, 14. September 2019

Globalisierung: Kolonialismus und Flüchtlingsproblem - zwei Seiten einer Medaille

Fernhandel, Entdeckungen, die Fähigkeit im fremden Land zurechtzukommen.
Migration : Die Griechen mit ihren Kolonien am Mittelmeer wie die" Frösche um einen Teich".
Völkerwanderung
Exilfähigkeit (Sloterdijk) durch Ostrakismus führenden Griechen beigebracht.
Erreichbarkeit - Nach dem Zeitalter der Entdeckungen das Zeitalter der Gegenentdeckung (Sloterdijk), nicht nur Touristen (europäische in Japan und China - asiatische in Europa), sondern "massenhaft auftauchende Asylsuchende" (Sloterdijk, S.86)

Sloterdijk; Die synchronisierte Welt. Philosophische Aspekte der Globalisierung in: Peter Sloterdijk: Was geschah im 20. Jahrhundert?, 2016, S.77-92 (Perlentaucher)

H/SOZ/KULT:
"Die lange Dauer wie auch die Transformation bestimmter, „moderner“ Haltungen würden verkannt, „wenn man das Zeitfenster der Analyse auf die Spanne von 1914 bis zur Gegenwart begrenzt. […] Man muß vielmehr bis in die Ära der Renaissancekünste und der barocken Universalmagie zurückgehen, um dort die entscheidenden Kraftlinien aufzunehmen, deren triumphale Manifestation im 20. Jahrhundert augenfällig wird.“ (S. 131) Ganz ähnlich gestaltet sich die außerordentlich spannende Diskussion des Habitus der „Problemlösung“, der in hohem Maß mit der (Post-)Moderne verbunden zu sein scheint, bei Sloterdijk jedoch mittels Rekurs auf Odysseus konturiert wird. Odysseus wird so zu einer Sozialfigur, der die Zeitgeschichte auch „nach dem Boom“ begegnet. Er ist „ein Kämpfer, der gelernt hat, jede Not in eine Aufgabe zu verwandeln. Aus seiner Nacktheit macht er ein Argument, aus seiner Mittellosigkeit ein Projekt“ (S. 267). Und damit kündige sich „das geistesgeschichtliche Großereignis an, das man nicht anders als das griechische Wunder nennen kann: die Geburt der Probleme aus der stolzen Gewißheit des Umgehenkönnens mit ihnen“ (S. 270)."

sieh auch: 
https://apanat.wordpress.com/2019/08/20/sloterdijk-was-geschah-im-20-jahrhundert/

Montag, 2. April 2018

Osterhammel zu Siedlungskolonialismus


Frontiers können beides sein: Orte der Vernichtung und Orte der Neubildung. Destruktion und Konstruktion sind oft dialektisch miteinander verschränkt. Joseph Alois Schumpeter nannte das in einem anderen Zusammenhang "schöpferische Zerstörung". Im 19. Jahrhundert wurden an Frontiers ganze Völker dezimiert oder zumindest ins Elend gestürzt. Gleichzeitig entstanden dort die ersten demokratischen Verfassungsstaaten. Frontiers können also ebenso Schauplätze archaischer Gewalttätigkeit wie Geburtszonen politischer und gesellschaftlicher Modernität sein. 
Auch im 20. Jahrhundert gab es noch Frontiers; an ihnen setzten sich zuweilen Prozesse aus dem 19. Jahrhundert heraus fort. Aber es scheint, als hätten Frontiers ihre Doppelsinnigkeit verloren. Konstruktive Entwicklungen wurden selten, Frontiers wandelten sich zu peripheren Zonen straff gelenkter Imperien, die sich von dem inneren Pluralismus des British Empire deutlich unterschieden. 

Neu waren nach dem Ersten Weltkrieg eine gesteigerte Ideologisierung und Verstaatlichung von Neulanderschließung durch bäuerliche Siedler. [...]

Hitler, der Leser und Bewunderer Kar! Mays, zog unmittelbare Parallelen zwischen dem Wilden Westen Old Shatterhands und dem Wilden Osten, den er selbst Anfang der 1940er Jahre zu schaffen begann. [...]  Die deutsche "Blut und Boden"-Ideologie, in der ethnische Säuberungen größten Stils und Massenmord vorgedacht wurden, verkörpert die Extremform dieses Denkens. Die Siedler waren nicht selbst als Exekutoren solch extremer Ziele vorgesehen, doch dienten sie in jedem dieser Fälle als Instrumente staatlicher Politik.[...] Die Siedler der faschistischen Imperialträume - ob in Afrika, der Mandschurei oder an der Volga - waren Versuchskaninchen einer staatlich gelenkten Volkstumspolitik. Ihnen fehlten die Hauptmerkmale Turnerscher Pioniere: Freiheit und self-reliance. [...]

Siedlungskolonialismus: die erstarrte Frontier

Nicht jede Form von Grenzexpansion durch nicht-staatliche Akteure führt zum dauerhaften Voranschieben einer erkennbaren Scheidelinie zwischen Wirtschafts- und Lebensformen. Die frühe kanadische Frontier war eine undemarkierte Zone des Kontakts zwischen indianischen und weißen Pelzjägern und Pelzhändlern, allesamt Menschen von hoher Mobilität und das schiere Gegenteil von Siedlern, und die Amazonasgrenze war nie etwas anderes als ein Raum der Plünderung und des Raubbaus. Grenzkolonisation ist daher eine Unterkategorie von Grenzexpansion. Damit ist die in den meisten Zivilisationsräumen bekannte extensive Erschließung von Land für die menschliche Nutzung gemeint, das Hinausschieben einer Kultivierungsgrenze in die "Wildnis" hinein zum Zwecke der Landwirtschaft oder der Gewinnung von Bodenschätzen. [...]
 Besonders die Eisenbahn hat die Rolle des Staates in einem Prozess gestärkt, der in der Geschichte meist durch nichtstaatliche Gemeinschaften organisiert wird. Die umfassendste staatlich gelenkte Eisenbahnkolonisierung war die Erschließung des asiatischen Russland seit dem späten 19. Jahrhundert.
Siedlungskolonisation wiederum ist eine Sonderform der Grenzkolonisation, die ihre erste europäische Ausprägung in der Kolonisationsbewegung des griechischen Altertums (und zuvor schon der Phönizier) fand: die Anlage von "Pflanzstädten" jenseits des Meeres in Gegenden, wo meist nur relativ geringe militärische Machtentfaltung möglich und erforderlich war. Nicht nur unter antiken, sondern auch noch unter neuzeitlichen Bedingungen macht die Logistik einen entscheidenden Unterschied zu anderen Formen von Grenzkolonisation aus. Das Meer, aber ebenso vergleichbare Zwischenräume kontinentaler Unwirtlichkeit (Kulja in Xinjiang war unter vorindustriellen Verkehrsbedingungen von Peking aus wesentlich langwieriger zu erreichen als Philadelphia von London aus) verhindern jene Regelmäßigkeit und Frequenz von Beziehungen, die erst soziale Kontinuität erlaubten.
Unter solchen Voraussetzungen war es möglich, dass aus der Kolonisation tatsächlich Kolonien im Sinne nicht nur von Grenzsiedlungen, sondern von distinkten Gemeinwesen hervorgingen, sich also Siedlergesellschaften mit eigenen politischen Strukturen bildeten. Der klassische Fall sind die Anfänge der englischen Besiedlung Nordamerikas. [...]. Aus diesen Umständen entwickelte sich Typ I, der «neuenglische» Typ, von Siedlungskolonisation: Wachstum einer agrarischen Siedlerbevölkerung, die ihren Arbeitskräftebedarf aus der eigenen Familie und durch Rekrutierung von europäischen "Schuldknechten" (indentured servants) deckt und die ökonomisch für sie nutzlose, demographisch schwache einheimische Bevölkerung rücksichtslos vom Land verdrängt. [...]
Ein zweiter Typ von Siedlungskolonisation stellt sich dort ein, wo eine politisch dominante Siedlerminderheit mit Hilfe des kolonialen Staates eine traditionell bereits Ackerbau treibende einheimische Bevölkerungsmehrheit zwar vom besten Land vertreiben kann, aber auf ihre Arbeitsleistung angewiesen bleibt und in ständiger Konkurrenz mit ihr um knappen Boden steht. Anders als beim «neuenglischen» Typ sind die Siedler bei dieser zweiten Form, die man nach ihren wichtigsten modernen Ausprägungen (Algerien, Rhodesien, Kenia, auch Südafrika) die "afrikanische" nennen kann, von der indigenen Bevölkerung wirtschaftlich abhängig. Dies erklärt auch die Instabilität dieses zweiten Typus. Nur die europäische Kolonisation Nordamerikas, Australiens und Neuseelands ist irreversibel geworden, während es in den afrikanischen Siedlungskolonien zu besonders heftigen Dekolonisationskämpfen kam. 
Ein dritter Typ von Siedlungskolonisation löst das Problem der Versorgung mit Arbeitskräften nach der Vertreibung oder Vernichtung der Urbevölkerung durch Zwangsimport von Sklaven und deren Beschäftigung in einer mittel- bis großbetrieblieh organisierten Plantagenökonomie. [...] In der britischen Karibik machten um 1770 Schwarze etwa 90 Prozent der Gesamtbevölkerung aus, in den nördlichen Kolonien der späteren USA zur gleichen Zeit nur 22 Prozent, in den späteren "Südstaaten" immerhin nicht mehr als 40 Prozent. 
[...] im 19. Jahrhundert wurden Frontiers, zumeist kapitalistisch bewirtschaftet, zu Kornkammern der Welt. [...] Als führende Produzenten und Exporteure von Weizen und nicht durch Industrialisierung fanden sie zu Prosperität. Zwischen 1909 und 1914 produzierte Argentinien 12,6 Prozent der Weltexporte an Weizen, Kanada sogar 14,2 Prozent. [...]
Der klassische Siedlungskolonialismus beruhte auf der Nutzung eines Überflusses an preiswertem Land. Solches Land wurde mit Hilfe aller möglichen Methoden von Kauf über Täuschung bis zu gewaltsamer Vertreibung in den exklusiven Besitz der Siedler gebracht. [...]
Entscheidend ist, dass den bisherigen Nutzern, sehr oft mobilen Stammesgesellschaften, der Zugang verwehrt wurde. [...] Nomaden verloren ihre besten Weidegründe an den Ackerbau [...]
Konflikte zwischen unterschiedlichen Auffassungen von Landbesitz waren eine allgegenwärtige Begleiterscheinung der europäischen Frontierexpansion. [...] Im British Empire und seinen Nachfolgestaaten (etwa den USA) wurde Land zur frei handelbaren und verpfändbaren Ware. [...]
Im 19.Jahrhundert agierte die britische Krone keineswegs immer als Handlangerin von Siedlerinteressen. In Neuseeland etwa, einer der wichtigsten Siedlungskolonien, gaben sich die staatlichen Autoritäten in den ersten Jahrzehnten nach dem Beginn der Kolonisation um 1840 alle Mühe, direkte Landabtretungen von Maori an britische Privatleute zu unterbinden und die Maori vor Landhaien zu schützen. [...] Der koloniale Staat hielt an einer königlichen Prärogative über die Verfügung allen Landes fest, auch des von Einheimischen effektiv genutzten, übte faktisch eine Art Vorkaufsrecht aus und versuchte, durch die Vergabe von Kronlehen eine Anarchie von Privatinteressen zu verhindern. [...]
Der klassische Siedlungskolonialismus besaß eine immanente Tendenz zu semi-autonomer Staatsbildung. Siedler wollen sich selbst regieren und streben nach demokratischen oder zumindest oligarchischen Verhältnissen. Die schroffe Sezession, die sich 1776/83 die Mehrheit der britischen Siedler in Nordamerika erlaubte, und die Unabhängigkeitserklärungen der Burenrepubliken in Südafrika 1852/54 blieben Ausnahmen. Erst 1965 kam es in Südrhodesien (später: Simbabwe) wieder zu einer Siedlerrevolte von staatspolitischer Dimension. Die meisten Siedler benötigten das schützende Dach eines Imperiums [...]
Der klassische Siedlungskolonialismus war eine historische Kraft von ungeheurer transformativer Energie. Kein Bereich bekam dies stärker zu spüren als die Natur. [...]
Neuseeland, eine so ferne Welt, dass man von Europa dorthin ohne die Hoffnung auf baldige Wiederkehr reiste, wurde biologisch besonders radikal revolutioniert. Schon Kapitän Cooks Schiffe, die 1769 gelandet waren, hatten auf ein Land, in dem es außer dem Hund, der Fledermaus und einer kleinen Rattenart keine Säugetiere gab, wie eine Arche Noah gewirkt. [...]
Im 19. Jahrhundert generalisierte sich der "kolumbianische Austausch" von Pflanzen und Tieren von einem transatlantischen zu einem globalen Phänomen, und die Eingriffe siedelnder Landwirtschaft gingen weiter und tiefer als je zuvor.  
(Osterhammel: Die Verwandlung der Welt, S.531 ff.)

Mittwoch, 26. Juli 2017

Ist unsere Weltsicht durch den Kolonialismus seit 500 Jahren verzerrt?

„Willkommen in Zhengistan, ÄthiopierInnen!“

So begrüßt  der Politikwissenschaftler Aram Ziai das Publikum bei seiner Antrittsvorlesung.

Dann geht es dort weiter:

 "Lassen Sie uns einige Jahrhunderte zurückgehen, ins Zeitalter, in dem Kontinente „entdeckt“ wurden, ins 15. Jahrhundert. Überliefert sind folgende Worte des großen Admirals, der über seine Entdeckungsfahrten berichtet: „Wir haben mehr als 50.000 Seemeilen des gewaltigen Ozeans befahren … und haben unseren Blick auf weit entfernte barbarische Gegenden geworfen.“ (zit. nach Baron 2005). Es handelt sich um den führenden Seefahrer und Entdecker der damals größten und technisch fortgeschrittensten Flotte. Sein Name ist Zheng He. Obwohl er hierzulande weitestgehend unbekannt ist, sind seine Reisen durchaus vergleichbar mit denen von Vasco da Gama oder Christoph Kolumbus. [...] 
Was wäre geschehen, wenn er den asiatischen Kontinent in der entgegengesetzten Richtung umrundet hätte? Und eine dieser barbarischen Gegenden die Heimat meiner Mutter gewesen wäre, das heutige Deutschland? Folgen wir der historischen Fiktion noch ein Stück weiter: was, wenn er aus unerklärlichen Gründen auf den Gedanken verfallen wäre, der von ihm „entdeckte“ Westzipfel Asiens sei ein eigener Kontinent? Und wenn dieser Kontinent nach ihm als seinem „Entdecker“ benannt worden wäre? Nehmen wir weiter an, Zheng He wäre dem Irrtum erlegen, die von ihm „entdeckte“ Region sei eigentlich Hinter-Äthiopien und die dort lebende Bevölkerung würde infolge dieses Irrtums fortan entsprechend bezeichnet – wir lebten heute als ÄthiopierInnen in Zhengistan. [...]"

Der vollständige Text ist hier zu finden:

www.uni-kassel.de/fb05/fileadmin/datas/fb05/FG_Politikwissenschaften/Entwicklungspolitik/Antrittsvorlesung_Aram_Ziai.pdf

Postkoloniale Perspektiven auf Entwicklungspolitik 
Antrittsvorlesung zur Heisenberg-Professur Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien an der Universität Kassel  Von Aram Ziai 

Mittwoch, 16. April 2014

Zwei Gesichter des Kolonialismus

Positiv: Schaffung von Infrastruktur, Einführung neuer Technik, Schaffung von übergreifenden Verkehrssprachen. (vgl. die Kreolsprachen, die an die Sprache der Kolonialherren angepasst waren, die aber eine Brücke zwischen den Hunderten bis tausenden von Sprachinseln (z.B. im südostasiatischen Raum) schufen.

Negativ: Den Kolonien wurde Selbstbestimmung genommen. Mit den willkürlichen Grenzziehungen zwischen den Herrschaftsgebieten der Kolonialherren wurden Konflikte geschaffen, die bis heute nicht überwunden werden konnten. Im Opiumkrieg z.B. wurden die Soldaten und die Produkte der britischen Kolonien eingesetzt, um China zu zwingen, den Interessen des britischen "Mutter"landes willfährig zu werden.  Zerstörung von autochthonen Kulturen

Deutsche Kolonialgeschichte bpb APuZ 40-42/2019