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Samstag, 9. Dezember 2017

Waffenlieferant Heckler & Koch arbeitet an seinem Image

Wegen Qualitätsbedenken des Bundesverteidigungsministeriums an dem Sturmgewehr G36  war Heckler & Koch ins Gerede gekommen. Die Firma konnte zwar einen Prozess gewinnen, das Verteidigungsministerium setzte aber weiterhin auf einen Ersatz des Gewehrs, und der Imageschaden hielt sich.
Dann hat die Firma beschlossen, nur noch an "unbedenkliche Staaten" zu liefern. Wegen gute Verkaufszahlen, kann sie sich das wirtschaftlich leisten.

"Schon im zurückliegenden Sommer teilten Vorstand und Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung im Hotel Züfle mit, neue Waffen künftig nur noch an unbedenkliche Staaten liefern zu wollen. Zum Jahresende zeigt sich nun, dass die Firma sich diese "strategische Neuausrichtung", wie es bei Heckler & Koch heißt, leisten kann. Das Unternehmen verdient einfach ausgezeichnet – und braucht anscheinend die Deals mit umstrittenen Abnehmern nicht mehr.
"Grüne Länder" heißen die Guten im Jargon der Sicherheitsbranche. Damit sind jene Staaten gemeint, die zur Europäischen Union gehören, Mitglieder der Nato sind oder als gleichgestellt gelten – so wie die Schweiz, Neuseeland oder Australien. "Grüne Länder", das sind die Guten, fast ausschließlich gefestigte Demokratien." (ZEIT 51/2017 6.12.17)

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Sonntag, 5. April 2015

"Waffen dürfen keine Kindersicherung haben!" sagt die Waffenindustrie

Ernst Mauch verkauft Waffen mit Sicherung gegen unfreiwilliges Auslösen.

ERNST MAUCH - Die Legende vom Schießsport, ZEIT 5.4.15


Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Partei B’90/Die Grünen im Dezember 2014 vom Südwestmetallverband mit 100.000 Euro die bisher höchste Spende ihrer Parteigeschichte erhalten. Pikant: Dem Verband gehören vor allem Rüstungsfirmen wie Heckler & Koch (Handfeuerwaffen), Diehl Defence (u.a. Lenkflugkörper) und MTU (Bau von Militärtriebwerken) an.