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Mittwoch, 19. Oktober 2016

"Habituelle Herablassung"

So nennt ein Leserbriefautor heute in der Frankfurter Rundschau das bei Politikern und Journalisten beliebte Verfahren, bei Kritik an politischen Plänen grundsätzlich nicht auf die Argumente einzugehen, sondern nur nach Befindlichkeiten, Ängsten und Missverständnissen zu fragen, die erklären sollen, wieso eine (angeblich) völlig "alternativlose" Maßnahme kritisiert wird.

"Habituelle Herablassung" ist eine sehr dezente Formulierung. Deutlicher wäre "Verarschung der Staatsbürger". Diese Wortwahl versuche ich zu vermeiden. Wenn freilich selbst ein oberster Bundesrichter nicht ohne dies Vokabular auszukommen scheint, ist wohl die Zeit für eine dezentere Ausdrucksweise in manchen Bereichen abgelaufen.

Samstag, 8. August 2015

Verschwörungstheorien - Zur Glaubwürdigkeit der Medien und der Politiker

VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN: Der ganz eigene Wahnsinn von  UND , ZEIT online, 8.8.15
"Nie waren Informationen so frei zugänglich. Verschwörungstheoretiker glauben aber nur ihrer Wahrheit. Begegnen kann man ihnen, wenn man mehr Alternativen zulässt."

Samstag, 7. März 2015

Was ist Politikern wichtig?

Index für Lebensqualität sind z.B. wenig Verkehrsunfälle, wenig Kriminalität. Die müßten inWirtschaftsberechnungen eingehen. Bei der Berechnung des #BIP# erhöhen 
Verkehrsunfälle die Wirtschaftsleistung.
Auch Arbeitsplätze entstehen durch Verkehrsunfälle und Steuern.
Wenn ein Bundeskanzler bei einer Fee zwischen größerer Lebensqualität für seine 
Bevölkerung bei sinkendem BIP und steigendem BIP bei sinkender Lebensqualität wählen 
könnte, dann würde er sich gewiß für das steigende BIP entscheiden; denn das hat Einfluß auf die Arbeitsplätze und auf die Steuern. Die interessieren Politiker notgedrungen mehr als das Wohlergehen ihrer Bürger.
E.U. v. Weizsäcker in einem Rundfunkvortrag im Oktober 1996

Dies Problem wird thematisiert in "Europa ist schöner als der Euro" in ZEIT, 5.3.15.
Es ist der Grund, weshalb gegenwärtig kein Politiker es fertig bringt, aufzuzeigen, dass 
Europas Einheit viel wichtiger ist, als die Frage, ob der Euro scheitert. 
Das vereinigte Europa hat die Lebensverhältnisse in Europa und in der Welt entscheidend 
verändert. Es bietet Hoffnung auf die Zukunft. Der Euro hat Währungsparitäten und zum 
Teil wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. 

Montag, 8. Oktober 2012

Politiker ohne Lust an Politik?

Jakob Augstein spricht von Verdrossenheit der Spitzenpolitiker und kritisiert, dass sie es nicht mehr ertragen, dass die Wähler der Souverän sind.
Natürlich hat er Recht.
Andererseits ist Politik in der Tat ein aufreibendes Geschäft, und nicht jeder hat die Nerven von Angela Merkel, die freilich auch lieber "alternativlos" "marktkonforme" Demokratie nach den Wünschen der Banken betriebe, statt immer auch noch nebenbei ein wenig auf die Wähler zu schielen.
Aber so lange ihr Image bleibt, wie es ist, hat sie es ja so sehr nicht nötig.