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Dienstag, 21. August 2018

Aladin El-Mafaalani: Das Integrationsparadox

"[...] Gelungene Integration erhöht deshalb das Konfliktpotenzial, weil Inklusion, Gleichberechtigung oder eine Verbesserung der Teilhabechancen nicht zu einer Homogenisierung der Lebensweisen, sondern zu einer Heterogenisierung, nicht zu mehr Harmonie und Konsens in der Gesellschaft, sondern zu mehr Dissonanz und Neuaushandlungen führt. Zunächst sind es Konflikte um soziale Positionen und Ressourcen, im Zeitverlauf werden soziale Privilegien und kulturelle Dominanzverhältnisse in Frage gestellt und neu ausgehandelt. Desintegration geht ein her mit sozialen Problemen. Das dauerhafte Ausgeschlossensein vom Tisch steigert die Wahrscheinlichkeit für abweichendes Verhalten, für Kriminalität und Gewalt. Bei Integration handelt es sich hingegen um grundlegende, die Gesellschaft verändernde Konflikte. Analog dazu: Langzeitarbeitslosigkeit ist ein soziales Problem und damit Desintegration, der Streit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern ist ein sozialer Konflikt zwischen zwei integralen (= integrierten) Teilen, die ein Ganzes ergeben." (Aladin El-Mafaalani in: FAS 12.8.18, S.42)

mehr dazu:
Aladin El-Mafaalani: Das Integrationsparadox – Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt, 2018

Donnerstag, 17. November 2016

Trump, AfD

Was sollte zum Konsens unserer Gesellschaft gehören?

Wo verlaufen die entscheidenden Konfliktlinien?

Wird nicht mancher Kampf gekämpft um Fragen, die für unsere Gesellschaft nicht wichtiger sind als heute der Unterschied zwischen evangelisch und katholisch?

Bekenntnismut für Genderfragen ist wichtig. Aber gehört er in staatlich verordnete Lehrpläne?

Pkw-Maut, die Alternative AfD oder CSU?, Geldverschwendung für Prestigeobjekte. Alles Fragen, die man nicht klein zu reden braucht, um Wahrung demokratischer Prinzipien und den Übergang zu klimaneutralen Energieressourcen  nicht für wichtiger zu halten.