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Montag, 22. September 2025

Was man Kindern, bis sie mündig werden, vermitteln sollte

 Vor allem anderen:

Früher oder später kannst du etwas lernen, was deine Eltern noch nicht können. Dazu gehört früher oder später Medienkompetenz bei den neuesten Entwicklungen. Wenn du es für sehr wichtig hältst, lerne es. 

Das ist die erste der folgenden 10 Fähigkeiten, die besonders wichtig sind:

1. Kochen

Dienstag, 24. September 2019

Wie viele Informationen können Kinder vertragen?

Greta Thunberg hat 2018 mit 15 Jahren begonnen, vor dem schwedischen Reichstag begonnen, für den Klimaschutz zu demonstrieren.
Freiwillig? Wurde sie von ihren Eltern dazu abgerichtet? Was ging ihrer Entscheidung voraus?

Die folgenden Seitenzahlen beziehen sich auf Greta Thunberg, Svante Thunberg, Malena Ernman, Beate Ernman: Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für das Klima, 2019:

Als Gretas jüngere Schwester Beata in eine große Krise kam und sie ihre Mutter beschimpfte "Ich hasse dich Mama. Du bist die schlechteste Mutter auf der ganzen Welt, du verdammte Bitch" und sie ihre Bücher und DVDs vor Wut die Treppe herunterwarf (S.60), beschloss ihr Vater, mit ihr nach Italien in Urlaub zu fahren.
" 'Fliegen ist das absolut Schlimmste, was man machen kann', erklärt [Greta]. Aber sie sagt, dass sie fahren sollen, wenn es ihrer kleinen Schwester hilft." (S.62)
Nach der Rückkehr von Vater und Schwester sagt sie den beiden: " 'Ihr habt gerade einen CO2-Ausstoß in Höhe von 2,7 Tonnen verursacht [...] Das entspricht der Jahresemission von fünf Einwohnern des Senegal.' " (S.64)

Greta litt lange, bevor sie mit ihrer Demonstration von dem Reichstag einen Ausweg für sich fand, darunter, dass sie erleben musste, dass ihre Eltern und ihre Schwester sich nicht so verhielten, wie sie es doch hätten tun müssen angesichts des Zustandes der Welt.
Diese inneren Widersprüche, die zu unserem Leben gehören, sind für Menschen mit Asperger-Syndrom nur sehr schwer zu ertragen.
Sie wusste ja, dass ihre Eltern über den Zustand der Welt informiert waren. Ursprünglich hatte sie es ja von ihnen erklärt bekommen, bevor sie sich wie besessen immer genauer informierte.
" 'Ihr Promis seid für die Umwelt ungefähr das, was der Rechtspopulist Jimmie Akesson für die multikulturelle Gesellschaft ist' sagt Greta" (S.83)

In diesen Widerstreit haben ihre Eltern sie geführt, dabei würde sie sie doch so gerne lieben, wie sie sind.

Als Lehrer habe ich Anfang der 70er Jahre meinen Schülern erzählt, dass nicht die Überbevölkerung in Asien und Afrika das Problem ist, sondern die Tatsache, dass wir bei unserem Lebensstil darauf angewiesen sind, dass zwischen uns und ihnen kein fairer Handel besteht, dass, wenn alle Menschen auf der Welt lebten wie wir, die Ressourcen nicht ausreichten.
Ja, das war damals schon deutlich, obwohl der Konsumrausch erst in der 80er Jahren begonnen hat. 1972 war mit der Publikation von "Grenzen des Wachstums" schon zu erkennen, was sich in den Jahrzehnten danach immer eindrücklicher herausgestellt hat.

Wir in Europa und Nordamerika seien das Hauptproblem.
Als ich dann mein erstes Kind bekam, erzählte mir die Mutter einer Schülerin von mir, ihre Tochter sei enttäuscht von mir. Das sei doch sehr inkonsequent.

Ich habe nicht bemerkt, dass unsere Kinder unter dieser Inkonsequenz gelitten hätten. Als sie noch klein waren, haben wir ihnen nicht alles so deutlich erklärt. Da hat mein Sohn noch geweint, als er ein Bild von einem Fuchs sah, der von Gänsen verfolgt wurde.
"Der arme Fuchs!"
Und später haben sie sich damit zufrieden gegeben, dass wir uns bemüht haben, für gerechten Handel einzutreten, auch wenn das bis heute nicht erfolgreich war.
Heimlich hat meine Tochter aber schon mit 9 Jahren Kogons "SS-Staat" gelesen. Unruhige Nächte bereiteten ihr erst die Horror-Romane von Stephen King.

Wie viele Inkosequenzen können Kinder ertragen und wie viele dürfen wir uns heute noch leisten?

Zur Entwicklung des Treibhauseffekts:
https://www.nature.com/immersive/d41586-019-02711-4/index.html

Donnerstag, 18. Juli 2019

Märchen als Kinderliteratur

Grundlegend dazu:
Bruno Bettelheim: Kinder brauchen Märchen
Artikel der englischen Wikipedia zur engl. Originalausgabe 1976

Meine eigene Antwort auf gutefrage.net:

Wenn Kinder noch nicht traumatisiert sind, sind sie gegenüber Erzählungen von Schrecklichkeiten widerstandsfähiger als Erwachsene, weil sie sich in der Familie sicher fühlen und nicht in unserer Realität, sondern in einer magischen Welt leben.
Meine Tochter hat Kogons SS-Staat mit 9 Jahren gelesen und konnte danach gut schlafen. Stephen King dagegen, der absichtlich Horrrorvorstellungen möglichst plastisch ausmalt, hat sie - kurzfristig - um den Schlaf gebracht.
Märchen dagegen erzählen die Schrecklichkeiten als matter of fact.
Freilich, mein Sohn hat mit 3 Jahren ein Bild, wo ein Fuchs von lauter Gänsen verfolgt wurde, erschreckend gefunden, weil er Mitleid mit dem Fuchs hatte. Das das Bild eine Umkehr der Wirklichkeit darstellte, hat er noch nicht von selbst erkannt.
Märchen sind nützlich, weil sie einfach sind, nicht zu genau ausgemalt und magisch und nicht realistisch. Freilich kann man bei einzelnen Märchen darüber streiten, ob sie dieser Definition entsprechen. Rotkäppchen, Hänsel und Gretel und Brüderchen und Schwesterchen tun es meiner Meinung nach.

Dienstag, 24. Januar 2017

Schlafmittel für Kinder?

Experten warnen vor "Zaubertropfen" Augsburger Allgemeine 12.1.17

Früher, «im Mittelalter», hätten Kinder abends einen Löffel Schnaps bekommen, damit sie tief und fest schlafen, sagt Kinderarzt Kahl. Ob das schlimmer ist als Schlafmittel? «Man sollte beides nicht machen», betont Kahl. Seine Alternative zum Schlafmittel für Kinder: Die Eltern brauchen Schlaf, nicht die Kinder. «Die Mütter müssen ihre Erschöpfung loswerden. Da empfehlen wir in der Regel den gnadenlosen Einsatz der Verwandtschaft.»

Montag, 10. August 2015

Ob Familiengründung erst ab 34 glücklich macht?

Warum Familiengründung erst ab 34 glücklich macht Welt, 6.7.15
"Ältere Eltern sind zufriedener als jüngere – das hat eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock herausgefunden. Wie die Forscher bei der Auswertung von Datensätzen mit rund 7000 Menschen herausfanden, wurde bei Eltern über 34 ein deutlicher Anstieg der Zufriedenheit vor und im Jahr der Geburt des Nachwuchses registriert. Dieser Glückszustand blieb auch über dem Ausgangsniveau, als die Kinder 10 bis 18 Jahre alt waren."

Montag, 29. September 2014

alte Schnipsel aufbereitet

Schnipsel aus den neunziger Jahren des 20. Jh.

Christen zählten ursprünglich Jahre des Herrn #abwärts# bis ans Ende 
des Milleniums. Erst seit dem Jahr 1000 wird aufwärts gezählt.

Die Rente einer Frau ohne #Kinder# ist etwa 2x so groß wie die einer 
Frau mit Kindern (offenbar auf alleinstehende [alllein erziehende] Frauen 
bezogen).

Pro Jahr werden durch das Rentensystem 160 Mrd. DM von Kinderfamilien 
zu Kinderlosen transferiert.
Bei 3 Kindern hat eine Familie etwa die Hälfte des Lebenstandards
von dem, was Kinderlose haben.
56% der Jugendlichen wollen 2 u. mehr Kinder.
26% der jungen Familien haben 2 u. mehr Kinder.

Die Geburtenrate in der DDR sank in den Jahren nach der Wiedervereinigung
1989 um 60%. Das entspricht dem Abfall der Geburtenrate bei den Inkas, 
als die Konquistadoren kamen.
Das übliche Heiratsalter ist sehr gewachsen von 23 auf 28.

Freitag, 15. August 2014

Tunnelblick bei Kindern?

Sind Kinder mit etwas beschäftigt, nehmen sie nichts anderes mehr wahr. Diese Art von Blindheit verschwindet überraschend langsam, wie ein Experiment jetzt zeigt. Selbst Jugendliche haben noch den Tunnelblick. SPON 13.8.14
Charakteristisch für Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen ist, dass sie gerade keinen Tunnelblick haben, sondern, ohne sich zu konzentrieren, mehr wahrnehmen als Erwachsene. Das kennt jeder normal begabte Erwachsene, der mit normal begabten Kindern Memory gespielt hat. Nur mit großer Konzentration übertrifft er Kinder, die sich nicht konzentrieren.

Was in dem Experiment geprüft wird, ist etwas anderes. (Um zu wissen, was genau das ist, müsste man freilich die Versuchsanordnung besser kennen, als nach dem verlinkten Artikel möglich ist.)
Anscheinend wird geprüft, wie gut sich Kinder konzentrieren können, wenn sie wollen (!). Von Marie Curie wird berichtet, dass sie auch dann konzentriert bei ihrer Arbeit blieb, wenn nebenher laut gesprochen wurde. Das schaffen immer mehr Erwachsene nicht mehr.
Kleine Kinder dagegen können noch ganz in ihrem Spiel aufgehen, erleben noch häufig Flow.

Freilich, für den Straßenverkehr ist Konzentration auf das, was einen interessiert, lebensgefährlich. Man muss immer bereit sein, auch anderes im Blick zu behalten.

Das heißt: Nicht Tunnelblick, sondern größere Schwierigkeit beim Multitasking ist typisch für Kinder.

Was das Ergebnis eines wissenschaftlichen Versuchs ist, hängt aber so sehr von der Versuchsanordnung ab, dass ohne genauere Kenntnis darüber nie zu beurteilen ist, ob er valide ist.

Samstag, 21. Dezember 2013

Über den Tsunami auf den Philippinen

schreibt Franz Segbers in Publik Forum:
 Was ist, wenn das, was wir hier zu sehen bekommen, die Folgen des Klimawandels sind? Und wenn der <sic!> Klima-Katastrophe eine Folge unsere 
<sic!> luxuriösen Lebensstils und unserer gnadenlosen Ausplünderung des Planeten ist? Dann Gnade uns Gott, wenn wir dieser <sic!> Zeichen nicht lesen!
Diese Zeilen zitiere ich nicht wegen der Tippfehler.
Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen zitiere ich noch einige Zeilen über Kinder aus dem Katastrophengebiet:
Die ansonsten so freundlichen philippinischen Kinder lachen nicht mehr. Ein kleines Mädchen schaut mich mit Augen an, die ich nie mehr vergessen werde, so viel Trauer und Verzweiflung liegt darin. Wenig später sehe ich einen Jungen, der einen notdürftig zusammengeflickten Drachen an einer Schnur zum Himmel geschickt hat. Es ist wie ein Zeichen des Lebens inmitten des Todes. Denn die meisten Kinder spielen nicht mehr. Sie haben alles verloren. Was wird aus ihnen? 

Donnerstag, 14. November 2013

Kindergesundheit

"Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Jugendlichen verbringt mehr als vier Stunden täglich vor Bildschirmen. Vor dem Fernseher verbringen die Teenager dabei mehr Zeit als vor Computer und Spielekonsolen. Mädchen nutzen eher ihr Mobiltelefon, Jungs eher den Fernseher." (Ergebnisse aus der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS)
laut Spiegel online, 14.11.13
Bei Jungen im Unterschied zu Mädchen mehr Fernseher als Mobiltelefon überrascht mich. Freilich, Kinder rechnen wohl nur bis zum 12. Lebensjahr.