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Freitag, 1. Januar 2021

Worüber man sich nichts vormachen sollte

 Was aber die meisten von uns nicht wahrhaben wollen:

Was wir Recycling nennen, um es attraktiv zu machen, ist fast immer Downcycling. 

Das heutige Überangebot an Gütern setzt zweierlei voraus: Ausbeutung der Natur und der Minderprivilegierten.

    Ausbeutung der Natur führt zu zu hohen CO2-Emissionen. 

    Einführung der Gleichstellung von Mann und Frau in der Arbeitswelt und von Inklusion         von Behinderten im Bildungsbereich erfordert mehr Arbeitskräfte, gegenwärtig noch                verdeckt durch die ehrenamtliche Arbeit  von Großeltern  (Arbeitsbereich) oder Eltern           (Bildungsbereich) (de facto meist nur Großmüttern und Müttern) oder zur einseitigen Benachteiligung der Schlechterverdienenden. Die alte Großfamilie gibt es nur noch im extremen Ausnahmefall.

Dabei ginge es anders: NACHHALTIGE Produktion, Umbau des Bildungsbereichs.  Aber beides wird verweigert, weil Überproduktion bequemer ist und mehr Gewinne bringt.

Freitag, 8. Juni 2018

Gehen Finanzen vor Pädagogik oder wissen Lehrer nicht, was für ihre Schüler gut ist?

Niedersachsen:Kassenprüfer rügen Inklusions-Chaos  SPON 7.6.18

"Niedersachsen erhält Förderschulen und setzt gleichzeitig auf Inklusion. Das verschwendet Geld und verschärft den Lehrermangel, wie der Landesrechnungshof bemängelt. [...]"

Dienstag, 22. Mai 2018

Wie Inklusion gelingt

"[...] Wer von Inklusion spricht, denkt eher an Schüler mit auffälligem Verhalten und Lernstörungen, die sich unter jene mischen, die "keine Diagnose" mitbringen. Vier bis fünf sind es meist pro Klasse, und schon die können Lehrer zur Weißglut, Mitschüler außer Rand und Band und Eltern auf die Barrikaden bringen.
An der Martinschule ist das anders. Hierhin kommen jeden Morgen auch Kinder mit schweren geistigen Behinderungen. Einige sitzen im Rollstuhl, andere sind kaum ansprechbar, manche müssen gefüttert werden. Es gibt Kinder, die schnell aggressiv werden, die nur langsam begreifen, die als Autisten gelten. [...]
Heute, da die Inklusion behinderter Kinder in den Regelschulbetrieb zum bildungspolitischen Reizthema geworden ist, ist Skladny überzeugt, den richtigen Weg gegangen zu sein. Es sei einfacher, aus einer Schule für geistig Behinderte eine inklusive Gesamtschule zu machen, als eine Regelschule umzuwandeln. "Unsere Kinder hier sind so unterschiedlich, dass uns noch nie in den Sinn kam, allen denselben Unterricht zu geben."
An anderen Schulen im Land dagegen fragt man sich immer noch, wie Inklusion gelingen kann. [...]"(Martinschule in Greifswald ZEIT 17.5.18)

Montag, 25. Dezember 2017

Lehrermangel und Inklusion

"Sachsen-Anhalts Kultusminister Marco Tullner (CDU) hält den bisherigen Weg der Inklusion für gescheitert. Er sei davon überzeugt, dass es Kinder mit Förderbedarf gibt, die in Förderschulen besser betreut werden können als in einer heterogenen Regelklasse" (ZEIT 22.12.17)


"
Förderschulen in Deutschland sind ein hohes Gut, das wir in der Inklusionsdebatte leichtfertig aufs Spiel gesetzt haben. Wir werden auch in Zukunft Förderschulen dringend brauchen."
(Förderschulen: Warum ein Kultusminister die Inklusion für gescheitert hält, Spiegel 25.12.17)


Schulleiterin verklagt Senat wegen Inklusion SPON 11.4.18

Montag, 17. Juli 2017

Positive Erfahrungen mit Inklusion und ein Ausblick

Eine Schülerin berichtet:


"[...] Jetzt ist alles anders. Es kommen immer mehr Förderschüler in die Klassen, vielen Lehrern fehlt die Erfahrung mit der Inklusion. Mehr Sonderpädagogen gibt es deshalb nicht. Auch an unserer Schule sind sie inzwischen für zwei Klassen gleichzeitig zuständig und können die Lehrer nicht mehr jede Stunde unterstützen. Außerdem sind mehr Schüler in den Klassen. Lehrer müssen sich häufig gleichzeitig um die starken Schüler kümmern, die an der Gesamtschule ihr Abitur machen wollen, und um schwächere, die Probleme mit den Grundrechenarten oder dem Lesen haben. Dabei bleiben immer Kinder auf der Strecke.
Ich finde das schade. Für mich persönlich war die Zeit in der Integrationsklasse eine große Bereicherung. Ich fühlte mich nie schlecht oder zu wenig unterrichtet und habe viel über Toleranz gelernt und darüber, dass Menschen sehr unterschiedlich sein können. [...]"
(Quelle und mehr dazu: Inklusion in der Schule ZEIT online 16.7.17 - Hervorhebungen von Fontanefan)

Mittwoch, 10. Mai 2017

Wie funktioniert Inklusion?

Inklusion: "Da wurde ein erfolgreiches System zerstört" SZ 9.5.2017

"Thomas Binn trifft mit "Ich. Du. Inklusion" einen Nerv: Der Film begleitet vom Tag der Einschulung bis zur Mitte des dritten Schuljahrs eine Grundschulklasse, in der Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen. Damit bereichert er die häufig abstrakte Debatte über die Inklusion um Einblicke in die Realität der Kinder, Lehrer und Eltern. [...]
Von 22 Kindern sind sieben förderbedürftig. Und wie oft kommt die Sonderpädagogin? Sieben Stunden pro Woche. Frau Heß, die Klassenlehrerin, ist meist allein. Da wurde ein erfolgreiches System zerstört.
Ein Mädchen erzählt, dass sie sich oft stundenlang meldet, ohne dranzukommen.
Ja. Dabei ist Frau Heß ein Traum, eine Lehrerin mit Herzblut. Aber sie steht vor einer unlösbaren Aufgabe. Weil der Sparzwang an unseren Schulen dem Bildungsauftrag vorangestellt wird. Das politische System, das die Inklusion verordnet, verhindert zugleich, dass sie umgesetzt wird."

Dienstag, 14. Februar 2017

Ein Plädoyer für Förderschulen

Förderschulen sind oft bessere Alternativen 

"[...] 
Man kann auch nicht davon ausgehen, dass die I-Kinder, wie die Inklusionskinder genannt werden, automatisch zu den Geburtstagen oder zum Spielen am Nachmittag eingeladen werden, jedenfalls jene, die am Vormittag für die gesamte Klasse nicht leicht erträglich sind. In den Förderschulen würde es den Kindern meiner Meinung nach besser gehen, sie wären weniger isoliert und würden in kleineren Klassen besser gefördert.
Als ich vor 15 Jahren als Lehrerin angefangen habe, gab es an manchen Schulen in Frankfurt den sogenannten Gemeinsamen Unterricht. Das waren Klassen mit nicht mehr als 21 Kindern, in denen es drei Inklusionskinder gab und die von einer Lehrerin und einer Förderschullehrerin gemeinsam unterrichtet wurden. Das war ein gutes Modell, das aber offenbar zu teuer war, denn es wurde wieder abgeschafft. [...]"

Gegen Inklusion von Hochbegabten ZEIT online 14.2.17

Soraya Ahmad, 15, gehört zur geistigen Elite. Die Mutter Deutsche, der Vater stammt aus Pakistan, beide arbeiten in der Gastronomie. Die Familie lebt in Stuttgart. Nach der neunten Klasse an einem Mädchengymnasium wechselte sie nach Schwäbisch Gmünd. "In meiner alten Schule war ich stark unterfordert, es wurde mir langweilig und ich verschlechterte mich im Gesamtdurchschnitt aller Noten von 1,0 auf 1,5", sagt sie und es ist keineswegs arrogant gemeint. Dass das Mädchen überdurchschnittlich intelligent ist, fiel früh auf. "Mathematik mache ich sehr gern und immer mehr Aufgaben, als eigentlich gefordert", erzählt die Schülerin, bei der schon nach der Grundschule die Intelligenz gemessen wurde. 
Soraya sitzt für das Interview etwas schüchtern auf ihrem Stuhl im Zimmer des Rektors. Ihre Antworten sind leise aber äußerst präzise. Nachfragen muss man bei ihr nicht. Auf die Frage, welche fünf Punkte ihre Schule von gewöhnlichen Gymnasien unterscheidet, antwortet sie: "Die Lehrer haben einen höheren Anspruch, bieten aber auch mehr. Die Schüler sind motiviert, was die Qualität der Schulstunden hebt. Ich kann meine Interessen fördern, etwa durch Debattieren auf Englisch. Das Internat stärkt meine soziale Kompetenz und fördert meine Selbstständigkeit. Und ich erlebe die Lehrer hier ja auch als Privatpersonen im Internat, da hat man eine andere Beziehung zu ihnen." Dass sie mehr lernen muss als an ihrer alten Schule, ist ihr recht. Nach dem Abitur will Soraya Medizin studieren. 
Der Schuldirektor Christoph Sauer, 45, sitzt mit am runden Tisch. Seine Augen strahlen, als Soraya erzählt. Es freut ihn, wenn Schüler gerne bei ihm an der Schule sind. "Weil die Landesverfassung den Bürgern ein Recht auf individuelle Förderung gibt, wurde unsere Schule gegründet, um auch die Hochbegabtenförderung zu ermöglichen", sagt Sauer.
Einer Überlegung wert: 
Wenn ein hochbegabtes Kind, um individuell gefördert werden zu können, eine Sonderschule braucht, wie viel mehr werden benachteiligt darauf angewiesen sein?
 Es gibt Hochbegabte, die ein Segen für die Regelschule sind und die ihre sozialen Fähigkeiten am besten dort entwickeln, und es gibt Benachteiligte, für die Inklusion die beste Förderung bedeutet. Aber es ist nicht sonderlich wahrscheinlich, dass das für alle gilt.
Vor allem dann nicht, wenn die kostengünstigste Regelung einer individuell angepassten vorgezogen wird. 

Montag, 30. November 2015

Preis der Inklusion?

Oh Delia ZEIT online 12.11.2015
"Sie schlägt, sie schreit, sie beleidigt ihre Mitschüler. Ein verhaltensauffälliges Mädchen bringt die Lehrerin einer Hamburger Stadtteilschule an ihre Grenzen. Die Pädagogin fragt sich: Ist das der Preis des gemeinsamen Lernens?"

Donnerstag, 19. Juni 2014

Barrierefreiheit

am Donnerstag , die prominenteste Gehörlose im Netz, Kämpferin für

Weil nicht nur Rollstuhlfahrern nützt! RT Im Café: Rollatornutzerin fordert Rampe ein

Webworker aufgemerkt: Erster Club am 16.Juli — Meetup zu & assistiven Technologien →

Eine neue Ausgabe unseres Wochenrückblicks in Einfacher Sprache ist da:

Sonntag, 15. September 2013

Inklusion leben in der Freizeit

Ich finde es gut, dass auf Inklusion hingearbeitet wird, z.B. wie es hier von der Aktion Mensch dargestellt wird, denn es gibt zwischen allen getrennten Milieus Berührungsängste, die möglichst abgebaut werden sollten.
Dass meine Tochter ihre Berührungsängste abgebaut hat, zeigte sich an ihrer Berufsentscheidung: Sonderschullehrerin. Vielleicht sieht sie deshalb aber das Abbauen von Berührungsängsten nicht als das wichtigste Problem an.
Das hat auch meine Sicht der Inklusion beeinflusst.

Zusatz vom 17.4.14:
Aufs Gymnasium mit Downsyndrom:
http://bildungsklick.de/a/91112/streit-mit-down-syndrom-auf-das-gymnasium/
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/4558962/henri-will-aufs-gymnasium.html