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Sonntag, 15. Oktober 2017

Zu viel Ungleichheit schadet dem Wirtschaftswachstum

"[...] Und das soll nun nicht mehr gelten? Die Ökonomen des Währungsfonds formulieren in gebotener Vorsicht. „Während kräftiges Wachstum nötig ist für die ökonomische Entwicklung, ist es doch nicht ausreichend“, sagt der Chefökonom des Währungsfonds, Maurice Obstfeld. Die Ungleichheit sei in mehreren Industrieländern gestiegen, sie bleibe in vielen Aufsteigerländern hoch.
Das müsse die Regierungen beunruhigen, denn Ungleichheit schade dem sozialen Zusammenhalt und begünstige politische Polarisierung – mit der gefährlichen Folge, dass Wachstum dann nicht mehr nachhaltig sei. Wenn große Teile der Bevölkerung nicht in den Genuss der Früchte des Wirtschaftswachstums kommen, zugleich aber durch Importkonkurrenz und technischen Wandel ihre Arbeitsplätze und ihr Einkommen bedroht sehen, dann befürworten sie eine Politik der Abschottung, die Barrieren für Einwanderung und Einfuhren erhöht." (faz.net 15.10.17)

Donnerstag, 19. März 2015

In Griechenland wächst die Kluft zwischen Arm und Reich dramatisch

Steuerlast in Griechenland: Ärmere zahlen 337 Prozent mehr, Reichere 9 Prozent, SPON 19.3.15
Der harte Sparkurs in Griechenland verschärft die Armut in dem pleitebedrohten EU-Staat, wie eine neue Studie zeigt. Die nominalen Bruttoeinkommen privater Haushalte seien von 2008 bis 2012 um ein knappes Viertel gesunken, heißt es in einer Studie griechischer Wissenschaftler im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Für knapp die Hälfte des Rückgangs sind demnach Lohnkürzungen verantwortlich. [...]Insgesamt habe 2012 fast jeder dritte griechische Haushalt mit einem Jahreseinkommen von weniger als 7000 Euro auskommen müssen, heißt es. Die ärmsten Haushalte hätten fast 86 Prozent Einkommen verloren, die reichsten nur 17 bis 20 Prozent.
Ergänzend:
Griechenlands Tragödie ist der IWF, ZEIT online 26.3.15